Gespräche über alte Spiele
00:00:00: Hallo, liebe Hörerinnen und Hörern.
00:00:01: Und moin nochmal Christian!
00:00:03: Hallo, Henna da sind wir wieder!
00:00:06: Ja, wir sprechen weiter über den vielleicht schönsten Computer der Siebziger- und Achtzigerjahre, den TI-四 und dessen Nachfolger vier a. Und im ersten Teil dieser kleinen Staffel haben wir schon über die Entstehung dieses Heimcomputers gesprochen und erklärt, was er eigentlich kann und was er nicht kann.
00:00:23: Und sind am Schluss bei diesem spektakulären Sprachmodul geendet.
00:00:27: Das war eine große Sache.
00:00:28: dieses Modul das wurde auch zur Markteinführung in praktisch jedem Pressebericht hervorgehoben.
00:00:32: dieser Computer kann sprechen.
00:00:35: Und das ist auch unser Stichwort.
00:00:37: die Markteinführung der TI-Mail ist also fertig entwickelt.
00:00:42: Nun muss er sich also auf dem Markt beweisen.
00:00:45: Gegen die etablierte Konkurrenz von Tandy wie den TRS-Achzig, gegen Atari mit ihrem neuen Fierhundert-Achthundert oder auch gegen Commodore.
00:00:53: und wie schwer das wird insbesondere Letzteres kann noch niemand absehen.
00:00:57: in der Presse genießt TI erstmal großen Vertrauensvorschuss.
00:01:01: Der Erfolg scheint sicher da sind sich alle einig.
00:01:03: denn der PCmarkt der explodiert ja gerade und Texas Instruments ist kein Unbekannter Das ist ja ein Branchen Schwergewicht nicht so'n lasforsches Startup wie Apple oder so.
00:01:14: Die kennen sich ganz offensichtlich aus mit Informationstechnik, die liefern die ganzen Bauteile und mit ihren Taschenrechnern oder mit ihrem Speak and Spell haben sie auch schon Erfahrung gesammelt auf dem Massenmarkt für Heim-Elektronik.
00:01:26: also die Fachpresse ist schon weitgehend überzeugt dass das eine große Sache wird.
00:01:29: aber die Kundschaft ja die muss erst mal noch überzeugt werden nicht nur dass Sie diesen TI kaufen sollen sondern überhaupt dass sie einen Heimcomputer brauchen.
00:01:37: das wissen die meisten nämlich noch gar nicht.
00:01:40: Ja und was macht man um die Kunden zu überzeugen?
00:01:42: Man macht Werbung, man macht Marketing.
00:01:45: Das geht ja schon los bei der Packung in der der Computer kommt und was da draufsteht.
00:01:49: wir haben das Gerät die ganze Zeit TI-CM-Tie.
00:01:53: Weil Texas Instruments ist intern genauso nennt.
00:01:56: Das ist auch der Modellname des Computers.
00:01:58: Das steht aber so nicht auf der Verpackung.
00:02:01: Da steht groß darauf Texas Instrments Home Computer also Heimcomputer.
00:02:05: Es ist übrigens eine sehr schicke Packung finde ich auch für die Zeit.
00:02:08: Natürlich so ein länglicher Karton, in dem der Computer drin ist.
00:02:10: Aber da ist schön groß das Gehäuse dieses Videojahr!
00:02:14: Nicht müde wirst du betonen.
00:02:15: Wunderhübschen Gerätes drauf und es ist ganz stylisch in schwarz und oben drüber steht eben groß diese Schrift Homecomputer.
00:02:24: Das klingt nicht so technisch wie dieses Kürzel.
00:02:27: Es ist also eine ganz gute Entscheidung, dass es auch eine Nominclatur die sich dann noch fortsetzen wird.
00:02:31: das ist ja nicht der letzte Computer den Texas Instruments machen wird.
00:02:35: darüber sprechen wir gleich noch.
00:02:37: ab drei und achtzig gibt's auch doskompatible rechner der nennt sich dann professional computer.
00:02:42: aber wie du gerade schon gesagt hast auch home computer is jetzt kein begriff wo jeder amerikaner oder jede amerikanerin damals dachte ja klar Weiß ich sofort, was ich mir darunter vorstellen muss.
00:02:53: Das muss auch erst mal erklärt werden.
00:02:55: Das ist ja eine neue Kategorie von Gerät in diesen auslaufenden siebziger Jahren und Beginn der achtziger Jahre.
00:03:01: Deswegen schaltet Texas Instruments dann Anzeigen dazu Und die erklären ziemlich wortreich wofür das gerät eigentlich gebraucht wird.
00:03:09: Das eröffnet mit der Frage, die damals vermutlich auch die Gedanken der meisten Leserinnen und Leser aufgreifen.
00:03:15: Nämlich wozu brauche ich einen Heimcomputer?
00:03:17: Und dann gibt Texas Instruments da Antworten drauf zum Lernen für die Finanzverwaltung Für andere Büroarbeiten zum Spielen eigentlich für alles Alles was man sich zu vorstellen kann außer vielleicht die Blumen zu gießen oder so.
00:03:31: Das heißt aber auch, dass Texas Instruments sich da jetzt nicht auf eine klar umrissende Zielgruppe festlegt.
00:03:36: Die Spielenden oder die Büros.
00:03:40: Sondern jeder soll sich im Endeffekt dafür begeistern.
00:03:44: Das ist möglicherweise auch ein Fehler in der Reihe von Fehlern, die Texas Instrments macht das es jetzt ein bisschen weniger konkret so zu beziffern.
00:03:53: Aber der Zweck des Geräts ist damit natürlich auch nicht so richtig klar greifbar.
00:03:57: Das bleibt ein bisschen nebelös.
00:03:59: Ja, man muss ja bedenken das ist ein teures Gerät.
00:04:01: Insbesondere weil dieser Monitor beilegt.
00:04:04: Das ist eine große Investition.
00:04:05: Es ist mehr als ein typisches Monatseinkommen damals dass man investiert für ein Gerät dessen Zweck nicht so ganz klar ist.
00:04:11: wenn man einen Fernseher kauft dann weiß man was man damit tun kann bei dem Videorekorder auch oder beim Toaster.
00:04:16: es hat halt nen klar definierten Zweck und Mehrwert.
00:04:19: Aber im Computer, das erschließt sich nicht jedem.
00:04:22: Was mache ich denn damit?
00:04:23: Ein Computer ist doch so ein wissenschaftliches Experimentalgerät oder ein professionelles Bürogerät – was soll ich denn da mit zu Hause?
00:04:30: Das wissen die Leute gar nicht!
00:04:32: Und das ist gar nicht so leicht zu vermitteln.
00:04:34: TI sind nicht die einzigen, die damit Probleme haben, das rüberzubringen.
00:04:38: Da tun sich andere auch mit sehr schwerer Atari zum Beispiel….
00:04:42: Aber die Presse, die ist doch ganz angetan von dem Gerät und dies davon überzeugt dass der Einstieg in den Markt gelingen wird auch weil das Gerät doch sehr leicht zu bedienen sei.
00:04:53: Das ist ja eines der Entwicklungsziele gewesen.
00:04:55: man will den Leuten die Berührungsangst nehmen mit dieser neuen Geräte Kategorie.
00:05:00: wir sollen keine Angst davor haben sondern ruhig beherzt die Geräthe annehmen und benutzen und dafür hilft es wenn sie leicht zu Bedienen sind.
00:05:08: Und das ist der TI-Pack.
00:05:10: Wir haben es ja beschrieben, nach dem Einschalten gibt es dieses hübsche kleine Startmenü in dem man einfach durch Drücken einer Taste auswählen kann was man eigentlich will welches Programm gestartet werden soll.
00:05:21: Das ist also viel benutzerfreundlicher als später der C-Pk.
00:05:25: Und die Presse würdigt diese Bemühungen auch.
00:05:29: Creative Computing zum Beispiel, die schreibt über diesen Computer ausführlicher im März, und schreibt das sei eines der am einfachsten zu nutzenden Systeme, die wir je getestet haben.
00:05:40: Der Rechner gehöre Zitat zur sehr exklusiven Klasse jener Computer, den wir sofort und ohne jeden Eingriff zum Laufen brachten.
00:05:49: Das sagt viel aus über die Computer dieser Zeit in den auslaufenden siebzigern Jahren.
00:05:55: Das hat sonst nicht immer alles auf Anhieb funktioniert!
00:05:59: Und so schreibt sie dann auch, für Neulinge sei das Gerät sehr gut geeignet.
00:06:03: Aber gibt noch eine Einschränkung?
00:06:05: Wenn Sie schon eine Menge über Computer wissen, ist das nichts für Sie!
00:06:09: Das liegt unter anderem daran, dass diese Schäbige kleine Taschenrechnertastatur sich relativ wenig eignet um damit größere Code-Mengen zu schreiben oder Texte zu verfassen.
00:06:23: Da fehlt den Computer ja auch noch was Wesentliches, nämlich die Fähigkeit zwischen großen und kleinen Buchstaben zu unterscheiden.
00:06:28: Also für Autoren ist das eher nichts!
00:06:33: Und über die Tastatur klagen auch andere – eine Zeitschrift namens Popular Science zum Beispiel im Mai, die meckert auch über diese Tastature aber ansonsten hat sie eigentlich nicht viel auszusetzen.
00:06:44: Sie schreibt mit seinen grafischen und musischen Fähigkeiten könne der Computer fast schon ein weiteres Familienmitglied werden Und natürlich mit seinem schönen Design, das schmückt einfach jeden Raum und jede Vitrine.
00:06:58: Das sag ich
00:06:58: jetzt.".
00:06:59: Die Redaktion ist besonders begeistert davon was sie noch testen von einem Zubehörteil nämlich vom Sprachmodul.
00:07:06: Sie schreiben dazu die Verständlichkeit der Sprache war unglaublich!
00:07:15: Das
00:07:17: ist ja eine ganz schön bitzache Aussage.
00:07:21: Das heißt also umgekehrt, wenn mein Computer hallo zu mir sagt kann ich mich zum Sterben hinlegen?
00:07:26: Da habe ich alles erlebt!
00:07:27: Ja es wird nicht mehr besser Christian das war alles erreicht.
00:07:32: So schön und im Rückblick ein paar Jahre später mit etwas Abstand zu dieser Euphorie der ersten Tage kommt der Computer nicht mehr ganz so gut weg, das wollen wir nicht verschweigen.
00:07:43: Die Creative Computing, die wir ja gerade noch mit sehr positiven Worten zitiert haben, schreibt im März, in den Rückblick der TI-Cyber, erscheinen stark überteuert vor allem angesichts seiner seltsamen Tastatur seines nicht standardgemäßen Basics und Mangels an Software.
00:08:01: Also das klingt schon deutlich kritischer.
00:08:03: Was wir übrigens meinen mit nicht standardgemäßen Basic, dass ist schon ein richtiges funktionierendes Basic.
00:08:08: was sie meinen es stammt nicht von Microsoft anders als die allermeisten Basic Versionen die damals üblich sind.
00:08:15: Das ist eines das Texas Instruments selbst entwickelt hat und das war ich hier und da ein bisschen vom Standard ab.
00:08:21: Ja also zu dieser Zeit, Da ist die Branche aber auch schon etwas klüger.
00:08:27: Sie weiß mittlerweile, dass sie sich verschätzt hat, das also dieser erste Heimcomputer von Texas Instruments nicht der große Erfolg ist, der von allen erwartet wurde, sondern ganz im Gegenteil ein Fehlschlag.
00:08:41: Nun gibt es für diesen ersten Aufschlag – also für den TI-Aufschlag wie er damals in seiner ersten Version auf den Markt kommt keine offiziellen Verkaufszahlen, aber es großieren einige Werte.
00:08:52: Die Zeitung Infobold z.B.
00:08:54: schreibt im September oneinundachtzig, Texas Instruments habe bis zum Sommer also jetzt so grob gesagt in den ersten Monaten das Computersword dann wirklich großflächig verfügbar war weniger als zwanzigtausend Exemplare verkauft und das Zitat dazu lautet Im Moment scheint Texas Instrments im Keller festzustecken mit sehr geringer Wahrscheinlichkeit bis Jahresende hinauszukommen.
00:09:19: Zitat Ende Und die New York Times nennt den Rechner im Juni, reichend einen beschämenden Fehlschlag.
00:09:27: Das sind schon starke Worte.
00:09:29: Einer der wesentlichen Gründe dafür ist – wir heute holen es nochmal – der hohe Preis.
00:09:34: ohne dass der Computer so ein richtig klares Nutzerprofil hat lässt er sich einfach schwer rechtfertigen Zumal Texas Instruments den Preis für dieses Paket aus Rechner und Monitor im Sommer neunzehntundachzig, also im ersten Jahr sogar kurzzeitig nochmal erhöht hat auf tausendvierhundert Dollar.
00:09:51: Also noch mal ein ordentlicher Preisaufschlag.
00:09:54: Es gibt aber auch einen anderen wichtigen Grund und der ist das schwache Softwareangebot.
00:09:58: Dazu kommen wir dann noch im Laufe dieser Folge.
00:10:01: Was auch immer den Ausschlag jetzt gibt insgesamt werden von diesem Originalmodell deutlich unter hunderttausend Stück verkauft.
00:10:09: Aber das ist und deswegen betone ich hier auch dieses Wort Originalmodell ja nur der erste Aufschlag.
00:10:14: Texas Instruments glaubt an das Potenzial seiner Technik, und deswegen wird schon im Herbst, neunzehnundachtzig eine grundlegende Überarbeitung des TI-九undneinzigvier in Auftrag
00:10:24: gegeben.
00:10:25: Es soll also weitergehen!
00:10:26: Das soll nicht der letzte Heimcomputer von TI bleiben Und nun soll er überarbeitet werden.
00:10:32: und es gibt dabei vor allem ein großes Ziel, er muss billiger werden.
00:10:36: Wir haben's ja beschrieben diese Architektur ist sehr aufwendig der Prozessor war ja eigentlich nicht so geeignet für den Einsatz in dem billigen Heimcomputer und so entwickeln jetzt mehrere Gruppen von Ingenieuren unabhängig voneinander wie üblich bei Texas Instruments Vorschläge Wie man eine zweite Generation gestalten könnte?
00:10:54: Wie man denn billiger machen könnte als das Original.
00:10:57: Und da gibt es zum Beispiel eine Gruppe von Ingenieuren, die im Jahr neunzehntundhundertachtzig eine Variante dieses Rechners entwickelt in der dieser unliebsame teure neuntausendneinhundertter Prozessor ersetzt wird durch einen viel billigeren Prozessort.
00:11:10: Den acht-Bit-Prozessor Z-Achtzig vom Cylog.
00:11:13: Das wurde ja schon mal von einigen Ingenioren favorisiert diese Lösung also einen externen Prozessor einzukaufen, der viel billig besser geeignet ist und das wird jetzt nochmal hervorgeholt dieser Vorschlager.
00:11:26: Wollen wir nicht jetzt vielleicht, können wir nicht doch umsteigen auf diesen anderen viel besser geeigneten Prozessor.
00:11:32: Dieses Projekt was dort kurzzeitig entsteht an dem gearbeitet wird hat verschiedene Namen je nachdem welche Quelle man befragt.
00:11:40: der heißt mal TI-Dreibee oder Ranger.
00:11:46: die Quellen gehen da weit auseinander.
00:11:48: wahrscheinlich sind das auch viele verschiedene unabhängige Projekte und deswegen auch so viele verschiedene Projektnamen.
00:11:55: Das wird aber alles wieder verworfen.
00:11:57: Diese Z-Achziglösung setzt sich nicht durch, denn das Management verlangt natürlich wieder danach.
00:12:02: Es möge doch bitte ein eigenes Prozessordesign verwendet werden und zwar entscheidet es sich dann, das Management Ende den gleichen Prozessoren einzusetzen also weiterhin den TMS-Nohinthausendneunhundert trotz aller Nachteile.
00:12:17: Natürlich hat er auch einen Vorteil.
00:12:19: so kann man die Software weiter benutzen.
00:12:20: Es gibt keine Kompatibilitätsprobleme.
00:12:23: Man hat ja gerade erst angefangen, das Software-Bibliothek für das erste Modell aufzubauen.
00:12:27: Also vielleicht doch keine ganz schlechte Entscheidung aber einen großen Umbruch gibt es deswegen nun nicht.
00:12:34: der Nachfolger kann nicht so viel günstiger werden als das Urmodell und so entsteht eine nur leicht überarbeitete und kostenoptimierte Weiterentwicklung des Neunundneunzigvier und der heißt am Ende TI-A.
00:12:49: Der wird vorgestellt wieder mal auf der CES im Juni, und kommt dann auch kurz darauf schon auf den Markt für jetzt nur noch fünfhundertfünfundzwanzig US-Dollar.
00:13:00: Also weniger als die Hälfte des Urmodells.
00:13:03: in Deutschland kostet er rund tausend Fünfhundert Mark.
00:13:06: Ein großer Grund für die Kostenersparnis ist jetzt natürlich dass kein Monitor mehr beilegt.
00:13:12: es gab ja diese neuen Richtlinien der FCC die etwas lockerer sind.
00:13:17: kann sich das TI leisten, den Monitor nicht mehr beizulegen.
00:13:20: Stattdessen liegt jetzt ein HF-Modulator für den Anschluss eines Fernsehers bei.
00:13:24: Das spart eine Menge Geld.
00:13:26: aber das ist nicht der einzige Grund dafür dass der neue Rechner günstiger ist als der alte.
00:13:33: Es gibt noch ein paar weitere Änderungen und die gucken wir uns jetzt nochmal genauer an.
00:13:38: was ändert sich also beim TI-
00:13:43: Ja, vielleicht das Wichtigste was unverändert bleibt jetzt für dich Henna.
00:13:46: Das Gehäuse bleibt so wie es ist.
00:13:48: Es ist immer noch die gleicher strahlende Schönheit der aufgeklebten Aluminiumplatten.
00:13:54: aber eine andere wesentliche Änderung springt einem gleich ins Gesicht die Tastatur.
00:13:58: Die wurde ja von uns von der Presse damals eigentlich von allen kritisiert.
00:14:02: und hier ist jetzt verändert.
00:14:03: keine Taschenrechner-Tasten mehr sondern Schreibmaschinentasten.
00:14:06: Wesentlich komfortabler besserer Druckpunkt.
00:14:09: Das Layout verändert sich bei der Gelegenheit auch ein bisschen.
00:14:12: Also Funktionen wie quits ziehen jetzt auf die Nummern-Tasten um über eine neue Funktionstaste erreichbar, was sich nicht ändert ist das mit den kleinen Buchstaben.
00:14:21: Echte Kleinbuchstaben kann der Rechner immer noch nicht aber zumindest gibt es jetzt verkleinerte Großbuchstabem also sogenannte Kapitälchen.
00:14:28: Also doch eine Unterscheidung zwischen einer Art groß und Kleinschreibungen.
00:14:32: An anderer Stelle wird dafür gespart.
00:14:34: Wir hatten ja erzählt, dass das Originalmodell zumindest in einer ersten Revision mit Lautsprechern kam und von Anfang an auch einen Kopfhöreranschluss hatte.
00:14:43: Das entfällt jetzt beides dieser vorinstallierte Formelrechner auf dem Rom der wird gestrichen denn das Rom schrumpft insgesamt ein bisschen stecke.
00:14:51: das ist ein Verlust den werden die meisten Nutzer easy verschmerzt haben.
00:14:55: Aber die wichtigste Änderung betrifft den Graphicship, denn auch der wird ersetzt.
00:14:59: Wir hatten ja da ursprünglich den TMS-CM-S-Cm-Sieh'in und der weicht jetzt dem Cm-sieh'.
00:15:06: Das ist übrigens auch der Grund warum der Rechner so heißt also Cm'siehh', das kommt durch diesen neuen Graphic Chip.
00:15:13: Was ist da jetzt neu Henna?
00:15:15: Der Graficship bringt jetzt einen weiteren Grafikmodus mit.
00:15:19: Der erste Grafikmodus heißt jetzt Graphics I und nun gibt es einen, der wird allerdings meistens als Bitmap-Modus bezeichnet.
00:15:28: Und er baut weiterhin das Bild auf aus einzelnen Blöcken die acht mal acht Pixel groß sind.
00:15:33: aber die dürfen jetzt völlig frei gestaltet sein beliebig also verschiedene Pixel Anordnungen enthalten und das wiederum bedeutet ja faktisch eine pixelgenaue Darstellung.
00:15:45: Dafür ist auch in diesem Modus natürlich wieder die Farbauswahl ein bisschen eingeschränkt, aber insgesamt ist das trotzdem ein großer Fortschritt gegenüber dem Urmodell und dieser neue Graphics II Modus wird auch von einigen Spielen gerne benutzt.
00:15:58: Weshalb dann einige von den neueren Spielen nicht mehr auf dem Ur-Modell laufen?
00:16:02: Die Sprite Engine in diesem Grafikchip enthält auch ein Update – die kann nun Sprites auch hardwaregestützt skalieren also vergrößern vor allem!
00:16:11: Aber TI beschränkt sich nicht nur darauf, den Rechner selbst zu verändern.
00:16:15: Sondern auch die Peripherie des Zubehör wird ein bisschen überarbeitet.
00:16:20: Es gibt weiterhin diese Boxen, diese Side-Kerweiterung, die man rechts andocken kann an das Gerät für diese sehr große Karawanean-Erweiterungen.
00:16:30: Das geht nach wie vor, also alles bleibt kompatibel.
00:16:34: Aber nicht nur das!
00:16:35: Ab Frühjahr zweiundachtzig kann man diese ganze Karawane auch ersetzen durch eine Erweiterungsbox.
00:16:41: Eine große Metallkiste die so ein bisschen aussieht wie ein Ura IBM PC mit Steckplätzen für Karten.
00:16:47: Also genauso wie man das vom Apple II kennt oder auch vom IBM PC und das ist die Peripheral Expansion Box oder PEB.
00:16:54: Ein großer Kasten deutlich größer als der Rechner selbst, aber dafür passen da eben auch acht Steckkarten rein und auch noch ein fünfern vierte Zoll des Kettenlaufwerk in voller Höhe oder zwei von den flacheren Modellen.
00:17:10: Das macht das System deutlich aufgeräumter.
00:17:12: es nimmt dadurch natürlich weniger Platz auf dem Schreibtisch ein.
00:17:15: Das ist auch stabiler weil so eine lange Kette von Erweiterungsgeräten auf dem Tisch natürlich auch anfällig ist falls die Kontakte mal nicht perfekt sitzen.
00:17:27: Robuster und professioneller, aber natürlich auch viel teurer.
00:17:31: Die Box selbst ohne Zubehör die kostet anfangs nur zweihundertfünfzig Dollar also ungefähr die Hälfte dessen was der Computer kostet.
00:17:38: Aber die Karten kommen ja noch hinzu.
00:17:40: Die muss man auch separat kaufen Und mit Vollausbau ist so eine box am Ende Also sehr viel teuer als der computer selbst.
00:17:50: Aber es ist klar, mit dieser PEB richtet sich TI jetzt doch etwas stärker an den professionellen Nutzer.
00:17:56: Also nicht so sehr an den Heimanwender!
00:17:59: Wie findet denn die Presse das jetzt?
00:18:01: Diesen zweiten Versuch von TI auf dem Homecomputermarkt erfolgt zu haben...
00:18:06: Die Creative Computing schreibt im Mai, dass dieser neue TI-Multi-Tier A endlich die Versprechen seines Herstellers ein und sei dank seiner technischen Verbesserungen eine Macht auf dem PC Markt.
00:18:22: nur leider nicht die Einzige zu diesem Zeitpunkt.
00:18:25: Diese ganze Modellpolitik erinnert mich ein bisschen an das, was dann Jahre später mit dem Amiga passiert.
00:18:30: der erste Amiga ist ja auch so eine technisch fortschrittliche Maschine der Amiga tausend aber noch nicht der ganz große Markterfolg unter anderem auch deswegen weil er einfach sehr teuer ist.
00:18:38: Dann kommt die überarbeitete und abgespeckte Version der Amigas Fünfhundert und damit kommt der große Erfolg.
00:18:44: Und hier haben wir jetzt eigentlich in einer ähnlichen Ausgangslage Der ursprüngliche TI-Nin.
00:18:48: ninety vier ist auch diese nominell zumindest technisch vortschrittlich sind Bitmaschine, aber halt einfach viel zu teuer.
00:18:54: Jetzt die Revision abgespeckt ein bisschen überarbeitet.
00:18:57: jetzt könnte ja der Markt erfolgt kommen und tatsächlich passiert das auch.
00:19:00: Jetzt kommt auch der Markt Erfolg aber nicht so wie sich Texas Instruments das vorgestellt hat glaube ich.
00:19:05: Die werden nämlich jetzt getriebene und der Rostreiber in diesem Fall ist eine Firma die wir sehr gut kennen und für den wir schon gehört haben nämlich Commodore Denn die treiben Texas Instruments jetzt in einen Preiskrieg.
00:19:19: Commodores Maschine zu diesem Zeitpunkt auf dem Markt ist der VC-Zwanzig und die Vorgeschichte dieses Preiskriegs das reicht zurück bis in die siebziger Jahre, das hattest du in der letzten Folge auch schon mal kurz angeteasert denn da gibt es Commodore ja noch als Taschenrechnerfirma.
00:19:33: Die sind da groß im Taschenregnermarkt.
00:19:34: und dann wir hatten es beschrieben steigt Texas Instrumente ein Als preisbrecher unterbietet alle Konkurrenten auch Commodore und drängt die aus diesem Markt raus.
00:19:43: Das hat Komodore nicht vergessen.
00:19:45: Dieses Erlebnis, dass jemand der einen Markt aufrollt mit Kampfpreisen dass der die Möglichkeit hat, zu Nummer eins zu werden.
00:19:53: Und jetzt passiert also im Endeffekt das Umgekehrte.
00:19:57: Commodore ist ja in der Zwischenzeit dann auch zum Heimcomputer-Hersteller geworden.
00:20:01: Die haben eine eigene Chipmanufaktur eingekauft, die haben Moss Technology gekauft – auch weil sie gelernt haben aus dem Erfolg von Texas Instruments.
00:20:09: Das kam bei den Taschenrechnern hier daher, dass die vertikal integriert waren und sehr günstig ihre eigenen Chips herstellen konnten.
00:20:15: Das kann Commodore jetzt also auch!
00:20:20: Prozessors im eigenen Haus.
00:20:22: Und Commodore-Chef Jack Tramell, der greift jetzt in den Heimcomputermarkt an mit dem unschlagbar billigen Commodore VC-Zwanzig und übt damit in gewisser Weise auch Vergeltung für Das raus dringend aus dem Taschbrechnergeschäft.
00:20:39: Man könnte umgekehrt sagen, er hat halt einfach gelernt von dem, was da damals passiert ist.
00:20:43: und dieser VC-Zwanzig der kostet zu seiner Markteinführung dreihundert Dollar.
00:20:48: Und schon das ist ein Kampfpreis!
00:20:49: Da sind wir ja mehr als zweihundert dollar unter dem Preis.
00:20:52: Das schon deutlich günstigeren TE-Rentie e. Aber das bleibt nicht bei den Dreihundert Dollar.
00:20:57: Das endet sich sehr schnell, schon Anfang zweiundachtzig senkt Tremel den Preis dann auf zweiundvierzig Dollar.
00:21:03: zum Jahresende zweiundachzig sind es zweihundert Dollar, Anfang dreiund achtzig kosteten VC-Zwanzig nur noch hundertdreißig Dollar.
00:21:10: Dass ist immer noch nicht das Ende.
00:21:12: zu Jahresmitte sind's nur noch Hundert Dollar!
00:21:14: Das ist auch das erste Mal dann dass ein farbtauglicher Computer diese Schwelle erreicht.
00:21:18: Das hatten Gunnar und du alles ausführlich in der Folge über den VC-zwanzig besprochen die ich an dieser Stelle nochmal empfehlen möchte.
00:21:26: Ja, und wie reagiert jetzt Texas Instruments auf diesen Preiskampf?
00:21:31: Die lassen sich auf diesen zwei Kampf ein.
00:21:33: Also sie steigen ein in den Preiskrieg noch im Laufe des Jahres Einundachtzig also zum Mitte des Jahres wurde der neunundneunzig vier A ja erst eingeführt.
00:21:44: drückt TI den preis schon weiter auf vierhundertfünfzig Dollar dann dreihundert fünfundsiebzig und dann sind es nur noch dreihundert dollar.
00:21:52: Das sind nicht nur reguläre Preissenkungen über die Preislisten, sondern es gibt auch Rabatt-Aktionen, über die man dann hundert oder noch mehr Dollar einsparen kann.
00:22:02: Und über solche Rabattaktionen sinkt der effektive Verkaufspreis im September, zweiundachtzig auf zweihundert Dollar.
00:22:09: Dreiundachtzlich sind dann Hundertfünfzig Dollar erreicht und schließlich zieht TI nach.
00:22:15: Commodore hat gerade die Hundert-Dollar-Grenze erreicht, diese Schallmauer nach unten durchbrochen und TI zieht nach und senkt den Preis ebenfalls auf nur noch hundert Dollar.
00:22:26: Das ist nicht ohne weiteres möglich – die Technik ist ja durchaus!
00:22:30: Wir haben es mehrfach beschrieben.
00:22:32: Das Gerät ist nicht so billig herzustellen, das geht also nur weil TI konstant die Technik weiterentwickelt und überarbeitet und vereinfacht.
00:22:41: Also die Ingenieure werden immer wieder angetrieben, die Platine weiter zu vereinfachen, Bauteile einzusparen.
00:22:47: Und so wird dann auch im Laufe der Zeit die Zahl der Schaltkreise immer weiter verringert.
00:22:52: Ein großen Schritt macht das System im Jahr dreiundachzig.
00:22:55: da erscheint eine überarbeitete Platine.
00:22:58: Die kriegt intern die Zusatzbezeichnung QI für Quality Improved.
00:23:03: Das ist kein offizieller Namensbestandteil, das steht nur im Inneren auf der Platine.
00:23:08: aber diese QI-Platine ist deutlich vereinfacht und im Juni' repository kommt da noch eine beigefarbene Version dieses Rechners ohne diese wunderschöne Alu Verkleidung sieht dann schon deutlich langweiliger aus.
00:23:21: Aber klar!
00:23:22: Ohne ALU ist das Ganze wiederum billiger herzustellen.
00:23:29: schmerzhaft für TI, denn egal wie viel sie auch einsparen der bleibt in der Fertigung teurer als der VC-Zwanzig von Commodore.
00:23:37: Das liegt auch daran dass sie das alles immer noch in den USA fertigen während Commodore mittlerweile ausgewichen ist auf Fertigungsstätten in Asien und Taiwan zum Beispiel.
00:23:46: also die sind in der Produktion deutlich billiger und TI kann da eigentlich nicht mitziehen.
00:23:53: Sie tun es aber trotzdem und naja der Erfolg scheint ihnen ja auch recht zu geben Denn jetzt steigen die Verkaufszahlen.
00:24:01: Aber man mag sich wundern, warum gibt es überhaupt ein Duell zwischen dem TI-QC-A und dem VC-QA?
00:24:08: Die sind ja auf dem Papier technisch weit auseinander!
00:24:12: Der VC-A ist eigentlich weit überlegen – es ist ein sechzehn-Bit Prozessor, der da drin steckt.
00:24:18: Er hat deutlich mehr Arbeitsspeicher als der VC-qa.
00:24:21: Die hat der VC-Zwanzig auch nicht und so weiter.
00:24:25: Also eigentlich ist er das viel bessere Gerät, aber das Problem für TI damals ist – so stellt es sich mir da zumindest – dass die meisten Privatkunden sich gar nicht für Bitzahlen oder solche technischen Details interessieren.
00:24:40: Sie wissen nicht mal was das bedeutet?
00:24:42: Was habe ich denn für einen Vorteil davon wenn ich ein sechzehn-Bitcomputer kaufe gegenüber einem acht-Bittcomputer?
00:24:47: Den meisten Leuten ist, glaub ich nur wichtig was sie anfassen können und was sie sehen können.
00:24:51: Das verstehen Sie!
00:24:52: Und das hat Commodore erkannt mit dem VC-Zwanzig.
00:24:55: Der hat eine anständige Schreibmaschinen-Tastatur von Anfang an keine billigen Chiclet-Tasten.
00:25:00: Das wirkt hochwertig und professionell und es fühlt sich auch so an... ...und er kann ein Farbbild ausgeben.
00:25:05: Nicht viele Farben und auch nur sehr niedrig aufgelöst und ohne Sprites.
00:25:09: aber das sind alles schon wieder abstrakte Materien.
00:25:11: Das ist egal.
00:25:12: man sieht Farben auf dem Fernseher und das zählt.
00:25:16: bietet er eine richtige Tastatur und richtige Farben.
00:25:19: Und das für weniger Geld als die anderen, da können die Anderen noch so viele Bits und Sprites haben – das ist völlig egal!
00:25:24: Sechzehn Farben sind viel wichtiger als sechzehnt Bits.
00:25:27: Und weil das so ist, fällt das TI sehr schwer, die Vorzüge des eigenen Rechners zu erklären.
00:25:32: Warum brauchen die Leute sechziehn Bit?
00:25:33: Das erschließt sich ihnen nicht.
00:25:35: Auf den ersten Blick hat der einfach keine wesentlichen Vorteile.
00:25:38: Trotzdem durch diese massiven Preissenkungen auf mittlerweile eben nur noch hundert oder neunundneunzig US-Dollar Steigen jetzt auch die Absatzzahlen.
00:25:47: Interessanterweise legt sich Texas Instruments durch diesen Preiskampf hier jetzt doch fest, was für ein Rechner das sein soll – nämlich einen Rechler fürs Einsteigersegment zu Hause!
00:25:57: Es gibt ja andere Konkurrenten im Markt wie insbesondere den Apple II, die sie überhaupt nicht beteiligen an diesem Preiskampf und es auch nicht müssen weil die eine viel stärkere Basis als professioneller Computer haben also hauptsächlich in Firmen eingesetzt werden und dann durchaus bei Leuten zuhause stehen aber trotzdem als ein ernsthafter Arbeitscomputer.
00:26:14: Und das war ja am Anfang durchaus im Raum gestanden, dass der TI-Mail so etwas auch sein könnte.
00:26:20: Da machen vielleicht zum Beispiel ein starker Prozessor noch mehr Sinn in der Argumentation.
00:26:24: Aber hintenrum legt sich Texas Instruments jetzt doch fest, indem sie sich darauf einlassen auf diese Konkurrenz mit Commodore.
00:26:30: Nein wir zählen klipp und klar auf das Einsteigersegment zu Hause!
00:26:35: Der Preiskampf ist auch nicht das Einzige, was sie machen um diesen Erfolg zu pushen.
00:26:40: Da gibt es einen neuen Marketingverantwortlichen intern bei Texas Instruments.
00:26:44: Bill Turner heißt der Mann, der lernt von der Konkurrenz.
00:26:47: Die ernsthaften in Anführungszeichen Computer stehen ja damals in erster Linie in irgendwelchen Elektronikläden und in Ketten Und der VC-Zwanzig von Commodore hat den großen Vorteil dass der zum Beispiel auch in Kaufhäusern zu haben ist oder in Spielzeugläden wie Toys R Us Und da zieht Texas Instruments nach.
00:27:04: Auch das machen sie mit, also sie ändert die Vertriebskanäle so dass ihr Computer auch für den Normalanwender sichtbar ist an den Orten wo die halt zu einkaufen gehen Und natürlich schlägt sich das auch in der Werbung nieder im Marketing.
00:27:17: Da gibt es dann ab dem Jahr zweiundachtzig eine Werbekampagne mit einem Promi, der da auftaucht und das ist Bill Crosby damals ja ein bekannter Fernsehstar.
00:27:27: Da wusste man noch nichts von seinen Sexualstraftaten für die er später verurteilt wurde.
00:27:32: Der tritt dann für den TI-A in Print anzeigen und auch in Fernseespots auf.
00:27:39: dazu gibt's auch einen neuen Slogan.
00:27:41: Der sagt jetzt auch nichts Konkretes darüber, wozu man diesen Computer eigentlich brauchen soll, den man sich da für immer weniger Geld zu Hause auf den Schreibtisch stellt.
00:27:49: Sondern der nimmt einem die Entscheidung einfach ab und hat ein Slogan heißt TI's Home Computer This Is The One.
00:27:56: Also das ist der Computer Das ist der Einzige dem er braucht.
00:27:59: Und die Spots konzentrieren sich drauf das große Software Angebot hervorzuheben Was ein klein bisschen ironisch ist wenn wir dann nachher noch auf das Software Angebote zu sprechen kommen.
00:28:07: Aber sie zeigen Keines und nennen auch kein einziges im Detail.
00:28:12: Hören wir mal rein in so ein Spot!
00:28:30: Das ist übrigens nur ein kurzer Auszug aus dem vollständigen Spot der dreißig Sekunden lang.
00:28:34: Und in diesen Dreißigsekunden sagt Cosby viermal die Worte, this is the one!
00:28:39: Also die Botschaft wollen sie wirklich rüberbringen.
00:28:41: Das ist der Computer den ihr braucht.
00:28:43: Ihr müsst nicht wissen wofür aber das isser
00:28:46: erscheint ja auch zu funktionieren, denn tatsächlich in der zweiten Jahreshälfte zweiundachtzig explodiert der Absatz von TE-Rs.
00:28:55: Das Originalmodell hat für seine zwanzigtausend verkauften Einheiten oder beziehungsweise die hunderttausenden Verkaufeneinheit am Ende dann noch etwa achtzehn Monate gebraucht.
00:29:06: Der Nachfolger erreicht diesen ursprünglichen Wert die zwanzichtausend in vier Tagen Und das bedeutet auch, dass die Produktion jetzt auf Hochtouren läuft.
00:29:15: Bei Texas Instruments bis zu fünf tausend Stück werden dort am Tag gefertigt und zum Jahreswechsel in two-neinzehntzweiundachtzig.
00:29:22: auf dreiundachzig gilt der TI.
00:29:24: nine-neunzig vier Ahr dann tatsächlich als der meistverkaufte Heimcomputer in den USA.
00:29:31: Und selbst die deutsche Texas Instrments Niederlassung ist zufrieden obwohl hierzulande der westdeutschen Markt ja fest in der Hand von Commodore ist.
00:29:39: Mit diesem Erfolg entstehen dann sogar spezialisierte Computermagazine mit Fokus auf den TI-Nineteinundneunzig, zum Beispiel das Ninety-Niner Magazinen in den USA oder TI Revue und TI-Neunundneinzig Journal in Deutschland.
00:29:53: Einige von diesen Magazinen sind erstaunlich langlebig!
00:29:56: Ich fand eins, das hieß Micropendium aus den USA – das erschien erstmals Was, wie wir später erfahren werden schon nach der eigentlichen Lebenszeit dieser Plattform ist.
00:30:07: Und weißt du, wie lange das publiziert wurde Christian?
00:30:10: Ich
00:30:10: schätze mal wenn du so fragst bis in die neunzigerein.
00:30:13: Bis Juni neunundneunzig!
00:30:15: Aber da ging's dann nicht nur um den T-i-neunneunzigvier oder doch?
00:30:19: Doch!
00:30:19: Das ist ein reines Neuneunziger-Baggerzin ja.
00:30:23: Okay, das muss ja eine sehr treue Abobasis gehabt haben.
00:30:28: Ich nehme an, Sie haben auch nur deshalb so lange durchhalten wollen weil sie irgendwie die Jahreszahl neunundneinzig erreichen
00:30:33: wollten.
00:30:34: Vier Neuneinzig auf den Titel schreiben zu können das haben sie ja auch geschafft dann im April und sogar bis Juni noch durchgehalten.
00:30:42: Also es sieht alles gut aus auf den ersten Blick denn der Umsatz von Texas Instruments insbesondere durch die Heim-Elektronik sparte der steigt massiv.
00:30:52: Aber Umsatz ist ja nicht alles.
00:30:54: Man muss irgendwie auch Gewinne erzählen, die Ausgaben dürfen nicht zu hoch sein.
00:30:59: Leider bleibt aber dieser Heimcomputer der Nin九zig Vier A ein Verlustgeschäft!
00:31:04: Die Komponenten sind einfach zu teuer für diesen Preiskrieg mit Commodore.
00:31:08: Allen Vergünstigungen zum Trotz, die Bauteile selbst vor allem der Prozessor ändern sich ja dabei nicht.
00:31:13: sie räumen die Platine ein bisschen auf und lassen die Alu-Platten weg und solche Dinge.
00:31:17: aber der Prozessor bleibt teuer, die Speicherbausteine bleiben teuer usw.
00:31:23: Das heißt zum Preis von hundert Dollar und weniger macht TI mit den Geräten überhaupt keinen Gewinn mehr.
00:31:30: da kommt noch ein weiteres teures technisches Problem hinzu Leider, TI hat ja schon mal Pech gehabt mit der FCC.
00:31:38: Wir erinnern uns jetzt haben sie nochmal Pech Anfang dreiundachtzig.
00:31:41: da stellen nämlich einige Ingenieure bei Texas Instruments eine Gefahr fest eine potenzielle Gefahr zumindest für elektrische Schläge durch die Netzteile.
00:31:50: Die haben ein Konstruktionsfehler und Ja mit sehr viel Pech könnte man also beider Benutzung einen elektrischen Schlag bekommen.
00:31:59: Davon sind fast alle ausgelieferten Exemplare betroffen, vierhunderttausend Exemplaren.
00:32:05: Das macht sich nicht so gut in der öffentlichen Wahrnehmung glaube ich für ein Produkt das ja als besonders familienfreundlich beworben wird dass es nun totbringendes Netzteil enthält.
00:32:15: Und Texas Instruments muss natürlich schnell handeln, auch um den Ruf zu retten.
00:32:19: Sie setzen temporär den Vertrieb aus und bieten allen Käufern und Käuferinnen kostenlose Sicherheitsadapter an die sie dann zwischen Netzteil- und Steckdose platzieren und das Problem so umgehen.
00:32:31: Das ist natürlich eine sehr teure Aktion und die erschwert es dem Unternehmen noch mehr mit dem Heimcomputer irgendwie Geld zu verdienen.
00:32:40: Es gibt damals einen kursierenden Witz, der wird auch in der Creative Computing im März vierundachzig wiedergegeben.
00:32:46: In der Branche erzählt man sich TI verliere zwar Geld mit jedem einzelnen verkauften Computer mache dies aber durch Stückzahlenwett!
00:32:57: Und ja sie verdienen einfach an diesen Geräten überhaupt kein Geld mehr.
00:33:01: Das ist ja in der Branche nicht allzu unüblich.
00:33:04: Es gibt auch andere Hersteller, insbesondere bei den Konsolen die ihre Geräte mit Verlusten verkaufen und versuchen dieses Geld wieder reinzubekommen durch den Verkauf von Software- und Zubehör.
00:33:14: Und genau das versucht Texas Instruments hier auch – das müssen sie auch um dieses Geschäft irgendwie profitabel zu machen!
00:33:21: Ja, das setzt ja voraus, dass du dein eigenes Ökosystem unter scharfer Kontrolle hast.
00:33:28: Wenn du über den Verkaufenparefferie und Software dann Geld verdienen möchtest, dass Du zum Beispiel in Dezenz produzierst... Und auch da hat der T-Royer T-Modul erst mal gute Voraussetzungen, weil das ist ja im Endeffekt ein Modulbasiertes System.
00:33:41: Das sind wir gar nicht so weit weg von den Konsolen!
00:33:43: Und diese Module produzierten natürlich Texas Instruments zumal der ja proprietary Technologie drinsteckt nämlich ihre eigenen Romchips.
00:33:51: Aber die Voraussetzung dafür ist natürlich auch, dass dann Software entsteht für dieses Gerät.
00:33:56: Das schafft ihr Attraktivität und das letztendlich würde dann ja potenziell auch Marischen schaffen.
00:34:00: Nun hatten wir gerade schon gesagt in der Werbung mit Bill Cosby da wird auch das große Software-Angebot angepriesen Denn das scheint Texas Instruments verstanden zu haben, dass sich Hardware nur über Software verkauft aber dieser Schein drückt.
00:34:15: Nun muss man noch mal einen Schritt zurückgehen und sagen, dass Texas Instruments nicht erst mit dem TI-Mail anfangt in die Heimsoftware reinzugehen.
00:34:24: Das haben sie schon vorher gemacht.
00:34:26: Die haben schon vorher Heimsoftware hergestellt und vertrieben und zwar für ihre programmierbaren Taschenrechner wie zum Beispiel den TI-Achtundfünfzig.
00:34:34: Für die gab es auch schon Module und auch schon Spielmodule, die extra dafür verkauft wurden.
00:34:40: Dafür etabliert TI sogar ein eigenes Label namens Solid State Software.
00:34:45: Das soll die Robustheit dieser Rom-Module hervorheben der Name.
00:34:49: Und daran knüpft der Hersteller dann mit dem TI-Nin ninety vier wieder an und verkauft dann auch Programmmodule als solid state software Command Modules.
00:34:58: Was für einen Staat tragen der Name.
00:35:01: Ja, vorgehoben wird da auch in der Werbung dafür die Einsteigerfreundlichkeit.
00:35:06: Das ist ja nun tatsächlich ein Pfund mit dem der TE-Aufgabe wuchern kann.
00:35:10: das ist ja ganz easy Modul einstecken dann erscheint dieses Menü beim Einschalten dass du schon beschrieben hast und daraus kann man es einfach starten.
00:35:17: Wer damals andere günstige Heimcomputer wie zum Beispiel den THS-Achzig benutzt, der ist es gewohnt dass man da erstmal ziemlich lange von Kassettenprogramm laden muss oder das man sogar manuell einen Code Listing in Basic eintippen muss.
00:35:30: und im Vergleich dazu sind die Module wirklich ein Quantensprung.
00:35:33: Die sind da wohltulend bequem natürlich auch viel schneller ausgelesen als eine Kassette.
00:35:39: In denen steckt in der Regel gpl code und billige gerollen bausteine also diese eigenentwickelten technologien von texas instruments.
00:35:48: Für besonders kritischen code kommen auch mal die teureren rommbausteinen mit maschinencode zum einsatz.
00:35:54: Und da die G-Hombs auch nur von Texas Instruments bezogen werden können und nur von denen hergestellt werden, hat der Konzern faktisch eine Monopolstellung bei der Herstellung von den hauseigenen Steckmodulen.
00:36:06: Das gehört bewusst zur Strategie dazu.
00:36:09: Dieses Ökosystem soll unter der Kontrolle von Texas instruments bleiben.
00:36:13: Wenn da also irgendjemand etwas dafür herstellen möchte dann muss das über Texas Instrments gehen.
00:36:18: Die wollen der alleinige Herausgeber für ihre Plattform sein.
00:36:21: Übrigens, wann besprichst du mit Gunnar mal Spiele für den TI-Achtundfünfzig?
00:36:26: Den programmierbaren Taschenrechner.
00:36:27: Es wird Zeit Christian!
00:36:28: Ja seit
00:36:28: Jahren lieg ich Gunnar da in den Ohren aber er weigert sich standhaft.
00:36:32: Ich versteh's einfach nicht.
00:36:35: Texas Instruments will also das Software-Ökosystem für seine eigene Plattform kontrollieren und beherrschen.
00:36:42: Die lernen dabei natürlich auch ein bisschen von Atari.
00:36:44: Atari hat ja gerade damit zu kämpfen mit den eigenen Konsolen, mit dem VCS oder dem Atari-Konsolidatorie, dass alle möglichen Dritthersteller ohne Lizenz, ohne irgendwelche Lizenzgebühren an Atari abzudrücken ihre eigenen Spiele verkaufen und damit den Markt überschwemmen.
00:37:01: Genau das soll hier nicht passieren!
00:37:04: Texas Instruments Heimcomputern.
00:37:06: Und das soll auch bei den Atari-Heimcomputer nicht passieren.
00:37:09: Atari versucht, es zu verhindern bei ihren Heimkomputern, indem sie sich weigern technische Spezifikationen zu veröffentlichen über ihr System oder Entwicklungswerkzeuge wie so ein Editor, so ein Assemblerpaket zur Verfügung zu stellen mit dem man programmieren könnte.
00:37:24: und TI macht jetzt genau dasselbe.
00:37:26: Auch die veröffentlichen keine technischen Spezifikations für den TI- und ein Editor-Assembler-Paket für die Programmierung in Maschinensprache veröffentlichen Sie auch nicht.
00:37:36: Und das bedeutet, dass man nur sehr schlecht eigene Software für den Rechner schreiben und verkaufen kann.
00:37:46: Es gibt natürlich Basic – das ist ja integriert!
00:37:49: Man kann problemlos ein Basic-Programm schreiben oder als Listing veröffentlichte oder auch verkaufen.
00:37:56: Aber ein schnelles und richtig professionelles Programm wird in der Regel eben nicht mit Basic programmiert, sondern in einer anderen Sprache im Idealfall, in Assembler, Maschinencode.
00:38:06: Und dieses Basic von TI hat noch einen weiteren Nachteil – in der eigenen Version von Texas Instruments – das verzichtet nämlich auf einige der mächtigsten Befehle die man auch vom C-XIV kennt zum Beispiel Peak & Pock wo man direkt auf bestimmte Speichersegmente zugreifen kann.
00:38:21: Die gibt es hier einfach gar nicht.
00:38:23: Das heißt, man kann nicht besonders systemnah entwickeln!
00:38:26: Das bemängelt auch die Presse – die Creative Computing schreibt, und TTI hat dieses Basic offensichtlich so gestaltet dass es Nutzer von systemnahen Funktionen fernhält.
00:38:37: Und die Redaktion Mutmaß dann auch das sei vielleicht ja die Absicht dahinter den Absatz der Solid State Software Module zu unterstützen.
00:38:48: Wer damals effizient Software schreiben will für die Neuneunzig vier, der braucht erstmal den Segen von Texas Instruments.
00:38:55: Der braucht Zugriff auf deren Module, die nur Texas Instrument selbst fertigen kann mit ihren G-ROM Chips und er braucht für die Entwicklung idealerweise auch eine passende Entwicklungsplattform einen Minicomputer zum Beispiel einen TI-Ninundhundertneunzig.
00:39:09: Den gibt es ja auch nur bei Texas Instrments.
00:39:12: Das erinnert so ein bisschen an das erste Modell des Macintosh von Apple.
00:39:17: Dafür konnte man anfangs ja auch nur programmieren, wenn man einen teureren Apple-Lieser hatte.
00:39:22: Das ist heute nicht so sehr viel anders als für das iPhone Software veröffentlichen will – dann muss man die zumindest teilweise mit einem Macintosh schreiben und veröffentlichten?
00:39:32: Das geht auf anderen Plattform gar nicht!
00:39:34: Ja und damit werden Drittentwickler damals praktisch vom System ausgeschlossen.
00:39:40: Ein Byte-Kolumnist hat «Dreieunachtzig» rückblickend darüber geschrieben der TI-Multi-Vier war nicht nur langsam Man kam auch nicht rein.
00:39:50: Ja, und das ist problematisch!
00:39:52: Diese Abschottung ist schon sehr gründlich.
00:39:54: die Zeitschrift Microcomputing, die schreibt im August in der Vergangenheit hunderte von Programmen für den TRS-Achtzig veröffentlicht für den Computer von Tandy.
00:40:05: Und nun habe man eigentlich vorgehabt so viele wie möglich davon auch zu portieren auf den TI-Mail.
00:40:11: Das erscheint ja auch sinnvoll.
00:40:13: aber Zitat Und sind die Schwierigkeiten des Systems bekannt und auch wie sehr Texas Instruments sich bemüht, solche Übersetzungen zu erschweren.
00:40:24: Ja, fast schon flehendlich.
00:40:26: Sie kennen über tausend Entwickler die in der Vergangenheit Programme geliefert hätten aber von diesen seien niemand für diese Aufgabe also für die Portierung auf den TI-Cypher verfügbar gewesen.
00:40:37: und wenn jemand das könne dann soll er sich noch melden bitte aus der Lieserschaft.
00:40:42: Bitte rettet uns!
00:40:44: Also das ist schon dramatisch Und die Architektur des Systems mit dieser exotischen CPU erschwert die Entwicklung noch zusätzlich für die Atari-Heimcomputer, die du ja gerade zum Vergleich herangezogen hast.
00:40:57: Da gibt es anfangs auch keine Dokumentationen aber in dem Rechner steckt wenigstens eine bekannte CPU nämlich der sixty zero zwei von Moss Technology.
00:41:06: dieser Prozessor ist für sich genommen gut dokumentiert und wohl bekannt.
00:41:09: das ist natürlich dann ne kleine Hürde.
00:41:11: anders beim TMS nine tausend neunhundert den kennt niemand.
00:41:15: keiner hat Ahnung wie man dafür Software schreibt Und Die Folge beschreibt die Zeitschrift Fortune im Juni TI hat es geschafft, sich selbst vom Büro und Profi-Markt auszuschließen.
00:41:28: Zitat Ende!
00:41:29: Denn das ist natürlich auch ein Punkt.
00:41:30: wir reden ja hier nicht nur über Spiele oder Heimanwendungen Wir reden schon auch über professionelle Software Also sowas wie Microsoft Basic oder Vizikal oder WordStar.
00:41:40: Das sind ja existierende Programme die natürlich sich auch gut machen würden auf dem TI-Mail.
00:41:46: Wenn sie dort laufen könnten wenn man sie darauf portieren könnte.
00:41:48: aber das passiert eben nicht.
00:41:51: Der einzige, der das lösen kann ist Textesinstrument selbst.
00:41:55: Das wollen sie ja auch, die wollen ja der alleinige Software-Lifferant für ihre Plattform sein.
00:41:59: aber die liefern nicht genug.
00:42:00: Es kommen eine Textverarbeitung TI Writer Aber erst in zwei Jahren ist das Gerät schon eineinhalb Jahre im Markt.
00:42:07: Eine Tabellenkalkulation kommt TI Calc erst in drei Jahren Zur Markteinführung, das TI-Aufwärts-Tierende.
00:42:14: neunundsehntig sind nur fünfundzwanzig Programme erhältlich und neunzehnhundertachzig im ganzen Jahr.
00:42:20: Neunzehntachzig kommen nur zehn dazu von Texas Instruments.
00:42:24: aber da sind wir ja noch in der Ära wo das ursprüngliche das Original Modell gescheitert ist, wo das im Markt gescheitet ist.
00:42:30: dann kommt eine Überarbeitung der Hardware Basis und damit setzt auch ein Umdenken auf die Software Seite ein zumindest zeitweise.
00:42:39: Ja So langsam öffnen sie sich, zumindest ein bisschen.
00:42:43: Das Gleiche passiert eine weitere Parallel zu Atari, auch bei der Konkurrenz.
00:42:47: Bei Atari hatten ja ihr System auch anfangs abgeschottet und die öffnen es jetzt langsam.
00:42:52: In one hundred eighty-one fangen sie an ein Entwicklerhandbuch zu veröffentlichen DRE Atari.
00:42:57: das erscheint dann zweiund achtzig auch vollständig in Buchform.
00:43:00: vorher wurde das so schrittweise veröffentlicht Und damit öffnet sie ihre Plattform für die Allgemeinheit.
00:43:05: Jetzt kann jeder also für diesen Rechner programmieren und dass gleiche oder etwas Ähnliches macht jetzt auch Texas Einen Editor-Assembler-Modul, das im März, dass auch ausgeliefert wird und damit kann man nun endlich Programme in Maschinencode schreiben.
00:43:24: Also nicht mehr in Basic sondern im richtigen systemnahen Maschinkode und so auf das System voll zugreifen.
00:43:33: Da ist auch Beispiel Code enthalten bei diesem Modul an dem man sich ein bisschen orientieren kann und das ist ungewöhnlich großzügig Denn das ist nicht unüblich, dass bei Programmierwerkzeugen ein kleiner Beispielcode beilegt.
00:43:45: Aber hier ist es ein komplettes Spiel, ein Texas Instruments eigenes Spiel namens Tombstone City, das noch relativ neu ist.
00:43:53: Das ist erst kurz vorher erschienen.
00:43:55: also ein kommerzielles Spiel wird komplett im Code mitgeliefert und das ist bemerkenswert.
00:44:01: Einenundachtzig hat ja IBM auch den PC rausgebracht und dafür gibt es ein Basic.
00:44:06: Und diesem Basic liegt ja auch ein Spiel als Code Beispiel bei, weißt du noch welches?
00:44:11: Ist das das mit den Eseln?
00:44:13: ist das unser geliebtes Donkey-Bus?
00:44:15: Ja ganz genau!
00:44:16: Natürlich
00:44:17: ist es
00:44:18: so eine kleine Spielerei und die legen hier einfach mal ein komplettes durchaus aktuelles kommerzielles Spiel bei.
00:44:24: und doch noch ein sehr gutes im Assembler Code in der Maschinensprache.
00:44:29: Natürlich liegt außerdem noch ein unfangreiches Handbuch bei mit einer vollständigen Systemdokumentation also alles was man braucht.
00:44:36: TI bemüht sich damals wirklich darum so scheint es den Leuten das zu geben, was sie sich wünschen in Sachen Software und ihr Software Angebot zu vergrößern, weil sie feststellen dass ihnen genau das gegenüber der Konkurrenz fehlt.
00:44:49: Im Spätsommer einundachtzig da starten Sie dann auch eine Umfrage unter Usern.
00:44:54: die können über so einsende Kärtchen wie bei euch damals bei der GameStar schreiben welche Software sie sich wünschen von Texas Instruments und diese Dokumente sind eingescannt und überliefert.
00:45:05: Das ist ganz toll.
00:45:06: kann man also lesen was die Leute einundachzig von TI haben wollten und das was sie da schreiben.
00:45:10: das wiederholt sich.
00:45:12: Ganz viele wünschen sich endlich eine gute Textverarbeitung, mit kleinen Buchstaben bitte schön.
00:45:16: Sie wünschten sich ne Tabellen-Kalkulation so was wie Visikal schreiben sie.
00:45:20: und sie wünscht sich auch Spiele wie Space Invaders oder Star Raiders das ja die Killer App auf den Atari Computern Und auch vieles andere, was technisch fortschrittlicher ist als das, was man bekommt.
00:45:30: Also man merkt es fehlt hier an allem Anspielen und an professioneller Büro-Software.
00:45:35: Sind dann auch ein paar kuriosere, speziellere Wünsche dabei?
00:45:39: Ein Herr namens Danny der schreibt da in das Feld für sein Wunschprogramm How do you fill the screen with hexagons?
00:45:46: Wie kann ich den Pitch mit sechs Ecken füllen?
00:45:49: Der wünscht sich eine spezielle Sechs X Software Interessant.
00:45:52: Und einen Herr namen James Der schreibt, er hätte gern something to get the wife involved.
00:45:58: Also etwas was er am Computer mit seiner Frau gemeinsam machen kann.
00:46:01: Den Wunsch können bestimmt viele nachempfinden.
00:46:04: Nun klar mal zu also TI bemüht sich darum die Wünsche der Nutzerinnen und Nutzer zu erfüllen.
00:46:11: Aber so eine richtig konsequente Eröffnung des Softwaremarktes, wie sie bei Apple gibt und bei Commodore die gibt es hier nicht.
00:46:18: Denn nach wie vor hält TI ja das Monopol auf die eigenen Module, auf die G-ROM Chips in den Modulen.
00:46:25: Das heißt wer ein eigenes Modul mit Software veröffentlichen will der muss diese Technik bei TI einkaufen und Lizenzgebühren bezahlen.
00:46:33: Es gibt bald auch ein paar unwizensierte Modulen nachbauten ohne den Segen von TI Vor allem die von Atari Soft zu denen kommen wir noch.
00:46:41: Und die setzen keine G-Romchips ein, die kann man ja nur bei TI kaufen.
00:46:46: Sondern normale reguläre Romchips.
00:46:48: aber sie sind natürlich viel teurer und der Aufwand ist groß.
00:46:52: den kann sich nicht jeder leisten.
00:46:54: nur solche Schwergewichte wie Altaris hofft!
00:46:56: Das führt noch zu ganz eigenen Problemen.
00:46:58: dazu kommen wir später noch.
00:47:00: Aber jetzt könnte man ja sagen, aber das ist nicht die einzige Möglichkeit, Programme auf den neunundzig vier zu laden.
00:47:06: Wir haben gesagt, man kann auch einfach einen Kassettenlaufwerk anschließen.
00:47:09: oder es gibt ja Diskettenlaufwerke, die man dafür kaufen kann als Erweiterung.
00:47:13: warum nicht einfach dafür dann Spiele oder Programme für Öffentlichungen?
00:47:16: Aber das ist leider auch kein gangbarer Weg, weil diese Beschränkungen die TI da eingebaut hat lässt sich damit nur schwer umgehen.
00:47:24: Das eingebaute Betriebssystem mit dem integrierten Basic hat nämlich keine Möglichkeit Maschinencode Programme von diesen externen Laufwerken zu laden.
00:47:31: Dafür braucht man wiederum Zusatzdinge.
00:47:33: Man braucht entweder das Extended Basic Modul Da sind dann nämlich erweiterte Befehle drauf, die das können oder man braucht ein Programmierwerkzeug wie eben dieses Editor Assembly Modul dass dann ebenfalls dieser Befehlen nachrüstet.
00:47:46: Das ist noch nicht alles, wenn ich jetzt zum Beispiel das Infocom-Adventure Planetfall spielen möchte auf dem TI-Mail.
00:47:53: Das erscheint für diesen Rechner auf Diskette.
00:47:56: Dann brauche ich erstmal das Diskettenlaufwerk den dazugehörigen Laufwerkscontroller Und ich brauche auch noch eines dieser Module, das sie mir gerade beschrieben haben und die Speichererweiterung.
00:48:07: Die Zweiunddreißig Kilo mit Speicher-Erweiterungen weil die ist zwingend notwendig damit die Maschinencode Programme darauf abgelegt werden können.
00:48:14: also du brauchst was mich nochmal nachzählen eins zwei drei vier fünf zusätzliche Module die Du an dein Basisgerät anstecken musst um dieses eine des Kettenspiel laden zu können.
00:48:25: Das ist natürlich ne enorme Hürde.
00:48:27: Ja das macht doch niemand Und es bleibt nicht dabei.
00:48:30: So Texas Instruments zieht da die Daumenschrauben an und versucht, diesen Grau-Markt, diesem Markt nicht lizenzierter Software ein Riegel vorzuschieben.
00:48:40: Das müssen sie auch zumindest.
00:48:43: denken Sie das sie das müssen um irgendwie diesen Preiskrieg mit Commodore zu überstehen?
00:48:47: Sie sind ja nur mal angewiesen auf die Einnahmen aus dem Softwaregeschäft.
00:48:51: Es geht gar nicht anders.
00:48:52: Mit der Hardware verdienen sie kein Geld mehr.
00:48:54: Sie müssen also ihr Softwaregeschäfte selbst in der Hand behalten Und so machen sie etwas sehr Unbeliebtes.
00:49:01: Auf das CES im Juni-IIIIII kündigen Sie eine neue Hardware-Revision an, dass ist dieses Modell was inoffiziell als QI bezeichnet wird und deutlich Kosten reduziert ist.
00:49:10: Dieses Modell bringt eine wesentliche Änderung mit – das akzeptieren nur noch Module mit G-ROM Chips!
00:49:17: Alle anderen Module, die nur ROM Chips enthalten und keine TI-G-ROM Chips werden einfach nicht mehr aufgerufen.
00:49:24: Im Programmstaatmenü werden sie nicht mehr angezeigt – damit kann man sie nicht starten!
00:49:28: Die werden de facto ausgesperrt….
00:49:31: Das ist hart für Anbieter wie Atari Soft, die genau diese Module bislang verkauft haben.
00:49:38: Das ist eigentlich nicht ganz neu, denn schon das Urmodell der TI-Core der allereste von Ende NeunundSiebtzig hatte genau die gleiche Einschränkung.
00:49:47: Der konnte auch nur G-ROM-Chip basierte Module starten.
00:49:52: Aber diese Einschränkung wurde aus völlig unklaren Gründen entfernt mit dem TI-QC-A, also mit der zweiten Auflage des Rechners.
00:50:01: Der war plötzlich offen – mit dem ließen sich jetzt auch reine ROM-Module starten und das hat Anbietern wie Atari eben den Weg auf die Plattform geöffnet.
00:50:09: Jetzt konnten sie ihre eigenen ROM-basierten Module veröffentlichen!
00:50:13: Warum TI das damals gemacht hat mit dem VR?
00:50:15: Das weiß niemand so ganz genau.
00:50:17: Ich habe ja mit einem Spieleentwickler gesprochen, mit dem Urbanus und der sagte dazu die Softwarepersonen, die diese Änderung vorgenommen hat, wodurch die Konsole freigeschaltet wurde – damit meint er den Computer -, hat wahrscheinlich viel Kritik vom oberen Management
00:50:32: bekommen.".
00:50:32: Und viele Geld von Atari, das war bestimmt ein Maulhoff!
00:50:36: Die Eigeschleuser.
00:50:39: Weit auch vielleicht wusste das Management gar nichts von dieser Öffnung.
00:50:43: War das auch ein Versehen?
00:50:44: Ja, das glaube ich sofort.
00:50:45: Was wir bisher über Texas Instruments gelernt haben, hat sich das für absolut möglich!
00:50:49: Also ob nun absichtlich oder nicht der TI-RXA war deutlich offener gegen Übertritthersteller anbietern aber das ändert sich jetzt wieder.
00:50:57: dieser Öffnung wird also rückgängig gemacht mit dem QI Modell und fortan also ab Mitte dreiundachtzig sind wieder nur die G-ROM basierten Module mit TI Lizenz zu starten.
00:51:08: alle anderen können nicht mehr gestartet werden.
00:51:10: Und das betrifft wie gesagt vor allem Atari Soft, die aber sehr populäre Spiele beigesteuert haben so was wie Pac-Man und Donkey Kong und die gehören auch zu den besten und beliebtesten Spielen auf der ganzen Plattform.
00:51:20: Die werden jetzt einfach mal alle ausgesperrt!
00:51:24: Das ist jetzt kein gutes Kaufargument würde ich sagen.
00:51:27: Die populären Atari Spiele?
00:51:28: Die ganzen Spielhallenklassiker?
00:51:30: Nö laufen jetzt alle nicht mehr.
00:51:32: Alle nicht mehr kompatibel... Dieser Byte-Columnist, den wir vorhin schon mal zitiert haben.
00:51:37: Der im Juli-III.
00:51:38: III sich dazu geäußert hat, der schreibt in diesem Artikel auch, TI sagt den Hobbyentwicklern wieder einmal sie mögen doch tot umfallen!
00:51:46: Aber eigentlich ist die Plattform auf solche externen Drittentwickler angewiesen?
00:51:52: Die brauchen das Zwingend denn das Softwareangebot ist weiterhin viel zu klein...
00:51:57: Am Anfang des T-i-neu-neunzig vier sind Spiele noch gar nicht im Fokus.
00:52:02: Der Paul Urbainis, mit dem Du gesprochen hast der hat ja erzählt das der ursprüngliche Fokus von Texten Instruments auf Bildungs und Produktivitäts Software lag.
00:52:11: also die wollten ihren Heimcomputer zu dem Zeitpunkt noch eher in diese Richtung positionieren dass man ihn Zuhause also produktiv nutzt.
00:52:17: Und erst als man dann gesehen hat, dass Spiele aber auf den Wettbewerberplattformen also bei Commodore und Atari super wichtig sind.
00:52:24: Und auch ein Verkaufsargument sind, hat sich Texas Instruments dann stärker dem Gaming zugewandt.
00:52:29: Das mag so sein, aber man kann auch festhalten es erscheinen von Anfang an Spiele für den TI-Mail.
00:52:36: Also noch im Startjahr neunundsebzig gibt's ungefähr einen Dutzend Stück davon.
00:52:40: Darunter sind ein paar Module von einem frühen Lizenznehmer nämlich von Milton Bradley von MB.
00:52:45: das sind Aufregende Titel wie Galgenmännchen oder Vier gewinnt.
00:52:51: Braucht keine eigene Folge, denke ich.
00:52:53: Nee, denke auch und es gibt auch ein paar unlizensierte Titel auf anderen Datenträgern.
00:52:57: aber Texas Instruments selbst veröffentlicht auch eigene Spieler auf seinen Modulen.
00:53:02: das sind Lernprogramme darunter.
00:53:04: wir hatten in der ersten Folge kurz Number Magic erwähnt.
00:53:06: Das sollte ursprünglich mal im Rom integriert sein Wurde es da nicht.
00:53:09: stattdessen erscheint ist eben als eigenes Modul.
00:53:12: Und zwei Spiele sind auch von Anfang an am Start nämlich Videochess und Football sind jetzt auch nicht die ganz großen Innovationen, sondern eher generische Produktionen.
00:53:22: Also was wir hier noch nicht haben, sind irgendwelche Lizenztitel aus den Spielhalden zum
00:53:26: Beispiel.".
00:53:27: Ja aber das ändert sich... ich muss nochmal ganz kurz auf Videochass eingehen?
00:53:31: Natürlich
00:53:31: musst du das!
00:53:32: Natürlich teste ich ja immer ein Schachprogramm.
00:53:35: Ich kann hier rüber allerdings nicht allzu viel Interessantes sagen.
00:53:38: Es ist minimalistisches Schach ohne irgendwelchen Extras.
00:53:42: Die Grafik ist simpel und sehr Klein, das Schachbrett nimmt nur ungefähr ein Viertel der Bildfläche ein.
00:53:48: Die Entscheidung verstehe ich überhaupt nicht!
00:53:50: Das Schachbrett ist doch wohl das Wichtigste.
00:53:52: auf den ganzen Rahmen drunterum kann ich verzichten.
00:53:55: Es gibt auch keine Joystick-Steuerung es gibt nur Tastatureingaben.
00:53:58: also sehr umständlich sieht auch nicht schön aus.
00:54:01: die weißen Figuren sind nicht weiß sondern sie sind durchscheinend.
00:54:05: das heißt auf den hellen Feldern sind sie weiß aber auf dem dunklen den blauen Feldern.
00:54:11: Das ist also nicht sehr ansehnlich.
00:54:13: Aber es hat Sounds immerhin, das braucht man ja bei einem Schachprogramm.
00:54:16: wenn man eine Figur zieht dann macht sie so ein Quietgeräusch.
00:54:19: Ist toll!
00:54:21: Gut.
00:54:21: aber viel mehr kann ich zu dem Videochess auch nicht sagen.
00:54:25: Du hast gerade gesagt dass Sie von Anfang an sich sehr zurückhalten mit eigenen Spielen.
00:54:31: Sie portieren also nicht etwa die großen Arcade Titel von anderen Entwicklern wie andere.
00:54:36: das machen Sie portieren sie nicht, sie kopieren sie lieber.
00:54:40: Es gibt relativ früh von TI ein Spiel namens Munchman und du darfst dreimal raten wovon das wohl inspiriert wurde muss
00:54:47: ich jetzt also?
00:54:48: ich glaube ich brauche keine dreimal Ich würde Pac-Man in den Raum werfen.
00:54:51: Ja ist richtig
00:54:54: Das hätte auch Kohle so schief gehen können.
00:54:56: ja es wird aber noch ein bisschen schwieriger.
00:54:57: wodurch inspiriert worden Wollt TI Invaders
00:55:00: Oh Space Invaders?
00:55:02: Ja auch richtig!
00:55:06: Also fürs nächste Quiz bist du gut gerüstet.
00:55:10: Das ändert sich dann etwas später, so ab dreiundachtzig hat TI dann ein Einsehen und portiert und publiziert dann doch einige originale Spiele großer anderer Studios Kongo-Bongo von Sega zum Beispiel oder Burger Time von Data East.
00:55:25: und rund um dieses Jahr dreiundachtzig wächst dann auch das Angebot an Spielen für die Plattform deutlich.
00:55:31: Das liegt natürlich vor allem an dem Erfolg des Nachfolgesystems, des T-C-A und dessen Öffnung zumindest temporärer Öffnungen für Rommodule auch ohne Lizenz.
00:55:42: Das zeigt sich dann auch darin, dass viele größere Publisher jetzt auf diese Plattform aufspringen.
00:55:47: Ab dreiundachtzig da kommen dann Publische dazu wie Parker zum Beispiel die veröffentlichen Popeye von Nintendo oder Frogger das ja von Konami stand.
00:55:55: iMagic kommt auf den TI-Rechner mit Microsurgeon so eine frühe Chirurgensimulation ganz eigenwilliges Spiel.
00:56:04: kennst du das?
00:56:05: Ich
00:56:05: gänze dem Name nach
00:56:07: Info kommen, kommt drauf mit Deadline unter anderem.
00:56:10: Dazu hattet ihr glaube ich auch schon mal eine Folge ne?
00:56:12: Nicht
00:56:13: in dem offenen Feed aber wir hatten eines Dave-Ever Spiels Staffel dazu.
00:56:17: Ah
00:56:17: ja!
00:56:17: Aber das habt ihr nicht auf IMT-Rundhundrundzig IV A gespielt glaub' ich.
00:56:20: Nee...aber vielleicht sollten wir das nochmal nachholen.
00:56:23: Brauche ich aber noch ein bisschen Ausrüstung dafür bevor es klappt.
00:56:27: Wobei das kam auf Modul oder?
00:56:29: Oder kam das auf Diskette?
00:56:30: Das kam auf Diskete Und Sierra kommt auf die Plattform, allerdings nicht mit den Adventures sondern mit einem Spiel namens Cannonball Blitz.
00:56:37: Das mir gar nichts sagt.
00:56:39: Aber die meisten großen Arcade-Umsetzungen, die kommen nicht von TI selbst, sondern sie kommen ohne Segen und ohne Wissen und Lizenz und wohlwollend von TI über Atari und deren Publishingarm Atarisoft.
00:56:52: Die liefern zum Beispiel die ganzen Quintessentials alles was man braucht Donkey Kong, Centipede... Pole Position, Dick Dog, Pac-Man, Moon Patrol, Defender.
00:57:01: Das ist alles jetzt auch für den T-Rex.
00:57:05: Und dank dieser Bemühungen auch der anderen Hersteller wächst nun die Zahl der insgesamt veröffentlichten Spiele immer weiter.
00:57:12: Der Höhepunkt ist in three hundred eighty erreicht.
00:57:15: Da erscheinen ungefähr seventy fünf Spiele.
00:57:18: Danach geht die Zahl dann stark zurück.
00:57:21: Insgesamt Erscheinen also wenn man der spiele datenbank mobi games glaubt ungefähr Zwei hundert spiele für die plattform deutlich weniger als etwa Für den c-four und sechzig natürlich aber immerhin da sind lernprogramme nicht in Begriffen in dieser zahl.
00:57:36: Die habe ich dann mal grob rausgerechnet.
00:57:39: Wie gesagt, viele von diesen neueren Titeln die so ab zweiundachtzig-dreiundacht sich erscheinen.
00:57:43: Die laufen auch nur auf dem Vier A auf dem erweiterten Nachfolgesystem und viele von denen auch nur mit Speichererweiterung oder mit weiterer Zusatz Hardware wie du es gerade beschrieben hast.
00:57:55: Die allerletzten Spiele erscheinend bei TI selbst.
00:58:06: Da erscheint u.a.
00:58:08: Leather Goddesses of Phobos für den TE-A.
00:58:13: Und das war's dann aber auch!
00:58:15: Dann schauen wir noch mal ein bisschen genauer auf einige von den Spielen.
00:58:18: Also insgesamt muss man festhalten, das Qualitätsniveau von den modulbasierten Spielen ist erstaunlich hoch!
00:58:27: Die Ludothek vom TI-Computer enthält wesentlich weniger Rumsch als zum Beispiel der Atari-Komputer.
00:58:35: Sie hat auch berühmt gebaut und das war eine große Menge an Quark.
00:58:38: Da ist es also sehr viel aufgeräumter und besser kuratiert.
00:58:41: So was wie hundertfünfzig verschiedene Pong-Derivate, zum Beispiel findet man nicht auf dem TI-Motor.
00:58:48: Es gibt natürlich auch minder komplexe Spiele wie das schon erwähnte Hangman, aber insgesamt ist es schon ganz ordentlich.
00:58:54: Zu den populärsten Spielen gehören zum Beispiel die Arcade-Klone, die du schon erwählt hast, die ja von TI selbst stammen also Manchmann von Eighty und TI Invaders von zweiundachtzig.
00:59:04: Die fügen den Vorbildern also Pac-Man und Space Invaders jetzt nicht groß was hinzu, aber sie sind gut spielbar.
00:59:10: Das kann man bei Weitem nicht von allen Portierungen dieser Ära auf Heimcomputers sagen.
00:59:15: Manchmal ist es zwar nicht schön, aber es läuft erheblich schneller als die offizielle Packman-Variante, die sie auch gibt für den TI-Quali.
00:59:24: Die kommt über Atari Soft und TI Invaders hat jetzt auch kein echt Mehrwert gegenüber dem Original.
00:59:30: Aber es gibt manche Fans, die halten das für den besten Space-Invaders-Clone Aufheimcomputern.
00:59:36: Aber interessanter als diese Klohne sind zwei originäre und auch exklusive TI-RT.
00:59:45: Die auch dann als die besten dieser Plattform gelten, die beide im Jahr Zweiund Achtzig erscheinen und beide intern bei Texas Instruments selbst entwickelt wurden.
00:59:54: Das erste von denen haben wir schon ein paar mal gehört das ist Parasec.
00:59:57: Das ist so ein horizontales Shoot'em Up!
00:59:59: Es sieht aus wie Defender und spielt sich auch sehr ähnlich.
01:00:02: also man fliegt mit dem Raumschiff von links nach rechts und ballert.
01:00:05: Das ist v.a.
01:00:06: technisch beeindruckend, das gilt als Vorzeigetitel und es nutzt auch eines der ersten Spiele diesen neuen Bitmap-Modus den Graphics II Modus des erweiterten Graphic Chips also das Nineteinundneunzigachzehn A und das zeigt weiches Scrolling was auf dieser Plattform ja nicht so einfach ist denn das kann der Graphic Chip nach wie vor nicht.
01:00:25: Und sehr viele sehr schnell animierte Gegner Sprites.
01:00:28: und Es hat auch Sprachausgabe über das Sprachmodul.
01:00:32: aber noch eine Besonderheit keine synthetische Sprachausgabe für die dieses Modul ja eigentlich gedacht ist, sondern stattdessen Samples.
01:00:40: Die haben da die Stimme einer Dame digitalisiert also man hört eine reale Frauenstimme und man braucht aber trotzdem das Sprachmodul dazu denn solche Samples wiederzugeben – das kann der Computer selbst gar nicht mit seinem Soundship!
01:00:54: Der kann ja nur diese Rechtäckwellen ausgeben und die beherrschen einfach nur Piepstöne.
01:01:00: aber ein Sample wieder zu geben ist damit nicht möglich.
01:01:03: Aber der Sprach-Synthesizer mit seinen erweiterten Fähigkeiten, der kann es.
01:01:07: Also wenn der angeschlossen ist dann hört man auch diese Samples und wir hören mal rein.
01:01:26: Parsec ist – Wir haben's auch schon erwähnt ja entwickelt worden von Paul Urbanus, mit dem ich ja auch sprechen konnte.
01:01:32: Der hat das nicht alleine entwickelt sondern gemeinsam mit einem Kollegen mit Jim Dramas.
01:01:37: Das ist der Erfinder von Munchman.
01:01:40: Und die haben das beide entwickelt ohne einen Minicomputer, sondern sie haben alles erledigt mit diesem Editor-Assemblermodul auf einem TI-RX-Tier A selbst.
01:01:49: Das zeigt also dass dieser Rechner mit diesem Modul ein vollwertiges Entwicklerwerkzeug geworden ist.
01:01:55: und Sie hatten bei der Entwicklung bei TI selbst dort waren sie ja eingestellt überhaupt keine Einschränkungen hat er mir gesagt.
01:02:02: Zitat uns wurde einfach nur gesagt Wir möchten, dass ihr gemeinsam an einem Spiel arbeitet.
01:02:07: Und das sollte bitte ein Weltraumthema haben.
01:02:09: Ja und das war's!
01:02:10: Es gab keine weiteren Vorgaben, keine Storyboards, keine regelmäßige Prüfung was sie da überhaupt machen oder irgendwelche Einschränkungen.
01:02:18: die konnten machen was sie wollten und es geht anderen Entwicklern bei TI selbst ebenso ganz erstaunlich Diese Arbeitsatmosphäre, diese große kreative Freiheit die die Entwicklerinnen und Entwicklern bei TI selbst genießen.
01:02:32: Sofern sie bei TI selber arbeiten.
01:02:34: externe Entwickler sind ja nicht so gern gesehen.
01:02:36: das
01:02:37: beflügelt natürlich auch die Kreativität.
01:02:39: Und das trägt dazu bei dass dieses Spieleangebot für den TI-Multi-Tier und den vier A so vielfältig und durchaus hochwertig ist also auch dass TI selbst den Daumen drauf hält und genau kontrolliert welche Spiele überhaupt veröffentlicht werden.
01:02:54: So wie später Nintendo das macht, ist also das Qualitätsniveau durch die Bank erstaunlich hoch.
01:03:00: Es gibt noch einen zweiten Titel der oft genannt wird als bestes Spiel für diese Plattform.
01:03:05: Das hast du ja gerade genannt Tunnels of Doom auch ein internes Werk von einem TI-eigenen Entwickler.
01:03:11: und das hier ist anders als Parasite Connection Spiel sondern ein Rollenspiel dass wie alle Rollenspiele damals so ein bisschen Dungeons & Dragons inspiriert ist.
01:03:21: Und da kann man mit bis zu vier Partymitgliedern Katakomben erkunden und Monster abschlachten, wie es sich gehört.
01:03:28: Das ist auch technisch ganz erstaunlich!
01:03:31: Denn das hat so eine Dreidehansicht, ne First-Person-Perspektive während man diese Dungeons erkundet.
01:03:36: Es sieht natürlich jetzt nicht so aus wie Ultima Underworld oder so – das ist schon ein bisschen schlichter.
01:03:42: Aber zumindest ist es dreidimensional und die Dungeons sind auch noch zufallsgeneriert Wenn man dann dabei in die Kämpfe gerät, die rundenbasiert ablaufen.
01:03:52: Dann ändert sich die Perspektive und weicht einer taktischen Draufsicht.
01:03:57: Das ist also sehr fortschrittlich für das Jahr.
01:03:59: zweiundachtzig drei D Perspektiven Perspektivwechsel zufallsgenerierte Dungeons Und dann gibt es auch noch so was wie.
01:04:07: Man kann mit den Monstern im Kampf verhandeln.
01:04:10: Ich kenne mich mit Rollenspielen nicht aus, Christian!
01:04:12: Ist das üblich, dass man mit denen reden kann?
01:04:15: Das ist schon ungewöhnlich.
01:04:17: diese Perspektivwechsel, das es ja schon durch Ultima etabliert.
01:04:20: Wir haben ja Visition-Ultiplarart schon in Markt zu dem Zeitpunkt und das sind ja First Person Dungeon Crawler wenn auch nicht zufalls generiert.
01:04:26: Das ist was Neues hier in Tunnels of Doom und dass man eine Zwei D Perspektive hat auf der Weltkarte.
01:04:31: Das haben wir in Ultima auch schon.
01:04:32: Hier ist es halt jetzt in den rundenbasierten Kämpfen drin.
01:04:35: Also das ist schon insgesamt ein dolles Ding, aber es lehnt sich technologisch an.
01:04:39: und dass was andere Spiele vorher schon gemacht haben.
01:04:42: Und nicht zu vergessen!
01:04:42: Es hat einen Multiplayer-Modus – man kann das auch zu viert spielen.
01:04:45: Das ist sehr cool.
01:04:46: Das is wirklich cool.
01:04:48: Es gibt noch ein paar weitere erwähnenswerte Exklusivtitel.
01:04:51: oft genannt als eines der besten Spiele wird Alpina zum Beispiel von Einenundachtzig, das ist so'n Bergsteigerspiel.
01:04:58: aus einer Seitenansicht klettert man einem berghoch...das ist eher ne Art Puzzle.
01:05:03: Aber das hat auch sehr schöne Sprachausgabe, ist also technisch ebenfalls sehr beeindruckend.
01:05:09: Return to Pirates Isle ist eines der schönsten Spiele.
01:05:11: Das ist ein Grafikadventure von Scott Adams und Tombstone City – das haben wir auch schon erwähnt – von oneinusundhundertachtzig.
01:05:19: Das is so'n Top-Down Ballerspiel!
01:05:21: Und dass es vor allem deshalb bemerkenswert weil es ja diesem Assemblermodul als vollständiger Code beilegt.
01:05:28: Es gibt aber noch einen Geheimtipp Christian.
01:05:30: den hab ich auf keiner besten Liste gefunden.
01:05:32: Der wird überhaupt nirgendwo erwähnt.
01:05:35: Also ganz obskur, das Spiel heißt Slymoids!
01:05:38: Das ist vielleicht auch nicht der schönste Titel... Da spielt man eine Spielfigur die zusammengesetzt ist aus mehreren Sprites und die läuft von links nach rechts vor scrollenden Hintergründen durch die Levels und schießt dabei auf unförmige Monster, die aus allen Richtungen kommen vorne hinten und von oben unter aus der Tiefe des Raumes.
01:05:58: Und das ist bemerkenswert, weil das ein Run and Gun ist.
01:06:02: Run & Gun ist natürlich in den Achtzigern üblich – das hat jeder schon gespielt – aber die großen Vertreter dieses Genres, die das ja prägen und populär machen, so was wie Ghosts & Goblins, erscheinen erst später.
01:06:13: Ghosts&Goblins' «Fünfundachtzig» und Contra der vielleicht bekannteste Vertretern kommt erst «Simonachtzig».
01:06:19: Aber Sly Moids kommt «Ninzehundertvierundachtzig», Christian!
01:06:22: Ich bin jetzt nicht so ganz tief eingestiegen in die Recherche zu diesem Spiel Aber es könnte das erste Run'n'Gun sein.
01:06:28: Das machen wir dann in der zugehörigen Stayfire-Folge, da recherchieren wir das aus!
01:06:33: Ja steht hiermit fest sie wird kommen...
01:06:35: aber erst nachdem wir über Hangman
01:06:37: gesprochen haben.
01:06:39: Und vergiss die TI-Achtundfünfzig Spiele nicht bitte für
01:06:42: die Taschenbrecher?
01:06:43: Ja genau, die komme vorher.
01:06:45: Also doch eine erstaunliche Qualität in den Spielen schon drin.
01:06:48: und da gibt es noch eine zweite wichtige Quelle neben Texas Instruments selbst.
01:06:52: Und zumindest zeitweilig auch Atari Soft, die ja wenn auch Ihnen offiziell eine Reihe sehr guter Spieler auf den TI gebracht haben an diese zweite Quelle ist wieder Milton Bradley also MB dieser Spielzeugkonzerne der von Anfang an mit Spielen dabei war.
01:07:07: Die Starttitel war noch eher banal, wie wir gerade gesagt haben.
01:07:10: Aber ab dreiundachtzig gibt es eine ganze Reihe von Auffallengutenspielen von MB und die sind für ein ganz spezifisches Zubehörteil gedacht das Milton Bradley auch selbst herstellt für den TI-A, nämlich das Expansion System kurz MBX genannt.
01:07:26: Und das ist ein echt interessantes und fast ein bisschen avantgardistisches Stück Technik, also eine leider zur falschen Zeit erscheint.
01:07:32: Das hat auch eine Vorgeschichte denn eigentlich beginnt MB im Jahr zweiundachtzig damit eine eigene Konsole zu entwickeln.
01:07:39: die soll den damaligen Marktführer Atari zweitausendsechsundert und auch das Intellivision überflügeln mit fortschrittlicher Technik wie zum Beispiel Sprachsteuerung.
01:07:49: aber als dann Coleco die Coleco Vision veröffentlicht fürchtet dass noch eine weitere, eine vierte Konsole im Markt vielleicht ein bisschen zu viel sein könnte.
01:07:58: Dass sie also da einfach zu spät dran sind und deswegen wird dieses zudem Zeitpunkt schon fertige System das anfangs unter dem Namen The Expander bekannt ist dann umgewidmet in einen Zubehörteil für den TI-A.
01:08:14: Wahrscheinlich deswegen weil MB eben eh schon verbandelt ist mit Texas Instruments, weil Sie dafür schon Spiele entwickeln Und so kommt dann im Herbst, neunzehnteinhalbzig dieses Zubehörteil des MBX auf den Markt.
01:08:25: Das kostet wahrscheinlich hundertdreißig Dollar.
01:08:28: Wahrscheinlich deswegen weil nicht genau zu recherchieren ist was das eigentlich als Einführungspreis hatte und technisch gesehen ist es ein eigenständiger Computer.
01:08:37: Das steckt man in den Expansion Slot aber drin steckt wegen seiner Genese eine eigene CPU.
01:08:44: Das ist der Sechtensechzig Null Neun und Prozessor von Motorola nachtbit Teil.
01:08:48: Der ist zum Beispiel auch im THS-Achzig, Color Computer von Tandy drin oder in der Vectrax Konsole und eigene RAM und ROM Chips sind da auch drinnen.
01:08:57: Aber besonders spektakulär sind die Steuerelemente von diesem
01:09:00: MBX.".
01:09:02: Ja denn auf diesem Kasten selbst?
01:09:04: ist ein Tastenfeld, also eine eigene Tastatur mit vierundsechzig Folientasten.
01:09:08: Und da kann man wieder Overlays drauflegen, also Pub-Schablonen die einigen Spielen beilegen und die einzelnen Tastenfunktionen erklären.
01:09:16: Es liegt einen Joystick bei der an dieses externe Gerät angedockt wird und nicht an den Computer selbst.
01:09:22: Ein Vier-Tasten-Joystick in einer Pistolengriff Form, der wiederum obendrauf einen Stick hat, der frei drehbar ist um dreihundertsächzig Grad und das liefert dann ein zusätzliches Analogssignal.
01:09:33: Aber das Spektakulärste ist, da legt auch noch ein Headset bei.
01:09:36: Und darüber lassen sich – du hast es ja schon angedeutet – Sprachbefehle geben!
01:09:40: Das heißt in einem Spiel wie Baseball kann man dann Kommandos geben wie Second oder Pitcher... Ich hab keine Ahnung von Baseball aber irgendwas wird das bedeuten und die Spielfiguren im Spiel machen dann auch irgendwas wenn sie das richtig verstehen.
01:09:53: Das kann auch Sprache ausgeben, also wie dieses Sprachmodul von TI selbst.
01:09:58: Aber das geht darüber hinaus, die Sprachsynthese-Fähigkeiten sind noch etwas weiterentwickelt.
01:10:03: Bei all diese Fähigkeiten werden nur genutzt durch die MBX kompatiblen Spieler – eine kleine Serie von fünfzehn Spielen, die MB veröffentlicht für dieses Zubehörteil und man kann einige von denen auch ohne das MBX System spielen aber dann nur eingeschränkt.
01:10:18: So was wie die Sprachteuerung ist nicht möglich!
01:10:21: Das MBX, du hast es schon gesagt.
01:10:24: Es kommt leider ein bisschen spät und deswegen gibt's nur sehr wenige davon.
01:10:28: Das ist ein begehrtes Sammelobjekt.
01:10:30: Ich hätte auch gern eins für eine Folge Technik-Bits eines Tages aber ich habe bislang keines gefunden.
01:10:36: Ganz traurig weil das wirklich ein spektakuläres Stück Technologie ist.
01:10:40: Ja, das wird kurz nach der Markteinführung III wieder eingestellt.
01:10:44: Woran liegt das?
01:10:45: Naja die Zeit steht nicht still.
01:10:47: im Heimcomputersegment greifen weitere Leute ein, neue Geräte erscheinen.
01:10:53: Commodore zum Beispiel bringt neunzehnundhundertzehn achtzig DIN C-Fürn sechzig auf den Markt als Nachfolger des VC zwanzig und greift damit zugleich erneut in den Preis Krieg ein.
01:11:02: auch der Zivieren Sechzig wird zum Kampfpreis rausgestellt.
01:11:05: Aus England kommt von der Firma Sinclair, der ZX Spectrum.
01:11:09: Auch das ein preisbrecher sehr billiges Gerät.
01:11:12: Atari frisch das Portfolio in three-und-achtzig aufbringt jetzt die XL Reihe.
01:11:16: und dass alles bringt Texas Instruments zusätzlich in Bedrängen ist gerade eben auch in diesem niedrigen Preissegment.
01:11:23: Wegen der großen Erfolge im Weihnachtsgeschäft zwei-und achtzig läuft die Produktion des TI nine ninety vier A in den Fabriken von Texas Instrments aber dreieinachtzig noch auf Hochtouren weiter.
01:11:34: Und spätestens im zweiten Quartal, dreiundachtzig zeigt sich dann aber dass die Absatzzahlen, die Texas Instruments prognostiziert hat, illusorisch sind.
01:11:43: Jetzt bleiben die Geräte auf einmal in den Regalen liegen.
01:11:46: Schließlich werden sie von den Händen dann sogar zurückgeschickt an den Hersteller weil Sie sich als unverkäuflich erweisen.
01:11:52: Texas Instrments ändert dann die Marketing-Strategie.
01:11:54: Die Cospy Kampagne wird beendet.
01:11:56: es gibt eine neue Kampanie, die hat jetzt ein Fokus auf Lernprogramme und auf die Stärke des Texas Instruments Computer.
01:12:01: auch da können wir mal kurz reinhören.
01:12:21: Ja, nichts schreit so sehr.
01:12:22: Wir sind verzweifelt wie den Leuten einzuredenen.
01:12:25: Sie müssten bitte Ihren dreijährigen schon einen Computer kaufen.
01:12:30: So theoretisch ja möglich, weil der kostet ja auch nichts mehr zu diesem Zeitpunkt.
01:12:34: Das ist tatsächlich sogar ein Markel, weil das sind ja inzwischen Schleuderpreise.
01:12:38: also der TI-A wird dann für neunundneinzig Dollar vertickt und die New York Times die zitiert im Juni, einen Distributor mit den Worten.
01:12:49: Also als er auf neunundneunzig Dollar gingen begann die Leute zu fragen was stimmt denn nicht mit dem Gerät?
01:12:54: Ja also das stellt sich auf einmal Skepsis ein angesichts dieses sehr niedrigen Preises.
01:13:00: aber mit dem Rechner ist alles okay der funktioniert trotzdem nach wie vor wo nicht mehr alles ok ist.
01:13:05: beim Hersteller bei Texas Instruments.
01:13:08: TI gibt es ja mittlerweile seit über dreißig Jahren.
01:13:10: Es ist eine große und rumreiche Geschichte.
01:13:13: bis zu diesem Zeitpunkt, die haben noch nie einen Quartalsverlust verzeichnen müssen.
01:13:18: das ändert sich jetzt im Juni.
01:13:19: dreiundachtzig müssen sie gestehen dass Sie im letzten abgelaufenen Geschäftsquartal hundert Millionen Dollar Minus gemacht haben.
01:13:26: Und das liegt nicht an der Bauteilsparte, sondern es liegt alleine an der Heim-Elektronik-Sparte mit ihren ungeliebten Computern.
01:13:34: Die alleine häufig geschätzt zweihundert bis zweihundertfünfzig Millionen Dollar Verlust an die anderen Sparten können das eben nur zum Teil ausgleichen.
01:13:42: Als das bekannt wird sagt die Aktie des Unternehmens gleich mal in wenigen Tagen um ein Drittel ab und zweiunddreißig Prozent.
01:13:50: Das ist ein riesiger Verluste und die Times schreibt dann auch Das wäre für die Frage auf, ob das Unternehmen dieses Geschäft vielleicht nicht besser aufgeben sollte.
01:14:00: Woran liegt es?
01:14:01: Warum macht TI diese Verluste?
01:14:04: Der Artikel erklärt das mit übermäßig aggressiven Preisenkungen und Rabatten kombiniert mit übermäßiger Produktion.
01:14:11: Zudem habe TI nicht genug in Software investiert keine populären Spiele-Lizenzen eingekauft, wie zum Beispiel Saxon – was damals ein großer Spielhallenhit ist.
01:14:21: Obwohl erwiesenermaßen solche Spiele die bestverkauften Programme für Heimcomputer seien.
01:14:27: Es gibt ja ein paar Umsetzungen von TI selbst aber das ist homöopathisch viel zu wenige und so schreibt dieser Artikel am Ende für die Zukunft bleiben nur ganz wenige Optionen.
01:14:40: Das Unternehmen verkündete zwar es Plane im Geschäft zu bleiben Aber es braucht dafür neue Produkte.
01:14:47: Ein neuer Heimcomputer muss her, wieder mal!
01:14:49: Eine neue Version?
01:14:50: Kommt da denn
01:14:50: was?!
01:14:51: Ja, da kommt tatsächlich was nach den Plänen von Texas Instruments zumindest.
01:14:55: Also es wird an gleich mehreren weiteren Heimcomputermodellen gearbeitet um den TI-RX-Messor zu ersetzen oder zumindest zu ergänzen im Januar III zum Beispiel.
01:15:06: Da kündigt Texas Instrments wieder auf der CS, auf der großen Messe ein neues Low End Modell an also noch günstiger.
01:15:13: TI-Ninundneunzig zwei soll der heißen.
01:15:16: Ein winziges Gerät mit vier Kilobyte RAM nur noch kann weder Farbe noch Klang ausgeben, ist konzipiert als Gegner für den Sinclair ZX-Einundachtzig diesen super spartanischen Einsteigercomputer.
01:15:28: Den gibt es auch in den USA.
01:15:29: der wird da von Timex verkauft für unter hundert Dollar.
01:15:32: und obwohl das sehr minimalistisch ist dieses Gerät soll es erstaunlich viel leisten.
01:15:36: Auch dar steckt immer noch ein eigener Prozessor drin Der TMS Nineteusend Neunhundertfünfundneunzig.
01:15:42: Das ist jetzt eine deutlich verbesserte Weiterentwicklung nie rausgekommenen Prozess aus neunundneunzig-fünfundachzig.
01:15:51: Das hatten wir in der ersten Folge erzählt, da wurde Karl Gutterg noch mal dran gesetzt und er hat eben auf dieser Basis den Neuneunzig-Fimmoneunzig entwickelt.
01:16:00: Und diese Weiterentwicklung sollte laut Guttergg mit dem hattest du ja gesprochen vier bis sechs Mal schneller sein als der neuntausend neunhundert der MIVA steckt.
01:16:11: Das ist natürlich schön, aber der große Markl von dem Ganzen wäre dann gewesen dass die Software das VR nicht laufen würde auf dem kleinen.
01:16:19: Der soll dann Kindern als Basic Computer verkauft werden um den das Programmieren beizubringen.
01:16:24: diese ganze Idee von diesem kleinen Modell entsteht Aber noch in einer Zeit wo der neuen VR noch nicht bei hundert Dollar angekommen ist sondern war noch teurer es.
01:16:33: und Als Dann Diese Schwelle erreicht Es also als das Hauptgerät schon Auf Die Hundert Dollar singt da gibt's dann Keinen Platz mehr für dieses angedachte verkleinerte Modell.
01:16:42: Da werden zwar noch Prototypen gebaut von TI, die nehmen dies sogar zu dieser Messe mit im Juni, aber öffentlich gezeigt werden sie dann nicht sondern nur hinter verschlossener Tür und kurz darauf wird dieses Projekt dann auch eingestellt.
01:16:55: ist es aber nicht das Einzige?
01:16:56: Es ist völlig richtig den einzustellen, es war völlig illusorisch und fehlgeleitet den überhaupt anzukündigen.
01:17:02: Ist ja eine irrewitzige Idee für das Jahr dreiundachtzig.
01:17:05: Das ist ein halbes Jahrzehnt zu spät.
01:17:07: der Heimcomputermarkt hat sich längst weiterentwickelt.
01:17:09: da will eigentlich niemand mehr selbst Software schreiben müssen sondern man will fertiges Software bitte kaufen und einfach einlegen und starten und bitte dass auch mit Sound und mit Grafik.
01:17:20: Das erwarten die Leute mittlerweile spätestens seit dem VC-Zwanzig.
01:17:24: Aber dreiundachtzig jetzt noch so eine Basic-Lernmaschine zu planen ist völliger Quatsch.
01:17:29: Also folgerichtig, dass Sie den einstellen.
01:17:32: aber da gibt es ja noch ein zweites Modell das sie auch auf dieser CES dabei haben, aber ebenfalls nicht öffentlich zeigen und das is' ein Topmodel also über dem ninety-neunzig vier A positioniert.
01:17:43: Ein leistungsstärkeres Gerät auf Basis des gleichen Prozessors, also das neuneunzig fünfundneunzig.
01:17:49: dieses Modell soll TI Nineteinzig acht heißen.
01:17:53: Der soll sixty vier Kilowatt RAM bekommen, also das Vierfache und die Sprachsynthese mitbringen.
01:17:58: Gleich integriert, also ohne separates Modul.
01:18:02: Das ist mal cool!
01:18:03: Den hätte ich gerne bekommen diesen Rechner.
01:18:05: Aber der kommt nicht, denn TI ist unsicher.
01:18:08: Das Computergeschäft strauchelt ja gerade.
01:18:11: Der Erfolg ist teuer erkauft durch die Preisenkungen und jetzt drohen auch noch weitere Hersteller in diesen Markt reinzukommen allen voran IBM.
01:18:20: Die planen einen eigenen Low End-Time-Computer den PC Junior.
01:18:24: Und er ist noch nicht da.
01:18:25: deswegen weiß niemand dass das ein Fehlschlag sein würde.
01:18:27: aber alle haben Angst vor dem.
01:18:30: und dann kommen noch technische Probleme dazu.
01:18:35: Der wurde nämlich wieder mal von TI daran gesetzt, dieses Rechner-Design zu prüfen.
01:18:40: Also der ist gerade in der Entwicklung hat aber Probleme und Gotterg wird wieder einmal herbeizitiert und soll sich diese Entwicklung mal kritisch ansehen und die Probleme dabei lösen bei der Entwicklung dieses neunundneinzig acht.
01:18:51: Aber er schreibt dann wie er mir sagt einen vernichtenden Bericht.
01:18:55: Dieses System seiner Architektur sei massive Geldverschwendung eine viel zu teure ineffiziente Architektur, die auf sehr viel teures S-Ram setzt.
01:19:04: Das ist ja der einzige Speicher Typ mit dem der Prozessor nativ umgehen kann.
01:19:09: und so wird auch dieses System nachdem es dann nie öffentlich gezeigt wurde, sang und klanglos wieder eingestellt.
01:19:16: Das heißt eigentlich sollte diese Sommer CES einen Neustart einleiten?
01:19:20: Ein neues Billigmodell und ein neues Topmodell einführen?
01:19:24: Ein weiter So!
01:19:25: Wir bleiben dran aber stattdessen Passiert das Gegenteil, dieses CES markiert den Anfang vom Ende.
01:19:32: Das schreibt damals auch die Presse der Boston Phoenix, schreibt nach dieser Messe ganz ernüchtert.
01:19:37: TI hatte auf des CES nichts zu verkünden außer seiner unpopulären Entscheidung unabhängigen Softwareanbietern den Verkauf von Programmen für den Neunundneinzig Vier A zu untersagen.
01:19:49: Wow!
01:19:50: So sieht gute Presse aus?
01:19:52: Ja
01:19:53: hat sich die BA-Abteilung gefreut bei Texas Instruments als sie das gelesen haben.
01:19:56: Oh ja
01:19:58: Ja und dabei bleibt es auch.
01:19:59: TI wird also keine neuen Heimcomputer mehr auf den Markt bringen, der Zweier kommt nicht, der Achter kommt auch nicht.
01:20:05: Es werden im Laufe der Jahre noch viele weitere Modelle erwogen.
01:20:08: Da kursieren Informationen und Spezifikationen von weiteren Modellen etwa einen Neunundneunzig drei oder einen Neuneunzig vier B Einen Neunnundneinzig fünf Mal Funktionsreduzierte Geräte mal direkte Nachfolger für die Neununneunzig Vier A Aber keiner von denen kommt jemals auf dem Markt.
01:20:24: Die werden alle eingestellt und dann verliert TI auch die Geduld.
01:20:29: Und verlässt diesen Markt komplett?
01:20:31: Tja, das geht dann doch relativ schnell im Juni.
01:20:34: Trinzig war ja diese Verkündung des Quartalsverlustes und der Einbruch des Börsen-Kurses und die Times spekuliert ob Texas Instruments aussteigt aus diesem Markt.
01:20:45: Und ein paar Monate später am achtundzwanzigsten Oktober dreiundachtzig ist es dann auch soweit.
01:20:49: Die Konzernführung von Texas Instrument kündigt an dass sie sich aus dem Heimcomputermarkt zurückziehen wird.
01:20:55: Commodore hat gewonnen, wenn man das so sagen darf.
01:20:58: Sie haben sich erfolgreich gerecht!
01:21:00: Die Begründung ist dass man dem Ganzen noch das dritte Quartal gegeben hätte sozusagen um nochmal den Markt zu beobachten und dann festgestellt hatte nein die Nachfrage ist zu schwach eine Besserung für das vierte Quartals sei nicht in Sicht.
01:21:12: gleichzeitig seien die Lagerbestände zu hoch Und deswegen wird die Herstellung der Computer aufgegeben.
01:21:18: Kundenservice und neue Software soll es aber auch weiterhin noch geben, also das Produkt an sich wird weiterhin betreut.
01:21:24: Aber die Produktion von neuen Geräten werde man im November dreiundachtzig einstellen.
01:21:29: Und dass ist für die Börse zumindest eine sehr gute Nachricht.
01:21:32: Der Wert der Aktie erholt sich zumindest fast vollständig.
01:21:36: um sechsundzwanzig Prozent geht's dann wieder in die Höhe.
01:21:40: Im März neunzehntausend vierundachtzlich stellt Texas Instrument den gesamten Vertrieb ein.
01:21:44: zuvor werden die Restbestände, die sie noch haben vom TI-CM-Tier A zu Schleuderpreisen verramscht.
01:21:50: Jetzt kostet das Gerät fünfzig Dollar teilweise sogar noch weniger und das ist so ein Schnäppchen dass da offensichtlich so viele Leute tatsächlich nochmal zuschlagen denn laut einem Bericht der Zeitschrift INFO WORLD ist schon im Januar vierundachtzig kein Exemplar mehr zu ergattern des TI-Nieunenneunzig vierA.
01:22:09: So, und was bleibt da unterm Strich?
01:22:11: Weltweit haben sich insgesamt zwei Komma acht Millionen Exemplare verkauft des Computers.
01:22:17: Und damit muss man festhalten – zumindest für kurze Zeit ist der TE-IXIVA wahrscheinlich der meistverbreitete PC oder Heimcomputer der Welt.
01:22:27: Weder einen Apple II noch der VC-II oder die Atari Geräte kommen zum Jahresende III auf.
01:22:33: solche Zahlen Der C-Vian-Sechzig und der IBM PC, die erreichen diese Zahlen zwar aber erst im Laufe des Jahres vierundachtzig.
01:22:41: Und die beiden rollen dann ja ihrerseits wieder den Markt auf und denen fallen da noch weitere Computer- und Hersteller zum Opfer.
01:22:47: also Texas Instruments sind nicht die einzigen, die sich zurückziehen.
01:22:50: Der Kollege Adam z.B.
01:22:52: scheitert genauso oder der Aquarius von Mattel, der Timex Sinclair ein tausend oder auch der PC Union hat, die du schon erwähnt hast vom IBM, der weiß sicher als Flop.
01:23:02: Dieser Schleuderpreis, dieser Abverkaufspreis von fünfzig Dollar oder noch weniger.
01:23:07: Der ist aber für viele dann der Einstiegspunkt in dieses Computergeschäft.
01:23:11: also man liest immer wieder in den Kommentarspalten unter YouTube-Videos.
01:23:15: Ja das war mein erster Heimcomputer.
01:23:16: wir haben ihn damals gekauft weil er so billig war.
01:23:19: Wir wussten gar nicht wozu und was man damit macht?
01:23:21: Meine Eltern haben den einfach mitgenommen weil er neunundvierzig Dollar kostete und cool aussah.
01:23:25: Und das ist ja auch schön.
01:23:27: So hat es vielen ein schönes Hobby beschert, vielleicht sogar eine ganze Karriere und es gab dann immerhin im Jahr vierundachtzig sogar noch ein paar TI-Spiele.
01:23:36: also man saß nicht ganz auf dem Trocknen.
01:23:38: gut aber dann ist es also vorbei.
01:23:41: TI hat sich zurückgezogen.
01:23:43: jetzt müssen wir nochmal erörtern woran lag es eigentlich?
01:23:47: Das hat ganz viele verschiedene Gründe und die meisten davon haben wir schon mal genannt.
01:23:51: Wir fassen das nochmal zusammen.
01:23:53: Ein Grund ist natürlich, dass von Anfang an nicht so ganz klar war.
01:23:56: Wer braucht überhaupt einen Heimcomputer?
01:23:58: Was ist überhaupt ein
01:23:59: HeimComputer?!
01:23:59: Was macht man damit?
01:24:01: Der Zweck ist einfach noch zu nebulös!
01:24:03: Das weiß niemand so genau... das hat auch der damalige Vorstandsvorsitzende von TI zugegeben, Marc Shepard, in einem Interview mit einem Magazin aus Dallas.
01:24:14: Das gab einfach überhaupt keinen Markt für diese Art von Geräten, denn Zitat Heimcomputer sind gar nicht so einfach zu benutzen.
01:24:22: Viele Leute uns eingeschlossen haben die Beliebtheit von Videospielen mit der von Heimkomputern
01:24:26: verwechselt.".
01:24:27: Man dachte also wenn wir ein Gerät auf den Markt werfen das so ähnlich aussieht und funktioniert wie eine Konsole dann werden die Leute das schon kaufen.
01:24:34: aber das wollte eigentlich niemand!
01:24:37: Und so ist TI ja auch Einzige Hersteller, der auf diesem frühen Heimcomputermarkt scheitert.
01:24:43: Du hast es ja gerade schon beschrieben.
01:24:44: Viele andere sind auch gescheitert!
01:24:46: Das ist also nicht nur das Versagen von Texas Instruments.
01:24:50: Es ist einfach generell schwierig auf diesen Markt erfolgt zu haben und nur wenige schaffen das.
01:24:55: Commodore zum Beispiel, die schaffen es ja zumindest in den achtziger Jahren zeitweise durchaus erfolge zu haben mit diesem Geschäftsmodell, mit dem Verkauf von Heimkomputern... Somit stellt sich die Frage, warum gelangt das nicht auch TI?
01:25:10: Ein Problem ist die Unternehmensstruktur dieser Anti-Synergie zwischen den Divisionen, die sich bekämpfen.
01:25:15: Das begünstigt nämlich Fehlentscheidungen und davon gibt es vor allem drei, die das Schicksal des Heimcomputers besiegeln.
01:25:22: Welche drei Fehler sind das?
01:25:24: Ja, da wäre zum einen natürlich die Fehler im Produkt selbst in der Technologie und die vielfältigen technischen Schwächen.
01:25:31: Das TI-Maschine ist voran der Prozessor des TMS-Massignors.
01:25:37: Er ist überteuert, er ist unausgegoren und eigentlich ungeeignet für diese Art von Maschinen und war ja auch nur eine Notlösung.
01:25:46: Aber das ist noch nicht das einzige Problem.
01:25:48: Das Computers auch, dass Speichersysteme ineffizient der Arbeitsspeicher ist zu langsam angebunden und so kann der TI-IXIV die Vorteile seiner ja eigentlich sehr vortrittlichen Sechzehn-Bit Architektur gegenüber seinen acht Bit Konkurrenten nie ausspielen.
01:26:05: Ja und weil es keine wesentlichen Vorteile gegenüber den acht-Bit Konkurrenten gibt, lässt sich TI dann ja auch – und das ist der zweite große Fehler – ein auf diesen ruinösen Preiskrieg mit diesem technisch eigentlich minderwertigen Geräten.
01:26:18: Und in diesem Preiskrig haben sie gegen die billigeren Geräte insbesondere den VC-Zwanzig und den C-六zig von Commodore überhaupt keine Chance!
01:26:26: Natürlich müssen Sie die Preise senken da führt kein Weg dran vorbei.
01:26:30: so ist das normal auf dem Computermarkt.
01:26:32: aber Jeden einzelnen Preissenkungsschritt des VC-Zwanzig mitzugehen oder sogar unterbieten zu wollen, das ist einfach aussichtslos.
01:26:41: Das kann nicht gelingen und ja...das begünstigt dann auch das dritte große Problem.
01:26:48: weil sie mit dem Computer kein Geld mehr verdienen können müssen Sie mit der Softwaregeld verdienen!
01:26:53: Und wie tun Sie das?
01:26:54: Durch Ihre restriktive Politik durch ihre Abschottung
01:26:58: Genau.
01:26:58: und das ist der dritte Fehler.
01:27:00: Auch den macht TI nicht allein, wir hatten es gesagt bei Atari ist es anfangs genau der gleiche Fehler.
01:27:06: beide Firmen lernen dann daraus.
01:27:08: aber TI lernt nicht konsequent genug.
01:27:10: sie schotten ihre Plattformen noch weiter ab, um das Geschäft mit der Software und der Peripherie zu kontrollieren.
01:27:15: Das hat auch seine Vorteile.
01:27:18: Das sehen wir ja bei den Konsolenherstellern.
01:27:19: Das setzt aber dann voraus dass man es auch ernst nimmt als Hersteller, dass man selbst all in geht investiert in die Software, in die Qualitätskontrolle und dass man das Software-Geschäft aktiv vorantreibt.
01:27:29: Und das macht TI zu wenig.
01:27:32: Zu wenig eigene Software, zu wenig aktives Zugehen auf andere Hersteler, um diese unterstützen Bei der Portierung Vor allen Dingen auch von Anwendungssoftware.
01:27:42: Und so entstehen um den TI-Mail dann am Ende kein prosperierender Softwaremarkt.
01:27:47: Zumindest nicht in der Größe, der notwendig gewesen wäre das der Computer sich dauerhaft etabliert und damit auch die Chancen steigen dass der TI-mail auch in Unternehmen zum Einsatz kommt oder dass er sein ganzes Potenzial zu Hause als Spiel- und Lerngefrett entfesseln hätte können.
01:28:02: Das wäre nämlich theoretisch schon dargewiesen aber durch die sehr restriktive Softwarepolitik wurde das letztendlich erdrosselt.
01:28:10: Damit bleibt noch eine Frage, die wir uns am Ende immer stellen.
01:28:12: Was bleibt?
01:28:13: Was ist das Vermächtnis außer dem vielleicht schönsten Computer in meiner Handcomputer-Sammlung?
01:28:19: Was bleibt uns bis heute vom TI-Mail?
01:28:22: Wie nass
01:28:22: du den eigentlich auch?
01:28:23: regelmäßig machst du da die Vitrine auf und gehst dann mit dem sanften Tuch drüber?
01:28:27: Das ist gar nicht nötig weil der natürlich eingeschweißt ist.
01:28:30: Da kann gar kein Staubsicht drauf absetzen.
01:28:32: Natürlich!
01:28:33: Ja was bleibt also?
01:28:34: es gibt keine direkten Nachfolger.
01:28:36: TI schwenkt dann ja um auf andere Computermodeller, auf doskompatible PCs.
01:28:41: Und einen offiziellen Nachfolger gibt es nicht!
01:28:43: Es gibt auch keine moderne Neuauflage so was wie ein TI-Mini.
01:28:48: Darauf warten wir immer noch vergeblich.
01:28:50: Aber es gibt sehr früh schon in den Achtzigerjahren zumindest zwei inoffizielle Nachfolger.
01:28:55: Zweiundachzig, da erscheint bei einer anderen Firma beim Spielzeughersteller namens Tomei der Tome-Tutor und der erscheinzt zuerst in Japan, da heißt er Pewter und später im Vereinigten Königreich da heißt der Grandstand Tutor.
01:29:07: also das hat verschiedene Namen aber ist immer das gleiche Gerät.
01:29:10: dass es ein Lerncomputer für Kinder sieht aus und wird beworben als eine Art Spielzeug.
01:29:16: Technisch gesehen ist das ein vollwertiger Heimcomputer auf Basis des Neunundneinzig-Vier A. Das ist weitgehend die gleiche Technologie, da sitzt der Neununneinzig-Achtzehn-Videochip drin zum Beispiel.
01:29:27: Der hat den fortschrittlicheren Prozessor diesen Neun und Neunzig-Fünfundneunzig, der ja eigentlich in den Nachfolgesystemen zum Einsatz kommen sollte.
01:29:35: Der kommt jetzt hier zumindest im Tommi-Tutort zum Einsatz.
01:29:38: Der ist aber nicht vollständig kompatibel.
01:29:40: D.h.,
01:29:40: er kann keine TI-Neunundnenzig- Vier A Software abspielen, der bekommt seine eigene Softwarebibliothek die ja auch für diesen Lernzweck abgestimmt ist.
01:29:49: Damit kann er sein Potenzial nie vollständig entfalten, es ist eigentlich sehr potente Hardware für das Jahr zweiundachtzig aber er geht ein bisschen unter, weil's eben ein reines Lernprodukt ist.
01:30:00: und da gibt es noch einen zweiten inoffiziellen Nachfolger.
01:30:02: nach vielen Verzögerungen und Ankündigungen bringt ein US-Hersteller namens MyArk, die sind spezialisiert auf Zubehör bis dahin Und auf dieser Steckkarte sitzt ein vollständiger Computer.
01:30:26: Sie wollten ursprünglich auch zusätzlich einen eigenständigen Computer mit dieser Technik rausbringen, erscheint aber nie!
01:30:32: Es bleibt bei der Steck-Karte und die heißt Genev.
01:30:37: Das ist architektonisch sehr nah dran, an dem TI-Nin ninety acht der mal geplant war.
01:30:43: Der ebenfalls diese verbesserte CPU den neunundneunzig fünf neunzig und auch Den nachfolger des Neuneunzig Achtzehn Videochips einen Prozessor namens Neuneunsich Achtunddreißig.
01:30:54: Also das is in vielerlei Hinsicht ein echter Nachfolger Und er kann obwohl er ein proprietäres eigenes Betriebssystem hat dank Emulationen auch Tino Ninety vier software abspielen.
01:31:07: Aber weil das eben nicht bei TI selbst entsteht, sondern bei diesem kleinen Hersteller MyArk bleibt das eine Nische.
01:31:13: Was allerdings überlebt – und dass viele Jahre lang sind die Komponenten!
01:31:18: Die einzelnen Chips des Computers gibt es in der einen oder anderen Form noch viele Jahre.
01:31:25: Den TMS-Maschinen, den verdanken wir ja nicht nur dem Begriff Sprite.
01:31:30: Also allein das schon natürlich eine historisch erhängende Sache sondern der wird an auch zum zentralen Bestandteil des MSX Computer Standards.
01:31:39: Der ist ja herstellerübergreifend insbesondere in Japan eine Zeit lang sehr populär Und dessen Grafik basiert eben auf dem TMS-RM-S, auch in Konsolen wie der CollecoVision oder dem Sega SG-Ei-Tausend.
01:31:51: Also dem Vorgänger des Master Systems kommt er zum Einsatz.
01:31:55: und die Speicherarchitektur das RM-R, macht dezidiertes Videoremm praktikabel indem sie Bilddaten in einem vom CPU Adressraum getrennten selbst verwalteten Dremenspeicher ablegt also Graficspeicher.
01:32:08: sozusagen haben wir zum ersten Mal mit diesem Chip
01:32:11: Und da gibt es ja noch einen wesentlichen Chip.
01:32:13: Den Soundchip, den SN-Siebensechs vier acht neun.
01:32:17: Sehr handlicher Name!
01:32:18: Der macht ebenfalls Karriere.
01:32:19: der kommt auch in weiteren Geräten zum Einsatz.
01:32:22: Er selbst oder Chips die auf ihm basieren oder Klone.
01:32:25: dieses Chips werden eingesetzt zb im BBC Micro dem britischen Heimcomputer Im PC Junior und dessen Klon dem Tandy ein tausend.
01:32:34: im Master System steckt er im Neo Geo Pocket und wiederum in der Coleco Vision gibt auch viele Arcade-Automaten, die diesen Chip einsetzen.
01:32:42: Saxon zum Beispiel von Sega oder Road Fighter von Konami.
01:32:47: Ja, die Chips sind es also, die übrig geblieben sind von diesem gescheiterten Heimcomputer-Experiment von Texas Instruments.
01:32:54: und so hat diese ganze Geschichte ja auch begonnen mit kleinen Chips
01:32:58: Und Texas Instrument überlebt diese ganze Geschichte.
01:33:01: natürlich bleibt nach wie vor ein großer Player im Allbleitermarkt und existiert bis heute.
01:33:08: So ist es und damit sind wir am Ende dieser Geschichte.
01:33:11: Es gibt keine Fortsetzung, es gibt keinen weiteren TI-Computer über den wir sprechen müssten.
01:33:15: oder wollen wir eines Tages eine Folge zum TI-Maschine machen?
01:33:19: Ich glaube nicht!
01:33:20: Hat er als Spielemaschine richtig reysiert?
01:33:24: Der neunhundertneinzige?
01:33:25: Wurde ich eher nicht.
01:33:28: Dann wird das ein bisschen schwierig, den hier unterzubringen.
01:33:30: Da noch eher den Tascheneiner?
01:33:32: Ja, genau.
01:33:32: Bleibt uns also nur auf eure Besprechungen der TI-RX-Tier Spiele zu warten – auf Slymoids vor allem wartig!
01:33:40: Und natürlich auch die Technik-Bitsfolge zum MBX wenn ich es irgendwann mal kriege.
01:33:45: das ist so gut.
01:33:46: Dann drücken wir die Daumen!
01:33:47: Ja ich auch... Gut, ich werde noch ein bisschen das Alu polieren auf meinem Neunundneinzig vier A. Und bedanke mich fürs Gespräch!
01:33:57: Ich bedanque mich Renner bei dir wie immer für's Gespräch und für die Recherche – es war eine große Freude.
01:34:02: Bis zum nächsten Stay Forever Technik Staffel.
01:34:04: Bis dahin, tschüss!