Gespräche über alte Spiele
Rahel: Hi, Mayri.
Mháire: Hallo, Rahel. Es ist wieder soweit.
Rahel: Es ist wieder soweit. Und ich habe zum Einschied direkt eine Frage für dich.
Mháire: Ja.
Rahel: Du weißt doch bestimmt, dass im Weltraum ein großes Vakuum herrscht, oder?
Mháire: Ja, das ist natürlich alles relativ, aber man kann grob sagen,
Mháire: dass da ein Vakuum herrscht. Das bedeutet natürlich, dass dort verschiedenste
Mháire: Dinge anders funktionieren als hier bei uns unter einem Druckatmosphäre,
Mháire: Alle möglichen Dinge bewegen sich anders, funktionieren anders,
Mháire: die Abgabe von Wärme und aha, du willst darauf hinaus, dass Schallwellen sich nicht ausbreiten.
Rahel: Das ist genau das, worauf ich hinaus will. Man könnte auch sagen,
Rahel: Mairi, im Weltraum, da hört dich niemand schreien.
Mháire: Das ist richtig. Also es sei denn, man ist an Bord desselben Schiffs.
Rahel: Das stimmt. Wir reden heute über die Welt von Alien, eine Folge,
Rahel: die wir uns, glaube ich, beide schon seit geraumer Zeit gewünscht haben und jetzt ist es soweit.
Mháire: Es ist ein Thema, das uns beiden sehr liegt. Wir mögen beide kosmischen Horror,
Mháire: wir mögen beide gute Monster-Designs und das hier bringt alles davon mit.
Mháire: Und außerdem mögen wir gute Filme, würde ich jetzt mal unterstellen.
Rahel: Ja, wobei das bei Alien durchaus ja auch ein weites Feld ist.
Mháire: Ja, was gut ist und in welchem Genre wir uns bewegen vor allen Dingen.
Rahel: Ich würde sagen, lass uns doch zum Einstieg mal überhaupt einen groben Überblick
Rahel: bieten, was es denn mit Alien überhaupt auf sich hat.
Mháire: Die allermeisten Leute werden damit vertraut sein, weil es schon eines der ikonischsten
Mháire: Monster und dementsprechend auch ein sehr ikonisches Franchise ist.
Mháire: Aber ganz grundlegend ist es Science Fiction mit Horror.
Mháire: Die Menschheit bereist das Weltall, aber vor allen Dingen zu ganz prosagen,
Mháire: schnöden Zwecken Geld zu verdienen und Dinge abzubauen. Es ist kein Star Trek.
Mháire: Und dabei stößt die Menschheit auf eine Spezies, die die Menschen sowohl als
Mháire: essen, als auch eine Möglichkeit zur Fortpflanzung sehen, auf eine parasitäre Art und Weise.
Mháire: Und dann kommen Leute und denken sich, das kann man doch sicher hervorragend
Mháire: benutzen, um daraus irgendeine militärische Sache zu machen.
Rahel: Du hast das jetzt sehr treffend und in sehr knappen Worten zusammengefasst.
Rahel: Das, was du gerade beschrieben hast, ist allerdings ein Franchise,
Rahel: das aus sieben Filmen, zahlreichen Romanen, noch viel mehr Comics und über 30
Rahel: Videospielen besteht. Ja.
Rahel: Und wenn man ganz ehrlich ist, ist vieles davon eine Abwandlung von dem,
Rahel: was du gerade beschrieben hast. Also es sind nicht immer die gleichen Arten
Rahel: von Aliens, die wir sehen. Oft haben sie aber erkennbare Verwandtschaften.
Rahel: Wir haben auch nicht immer die gleichen bösen Konzerne, aber meistens doch die gleichen Keyplayer.
Rahel: Das heißt unterm Strich, es geht darum, die Menschen sind im Weltraum,
Rahel: niemand ist so richtig freiwillig da.
Rahel: Aber irgendwelche Konzerne möchten Geld daraus schlagen. Und dann gibt es noch
Rahel: die Xenomorphen, die ja potenziell sehr geldergiebig sein könnten.
Rahel: Das Kernsetting davon ist eigentlich immer der Weltraum im 22.
Rahel: Jahrhundert. Mit ein paar Ausreißern, sowohl in frühere Zeiten als auch in deutlich spätere Zeiten.
Mháire: Das ist vergleichsweise nah an unserer Jetzt-Zeit dran. Das heißt,
Mháire: wir bewegen uns hier in keiner sehr futuristischen Science-Fiction,
Mháire: auch keiner Far-Future-Science-Fiction mit Technik, die schon wieder wie Magie erscheinen kann.
Mháire: Es ist alles, obwohl wir im Weltall sind, down to earth.
Rahel: Elvin hat, wenn man sich das genauer betrachtet, ein paar Alleinstellungsmerkmale.
Rahel: Nämlich einmal, dass es so ein riesiges Franchise geworden ist.
Rahel: Also der ursprüngliche Alienfilm ist von 1979. Seitdem ist da aber eben so einiges
Rahel: hinzugekommen und das ist wirklich eine Reihe, die nie wirklich geruht hat,
Rahel: sondern wo immer zumindest im Hintergrund irgendwas dran gewerkelt wurde.
Rahel: Eine weitere Besonderheit ist es, dass es eine transmediale Story ist.
Rahel: Das heißt, dass die einzelnen Beiträge sich häufig ergänzen.
Rahel: Das gilt jetzt nicht für alle, aber es gibt nicht nur die sieben Filme,
Rahel: die aufeinander aufbauen oder sich ergänzen, sondern dann werden mal erzählerische
Rahel: Lücken dazwischen von einem Roman gefüllt.
Rahel: Oder wir haben Videospiele wie beispielsweise Alien Isolation,
Rahel: wo auf einmal die Geschichte von einem Charakter erwähnt wird oder erzählt wird,
Rahel: der in den Filmen nur nebensächlich erwähnt wird.
Rahel: Also wer wirklich diese komplette Alien-Story kennen möchte,
Rahel: muss sich theoretisch durch alle Alien-Medien durchfühlen.
Mháire: Das ist richtig. Aber man kann sie auch sich teilweise einzeln rauspicken.
Mháire: Und ich denke, dass wenn man Alien Isolation zum Beispiel spielt,
Mháire: man nicht die gesamte Grundkenntnis braucht von diesem weiten Universum,
Mháire: um dieses eine Spiel zu genießen.
Mháire: Das macht es auch spannend insofern, als dass die meisten transmedialen Universen
Mháire: oder IPs irgendwann in einem Punkt ankommen, wo man nicht mehr verstehen kann,
Mháire: was passiert, wenn man nicht irgendwie alle Bestandteile davon sich schon zu Gemüte geführt hat.
Rahel: Das stimmt. Das macht Alien deutlich geschickter. Das bringt mich auch schon
Rahel: so ein bisschen zum dritten Alleinstellungsmerkmal, nämlich wie einflussreich
Rahel: das auf die Popkultur geworden ist in diesen, jetzt bin ich schlecht in Mathe, 50? Mehr als 50?
Mháire: 47.
Rahel: In diesen fast 50 Jahren. Und deswegen habe ich Literatur studiert.
Mháire: Aber das sind auch nicht ganz 50 Jahre, behalten wir einfach das bei,
Mháire: in denen haufenweise Leute Alien nicht nur kopiert haben, sondern auch davon inspiriert wurden.
Mháire: Also es ist erstens ein Film, der, wenn man sich so für B-Movie und Schlock
Mháire: interessiert, eine Unmenge an ungemein unterhaltsamen Kopien nach sich gezogen hat.
Mháire: Sowohl Alien als auch Aliens, der zweite Teil.
Mháire: Und gleichzeitig, denke ich, mit ein Genre begründet hat, nämlich den etwas
Mháire: grungy Weltraumhorror.
Mháire: Das ist etwas, was dann überhaupt die Voraussetzung dafür war,
Mháire: dass ganz andere, auch Computerspiel-Franchises oder Videospiel-Franchises,
Mháire: überhaupt erst so entstehen konnten. Und das hat es getan, weil es einfach, ich sag mal, gut ist.
Mháire: Und wie dieser Lightning-in-a-Bottle-Effekt zusammenkam, darüber werden wir
Mháire: zum Ende dieses Podcasts reden. Es ist nämlich auch einfach sehr spannend,
Mháire: wie es überhaupt zu diesem ikonischen Zusammenwirken kam.
Rahel: Ja, denn man muss ja auch kurioserweise sagen, es gibt bisher keine Stay Forever-Besprechung
Rahel: zu irgendeinem der Alien-Spiele, obwohl es so viele sind.
Rahel: Aber wenn man sich dann anschaut, wie viele Spiele sind beispielsweise einfach
Rahel: nur durch dieses Franchise und vor allen Dingen dieses Weltgefühl,
Rahel: dieses World-Feeling, was du eben beschrieben hast, diese Grunginess beeinflusst,
Rahel: oder auch das Monster-Design.
Rahel: Auf einmal findet man dann ganz schön viele Videospiele, wo eben diese Alien-DNA drinsteckt.
Mháire: Und wir werden auch noch über ein paar Dinge sprechen, da freue ich mich immer drüber, dass wir
Mháire: da dann auch am Ende immer das Steckenpferd rausholen, beziehungsweise,
Mháire: dass du da auch Wert drauf legst, mit deinem Hintergrund, dass wir eben auch
Mháire: über die Themen reden und darüber, was es über Gesellschaft und dergleichen aussagt.
Mháire: Denn das tut es, auch wenn es vielleicht gar nicht absichtlich war,
Mháire: es hat eines der ikonischsten Monster überhaupt, nämlich Weyland Yutani. Ja, ja.
Mháire: Also das wahre Böse ist gar nicht die Kreatur, sondern die Welt,
Mháire: in der sie sich bewegt. Und das finde ich ist auch etwas sehr Spannendes,
Mháire: dass das fest in die DNS, diese Settings hineingebacken ist und das gar nicht
Mháire: aufdringlich macht tatsächlich.
Rahel: Wir haben jetzt ja schon so die ersten Begriffe um uns geschmissen,
Rahel: wie Weyland-Yutani. Und ich glaube, das Wort Xenomorph ist auch schon gefallen.
Rahel: Ich würde sagen, sollen wir mal das Weltall bereisen?
Mháire: Lass uns mal das Weltall bereisen. Die Weiten des Raums und der Zeit.
Mháire: Wie gesagt, das ist ja ein eher in der Nahen Zukunft angesiedeltes Setting.
Mháire: Jetzt fast 50 Jahre näher als zu dem Zeitpunkt, als man damit angefangen hat.
Mháire: Das heißt, für mich stellt sich immer die Frage, wie kam überhaupt die Menschheit zu den Sternen?
Mháire: Deswegen wäre mein Vorschlag, wir arbeiten uns ein bisschen vor,
Mháire: wie hat sich das Universum entwickelt kanonisch?
Mháire: Und dann gehen wir dazu, wie sieht es aus? Und dann können wir die Story weiterschreiben.
Mháire: Dieser Break ist vielleicht kurios, aber ich glaube, der könnte ganz gut funktionieren.
Mháire: Dementsprechend können wir einmal anfangen, indem wir sagen,
Mháire: wann spielen überhaupt die Medien, von denen wir hier reden,
Mháire: beziehungsweise das Franchise.
Mháire: Der erste Alien-Film, der 1979 in unserer realen Zeitrechnung erschien, der spielt 21-22.
Rahel: Das wird gleich auch unser Schlüsseldatum, wo wir eben in der Reihenfolge,
Rahel: wie du es gerade erwähnt hast, einen Cut machen. Das heißt, wir werden erstmal
Rahel: die Historie bis 2021 erzählen.
Rahel: Die Filme, die danach erst mal kommen, die ersten vier Filme,
Rahel: die spielen alle nach diesem Datum. Beispielsweise Aliens spielt 37 Jahre später.
Rahel: Und das geht dann hin bis zu Alien Resurrection, der auf einmal sogar sehr weit
Rahel: in der Zukunft spielt. Das ist einer von diesen, wenn man sich die Chronologie
Rahel: anschaut, von diesen Randgebieten, die ich eben erwähnt hatte.
Rahel: Der spielt im 24. Jahrhundert, also 2381. Und davon geht es dann aber auf einmal
Rahel: wieder zurück in die, in Anführungszeichen, Vergangenheit mit Prometheus, dem Film von 2012,
Rahel: der bis dato der früheste Eintrag in der Alien-Chronologie ist. Der spielt 2091.
Rahel: Das ist ein sehr breites Feld, was sich da auftut. Das heißt aber auch,
Rahel: dass wir die Veröffentlichungsdaten von den Filmen oder Romanen oder von den
Rahel: Spielen immer getrennt betrachten müssen von der Chronologie der erzählten Zeit.
Rahel: Die bewegen sich nicht in die gleiche Richtung, sondern in der erzählten Zeit
Rahel: springen wir vor und zurück und dann geht es in eine Lücke zwischen zwei Filmen
Rahel: oder es geht auf einmal sehr weit in die Zukunft.
Rahel: Bis dato der weiteste Eintrag, den ich gefunden habe, das war auch wieder ein
Rahel: Roman, der kurioserweise im Deutschen, wenn ich das richtig sehe,
Rahel: unter zwei Titeln veröffentlicht wurde von 2015.
Rahel: Nämlich entweder unter dem Titel Jenseits der Sterne oder als Hörbuch als Wüste
Rahel: des Grauens. Und der spielt 2496, also Ende des 25. Jahrhunderts.
Rahel: Was, das will ich schon mal spoilern, übrigens nicht anders aussieht als das
Rahel: 22. Jahrhundert von Alien.
Mháire: Ja, sobald gewisse Technologien da sind, friert die Entwicklung ein bisschen
Mháire: ein, beziehungsweise macht sogar fast wieder Rückschritte.
Mháire: Aber gehen wir das mal eben durch. Wie kommen wir überhaupt in diese Situation,
Mháire: dass Menschen im Weltall sind und dort auf Aliens stoßen können?
Mháire: Da müssen wir einmal in eine nicht wirklich klar benannte Vergangenheit zurück.
Mháire: Das ganze Setting geht davon aus, dass die menschliche Evolution nicht ganz
Mháire: natürlich verlaufen ist, sondern dass sich da eine Spezies eingemischt hat,
Mháire: die wir dann später auch kennenlernen als die Konstrukteure.
Mháire: Die kommen dann nachher noch in dem Kapitel zu, was gibt es dort draußen überhaupt außer Menschen.
Mháire: Aber kurz gesagt, die manipulieren an dem Leben auf anderen Planeten herum auf
Mháire: der Suche nach, ja was genau, das finden wir vielleicht noch raus.
Mháire: Also die Menschen sind nicht ganz von alleine entstanden, aber dann passiert
Mháire: die menschliche Geschichte, so wie wir sie kennen, bis 2012.
Mháire: Das liegt für uns jetzt schon in der Vergangenheit, aber wir müssen das jetzt
Mháire: einfach so akzeptieren, so wie bei Shadowrun.
Rahel: 2012 gründet nämlich Peter Weyland seine Firma Weyland Industries.
Rahel: Der hat zu diesem Zeitpunkt schon einige Patente unter dem Gürtel und da wundert
Rahel: es auch nicht, dass sich Weyland Industries innerhalb kürzester Zeit zu einem
Rahel: Großkonzern entwickelt, der dann in den darauffolgenden Jahrzehnten die Raumfahrt
Rahel: eigentlich revolutioniert.
Mháire: Ja, die entwickeln im Grunde alles, was man dafür braucht. Den Überlichtantrieb,
Mháire: sie entwickeln die Technologie für Terraforming, sie entwickeln den Hyperschlaf
Mháire: oder Kryoschlaf, dass Menschen also jahrelang bewusstlos, ohne dass sie wirklich
Mháire: altern und ohne dass sie zu Schaden kommen, eingefroren dösen können.
Mháire: Und sie entwickeln verschiedene Formen von künstlicher Intelligenz,
Mháire: sowohl die von Mainframes auf Schiffen oder in Stationen, als auch die von rumlaufenden
Mháire: Androiden von künstlichen Lebewesen.
Mháire: Und da ist quasi alleine alles geregelt, wie man zu fernen Sternen kommen kann und auch wieder zurück.
Rahel: Das nutzt die Menschheit dann auch schon ab den 2030er Jahren.
Rahel: Da wird der Erdmond Luna, also sprich unser Mond, terraformiert.
Rahel: Das erste Überlichtraumschiff verlässt die Erde. Wir kriegen Siedlungen auf
Rahel: dem Mars und dem Titanen.
Rahel: Und es wird auch sogar schon der erste extrasolare Planet terraformiert.
Rahel: Da haben wir wirklich dann den Startschuss für die Kolonisation des Weltraums
Rahel: in seiner Tiefe und Weite durch mehrere Konzerne.
Rahel: Das heißt, schon ab den 2030ern haben wir natürlich auch andere von diesen großen
Rahel: Konzernen, die so langsam auf der Bühne erscheinen und die dann auch das Rennen
Rahel: um das lukrative Geschäft im Weltraum beginnen.
Mháire: Einer der großen anderen Namen ist Yutani. Also wir haben Wayland,
Mháire: britisch, englischsprachig und wir haben Yutani, eine japanische Firma,
Mháire: die da beide vorne an der Spitze sind und auch wirklich im Wettrennen.
Mháire: Das wird mehr oder weniger dargestellt, als wären sie so durchaus auch gegeneinander
Mháire: mit Corporate Espionage und so etwas.
Mháire: Je nachdem, welche von den Medien als kanonisch gelten und welche nicht.
Rahel: In den 2040ern passiert etwas, das erstmal ganz gewöhnlich und unauffällig wirkt.
Rahel: Nämlich wird im tief entfernten Weltraum ein Mond kartografiert,
Rahel: von dem schwache Notsignale empfangen werden. Und dieser Mond erhält die Bezeichnung LV 426.
Mháire: Mysteriös. Da sollte ja eigentlich noch keiner sein.
Rahel: Da kommen wir auch später noch drauf zu sprechen.
Mháire: Dann, in den 2080ern ändert sich die gesamte, sag ich, politische Sphäre mit
Mháire: einem relativ großen Schritt. Das ist etwas, was sich ohnehin schon entwickelt hat.
Mháire: Die Corporations, große Firmen werden immer mächtiger und dafür schließen sich
Mháire: dann Staatengruppen zusammen.
Mháire: Und in den 2080ern bildet sich das sogenannte Three World Empire,
Mháire: führend mit Großbritannien und Japan als zwei große Mächte, aber nicht nur.
Mháire: Und die wiederum sind sehr eng verbandelt mit Weyland und Yutani.
Mháire: Also politische Macht und wirtschaftliche Macht gehen da Hand in Hand.
Mháire: Nicht als wäre das nicht heute hier auch so, nur da ist es sehr viel offener.
Rahel: Genau.
Rahel: Also inklusive davon, dass, ich glaube, Wayland ist es, die beim Drei-Welten-Imperium
Rahel: einen Platz im Parlament haben.
Mháire: Ja, die dürfen wirklich mitbestimmen.
Rahel: Bis dahin ist also eigentlich die technologische, gesellschaftliche und auch
Rahel: eben politische Grundlage für das geschaffen, was wir dann später als die typische
Rahel: Alien-Geschichte kennenlernen werden.
Rahel: Und deswegen wundert es auch nicht, dass wir ab hier dann jetzt den ersten Filmeintrag hätten.
Rahel: Nämlich jetzt käme in der Chronologie Prometheus, der Film, der ja im Jahre
Rahel: 2091 spielt, beziehungsweise spielt streng genommen über drei Jahre hinweg.
Rahel: Also sagen wir mal von 2091 bis 2093.
Mháire: Das braucht halt eine Weile, so ein Schiff. Selbst wenn es die namensgebende
Mháire: Prometheus ist, die ein sehr nobles und sehr schnelles und sehr tolles Schiff ist.
Mháire: Aber trotzdem, die bricht auf, auf der Spur von mehreren Nachrichten bzw.
Mháire: Sternenkarten, die auf der Welt verteilt gefunden wurden.
Mháire: So ein bisschen im Rahmen der Ancient Aliens-These, die ja auch in etwas verschwörungstheoretisch
Mháire: angehauchten Kreisen unterwegs ist in unserer realen Welt.
Mháire: Und das kann man offensichtlich klar genug lesen, um damit dann aufzubrechen
Mháire: und sehr spontan dafür eine Crew zusammenzustellen, die in den Hyperschlaf gelegt
Mháire: wird und rausfinden soll, Wo kommen die Nachrichten her? Wo führen die Koordinaten hin?
Mháire: Leider kommt die Prometheus nie wieder zurück zur Erde.
Rahel: Ab hier passiert jetzt im Alien-Storytelling etwas, was uns fortan begleiten
Rahel: wird. Nämlich es gibt jetzt immer eine offizielle und eine inoffizielle Story
Rahel: von dem, was passiert ist.
Rahel: Offiziell, wie du eben schon erzählt hast, die Prometheus bricht auf und sie verschwindet spurlos.
Rahel: Das ist deswegen ein Problem, weil an Bord auch Peter Whelan selbst war,
Rahel: also der Firmenchef höchstpersönlich und auch seine Firmennachfolgerin Meredith Vickers.
Rahel: Das heißt, der Konzern gerät nach dem Verschwinden der Prometheus in eine Krise.
Rahel: Und das ist es, was dann die Fusion mit Yutani auslöst.
Rahel: Das heißt, erst nach dem Verschwinden der Prometheus haben wir diesen noch viel
Rahel: größeren Konzern Weyland-Yutani.
Mháire: Building Better Worlds ist ihr Slogan.
Rahel: Building Better Worlds, genau.
Rahel: Was wirklich passiert ist, ist, dass die Prometheus zu diesem Planeten hingetuckert
Rahel: ist, wo all die Sternenkarten hingedeutet haben. Das ist der Planet LV233.
Rahel: Und sie haben da die Ruine eines Schiffs gefunden, so ein hufeisenförmiges, großes Schiff.
Rahel: Darin finden sie ein bisschen Technologie und vor allem aber Leichen von diesen
Rahel: Konstrukteuren, die du ja eben schon erwähnt hast.
Rahel: Zusammen mit Ohnen, wo so ein schwarzer Schleim drin ist. Der wird später auch
Rahel: bekannt als Prometheus-Feuer.
Rahel: Und dieser Schleim ist eine tödliche Substanz. Wer damit in Berührung kommt,
Rahel: durchläuft auf einmal so merkwürdige Mutationen.
Rahel: Es stellt sich heraus, mit dem Schleim wollten die Konstrukteure die Menschheit
Rahel: scheinbar wieder auslöschen.
Rahel: Das heißt, es ist eine Biowaffe, aber durch den Kontakt mit dem Schleim entstehen
Rahel: dann schon auf LV-233 ganz viele hybride Kreaturen.
Rahel: Und am Ende überleben nur zwei Leute von der Prometheus-Besatzung,
Rahel: nämlich einmal die Wissenschaftlerin Elisabeth Shaw und der durchaus zwielichtige Androide David.
Mháire: David, ein bisschen das Kind von Peter Weyland, aber das ungeliebte Kind von
Mháire: Peter Weyland. Da ist auch ganz viel von dem, die Kreatur, die ich geschaffen
Mháire: habe, die ist mir nicht gut genug.
Mháire: Sehr klassischer Frankenstein-Moment mit der Erschaffung eines Wesens,
Mháire: aber dann nicht dem Wunsch, es als das zu akzeptieren, was es ist.
Mháire: Hätte man vielleicht mal drüber nachdenken sollen, aber das ist generell das
Mháire: Thema von Prometheus. Die Leute hätten mal ein bisschen drüber nachdenken sollen, was sie tun.
Rahel: Da fällt mir ein, da wir jetzt ja schon so tief drin sind, Und wir sollten auch
Rahel: kurz darauf hinweisen, dass wir durchaus auch über die Story von neueren Alien-Filmen
Rahel: und Serien sprechen werden. Also es gibt schon den einen oder anderen Spoiler.
Rahel: Auch nicht nur zu einem Film, der fast 50 Jahre alt ist.
Rahel: Das sind keine Spoiler mehr. Das ist popkulturelles Wissen. Aber ob jetzt alle
Rahel: auch Alien Romulus gesehen haben, sei mal dahingestellt.
Mháire: Oder Alien Earth.
Rahel: Oder Alien Earth, genau.
Rahel: Was jedenfalls passiert, das passiert allerdings offscreen, das erfahren wir
Rahel: erst später, ist, dass David und Elizabeth Shaw LV233 wieder verlassen auf einem
Rahel: Raumschiff der Konstrukteure.
Rahel: Und sie fliegen damit zu einem anderen Planeten, da wo sie wissen,
Rahel: da gibt es noch mehr Konstrukteure.
Rahel: Das ist Planet 4 und dieser Planet wird durch die Ankunft von diesem Schiff
Rahel: mit Elizabeth und David zerstört, zumindest das Leben darauf.
Rahel: Warum, erklären wir später.
Mháire: Wir müssen einmal kurz noch zurück zur Erde schauen, nämlich da wird am Anfang
Mháire: des 22. Jahrhundert der Trend vorgesetzt, dass sich Megastaaten bilden,
Mháire: Nord, Süd und Mittelamerika verschmelzen zu den Vereinigten Amerikas.
Mháire: Sie hätten auch einfach Amerika sagen können.
Rahel: Ich glaube, da hätten die Kanadier was dagegen gehabt.
Mháire: Stimmt, die sind nicht dabei, du hast recht. Fast ganz Amerika.
Mháire: Und die sind auch diejenigen, die ein bisschen militaristischer drauf sind. Das sind die Hurra.
Mháire: Und wir haben hier unsere Marines und unsere Kampfschiffe, während das Three
Mháire: World Empire schon vor allen Dingen eine Handels- und Technologienation ist.
Mháire: Also die haben so unterschiedliche Geschmäcker, diese Riesenstaaten, die da entstehen.
Rahel: Kurz nachdem sich die Vereinigten Amerikas gebildet haben, verlässt im Jahre
Rahel: 2104 das Kolonieschiff Covenant die Erde.
Rahel: An Bord sind mehrere tausend Kolonisten oder Embryos, die eigentlich zum Planeten
Rahel: Origai Six wollen. Da wollen sie ursprünglich hin.
Rahel: Was offiziell mit dem Schiff passiert oder was kommuniziert wird,
Rahel: was mit dem Schiff passiert ist, erfahren wir tatsächlich nie.
Rahel: Wir wissen aus dem Film Alien Romulus, dass Origai 6 irgendwann besiedelt wird.
Rahel: Wir erfahren aber nie durch wen.
Rahel: Vermutlich war es nämlich nicht die
Rahel: Covenant, denn jetzt kommt wieder der inoffizielle Teil der Geschichte,
Rahel: Die Covenant legt ungeplanten Stopp auf einem scheinbar sehr lebensfreundlichen
Rahel: Planeten, nämlich Planet 4, ein.
Rahel: Da finden Sie den ehemaligen Wayland-Androiden David und Überreste vom schwarzen
Rahel: Schleim, der ja schon im Film Prometheus nicht gerade gesund war.
Rahel: Und wie sich herausstellt, hat eben genau dieser Schleim unter der Aufsicht
Rahel: von David, der viele Experimente durchgeführt hat, das Leben auf dem kompletten Planeten ausgelöscht.
Rahel: Und David freut sich jetzt aber, dass er neues Material zum Experimentieren hat.
Rahel: Und das ist auch der Kontext, in dem zum ersten Mal ein Xenomorph erschaffen wird.
Rahel: Das heißt, die Aliens, die so ikonisch sind für die Alienreihe,
Rahel: sind eigentlich ein genetisches Experiment, keine natürlich entstandene Spezies.
Mháire: Wir werden ja später noch mehr darüber reden, wenn es um die Xenomorphe,
Mháire: die Aliens an sich geht, wo genau die herkommen, was verschiedene Formen es davon gibt.
Mháire: Aber tatsächlich haben alle gemeint, dass sie irgendwann in irgendeiner Form
Mháire: künstlich erschaffen wurden.
Mháire: Und dass eine Art Urform schon lange nicht mehr existiert. Aber das ist sehr
Mháire: spannend und da muss man tatsächlich relativ tief in das Material reingehen.
Mháire: Aber wenn man auf dieser Ebene das Ganze betrachtet, sind die Xenomorphen,
Mháire: so wie wir sie kennen, eine Erschaffung von einem schlecht erzogenen Androiden.
Rahel: Ich bin versucht, aber ich glaube, das schneiden wir später raus,
Rahel: hinzuzufügen, von einem schlecht erzogenen männlichen Androiden.
Mháire: Er hat schon Daddy-Komplex, ne?
Rahel: Absolut.
Mháire: Ja, oder ich erinnere mich, wie irgendjemand den Film zusammenfasst,
Mháire: möglicherweise sogar ich. Und dann bringt er sich selber Flötespielen bei.
Mháire: Ein interessanter Film. Wir bekommen kurz darauf auf der Erde jetzt die dritte
Mháire: große Staaten-Bohai-Sache, nämlich die Union der fortschrittlichen Völker oder
Mháire: Union of Progressive Peoples, die UPP.
Mháire: Die gründet sich aus China und Russland und noch ein bisschen was anderem.
Mháire: Und das ist wieder eine Reaktion eben auf Reward Empire und die United Americas.
Mháire: Und wir haben wieder ähnliche Blöcke, wie wir es aus dem Kalten Krieg kennen,
Mháire: nämlich Sowjetunion und China versus Amerika versus Großbritannien,
Mháire: Europa und die Tigerstaaten Süd- und Ostasiens.
Mháire: Also eigentlich im Grunde ein heute schon wieder verschwundenes politisches
Mháire: Profil, das in die Zukunft wieder neu projiziert wird.
Mháire: Und die UPP, das sind auch so die Scrappy-Leute, das sind die,
Mháire: die lieber in Kommunen zusammenleben und die auch alte und kaputte Technologie
Mháire: lange am Laufen erhalten. Also da sind auch Klischees aus diesem Setting übernommen worden.
Rahel: Wir kommen jetzt ins Jahr 2120 und damit auch zum neuesten Beitrag im Alien-Franchise,
Rahel: nämlich der Serie Alien Earth.
Rahel: Die allerdings streng genommen kein Kanon ist, ähnlich wie auch die,
Rahel: und jetzt muss ich alle Leute enttäuschen, Alien-Versus-Predator-Filme.
Rahel: Ich gehe trotzdem mal kurz darauf ein, was passiert, weil es uns mal ein Bild
Rahel: davon gibt, was eigentlich wirklich auf der Erde passiert. Wie sieht es da aus,
Rahel: während draußen im Weltall Leute rumtuckern und Xenomoffen treffen?
Rahel: Das Forschungsschiff USCSS Maginot stürzt auf die Erde ab. Von Weyland-Yutani.
Rahel: Da sind beide Firmen schon zusammengeschlossen eigentlich, auch wenn man das
Rahel: in der Serie hauptsächlich Yutani-Seite sieht.
Rahel: Und es beginnt darauf, ein Wettlauf der Megakonzerne, wer die Ware darin behalten
Rahel: darf. Denn an Bord waren verschiedene Alien-Spezies, insgesamt fünf verschiedene.
Rahel: Und auf der Erde gibt es aber natürlich auch einen Haufen Megakonzerne, abgesehen von Yutani.
Rahel: Und die beanspruchen jetzt insbesondere die Firma Prodigy, dieses abgestürzte
Rahel: Schiff für sich und damit eben auch die Forschung an diesen potenziellen Biowaffen.
Mháire: Was wir da auch sehen können, ist vor allen Dingen, wie diese Konzerne agieren.
Mháire: Und dass die Lebensqualität auf der Erde sehr unterschiedlich sein kann,
Mháire: je nachdem in welcher Einkommensklasse, sag ich mal, man lebt.
Mháire: Aber dass es eben auch einfach so Dinge gibt wie extraterritoriales Gebiet,
Mháire: das einem Konzern gehört.
Mháire: Also Prodigy hat Anspruch oder versucht Anspruch zu erheben auf den Inhalt dieses
Mháire: Schiffes, weil das Schiff in einer Stadt abgestürzt ist, die Prodigy gehört.
Mháire: Die gehört keinem Staat, keinem Staatenkonglomerat, sondern diesem Konzern.
Mháire: Es ist also schon sehr 80s-Cyberpunk durchaus.
Rahel: Man sieht in der Serie auch an einer Stelle eine Weltkarte, also im Sinne von
Rahel: Karte der Erde, jetzt nicht vom Weltraum.
Rahel: Eine Karte der Erde, wo man ganz genau sieht, wie die Kontinente auf insgesamt
Rahel: fünf Konzerne aufgeteilt wurden. Weil mehr sind es nicht. Es sind die fünf großen
Rahel: Konzerne und denen gehört buchstäblich die Welt.
Mháire: Yay!
Rahel: Das sind doch super Aussichten.
Mháire: Das sind wunderbare Aussichten. Aber damit sind wir jetzt kurz
Mháire: vor dem In-World-Datum von Alien und deswegen lass uns doch mal darauf schauen,
Mháire: wenn wir jetzt schon die Erdkarte haben und die ist aufgeteilt unter Konzernen
Mháire: und drei großen Staatenkonglomeraten, die aber so eng mit den Konzernen verbandelt
Mháire: sind, dass es quasi, naja, Personalunion ist.
Mháire: Wie die Weltkarte außerhalb der Erde aussieht. Denn die lässt sich reichlich
Mháire: Ressourcen zuführen von anderen Planeten und hat Kolonien gegründet.
Mháire: Und da haben wir naheliegenderweise einen zentralen Bereich, die Kernsysteme.
Mháire: Das ist alles, was in der Nähe der Erde existiert. Das sind auch alles Kolonien,
Mháire: die sehr früh gegründet wurden. Terraforming braucht seine Zeit in dieser Welt.
Mháire: Und dementsprechend, das sind Planeten, die diese Zeit schon hatten,
Mháire: um sich gut zu entwickeln.
Mháire: Das heißt, dort leben die Leute verhältnismäßig gut.
Rahel: Um diese Kernsysteme legt sich der sogenannte äußere Schleier.
Rahel: Das ist also quasi ringförmig, eine Reihe an Planeten und auch Monden,
Rahel: die ursprünglich mal ressourcenreich waren, die dann ab den 2080ern terraformiert
Rahel: wurden, besiedelt wurden und inzwischen eben auch ausgebeutet sind.
Rahel: Das heißt, das sind einst schöne Planeten, die jetzt eher unbewohnbar sind.
Rahel: Und einen dieser Planeten lernen wir sogar in den Alien-Filmen genauer kennen,
Rahel: nämlich ist das Fiorina 161, auch bekannt als Fury 161.
Rahel: Ein karger, eiskalter Planet, wo sich die verlauste Hochsicherheitsstrafkolonie
Rahel: für sogenannte Doppel-Y-Häftlinge befindet.
Rahel: Das ist eine real existierende und in der Regel unauffällige genetische Mutation, das XY-Syndrom.
Rahel: In Alien sind aber diese Doppel-Y-Häftlinge alle extrem aggressiv.
Mháire: Das beruht auf einer Fehlannahme, die durchaus in unserer Realität auch eine
Mháire: Weile vorherrschte dazu.
Mháire: Inzwischen wissen wir es besser, der Film nicht.
Mháire: Das ist aber, wie du schon sagtest, eine Zone, in der es den Leuten nicht so gut geht.
Mháire: Die Industrie und Terraforming und dergleichen sind weitergezogen.
Mháire: Da sind viele Kolonien, die niemanden mehr interessieren und kaum jemand vorbeikommt,
Mháire: die halt versuchen irgendwie noch ein bisschen was aus den erschöpften Minen
Mháire: heraus zu krabbeln oder die Leute versuchen von dort wegzukommen.
Rahel: Wenn du es so beschreibst, hört es sich ein bisschen an wie Alabama.
Mháire: Ja, es ist ein ähnliches Rust Belt Phänomen. Es wird nicht mehr gebraucht,
Mháire: die Ressourcen, die man da hat, werden nicht mehr gebraucht.
Mháire: Oder wie die Kohleregionen in Wales, im Port in den Appalachen.
Mháire: Es ist sehr nah immer wieder von den Themen her an die Realität des Endes des
Mháire: 20. Jahrhunderts, eben auch mit dem, dass die Industrie irgendwann weiterzieht
Mháire: und nur Narben hinterlässt und Leute, die keine Jobs mehr haben.
Mháire: Nur, dass sie in diesem Fall nicht in Alabama leben, sondern 30 Lichtjahre entfernen.
Rahel: Um den äußeren Schleier legt sich noch mal ein Ring und der hat den faszinierenden Namen Äußerer Rand.
Mháire: Ja, es gibt in so vielen Galaxien einen äußeren Rand. Es ist einfach naheliegend.
Rahel: Der ist natürlich auch nicht der Rand, um das schon mal vorwegzunehmen.
Rahel: Der äußere Rand enthält einige ressourcenreiche Planeten.
Rahel: Die sind sogar ohne aufwendiges Terraforming bewohnbar. Das heißt,
Rahel: da hat sich dann noch mal für viele Konzerne so eine lukrative Geldquelle aufgetan.
Mháire: Hier sind ein paar wichtige Planeten, einfach von denen Ressourcen zur Erde geschickt werden.
Mháire: Du sagtest ja schon, der äußere Rand ist nicht der Rand der Galaxie.
Mháire: Es ist erst mal der Rand einer Phase der Kolonisierung.
Mháire: Und dann gibt es darüber hinaus den Grenzraum. Hier sind wir jetzt in dem Bereich,
Mháire: wo die Kontrolle sowohl durch Staatenkonglomerate als auch durch die großen Konzerne ausfasert.
Mháire: Wir sind ja in einem dreidimensionalen Raum. Es wird immer mehr Gebiet,
Mháire: das schwer zu kontrollieren ist und immer längere Zeit, die es dauert,
Mháire: dass Nachrichten hin und her geschickt werden können.
Mháire: Und hier gibt es eine Handvoll von terraformierten Kolonien,
Mháire: die durchaus auch mal die Besitzer wechseln können.
Mháire: Und das kann auch manchmal passieren, ohne dass die Leute auf der Kolonie das
Mháire: erfahren, während es schon auf der Erde festgelegt worden ist.
Rahel: Es gibt in diesem Grenzraum einige relevante Orte für die Alien-Story.
Rahel: Allen voran Orte, die irgendwie mit dem Doppelsternensystem Ceteretikuli zusammenhängen.
Rahel: Was übrigens auch das Doppelsternensystem ist, wo in den meisten Alien-Entführungen
Rahel: Geschichten die grünen oder grauen Männchen herkommen.
Mháire: Ernsthaft?
Rahel: Ja.
Mháire: Oh, wow. Das ist eine Information, die ich bisher noch nicht hatte.
Mháire: Das ist kein Zufall, oder? Das hat jemand tatsächlich sich dann rausgesucht.
Rahel: Ich glaube auch, dass das Absicht ist. Und ich war auch sehr überrascht, das festzustellen.
Rahel: Aber im Alien-Universum gehört zu diesem Doppelstern-System beispielsweise der
Rahel: eben erwähnte Planet LV 426, der später auch den Namen Acheron erhält.
Rahel: Das ist ein trostloser, steiniger und dunkler Mond,
Rahel: Der wurde eben schon in den 2040ern entdeckt, aber erst 2122 betreten Menschen diesen Mond.
Rahel: Das ist nämlich die Geschichte vom Film Alien.
Rahel: Und es dauert dann aber noch mal einige Jahre mehr, bis der Mond kolonisiert wird.
Rahel: Weil was in der Zwischenzeit passiert ist, ist, dass die Besatzung der Nostromo
Rahel: Alien-Eier auf Acheron gefunden hat.
Rahel: Und auch die Spuren einer weiteren Spezies. Also spätestens ab da wissen eigentlich
Rahel: die Menschen, aha, es gibt noch Wesen außer uns. Vielen Dank.
Rahel: Weyland-Yutani findet das natürlich sehr spannend und beschließt deswegen auch
Rahel: kurz nach diesem Fund durch die Nostromo, der ja eigentlich katastrophal endet,
Rahel: stört den Konzern nicht.
Rahel: Deswegen wird eben die Besiedlung des Mondes beschlossen.
Mháire: In derselben Ecke befindet sich der von uns ja schon erwähnte LV223,
Mháire: nämlich der Ort, zu dem die Prometheus geflogen ist und dort ebenfalls keine guten Dinge erlebt hat.
Rahel: Es befindet sich auch in Ceter Reticuli der Gasriese KG 348,
Rahel: um den die Sevastopol-Station der Firma Siegsen kreist.
Rahel: Die Sevastopol-Station sieht man im Spiel Alien Isolation.
Rahel: Und auch die stürzt irgendwann aus mysteriösen Gründen auf den Gasriesen ab.
Rahel: Und ich bin mir sicher, das hat überhaupt nichts mit Aliens zu tun.
Mháire: Nein, auf keinen Fall. Und wir haben auch noch L4178, die sind alle so großartig
Mháire: benannt, aber das ist ja realistisch. Die meisten Dinge, die auch in unserer
Mháire: Realität irgendwo da draußen unterwegs sind, haben einfach nur eine Liste von Buchstaben und Zahlen.
Mháire: New Galveston wird es aber auch genannt. Und das ist ein bewohnbarer oder zumindest
Mháire: terraformierbarer Himmelskörper,
Mháire: der von Weyland-Yutani kolonisiert wird, obwohl sie genau wissen,
Mháire: dass es dort Überbleibsel gibt von den Konstrukteuren und ihren Kreaturen,
Mháire: die sie hinterlassen haben.
Mháire: Nur weil es einmal schief gegangen ist, heißt das ja nicht, dass man nicht aus
Mháire: dem nächsten Fehler irgendwie was Spannendes draus ziehen könnte,
Mháire: indem man Menschen in der Nähe von sowas ansiedelt.
Rahel: Bei New Galveston lohnt sich jetzt so ein bisschen der Blick hinter die Kulissen,
Rahel: weil das ist ein Ort, den lernt man meines Wissens bisher ausschließlich in
Rahel: den Alien-Romanen kennen, vielleicht noch in den Comics.
Rahel: Und das ist eindeutig ein Setting,
Rahel: was geschaffen wurde, um vielleicht mal einen Reboot zu ermöglichen.
Rahel: Denn es ähnelt LV-426 extrem. Also auch da ist es einfach dieser Himmelskörper
Rahel: mit den Alien-Relikten, Bergbaustation. Es ist eigentlich die gleiche Historie,
Rahel: die auch Acheron durchlaufen hat.
Rahel: Nur heißt es hier eben New Galveston. Und vielleicht brauchen wir das irgendwann
Rahel: mal, wenn wir in Anführungszeichen was Neues im Alien-Universum erzählen wollen.
Mháire: Damit haben wir die Teile der Galaxie abgesteckt. die halbwegs definiert sind.
Mháire: Es gibt darüber hinaus einfach noch weitere Teile der Galaxis,
Mháire: in die zwar teilweise Menschen vorgedrungen sind, aber auf die aktuell niemand
Mháire: Anspruch erhebt oder erheben kann.
Mháire: Da sind teilweise auch ganze Kolonisierungsgenerationen gelaufen,
Mháire: die dann abgeschnitten wurden von der Erde
Mháire: und von Nachschub durch teilweise unterschiedliche politische und oder auch
Mháire: stellare Effekte, die einfach dafür gesorgt haben, dass man nicht mehr hinkam.
Mháire: Und da ist es eine sehr durchmischte Lage, je nachdem, wie viel Glück die Leute
Mháire: damit hatten, auf welchen Planeten sie festsaßen, wenn der Kontakt abbrach.
Mháire: Und wie gut das Ganze geteraformt war, dass ich terraformieren ließ.
Mháire: Da liegt zum Beispiel der Planet 4, der eigentlich ein gut belembarer Planet
Mháire: ist, nur dass dann unter anderem David dort auftaucht und anfängt Xenomorphe zu züchten.
Rahel: Da liegt auch der Planet G435. Den sieht man in den Comics und ich glaube vielleicht
Rahel: doch wieder bei Alien vs. Predator.
Rahel: Das ist eine Brutwelt der Xenomorphen. Das heißt, da gibt es nochmal ganz besonders
Rahel: große Exemplare davon, weil die haben sich einfach unkontrolliert hier ausgebreitet.
Rahel: Und das ist so ein Planet, der unter allen Umständen gemieden werden sollte.
Mháire: Kommt nicht in die Nähe, landet auf keinen Fall und wenn etwas landet,
Mháire: darf es auf keinen Fall wieder raus, denn ist dann auf jeden Fall infiziert.
Mháire: Also, das ist die Galaxis, in der wir uns bewegen und in der all diese Dinge
Mháire: passieren. Und jetzt können wir mit Alien wieder einsteigen und schauen,
Mháire: was für unglückliche Dinge darin jetzt auch ablaufen.
Mháire: 2021 gibt es den Kontakt der USCSS Nostromo mit einer außerirdischen Lebensform,
Mháire: die Initialzündung für dieses Franchise.
Rahel: Offiziell verschwindet die Nostromo auf dem Rückweg zur Erde.
Rahel: Sie wollte eigentlich sehr teures, also sehr wertvolles Trimonit transportieren.
Rahel: Das sieht man auch ganz schön im Schiffdesign. Die Nostromo selbst ist ein kleines
Rahel: Schiff, aber da hängen hintendran so riesige Raffinerietürme,
Rahel: dass es eigentlich aussieht wie ein Spukschloss im Weltall.
Mháire: Das stimmt, ja. Es hat sowas von einer Burg mit vier Türmen.
Rahel: Dieses gesamte Ding verschwindet spurlos. Was inoffiziell passiert ist,
Rahel: ist, dass eben die Nostromo auf LV 426 gelandet ist.
Rahel: Wir erfahren auch später, dass Weyland-Yutani Nostrumo gezielt dahin geleitet
Rahel: hat, weil es eben schon früh dieses schwache Notsignal vom Mond gegeben hatte.
Rahel: Das ist dann etwas, was im Rahmen vom sogenannten Sonderauftrag 937 passiert,
Rahel: sprich Weyland-Yutani will wissen, was hat es damit auf sich und sammelt das
Rahel: mal für unsere Forschung ein.
Rahel: Die Crew der Nostromo entdeckt aber dann auf LV-426 eben sogenannte Ovomorphen,
Rahel: also Alien-Eier, bringt die an Bord, beziehungsweise bringt das,
Rahel: was daraus schlüpft, an Bord.
Rahel: Und damit stirbt bis auf eine Person die gesamte Besatzung der Nostromo.
Rahel: Ellen Ripley ist die einzige Überlebende, die im Shuttle Narzissus fliegen kann.
Rahel: Zusammen mit ihrer Katze. Jonesy.
Mháire: Ich wollte gerade sagen, Ellen Ripley und die Katze. Jonesy.
Mháire: Das ist wichtig, dass man eine Katze an Bord hat.
Mháire: Und die Anwesenheit dieses Haustieres macht das Ganze sehr menschlich.
Mháire: In der Folge gibt es mehrere mysteriöse Momente, in denen Stationen und Schiffe versagen.
Mháire: Die schon erwähnte Sevastopol-Station, die stürzt ab die Mendel-Station.
Mháire: Und die Renaissance heißt sie, das ist die aus Alien Romulus, richtig?
Mháire: Also es wiederholt sich über die nächsten 20 Jahre mehr oder weniger.
Mháire: Ja, irgendwo taucht was mit Aliens auf und daraufhin wird eine ganze Station vernichtet.
Rahel: Was dadurch unter anderem passiert, ist, dass ein weiterer Megakonzern,
Rahel: nämlich Seaxon, den Sevastopol Station und die Mendel Station gehören,
Rahel: der Konzern gerät in die Krise.
Rahel: Generell einmal hat sich ihr Konzept davon, Raumstationen zu bauen,
Rahel: anstatt einfach Planeten zu terraformieren, nicht ganz durchgesetzt.
Rahel: Aber dann gehen eben auch noch viele von diesen Stationen kaputt.
Rahel: Inoffiziell an fast allen von diesen Abstürzen übrigens beteiligt war Amanda
Rahel: Ripley, die Tochter von Ellen Ripley, die eigentlich nur herausfinden will,
Rahel: was mit ihrer Mutter passiert ist.
Rahel: Also wir sind jetzt ungefähr 15 Jahre nach den Ereignissen von Alien.
Rahel: Ellen Ripley ist irgendwo in Kryostase und versucht nach Hause zu kommen auf der Narzissus.
Rahel: Währenddessen sucht ihre inzwischen erwachsene Tochter Amanda eben nach ihrer
Rahel: Mutter und begegnet auch dem ein oder anderen Xenomorphen.
Mháire: Dann wird auf LV426 eine Bergbaukolonie gegründet und Hadley's Hope genannt.
Mháire: Was für ein wunderschöner Name für einen Ort, von dem man schon weiß,
Mháire: dass er zutiefst vergiftet ist mit einer biologischen Waffe.
Rahel: Zwei Jahre nach der Eröffnung von Hadley's Hope, nämlich genauer gesagt im Jahre
Rahel: 2159, passiert etwas, was in keiner Aufzeichnung zu finden ist.
Rahel: Das heißt, hier haben wir so einen Geschichtseintrag, der ausschließlich inoffiziell
Rahel: ist, stammt aus dem Roman In den Schatten.
Rahel: Da erfahren wir, was mit Alan Ripleys Shuttle passiert ist.
Rahel: Weil eigentlich sollte die Narcissus ja den Weg zumindest in den Grenzraum oder
Rahel: aus dem Grenzraum näher zu den Kernsystemen schaffen, damit sie irgendwo aufgefischt
Rahel: werden kann. Das passiert aber nie.
Rahel: Sondern sie landet später schließlich eigentlich wieder bei LV426.
Rahel: Das heißt, sie kann sich nie weit von da weg bewegt haben. Und wir erfahren
Rahel: das Lied unter anderem daran, dass die KI von ihrem Shuttle infiziert war von
Rahel: einem bösen Androiden, von Ash.
Rahel: Und der steuert quasi Narzissus weiter durch die gleiche Region,
Rahel: um zu versuchen, doch noch seinen Sonderauftrag 937 sicherzustellen,
Rahel: sprich einen Xenomorphen einzusammeln.
Rahel: Und deswegen landet Ellen Ripley im Jahre 2159 bei der Bergbaukolonie L4178.
Rahel: Das ist dieser Neustart, den ich eben erwähnt habe, New Galveston,
Rahel: wo im Grunde genommen erstmal die gleiche Geschichte sich in grün abspielt.
Rahel: Auch da, wir entdecken wieder ein Schiff der Konstrukteure, wir entdecken viele
Rahel: Xenomorph-Eier und am Ende gelingt es Ash, Ripley in einen Madpod zu locken,
Rahel: damit er nämlich ihr Gedächtnis auslöschen kann.
Rahel: Deswegen weiß sie, wenn der Film Aliens startet, nicht, dass das passiert ist,
Rahel: aber zum Zeitpunkt vom Film Aliens hat Ripley streng genommen schon wieder in
Rahel: der Zwischenzeit Xenomorphen getroffen und wir wissen jetzt endlich,
Rahel: warum das Shuttle eben nie den Weg nach Hause gefunden hat.
Mháire: Ja, es ist eine Redcon-Pre-Secret-Geschichte, die da dazwischen geschrieben wurde.
Rahel: Ja, genau.
Mháire: Dann springen wir zu 2179, Aliens.
Mháire: Da wird jetzt die Narzissus gefunden, offiziell, und Ripley aufgeweckt.
Mháire: Sie ist aber, wie wir gerade festgelegt haben, nie weit von LV426 weggekommen.
Mháire: Und Weyland Yutani ist jetzt interessiert daran, was ist da passiert,
Mháire: denn LV426 hat sich auch nicht mehr gemeldet und hier haben sie diese Frau,
Mháire: die bei dem ersten Initialkontakt mit irgendetwas Seltsam dabei war und die
Mháire: einzige Überlebende ist.
Mháire: Und sie wird zurückgeschickt dorthin zusammen mit einer Truppe von Colonial
Mháire: Marines und stellen fest, wenig überraschend, Hadley's Hope ist von Aliens überrannt worden,
Mháire: und die begründen dort einen Schwarm.
Mháire: Wir hatten in Alien ja nur die singuläre Kreatur, beziehungsweise einfach die
Mháire: Reihe von Lebenszyklusbestandteilen, aber wir sehen nur ein einziges wirklich ausgewachsenes Alien
Mháire: und hier sehen wir, dass es eine Schwarmkreatur ist und wie unterschiedliche
Mháire: Formen sich daraus entwickeln können.
Mháire: Und am Ende entkommt wieder nur eine Handvoll von Leuten.
Mháire: Ripley, ein schwer verletzter Soldat, Higgs, ein Mädchen namens Newt,
Mháire: das sie als einzige Überlebende gefunden haben der Kolonie und die Katze wieder.
Rahel: Und sie nehmen die Überreste vom Androiden Bishop mit.
Mháire: Ja, wir haben wieder einen Androiden dabei, aber diesmal ist er nicht das Arschloch.
Rahel: Genau.
Mháire: Sondern diesmal ist er auf der Seite der Menschen.
Rahel: Was ein bisschen blöd ist, ist, dass scheinbar auf diesem Rettungsschuttle auch
Rahel: wieder ein Xenomorph war.
Rahel: Deswegen stürzt nämlich die Solarko schon kurz darauf auf den Gefängnisplaneten Fury 161.
Rahel: Und daraufhin nimmt das Geschehen natürlich auch auf diesem Planeten seinen
Rahel: Lauf. Und diesmal sterben aufgrund dieser Xenomorphen-Infestationen wirklich
Rahel: alle auf dem Planeten. Inklusive Alan Ripley.
Mháire: Ja, eigentlich Ende dieser Film damit, dass es vorbei ist. Alle sind tot, alles ist vernichtet.
Mháire: Das heißt aber nicht, dass das Franchise zu Ende ist. Man findet dann immer wieder einen Weg.
Mháire: In der Geschichtsschreibung werden jetzt ein paar Dinge, die als Status Quo
Mháire: für das Universum aufgebaut waren, wieder zurückgebaut.
Mháire: Beziehungsweise erstmal verschmelzen das Three World Empire,
Mháire: also hier Großbritannien, Japan und die Vereinigten Amerikas, zu den United Systems.
Mháire: Und die militarisieren sich und es wird dann also eine Militärherrschaft als
Mháire: die United Systems Military.
Rahel: Das läuft dummerweise für die Megakonzerne nicht so gut, denn in den 2340er
Rahel: Jahren verbietet die USM derartige Megakonzerne.
Rahel: Das heißt, Weyland-Yutani wird offiziell aufgelöst.
Mháire: Ich sehe dieses Surprise-Pikachu-Face. Moment, wir haben zugelassen,
Mháire: dass eine große militärisch-politische Macht sich bildet und sie wendet sich gegen uns? Ja.
Rahel: Das heißt, zum Zeitpunkt, wo der vierte Alien-Film spielt, Alien Resurrection,
Rahel: im Jahre 2381, existiert Weyland-Yutani offiziell nicht.
Rahel: Was aber passiert, ist, dass die USM Auriga, also United Systems Military,
Rahel: das ist ein Schiff von genau dieser Militärregierung,
Rahel: Das stürzt aus Gründen auf die Erde, löst dabei eine globale Umweltkatastrophe
Rahel: aus, was dummerweise dann aber
Rahel: auch der Todesstoß vom bis dahin schon kritisierten Militärregime ist.
Rahel: Und als Reaktion auf das Machtvakuum gründet sich natürlich prompt Weyland-Yutani neu.
Mháire: Ja, die haben nur gewartet.
Rahel: Also auch da, man kann es sich schon denken, was ist mit der Auriga passiert.
Rahel: Sie haben halt rum experimentiert. Unter anderem hatten sie auf dem Planeten
Rahel: Fury 161 DNA gefunden, sowohl von Alan Ripley als auch von einem Alien,
Rahel: haben beides geklont, nachgezüchtet, noch mal genetisch modifiziert.
Rahel: Und dadurch hat es quasi einmal eine Super-Alan Ripley gegeben,
Rahel: auch bekannt als Ripley 8. Und es hat aber auch ein Super-Alien gegeben.
Rahel: Das hat leider der Besatzung der Auriga nicht gut getan.
Mháire: Nein, es ist eine menschliche Person mit Alien-DNS und wiederum andersrum ein
Mháire: Alien mit menschlicher DNA ist.
Rahel: Man redet meistens über diesen Film nicht.
Mháire: Ich finde, da kann man schon drüber reden. Der gehört dazu.
Rahel: Ich finde den auch immer ganz lustig.
Mháire: Es ist auch der Film mit der überdramatischsten Darstellung davon,
Mháire: was in der Realität nicht passiert, wenn man ein Loch in der Hülle eines Raumschiffs
Mháire: hat. Nämlich, dass etwas gewaltsam dadurch nach draußen gedrückt wird.
Mháire: Aber es ist zumindest unterhaltsam auf eine sehr schön schlonzig-blutige Art
Mháire: und Weise. Also wenn man diesen Splatter mag und sehr viel Schleim und klebrigen
Mháire: Kram, sind da schöne Dinge für einen dabei.
Mháire: Wir haben dann zum Ende unserer Zeitleiste, dass jetzt das neu gegründete Weyland-Yutani
Mháire: ein Nachfahren von Alan Ripley nach LV 178, das schon erwähnte New Galveston,
Mháire: schickt, um dort Xenomorphen zu sammeln.
Mháire: Also wir haben einen zweiten Planeten, der sehr ähnlich zu Hadley's Hope ist.
Mháire: Wir haben einen Nachfahren von Alan Ripley und wir haben wieder Weyland-Yutani,
Mháire: nachdem sie zwischendurch aufgelöst waren.
Mháire: Es ist also ein Full-Circle-Moment und auch ganz klar eine Bereitlegung des
Mháire: Weltenzustands dafür, falls man im Grunde ein Soft-Reboot machen will.
Rahel: Und das ist der bisher letzte Eintrag in der Alien-Chronologie.
Mháire: Ja.
Rahel: Ich würde sagen, wir haben bisher so viel über Xenomorphen, die jedes Mal,
Rahel: wirklich jedes einzelne Mal absolut tödlich sind, gesprochen,
Rahel: dass wir jetzt vielleicht erklären sollten, warum die eigentlich so tödlich
Rahel: sind. Reden wir über Monster.
Mháire: Lass uns über den Xenomorph reden. Der ist das ikonische Alien von Alien.
Mháire: Hat ein bemerkenswertes und ungewöhnliches Design, das Grenzen überschreitet
Mháire: zwischen biologischen und nichtbiologischen Bestandteilen.
Mháire: Dass es eine lebende Kreatur ist, aber teilweise aus Metall gemacht zu sein
Mháire: scheint, dass seine biologischen Funktionen unseren widersprechen mit Säureblut und dergleichen.
Mháire: Das ist nicht das einzige Monster, das werden wir jetzt ziemlich eindeutig einmal
Mháire: aufführen, indem wir hier eine lange Liste von anderen Kreaturen erzählen,
Mháire: aber es ist das ikonische Monster.
Rahel: Das ist gleichzeitig auch ein bisschen seine Schwäche geworden,
Rahel: weil der Xenomorph ist in gewisser Hinsicht zum Maskottchen verkommen,
Rahel: der immer wieder wie das Kaninchen aus dem Hut gezaubert wird und dadurch aber
Rahel: im Laufe der Zeit auch ein bisschen seine furchteinflößenden Eigenschaften verloren hat.
Rahel: Aber ich weiß nicht, wie du das siehst.
Mháire: Ja, das hat ja schon sehr früh angefangen mit Aliens.
Mháire: Ich sage immer gerne, der Alien-Film, das ist wirklich reiner Horror im Weltall.
Mháire: Und Aliens ist dann ein Actionfilm mit einer Kreatur, die man bekämpft.
Mháire: Es ist im ersten Film eine so erschreckende und fremdartige Kreatur,
Mháire: dass sie den gesamten Film tragen kann.
Mháire: Und dann ist es im zweiten direkt schon nur noch die Soldatenform beziehungsweise
Mháire: Drohnenform an voll aus der Front.
Mháire: Und die können gleich zu Dutzenden abgeschossen werden, auch wenn sie gefährlich sind.
Mháire: Also das ging sehr schnell in dem Franchise und das ist auch ein bisschen schade,
Mháire: aber es ist und bleibt eines der besten Monster-Designs, das ich kenne.
Rahel: Das stimmt.
Mháire: Und das hat eben auch ganz viel damit zu tun, wie diese Kreaturen sich fortpflanzen.
Rahel: Genau, denn die Xenomorphen durchlaufen einen parasitären Lebenszyklus,
Rahel: der im ersten Film noch aus vier Stationen besteht.
Rahel: Man muss jetzt dazu sagen, das Design von diesen Aliens stammt vom Schweizer
Rahel: Künstler Hans-Rüdi Giger Und mit Design meine ich nicht nur,
Rahel: wie die aussehen, sondern er hat auch tatsächlich für den Film die Kostüme gebaut.
Mháire: Oder mitgebaut.
Rahel: Oder mitgebaut, genau. Und er hat sich auch einen kompletten Lebenszyklus dafür
Rahel: ausgedacht. Also quasi eine, ich nenne es jetzt mal Naturgeschichte.
Rahel: Und da haben wir als erste Entwicklungsstufe das Alien-Ei.
Mháire: Oder der Ovomorph. Ein großes, ledriges Ei, etwas über Knie hoch,
Mháire: das oben eingekerbt ist wie eine Marone, wenn man sie grillen will.
Mháire: Und das, wenn ein Lebewesen in die Nähe kommt, sich öffnet und die zweite Form
Mháire: des Lebenszyklus freigibt, die vorher da drin quasi in Stasis gewartet hat.
Mháire: Und das kann auch sehr, sehr lange warten, dieses Ei, bis ein potenzieller Wirt vorbeikommt.
Mháire: Und dann kommt etwas rausgesprungen und hängt sich an dein Gesicht.
Rahel: Genau, das ist der Facehugger. Der sieht so spinnen- oder krabbenartig aus.
Rahel: Oder auch wie eine Hand mit viel zu vielen Fingern und einem langen Schwanz.
Rahel: Und der setzt sich eben auf das Gesicht eines Wirts und implantiert dann durch
Rahel: den Mund ein Embryo. Das ist ein Vorgang, der mehrere Stunden dauert.
Mháire: Beziehungsweise kein Embryo. Das hängt davon ab, auf welche Quelle wir zurückgreifen,
Mháire: sondern eine Menge von parasitären Zellen.
Mháire: Es injiziert etwas, was in dem Wirt heranwächst. Aber was genau die Aliens sind
Mháire: und wie sie sich entwickeln, ist auch durchaus schon mal geradconnt worden.
Mháire: Aber ich glaube, der aktuelle Stand ist, dass es parasitäre Zellen sind,
Mháire: die dann die Biomasse des Wirts benutzen, um einen tatsächlichen Embryo zu bilden. Abgefahren.
Rahel: Oh, spannend. Ich lerne hier wieder richtig was dazu.
Mháire: Ich liebe das. Es ist nicht mal ein erkennbarer Organismus in dem Moment,
Mháire: wo es eingepflanzt wird, sondern es ist im Grunde Bio-Hacking,
Mháire: das dafür sorgt, dass der menschliche Körper ein neues Alien baut.
Rahel: Dieser Prozess kann auch nicht unterbrochen werden, beziehungsweise nicht so
Rahel: unterbrochen werden, dass der Wirt das überlebt.
Rahel: Denn der Facehager hat schon Säure als Blut und er legt in diesem Vorgang seinen
Rahel: Schwanz auch um die Kehle des Opfers.
Rahel: Das heißt, wenn man versuchen würde, ihn abzuziehen, erwürgt er sein Opfer.
Rahel: Und wenn man ihn gewaltsam ablöst, dann ist es meistens das Säureblut,
Rahel: was tödlich ist für das Opfer.
Rahel: Das heißt, wenn jemand so ein Facehacker auf dem Gesicht hat,
Rahel: ist es an der Stelle eigentlich schon gelaufen.
Mháire: Dann kann man nur warten. Aber irgendwann fällt der Facehacker ab und ist tot.
Mháire: Und dann sind alle erleichtert für ungefähr 20 Minuten.
Rahel: Ja, weil dann kommen wir nämlich zur dritten Entwicklungsstufe, dem Chestburster.
Mháire: Ich finde es großartig übrigens, dass du in den Notizen dahinter geschrieben
Mháire: hast, Klammer auf niedlicher Wurm.
Mháire: Klammer zu, ich glaube nur sehr wenige Leute würden das als niedlich bezeichnen.
Mháire: Aber es macht tatsächlich so arme kleine Geräusche. Es ist eine fast gliedmaßenlose,
Mháire: wurmartige, aber schon mit einem erkennbar alien-esken Kopf ausgestattete Kreatur,
Mháire: die sich gewaltsam von innen den Weg aus dem Körper frei bricht und dabei auch
Mháire: einen Brustkorb aufstemmt.
Rahel: Dieser Chessburster wird sich dann erstmal irgendwo verkrümeln,
Rahel: damit er in Ruhe wachsen kann.
Rahel: Er wächst allerdings sehr schnell und deswegen haben wir schon nach wenigen
Rahel: Stunden dann die vierte Entwicklungsstufe und das ist dann das ausgewachsene Alien.
Rahel: Oder später wird das dann bekannt sein als eine Drohne.
Rahel: Das ist ein Wesen, was ungefähr zwei bis drei Meter groß ist,
Rahel: so eine schwarz glänzende Haut hat, mit einem länglichen, sehr glatten Kopf ohne erkennbare Augen.
Rahel: Ein Doppelgebiss mit sehr viel schleimigem Sabber, ein langer,
Rahel: spitzer Schwanz, der auch sehr tödlich ist,
Rahel: Lange Klauen und auf dem Rücken sind so merkwürdige Röhren. Also quasi alles
Rahel: an diesem Wesen ist erkennbar tödlich.
Mháire: Und erkennbar fremdartig. Das keine Augen, sie orientieren sich anders.
Mháire: Wir bekommen später in Romulus auf jeden Fall gesetzt, dass die Facehugger sich
Mháire: über Wärmesinne orientieren.
Mháire: Und wie genau die Aliens wissen, was wie wo, warum passiert,
Mháire: das hat auf jeden Fall nichts mit Augen zu tun und nichts mit Licht.
Mháire: Die brauchen auch per se kein Licht.
Mháire: Trotzdem richten sie durchaus, wenn sie etwas studieren, den Kopf auf das,
Mháire: was sie sich in Anführungsstrichen anschauen.
Mháire: Das heißt, irgendetwas passiert da an Sinn, der genutzt wird.
Mháire: Und das Ikonische daran ist eben, dass sie dieses Maul haben,
Mháire: das sich öffnet und das ist ein kleineres Maul wie eine Zunge,
Mháire: die vorne nochmal einen Kiefer hat, die nach vorne schnellen kann.
Mháire: Inspiriert, glaube ich, von Libellen, die ihren Kiefer so nach vorne schnappen
Mháire: können und bestimmte Insekten.
Mháire: Also auch etwas sehr creepy Fieses, das aus diesem langsam grinsenden Totenschädellächeln
Mháire: von dem Alien nochmal eine zweite Falle macht, die daraus hervorschnappt.
Mháire: Selbst wenn du denkst, du bist sicher, es kommt nicht an dich ran.
Mháire: Snack, weg ist dein Gesicht.
Rahel: Dieses Design hat übrigens die Popkultur ein bisschen in die Krise geworfen,
Rahel: weil es geht immer wieder die Frage um, wo eigentlich ein Xenomorph genau einen Hut tragen würde.
Rahel: Ich gebe euch das mal zum Denken mit.
Mháire: Wie würde ein Zitaura eine Jeans tragen? Trägt das Alien den Hut vorne auf dem
Mháire: Kopf, hinten auf dem Kopf, auf dem langen oder auf dem kleinen Kopf im Mund?
Mháire: Richtig, das ist die Frage?
Rahel: Genau.
Mháire: Hervorragend. Das kannte ich noch nicht. Hat meinen Tag bereichert.
Mháire: Also, das ist auf jeden Fall der Lebenszyklus, wie direkt im ersten Film von,
Mháire: Giga festgelegt wurde und dann umgesetzt wurde. Aber wir kriegen über das Franchise
Mháire: hinweg noch weitere Entwicklungen und Seitenstränge davon.
Mháire: Unter anderem wird mehr oder weniger nahegelegt, dass je nachdem,
Mháire: in welchem Wirt so ein Facehugger dann die Masse an parasitären Zellen einpflanzt,
Mháire: die Endform sich ändert. Also es gibt auch ein Hunde-Alien zwischendurch.
Mháire: Aber vor allen Dingen könnt ihr noch weiter wachsen und einen Schwarm bilden,
Mháire: der dann eine Königin hat. Die sehen wir in Aliens. Die ist viel größer,
Mháire: hat einen Schädel, der sich so zu einem großen, durchbrochenen Kronenkamm entwickelt.
Mháire: Mehr Armpaare und sie ist rein theoretisch unbeweglich, weil ihr Hinterleib
Mháire: zu so einer großen Masse angewachsen ist, wie eine Termitenkönigin, um Eier zu legen.
Mháire: Und die produziert diese Ovomorphe, was nur eine Variante ist,
Mháire: wie Eier entstehen können.
Mháire: Und die andere ist viel cooler, muss ich ganz ehrlich sagen.
Rahel: Und zwar?
Mháire: Das ist auch etwas, was vor allen Dingen angedeutet wird.
Mháire: Aliens entführen auch manchmal lebende Opfer und spinnen die in so ein schleimiges
Mháire: Zeug ein und darin verwandeln die sich langsam in Eier.
Mháire: Die haben also auch einen Prozess, der einfach die Biomasse von einem Opfer
Mháire: umwandelt in ein neues Alien-Eye und einen Facehugger.
Mháire: Und das ist so wunderbar creepy, ich liebe es. Overmorphing.
Rahel: Kecker.
Rahel: Danke für dieses Bild.
Mháire: Das ist einfach großartig. Aber das ist etwas, was nur angedeutet wird in den
Mháire: Filmen. Das war tatsächlich mehr geplant, aber das sind Sachen,
Mháire: die teilweise geschnitten wurden, dass da entführte Leute gefunden werden können,
Mháire: die in die Wände eingesponnen sind und schon dabei sind, sich zu verwandeln.
Rahel: Teilweise wird die Idee ja auch genutzt, allerdings für andere Zwecke.
Rahel: Was die Aliens eben machen, ist, dass sie vor diese eingesponnenen Leute einfach
Rahel: Ovomorphen platzieren, damit dann die Facehugger direkt schon einen Wirt haben.
Rahel: Neben der Königin haben wir in späteren Filmen dann auch die Praetorianer,
Rahel: was quasi die Leibwächter der Königin sind.
Rahel: Die sehen anders aus als Drohnen, insofern, dass sie größer sind, stärker.
Rahel: Sie haben auch einen stärkeren Panzer und sie haben schon den leichten Ansatz
Rahel: von so einem Kopfkamm. Das heißt, sie sehen irgendwo aus wie ein Zwischending
Rahel: zwischen einer Drohne und einer Königin.
Mháire: Und dann kann eine Königin noch größer wachsen und eine Königinmutter oder Kaiserin werden.
Mháire: Und da sind wir bei dem Punkt, dass im erweiterten Universum gerade beim Rollenspiel,
Mháire: das ganz ganz viele andere Quellen dann zusammenführt, Romane und Comics und
Mháire: dergleichen, es diese Endphase gibt mit einem ganzen Planeten, der ein Schwarm ist.
Mháire: Und was wir aber auch in den Filmen schon sehen, ist, dass die Königinnen offensichtlich
Mháire: in irgendeiner Form in Kontakt stehen mit ihrem gesamten Schwarm und durchaus
Mháire: um Hilfe rufen können oder die Leute, die Drohnen gezielt einsetzen können und die Soldaten.
Mháire: Und da irgendeine Art von Schwarmbewusstsein existiert.
Mháire: Also das einzelne Alien ist sehr tierhaft, aber der Schwarm selber entwickelt
Mháire: eine Art emergente, größere Intelligenz, die auch gezielt handeln kann,
Mháire: gerade wenn wir so einen Schwarmplaneten haben.
Rahel: Das ist jetzt erstmal alles, was kanonisch zur Evolution vom Xenomorphen dazu zählt.
Rahel: Wir haben jetzt aber, wie du das so schön genannt hast, auch mehrere evolutionäre Seitenpfade.
Rahel: Das heißt, das sind Artverwandte, die sind dem Xenomorphen auch ähnlich,
Rahel: sind aber eigentlich was ganz anderes.
Rahel: Und davon gibt es sehr, sehr viele. Das heißt, wir haben hier mal so ein paar
Rahel: Beispiele mitgebracht.
Mháire: Ja, eine der widerlichsten ist auf jeden Fall der Trilobit.
Mháire: Der entsteht, wenn ein mit dem Prometheus-Feuer infizierter,
Mháire: menschlicher, zeugungsfähiger Mann mit der passenden Ausrüstung mit einer Person
Mháire: schläft, die einen funktionierenden Uterus hat.
Mháire: Dann wächst nämlich auf einmal ein Alien-Baby in diesem Uterus heran und bahnt
Mháire: sich dann den Weg daraus. Und das ist im Grunde eine Mischung aus einem Oktopus und einem Seestern.
Mháire: Und das Ding wächst dann auch innerhalb von kürzester Zeit auf mehrere Meter Größe an.
Mháire: Und im Gegensatz zum Facehacker, der einen anspringt und einem dranhängt,
Mháire: legt sich dieses Ding auf dich drauf. Aber dann macht es das Gleiche und implantiert etwas.
Mháire: Es ist sehr verstörend, möchte ich sagen.
Rahel: In Prometheus sehen wir, wie genau so ein Trilobit sich nämlich auf einen Konstrukteur
Rahel: legt, auf den letzten überlebenden Konstrukteur auf LV223.
Rahel: Dem geht es danach dann auch nicht mehr so gut, denn aus ihm wächst dann ein sogenannter Deacon.
Rahel: Und das ist jetzt so ein Fall, man sieht sehr eindeutig, das geht schon in die
Rahel: Richtung von einem Xenomorphen.
Rahel: Wir haben auch diesen langgezogenen Kopf, wir haben sogar den Ansatz eines Doppelgebisses,
Rahel: Aber der Deacon ist viel organischer, der hat auch richtig Haut und nicht eben
Rahel: so einen metallischen, käferartigen Panzer.
Rahel: Laut dem Alien-Rollenspiel werden beide diese Entwicklungsstufen übrigens dem
Rahel: Protomorph zugeordnet.
Mháire: Nicht Xenomorph, sondern Protomorph.
Rahel: Also halten wir fest, Protomorphen ist schwarzer Schleim plus Mensch plus Konstrukteur.
Rahel: Das ist so die DNS, die da irgendwo drin verarbeitet ist.
Mháire: Und dann haben wir noch die Neomorphen. Das ist nämlich das,
Mháire: was wir auf Planet 4 haben, wo David herum experimentiert
Mháire: und wo die gesamte Biosphäre mehr oder weniger infiziert ist mit dem schwarzen
Mháire: Schleim, mit dem Prometheus-Feuer und Leute über den Stich von insektenartigen
Mháire: Kreaturen oder das Einatmen von Sporen infiziert werden können.
Mháire: Und die mutieren dann und werden ein bisschen alienartig, mit langen Kopf,
Mháire: keine Augen und Stachelschwanz, aber sie haben kein Säureblut und sie sind auch weniger intelligent.
Mháire: Eher wie so ein bisschen simplere Verwandte.
Rahel: Dann haben wir noch zwei eher skurrile Wesen, die aber einen wichtigen Punkt
Rahel: beim schwarzen Schleim verdeutlichen. Nämlich, es spielt nicht nur eine Rolle,
Rahel: wessen DNS mit dem schwarzen Schleim kombiniert wird, sondern auch,
Rahel: auf welche Weise das passiert.
Rahel: Nämlich die zwei Wesen, die ich meine, ist einmal das Newborn aus Alien Resurrection
Rahel: und einmal der Offspring aus Alien Romulus.
Rahel: Jetzt muss man sagen, bei Alien Resurrection, da gibt es diesen schwarzen Schleim
Rahel: nicht, zumindest nicht, dass wir ihn sehen. Aber trotzdem gibt es schon diese
Rahel: Idee von komplexer genetischer Interaktion, nennen wir es mal so.
Mháire: Da haben wir ja schon gesagt, da gibt es Aliens mit Menschen-DNS und das führt dann zu diesem Newborn.
Mháire: Das ist vom Design her im Grunde ein Alien, aber mit Menschenhaut und Augen.
Rahel: Das kann so traurig gucken.
Mháire: Es ist falsch. Am besten machen wir kein zweites von dir. Das ist einfach alles falsch hier.
Mháire: Es bleibt auch ein einzigartiges Ding und wird vernichtet am Ende des Films.
Rahel: Der Offspring im Gegenzug ist dann anders als der von dir eben beschriebene
Rahel: Trilobit, wenn man das Prometheus-Feuer direkt mit der schwangeren Menschenfrau zusammenbringt.
Rahel: Also nicht erst ein Prometheus-Feuer infizierter Mann schwängert Frau,
Rahel: sondern schwangere Frau wird mit Prometheus-Feuer infiziert.
Rahel: Da kommt nämlich was ganz anderes bei raus. Und dieser Offspring ist im Grunde
Rahel: genommen eine Mischung aus Mensch und Konstrukteur mit einem Hauch Xenomorphen.
Rahel: Also sehr groß, sehr dürr, hat aber auch schon eben clownartige Hände und sogar einen Schwanz.
Mháire: Das finde ich einen großartigen Entwurf, der unter anderem dadurch extrem gewinnt,
Mháire: dass das ein echter Mensch im Anzug ist wieder, nur dass sie dafür einen unglaublich
Mháire: großen, dürren Basketballspieler gecastet haben.
Mháire: Und das ist so brutal im Uncanny Valley von der Wahrnehmung,
Mháire: was für eine Kreatur das ist, aber sieht so realistisch aus dadurch,
Mháire: dass es ein praktischer Effekt ist, dass es mit einer der verstörendsten Sachen
Mháire: war, die ich den ganzen Franchise kenne.
Mháire: Da scheiden sich die Geister sehr. Ich finde das Ding großartig.
Rahel: Doch, der hat mir auch gefallen. Der Film im Ganzen eher nicht so.
Mháire: Okay. Geschmackssache. Ich fand den besser als gedacht, tatsächlich.
Mháire: Auch wenn er zugegebenermaßen größtenteils ein Rehash von Dingen ist,
Mháire: die man schon kannte. Aber immerhin ein größtenteils kompetenter Rehash.
Rahel: Das stimmt. Wir haben auch noch so einen Seitenpfad, den möchte ich jetzt trotzdem
Rahel: erwähnen, weil der ist offiziell nicht kanonisch, aber er ist noch nicht kanonisch.
Rahel: Nämlich ist es das Predalien, also ein Predator- und Alien-Hybrid.
Rahel: Ich sage deswegen, dass das noch nicht kanonisch ist, weil mehrere von den Wesen,
Rahel: die wir bisher beschrieben haben, kommen ursprünglich aus dem jahrzehntealten
Rahel: Predator vs. Alien Crossover Franchise.
Mháire: Das nicht kanonisch ist.
Rahel: Das offiziell nicht kanonisch ist, aber viele Sachen von da sind eben im Laufe
Rahel: der Zeit, wie der Praetorianer irgendwann in das offizielle Alien Franchise hinübergeschwappt.
Rahel: Also dieses Predalien-Wesen, das gibt es beispielsweise schon seit den frühen 90er Jahren.
Rahel: Das heißt, so alt muss auch schon die Idee im Franchise sein,
Rahel: dass der Xenomorph-Parasit eben immer die Eigenschaften von seinem Wirt übernimmt.
Rahel: Dass es so eine Form von Hybridisierung gibt.
Mháire: Wie mit dem Hunde-Alien auch.
Rahel: Ja, genau.
Mháire: Wobei ich an dieser Stelle sagen muss, der Film, aus dem diese Kreatur ist,
Mháire: der ist bei mir relativ weit hinten in der Liste, von welchen ich davon gut
Mháire: finde und welchen nicht.
Rahel: Das ist absolut okay.
Mháire: Damit haben wir nicht hundertprozentig erschöpfend, weil es gibt immer mal wieder
Mháire: neue Zwischenstadien und Seitenentwicklungen und dergleichen.
Mháire: Und vor allen Dingen mit Prometheus sind auch noch weitere Zwischenformen und
Mháire: Kreaturen, die mit dem schwarzen Schleim zu tun haben, dazugekommen,
Mháire: wie die Kobra-Würmer oder Hammer-Würmer, die in den Mund kriechen und so weiter und so fort.
Mháire: Wir werden es nicht hundertprozentig hier erschöpfend machen,
Mháire: weil es werden auch noch weitere dazukommen über die nächsten Jahre immer wieder, da bin ich mir sicher.
Mháire: Aber wechseln wir von den Xenomorphen und ihren Verwandten, also diesem ganzen
Mháire: Zyklus, wir sollten später noch sagen, was ist überhaupt die Inworld-Erklärung
Mháire: dafür, dass es so viele verschiedene davon gibt, zu den anderen nichtmenschlichen
Mháire: Kreaturen, die hier unterwegs sind.
Mháire: Und die Konstrukteure haben wir schon mehrfach erwähnt.
Rahel: Genau, die sind groß, sehen humanoid aus, bläuliche Haut und das sind eben die
Rahel: Wesen, die ganz im Sinne der Präastronautik das Leben auf der Erde geschaffen
Rahel: haben oder zumindest den Menschen geschaffen haben.
Rahel: Und die das menschliche Leben aber auch wieder auslöschen wollen.
Rahel: Das heißt, die sind nicht allzu gut auf den Menschen zu sprechen,
Rahel: wenn sie ihn denn mal treffen.
Rahel: Im ursprünglichen Alien-Film findet die Crew der Nostromo auf LV-426 auch schon
Rahel: ein Schiff von den Konstrukteuren. Das ist dieses hufeisenförmige Juggernaut-Schiff.
Rahel: Und darin eben auch eine Leiche. Die Konstrukteure sind nämlich auch Teil eines Redcons geworden,
Rahel: denn im Alien-Film hat diese Leiche eine Art Elefantenrüssel und im Film Prometheus
Rahel: erfahren wir, aha, das sind die Helme, die die Konstrukteure aufhaben,
Rahel: wenn sie durch das Weltall reisen.
Rahel: Das ist also so eine biomechanische Konstruktion.
Mháire: Im Original wurde diese Kreatur einfach nur als Space Jockey benannt und hat
Mháire: keinen weiteren Zweck, als unheimlich in
Mháire: einem großen Konstrukt zu sitzen, als die Person, die vermutlich irgendwann
Mháire: mal dieses Schiff gesteuert hat, aber schon lange tot und regelrecht versteinert ist.
Mháire: Und dass daraus dann eine ganze Spezies wurde, ist etwas, was sich erst später
Mháire: entwickelt hat. Das war so nicht geplant.
Rahel: Dann habe ich hier auf der Liste noch einen Haufen Monster, über die du viel
Rahel: mehr zu erzählen haben wirst als ich, weil ich glaube, du kennst die Serie besser als ich.
Rahel: Nämlich alles, was in Alien Earth rumkreucht und fleucht.
Mháire: Ja, Alien Earth hat ja diese Story damit, dass ein Weyland-Yutani-Schiff abstürzt.
Mháire: Und dieses Weyland-Yutani-Schiff hatte einen jahrelangen Auftrag,
Mháire: durch die Galaxis zu ziehen und nichtmenschliche Spezies zu sammeln,
Mháire: aus denen man vielleicht Gewinn schlagen kann.
Mháire: Dementsprechend haben die Alien-Eier an Bord. Also wir haben Xenomorphen,
Mháire: die sich da entwickeln können.
Mháire: Aber das ist nicht das Einzige, was sie mitgebracht haben. Sie haben an Bord
Mháire: noch eine Kreatur, die Zecke genannt wird,
Mháire: die auch einer Zecke gar nicht so unähnlich sieht, als dass wir vorne einen
Mháire: Insekten- oder Spinnenartigen Körperteil haben mit Beißwerkzeugen und hinten
Mháire: einen großen Körperteil, der anschwellen kann.
Mháire: Nur, dass das Ganze noch sehr viel ekliger und wobbelig-blasiger ist und vor
Mháire: allen Dingen, das Ding trinkt mehrere Liter innerhalb von 30 Sekunden weg.
Mháire: Also wenn sich das an dich dran zeckt, dann ist man quasi tot,
Mháire: weil es einen Menschen einfach aussaugt oder zwei von denen auf jeden Fall.
Mháire: Dann haben wir den Kokon, das ist eine von der Decke hängende, große...
Mháire: Tüten- oder sackartige Pflanze, aus der aber so eine längere Tentakel rauskommt.
Mháire: Die wartet im Grunde, bis jemand drunter durchläuft und dann stühlt sie sich drüber.
Mháire: Scheint wirklich nicht intelligent zu sein und keine Agenda zu haben,
Mháire: also wirklich eher pflanzenartig.
Mháire: Wir haben die Fliege, insektenartig und flattert auch durch die Gegend und hat
Mháire: an biologischen Leuten kein großes Interesse.
Mháire: Die kotzt aber eine weißliche Flüssigkeit aus, die Metalle und Plastik zersetzt.
Mháire: Und die fressen also tatsächlich künstliche Lebewesen.
Mháire: Die mögen synthetische gerne essen. Und mit das Coolste, was aus Alien Earth
Mháire: als andere Lebensform rausgekommen ist, ist das wandelnde Auge.
Mháire: Das sieht aus wie mehrere miteinander verschmolzene Augäpfel.
Mháire: Also eine Kugel, die eine ganze Reihe von unterschiedlichen Pupillen hat.
Mháire: Und die bewegen sich auf einer Gruppe von Tentakeln durch die Gegend.
Mháire: Also das rennt und flutscht und springt und hangelt sich wie eine Mischung aus
Mháire: Äffchen und einem Oktopus durch die Gegend.
Mháire: Und es kann sich in einen Wirtskörper reinbohren und eines der Augen dieses
Mháire: Wirtskörpers ersetzen und dann auch den Körper übernehmen.
Mháire: Also wir sehen in der Serie unter anderem, dass es das mit einem Mensch macht.
Mháire: Aber auch eine ganze Weile steckt es im Körper eines Schafes,
Mháire: kann aber dann als dieses Schaf intelligent kommunizieren, eben über Klopfen
Mháire: mit Hufen und dergleichen und ist offensichtlich nicht nur intelligent,
Mháire: sondern darüber hinaus gebildet und kann Mathematik.
Mháire: Also ganz rätselhaftes und extrem cooles Ding, das mir sehr gut gefallen hat.
Rahel: Es ist auch eindeutig der Versuch eben von diesem Xenomorph maskottchenhaften
Rahel: wegzukommen und auch mal ein ebenso ikonisches alternatives Monster in den Vordergrund zu rücken.
Rahel: Also das wandelnde Auge ist schon die coolere Form von Ratatouille.
Mháire: Oh Gott, ja, es will nicht kochen, es will dich kochen und es könnte das auch und es will nach Hause.
Mháire: Aber es ist nur ein kleiner Augapfel, ein kleiner ekliger Augapfel,
Mháire: der sich in deinem Hirn fressen wird.
Rahel: Sehr häufig kämpfen die Heldinnen und Helden in den Alien-Geschichten auch gegen
Rahel: Androiden beziehungsweise synthetische.
Rahel: Hängt immer ein bisschen ab, wo wir uns gerade befinden, wie diese künstliche
Rahel: Intelligenzen genannt werden.
Rahel: Aber wie wir uns ja vom Namen generell schon denken können, die sehen erstmal
Rahel: wie Menschen aus. Sie tarnen sich oft auch als solche.
Rahel: Die Nostromo hatte die ganze Zeit so einen Androiden an Bord.
Rahel: Die Crew wusste das aber nicht.
Rahel: Nämlich war der Wissenschaftsoffizier Ash, so ein getarnter Androide.
Rahel: Die sind nicht von Haus aus grundsätzlich inhärent böse, aber sie müssen eben
Rahel: Befehlen ihrer Firma folgen.
Mháire: Ja, sie sind programmiert.
Rahel: Genau, sie sind programmiert und genau dadurch ergeben sich dann meistens zwielichtige,
Rahel: wenn nicht sogar böse Absichten.
Rahel: Meistens wird dann festgestellt, oh, das ist ja ein Synthetischer,
Rahel: dadurch, dass diese Figur anfängt zu bluten, weil Androinen haben ein weißes, zähflüssiges Blut.
Rahel: Das heißt, ab da sind sie dann sehr eindeutig erkennbar. Aber von ihren Fähigkeiten
Rahel: sind sie erstmal schneller und stärker als Menschen. Sie fühlen auch keinen Schmerz.
Rahel: Sie sind aber nicht wirklich widerstandsfähiger. Also sie sind sehr reparaturentfällig.
Mháire: Und es kann auch einfach sein, dass was mit ihrer Programmierung nicht stimmt.
Mháire: In Alien Romulus zum Beispiel sehen wir einen Androiden, der einfach einen Hau
Mháire: weg hat, aber nicht richtig gewartet werden kann. Und der dementsprechend mit
Mháire: einigen höheren Entscheidungsfindungen oder Sprache und dergleichen Probleme hat.
Mháire: Also Software ist genauso anfällig wie die Hardware zu weinen.
Rahel: Ja, was auch wieder ein schöner Punkt dafür ist, dass eben die Technologie,
Rahel: wie wir sie in Alien sehen, einerseits sehr fortschrittlich ist,
Rahel: aber andererseits nicht sonderlich. Das ist keine Magie und sie ist an vielen
Rahel: Stellen lebensbedrohlich fehlerinfällig.
Mháire: Ja, Dinge können und werden schief gehen.
Mháire: Dann haben wir noch Kreaturen, die vor allen Dingen über das Rollenspiel mit
Mháire: reingebracht wurden oder Comics, also tertiäre Quellen nach Filmen und Serien
Mháire: und Artbooks und dergleichen.
Mháire: Und da sind einfach mal eine Reihe von Tieren, die man da draußen finden kann.
Mháire: Ein Schwarm aus alles fressenden Insekten, die immer abwarten,
Mháire: bis mehr Essen vorbeikommt und bis dahin lange im Winterschlaf liegen können.
Mháire: Dann haben wir Löwenwürmer, das sind große, fleischfressende Riesenwürmer.
Mháire: Und großartig finde ich auch die Drescher. Das sind eine Art Nacktmulle-Gigantische
Mháire: oder Horror-Maulwürfe, hast du als Notiz geschrieben.
Mháire: Und die werden laut des Rollenspiels durchaus auch domestiziert und eingesetzt, um Tunnel zu graben.
Mháire: Auch wenn es gefährlich ist auf Planeten, wo aber im Endeffekt die Rechnung,
Mháire: wir haben hier ein Tier, das wir gefügig machen können, leichter ist,
Mháire: als eine Bohrmaschine zu fahren.
Rahel: Ja, ich glaube, man kann alle diese Wesen ganz gut zusammenfassen,
Rahel: als ein erstaunlich großer Teil der Lebewesen im Weltraum will und kann den Menschen essen.
Mháire: Aber wir haben noch die Tanakantischen Skorpionide. Es sind Riesenskorpione vom Planeten Tanaka 5.
Rahel: Oh.
Mháire: Sie können nicht essen. Viel mehr gibt es nicht.
Rahel: Das fasst es ganz gut zusammen.
Mháire: Aber das Spannendste, finde ich, was aus dem Rollenspiel kommt,
Mháire: sind die sogenannten Fullfremden.
Mháire: Das ist eine Form von Alien bzw.
Mháire: Aus derselben Familie des Xenomorphen, die mit dem zu tun hat,
Mháire: was so als Semi-Retcon oder als Zusammenfassung von allem, was wir vorher wussten,
Mháire: erklärt wird, warum überhaupt Xenomorphe in Anführungsstrichen hergestellt werden,
Mháire: warum es schon Formen von Xenomorphen und Darstellungen von ihnen gibt teilweise,
Mháire: bevor David die Xenomorphe, wie wir sie kennen, entwickelt.
Mháire: Und das hat damit zu tun, dass irgendwann in der fernen Vergangenheit unserer
Mháire: Galaxis es schon einmal eine solche Lebensform gab wie die Xenomorphen.
Mháire: Die sind aber in großen interstellaren Kriegen irgendwann vernichtet worden.
Mháire: Und die Konstrukteure haben unter anderem eine Art religiöse Doktrin,
Mháire: es ist unklar, ob das für alle von ihnen zutrifft oder es teilweise da Streit zwischen ihnen gibt,
Mháire: dass sie versuchen, diese Kreaturen wieder zu erschaffen, ihre sogenannten zerstörenden
Mháire: Engel, vernichtenden Engel oder rächenden Engel.
Mháire: Und haben da die Idealformen von, es ist ein Schwarmwesen mit einer parasitären
Mháire: Lebensform, mit diesem verlängerten Schädel und sie können ganze Planeten vernichten.
Mháire: Und die Fullfremden sind die Endform von einer weiteren parallelen Entwicklung,
Mháire: die teilweise ähnlich ist wie das, was wir in Prometheus sehen,
Mháire: aber die am Ende zu einer intelligenten,
Mháire: menschenähnlicheren, aber fast schon überirdisch schönen Version dieser Kreaturen führen.
Mháire: Also eine aufrechtgehende, blasse Gestalt mit einem durchaus als menschenähnlich
Mháire: erkennbaren Gesicht, aber dann einem verlängerten, großen Schädel,
Mháire: der auch an eine Königin, an eine Alienkönigin erinnert, die intelligent sind und versuchen,
Mháire: die Galaxis Stück für Stück zu erobern und lange Zeit aber in einem unbekannten
Mháire: Teil mehr oder weniger abgeschieden waren.
Mháire: Und die Technologie, die sie hatten, die steht ihnen nicht mehr zur Verfügung
Mháire: und die Konstrukteure haben sie quasi dort eingesperrt.
Mháire: Das ist jetzt schon sehr exotisch, aber,
Mháire: wiederum die Kette von Kreaturen, die zu den Fuhlfremden hört und die verstörende
Mháire: Anwesenheit von denen, weil es ist auf einmal ein Alien, das überirdisch schön
Mháire: ist, also wirklich engelhaft fast und das kommunizieren kann,
Mháire: das kann sehr gut kommen.
Rahel: Damit haben wir doch jetzt erstmal einen guten Überblick über die Monster von Alien geliefert.
Rahel: Dann lass uns doch mal über die verschiedenen Gruppierungen sprechen.
Rahel: Viele davon haben wir ja schon zumindest kurz angerissen.
Rahel: Aber ich würde sagen, wir gehen mal im Schnelldurchlauf durch die wichtigsten
Rahel: Regierungen und Konzerne, damit man ein bisschen besser auch versteht,
Rahel: wie die eigentlich zusammenhängen.
Rahel: Und das ist, um das schon direkt vorwegzugreifen, ähnlich wie in Shadowrun,
Rahel: Individuen haben in dieser Welt eigentlich keinen Einfluss, sondern die Macht
Rahel: liegt wirklich bei einigen wenigen Staatenbündnissen oder aber vor allem eben den Großkonzernen.
Rahel: Die alle Xenomorfen haben wollen. Alle wollen ihre Aliens haben und damit Forschung
Rahel: betreiben und Geld verdienen.
Rahel: Und deswegen landen einzelne Menschen auch immer wieder in den gleichen unglücklichen Situationen.
Mháire: Man denkt sich immer, das ist unrealistisch, bis man sich anschaut,
Mháire: was passiert, wenn irgendeine neue Technologie aufkommt und wie sich alle wie
Mháire: die Geier draufstürzen und sie nutzen, obwohl noch keiner weiß, was sie bringt.
Mháire: Parallelen sind möglicherweise absichtlich.
Mháire: Die Menschen, du sagtest schon, individuell haben sehr wenig Rechte und sie
Mháire: sind in erster Linie Arbeitskraft.
Mháire: Die werden gebraucht, aber es gibt so viele von ihnen, dass sie auch austauschbar
Mháire: sind und dass sie vor allen Dingen teilweise auf fast schon unterhaltsam bösartige
Mháire: Art und Weise in Arbeitsverhältnisse gezwungen werden, aus denen sie nicht mehr rauskommen.
Mháire: Und es ist auch okay, mehrere von ihnen wegzuwerfen, um bestimmte Ziele zu erreichen.
Mháire: Wir haben mehrere große und wichtige Regierungen.
Mháire: Drei davon sind auf der Erde gleichzeitig aktiv.
Mháire: Dann haben wir noch etwas, was sich im All gründet und dann haben wir in die
Mháire: Zukunft hinein die Militärherrschaft, die wir auch schon erwähnt haben.
Mháire: Wir können es ja noch einmal kurz durchgehen, damit man einen guten Überblick hat.
Rahel: Als erstes und auch als die stabilste interstellare Macht haben wir eben das
Rahel: Drei-Welten-Imperium, das sich in den 2080ern gegründet hat.
Rahel: Der Name bezieht sich übrigens auf die ersten drei Welten, die kolonisiert wurden.
Rahel: Die Erde, gut, die war schon kolonisiert, die Erde, Mars und der Titan.
Rahel: Man trifft das Drei-Welten-Imperium in so ziemlich allen Regionen des Weltalls.
Rahel: Es hat aber seine Vormachtstellung sowohl im äußeren Schleier als auch in den Kernsystemen.
Rahel: Ansonsten militärisch ist es jetzt nicht sonderlich gut aufgestellt,
Rahel: sondern da setzt es dann häufig auf Privatsoldaten von Weyland-Yutani.
Mháire: Und Weyland-Yutani hat auch einen Sitz im Parlament, also die entscheiden mit.
Mháire: Dann gründen sich 2104 als Gegenpol zu diesem Three World Empire die Vereinigten Amerikas.
Mháire: Da sind eine ganze Menge verschiedener Nationen Amerikas, Nord-,
Mháire: Mittel- und Südamerikas mit dabei.
Mháire: Aber im Endeffekt ist es die USA und ihre Nachbarn, ob sie wollen oder nicht.
Mháire: Die haben im Weltall ihr Territorium vor allen Dingen im äußeren Rand,
Mháire: was wir ja gelernt haben, nur ein Rand einer bestimmten Kolonisationsphase ist, und im Grenzraum.
Mháire: Und sie sind vor allen Dingen bekannt für ihr Militär. Die müssen nämlich nichts
Mháire: von irgendeiner großen Firma ausleihen, sondern in der guten Tradition der USA
Mháire: haben sie ihr eigenes Marine Corps, die kolonialen Marines, die USCMC.
Mháire: Und die sollen die Sicherheit von allen Leuten der United Americas sichern,
Mháire: humanitäre Hilfe leisten und Kolonien beschützen.
Mháire: Also das, was die USA auch machen.
Rahel: Dann haben wir noch die Union der fortschrittlichen Völker oder eben auch EUPP,
Rahel: was eben dieser Staatenbund aus vormals Russland, China und ein bisschen Kleingemüse
Rahel: ist, hat einen starken sozialistischen Einschlag, dementsprechend auch,
Rahel: also wirklich sehr stereotyp, wenig Ressourcen, wurde im frühen 22.
Rahel: Jahrhundert als Reaktion auf
Rahel: das Drei-Welten-Imperium und die Vereinigten Amerikas gegründet worden.
Rahel: Und die Union kontrolliert einen zwar sehr großen, aber auch sehr ressourcenarmen
Rahel: Bereich im äußeren Schleier und im äußeren Rand.
Rahel: Problem ist, dass sie auch kein Terraforming betreiben. Das heißt,
Rahel: sie haben eine starke Überbevölkerung, weil wenig Platz zum Leben und dementsprechend auch viel Armut.
Rahel: Die Regierung hat übrigens, also diese Union der fortschrittlichen Völker,
Rahel: hat ihren Ursprung in einem unverwirklichten Skript für den dritten Alienfilm.
Rahel: Da werden wir auch später noch ein bisschen drüber reden.
Mháire: Dann haben wir die unabhängigen Kernsystemkolonien. Die machen sich in den 20er,
Mháire: 80ern von den tatsächlich politischen Regierungen unabhängig,
Mháire: um keine Zölle zu zahlen.
Mháire: Und sammeln dann Stück für Stück noch mehr andere Kolonien ein,
Mháire: die zum Eintritt eine Schutzgebühr bezahlen müssen.
Mháire: Das ist eine sich selbst zu Freistaat erklärende Mafia, so ein bisschen, die da entsteht.
Mháire: Das ist dementsprechend auch sehr offen, was die Gesetzgebung und dergleichen
Mháire: angeht, quasi ultraliberal marktwirtschaftlich gesehen und in eigentlich allen anderen Bereichen.
Mháire: Und sie sitzen dort, wo man es vielleicht erwarten würde, nämlich in den reichsten
Mháire: Gegenden in den Kernsystemen.
Mháire: Da, wo es viele Ressourcen gibt, gutes Terraforming und Leute,
Mháire: die viel Geld haben und nicht einsehen, warum sie welches davon als Steuern abgeben sollen.
Rahel: Dann haben wir noch zu guter Letzt United Systems, beziehungsweise später United
Rahel: Systems Military, was eben die Fusion aus dem Drei-Welten-Imperium und den Vereinigten
Rahel: Amerikas wird und auch einigen Staaten aus den unabhängigen Kernsystem-Kolonien.
Rahel: Das United Systems Military ist eben vor allem militärisch relevant und ist
Rahel: im Grunde genommen die neuere Form der Colonial Marines.
Rahel: Das heißt, man erkennt da besonders stark eben den militärischen Fußabdruck
Rahel: von den Vereinigten Amerikas drin.
Mháire: Hält ja auch nicht ewig, wird Ende des 24. Jahrhunderts auch wieder aufgelöst.
Mháire: Bei den Konzernen sind zwei vor allen Dingen wichtig, auch wenn es darüber hinaus
Mháire: noch welche gibt. Und einer ist auch nur aus einem semikanonischen Material, der dritte.
Mháire: Weyland-Yutani ist das große Ding, ursprünglich Weyland und Yutani legen sich dann zusammen.
Mháire: Und die bauen alles und machen alles. Vor allen Dingen alles,
Mháire: was sehr fortschrittliche und aufwendige Technologie bedeutet.
Mháire: Die Dinge, die mit Raumfahrt zu tun haben, mit Kryoschlaf und dergleichen.
Rahel: Weyland-Yutani konnte unter anderem deswegen so übermächtig werden,
Rahel: weil eben sowohl Weyland als auch Yutani schon sehr viele Patente und sehr viele
Rahel: Ressourcen an sich mitgebracht haben.
Rahel: Und in dem Moment, wo sich diese beiden Firmen dann auch noch zusammengeschlossen
Rahel: haben, war das einfach ein gigantischer Marktsprung im Bereich Weltraumreisen,
Rahel: künstliche Intelligenz, aber auch Überwachungsausrüstung.
Rahel: Das heißt, da haben wir dann auch nochmal einen ganz neuen Impetus eigentlich
Rahel: für alles, was sich wirklich gegen den Menschen richtet.
Rahel: Plus, was ja auch noch dazu kam, ist, dass durch die fortschreitende Kolonisierung
Rahel: des Weltraums, auch insbesondere eben am äußeren Rand, ist auch der Bedarf an
Rahel: Waffen und an Raumschiffen gestiegen. Und das sind eben genau die Felder,
Rahel: die Weyland-Yutani bedienen konnte.
Mháire: Und auch immer weiter an der Spitze bleiben will. Deswegen sammelt man ja irgendwelche
Mháire: Aliens und versucht, aus denen was zu machen.
Mháire: Ein anderer Konzern, der zumindest immer mal wieder erwähnt wird, ist Seekson.
Mháire: Das ist ein europäisches Konglomerat, ursprünglich mal Seek & Son genannt.
Mháire: Und das ist mehr oder weniger die Firma, die das Gleiche anbietet wie Will &
Mháire: Yutani, nur ein bisschen günstiger. Also die bauen auch Androiden, die aber simpler sind.
Mháire: Und sie bieten sozusagen Alternativen zum Terraforming, indem sie Raumstationen bauen.
Mháire: Und was sie auch machen, sind so Sachen wie Trecker und schweres Gerät.
Mháire: Also Seaksen sind günstig, stabil, praktisch und nicht so fancy wie bei Alien-Tutani.
Rahel: Die haben auch ihre eigene KI, nämlich die Apollo-KI. Die haben auch ihre eigenen
Rahel: Arbeitsdruinen, die Working Joes.
Rahel: Beides kennt man unter anderem aus dem Computerspiel Alien Isolation,
Rahel: wo beides zu einem sehr gefährlichen Problem wird.
Rahel: Dann haben wir eben noch insbesondere Prodigy, also eine Firma,
Rahel: die jetzt inzwischen durch Alien Earth bekannt ist.
Rahel: Wenn man aber ehrlich ist, wissen wir bisher über diesen Megakonzern nicht viel.
Rahel: Außer eben, dass er zusammen mit Wayland Yutani einer von fünf großen Konzernen
Rahel: ist, die die Welt regieren.
Mháire: Also wir wissen, dass Prodigy auch der Neueste ist von diesem Konzern und dass
Mháire: er von einem Wunderkind sozusagen gegründet und geführt wird,
Mháire: mit dem auch dieser Konzern steht und fällt, mehr oder weniger.
Mháire: Und dass Prodigy versucht sich ein bisschen so als der, und wir tun jetzt was
Mháire: für den Menschen, Konzern darzustellen, was natürlich ziemlicher Schmuh ist,
Mháire: aber die trotzdem halt ein besseres Leben versprechen und schönere Städte und
Mháire: Technologie, die einem helfen soll und nicht einen ausnutzen.
Rahel: Über das Franchise verteilt werden noch viele, viele andere Firmennamen genannt.
Rahel: Meistens stellt sich dann heraus, dass diese Firmen über zig Umwege,
Rahel: möglichst verdeckt, möglichst vertuscht, doch wieder Tochterfirmen von diesen
Rahel: größeren Konzernen sind.
Mháire: Ja, Überraschung. Da muss man auch keinen von irgendwie jetzt groß kennen,
Mháire: um einen besseren Überblick darüber zu bekommen.
Rahel: Im Zweifel gehört sowieso Weyland-Yutani. Merkt euch das.
Mháire: Genau.
Rahel: Kommen wir doch mal zu den Schlüsselfiguren, also die Figuren,
Rahel: die im Alien-Universum entweder besonders wichtig sind oder zumindest häufiger auftauchen.
Rahel: Da haben wir natürlich, müssen wir einfach mit anfangen, Alan Ripley.
Rahel: Die Protagonistin der ersten vier Filme, auch von zahlreichen Comics,
Rahel: Romanen, wie gesagt, die war eigentlich lange Zeit so die zentrale Figur von Alien.
Rahel: Und das ist deswegen spannend, weil erstens, es ist eine Frau und zweitens,
Rahel: sie ist keine klassische Heldin.
Mháire: Nein, sie ist eine Offizierin an Bord dieses Schiffes und sie will ihren Job
Mháire: machen. Damit fängt alles an, dass sie eine vernünftige Person ist,
Mháire: die in einer stressigen Situation versucht, die Dinge am Laufen zu halten und
Mháire: die richtige Entscheidung zu treffen.
Mháire: Also sie ist eine fähige Person, aber sie ist keine in irgendeiner Form übermenschliche
Mháire: oder unrealistische Gestalt.
Rahel: Vielleicht mal ein bisschen was zum Biografischen. Ellen Ripley wurde 2092 auf
Rahel: Luna geboren, also sprich auf unserem Mond.
Rahel: Und sie ist dann 2179 auf Fury 161 gestorben, zumindest als Menschenfrau.
Rahel: Später gab es ja noch den Ripley-Klon.
Rahel: Charakterlich ist sie sehr willensstark, intelligent, aber auch vor allem ruhig.
Rahel: Das ist generell übrigens eine Sache, die ich insbesondere am ersten Film sehr genieße.
Rahel: Erwachsene Leute brüllen sich da quasi nie an gegenseitig. Ernstige Gespräche
Rahel: werden in leisen Worten gesprochen.
Mháire: Es sind alles Profis.
Rahel: Genau. Und das beschreibt eigentlich Ripley sehr gut. Das heißt auch selbst
Rahel: in Krisen ist sie jetzt nicht aufbrausend, sondern sie bleibt eigentlich immer sehr ruhig.
Rahel: Wird aber mit der Zeit auch immer desillusionierter und ist auch irgendwann
Rahel: eindeutig traumatisiert.
Rahel: Also nach den Ereignissen auf der Nostromo hat sie beispielsweise einfach einen
Rahel: Hass auf Synthetische, eben wegen Ash.
Rahel: Sie ist eine Mutter, die in gewisser Hinsicht zweimal ein Kind verloren hat.
Rahel: Also einmal eben ihre leibliche Tochter Amanda, glaubt sie zumindest,
Rahel: weil sie eben viel zu lange im Weltall umhergetrieben ist, als dass ihre Tochter noch leben könnte.
Rahel: Dann aber auch ihre im Grunde genommen Ziehtochter Newt aus Aliens.
Rahel: Das heißt, sie ist auch eine Person, die viel mit Verlust zu kämpfen hat.
Rahel: Und dann haben wir natürlich noch eben als diese neuere Version von Ripley,
Rahel: die etwas abgewandelt ist, aber trotzdem noch irgendwie eine Ripley sein soll,
Rahel: Ripley 8, der Klon, der Ripley und Alien-DNS miteinander vermischt.
Rahel: Sieht menschlich aus, hat aber eindeutig animalische Instinkte und Reflexe.
Rahel: Das heißt, man könnte auch sagen, das ist im Grunde genommen die abgefuckte Version von Ripley.
Mháire: Ja, die eine Version war traumatisiert. Die hier kommt direkt von Natur aus
Mháire: schon mit ungünstigen Instinkten daher und Aggression.
Mháire: Und kann einen Ball über das gesamte Feld blind werfen und dabei treffen.
Mháire: Was, Fun Fact, tatsächlich bei einer der Einstellungen passiert sein soll.
Mháire: Aus Versehen quasi, weswegen Ron Perlman, der in der Szene daneben steht,
Mháire: beinahe das Ganze geschmissen hätte, weil niemand damit gerechnet hat und ihm
Mháire: wirklich alles aus dem Gesicht fällt in dem Moment.
Rahel: Ich kann es verstehen.
Mháire: Ich glaube, der Moment, den die meisten Leute in Erinnerung behalten haben aus diesem Film.
Rahel: Ja. Wie das irgendwie dann wieder zu solchen Franchises passt,
Rahel: die sich ja irgendwann sehr episch verhalten, auch Alan Ripleys Nachkommen werden zu HeldInnen.
Rahel: Auch wenn Alan Ripley das ja streng genommen im klassischen Sinne nie war.
Rahel: Die Leute, die später in ihrer Blutslinie stehen, sind es dann auch wieder.
Rahel: Wir haben einmal Amanda Ripley, ihre Tochter, wurde 2111 geboren und,
Rahel: Fängt an als die Tochter, die auf der Suche nach ihrer Mutter ist,
Rahel: eine clevere Ingenieurin und sie fängt an, Weyland Yutani zu sabotieren von
Rahel: innen heraus, zusammen mit einer engen Kameradin von ihr, nämlich Sula Hendricks.
Rahel: Also sie wird irgendwann wirklich so eine Untergrundkämpferin.
Rahel: Und dann haben wir noch in der weit entfernten Zukunft aus Ellen Ripleys Sicht Alan Decker.
Rahel: Das ist dann im 25. Jahrhundert.
Rahel: Auch das ist jemand, der scheinbar so besondere Eigenschaften von Ripley mitbekommen
Rahel: hat. Der ist vor allem auch empath. Das heißt, er kann Gedanken und Gefühle
Rahel: anderer Lebewesen erahnen.
Rahel: Da bricht so ein bisschen das Alien-Franchise seiner eigenen Fähigkeiten,
Rahel: möchte ich fast sagen, in dem doch so eine leicht magische Komponente reingebracht wird.
Rahel: Aber spätestens mit Alan Decker ist der Kampf zwischen den Ripleys und den Xenomorphen
Rahel: etwas, was wirklich schon ganz tief in der Familie verankert ist.
Rahel: Weil wir stellen fest, die Xenomorphen hassen Alan Decker allein deswegen,
Rahel: weil er ein Nachkommen mit Ripleys ist.
Mháire: Okay. Das ergibt ungefähr so viel Sinn, irgendwie, dass der Hai in einer der
Mháire: Jaws-Fordstätten den Leuten folgt, weil er ihnen persönlich in Kroll legt.
Rahel: Ja, genau so ist das aber.
Mháire: Dann haben wir, abgesehen von den Ripley's, eine der wichtigsten Familien sind die Waylands.
Mháire: In dem Sinne, als das Peter Wayland von Wayland-Yutani gegründet hat und dementsprechend
Mháire: die wichtigsten Technologien auch hervorgebracht hat.
Mháire: Der ist 1990 in Mumbai geboren. Der ist also schon hier unterwegs,
Mháire: irgendwo, wenn wir uns in dieser Welt bewegen würden.
Mháire: Und hat aber zumindest einen guten oberen Mittelklasse-Start,
Mháire: würde ich sagen, mit Uniprofessorinnen und Ingenieur als Eltern.
Mháire: Und der gewinnt durchaus für seine wissenschaftlichen Erkenntnisse auch Preise,
Mháire: kriegt den Nobelpreis für seine Arbeit in der Krebsheilung.
Mháire: Und er baut mit David einen ersten perfektionierten Androiden-System.
Mháire: Und er ist ein absoluter Weirdo, der sich seiner eigenen Sterblichkeit nicht
Mháire: stellen kann und wissen will, was es mit Schöpfer, Geschöpf und dergleichen auf sich hat.
Mháire: Er selber ist ein Schöpfer von Geschöpfen, er baut Androiden,
Mháire: aber er will wissen, wer hat ihn gemacht, wo kommt er bzw.
Mháire: Die Menschheit her und warum hat dieser Schöpfer nichts zu sagen.
Mháire: Und das ist seine Motivation dahinter, nicht nur die Prometheus loszuschicken,
Mháire: sondern heimlich auch selber an Bord zu sein, obwohl er zu dem Zeitpunkt schon
Mháire: uralt ist und nur mit sehr viel Pflege und Hilfsmitteln unterwegs sein kann.
Mháire: Und als der Hilfsmittel ist unter anderem auch David, der aber vielleicht auch
Mháire: seine Probleme hat mit der Schöpfer- und Schöpfungssituation, die da herrscht.
Rahel: Ja, ein Prometheus ist spezifisch David 8 an Bord, also ein David-Androide der achten Generation.
Rahel: Und diese Generation hat ein Problem oder viele Probleme, aber das Hauptproblem
Rahel: ist, dass David Dinge kreieren kann.
Rahel: Das ist etwas, was in späteren Generationen aus dieser Baureihe wieder rausgenommen
Rahel: wird, weil man eben festgestellt hat, dass das zu einer Sinnkrise beim Androiden
Rahel: führen kann, woaufhin er dann mörderisch und gefährlich wird.
Rahel: Dieser David, wie wir ihn in Prometheus sehen, ist dem Menschen zwar in vielerlei
Rahel: Hinsicht überlegen, er ist aber eben zutiefst fasziniert von ihrer Fähigkeit,
Rahel: Dinge zu erschaffen. Also einmal Sachen wie Kunst und Musik oder auch Träume.
Rahel: Das ist was, was David aber theoretisch auch selber kann. Was er selber nicht
Rahel: ohne weiteres kann, ist Leben erschaffen.
Rahel: Und deswegen fängt er eben auch früh an, sobald sich ihm die Gelegenheit bietet,
Rahel: dass er mit diesem schwarzen Schleim experimentiert, um eben zu schauen,
Rahel: was für Lebensformen kann er denn so schaffen, wenn er damit verschiedene DNS kombiniert.
Rahel: Und in dem Moment, wo Peter Whelan dann auch irgendwann stirbt,
Rahel: brechen auch bei David dann die letzten Hemmungen weg und er löscht schließlich
Rahel: eigentlich den ganzen Planeten aus.
Mháire: Wahrscheinlich noch mehr, indem wir Xenomorphen auf andere Kolonien schicken.
Mháire: Wir haben noch mehr Androiden, beziehungsweise Leute, die Androiden bauen.
Mháire: Wir haben Bishop als Androiden in Aliens, der dort ein freundlicher und auch
Mháire: aufopferungsbereiter Androide ist, der Menschen helfen und sie retten will.
Mháire: Der ist aber designt nach Michael Bishop, der die Abteilung für Spezialprojekte
Mháire: Biowaffen und Androiden bei Weyland-Yutani geleitet hat und zu den Leuten gehört,
Mháire: die ihre Schöpfung dann direkt auch gleich ihr Gesicht geben.
Mháire: Das hat damit zu tun, dass einfach Lance Hendrickson beide dieser Rollen spielt.
Mháire: Und dementsprechend dann sie das gleiche Gesicht haben und diese Verbindung gezogen wird.
Rahel: Androide Bischop? Gut. Mensch Bischop? Böse.
Mháire: Android Ash? Auch nicht gut. Und gibt sich erst als Mensch aus.
Rahel: Genau. Der Wissenschaftsoffizier der Nostromo, der ein synthetischer Maulwurf
Rahel: ist. Also sprich, niemand wusste, dass sie einen Androiden an Bord haben.
Rahel: Und er hatte die ganze Und die ganze Zeit diesen Geheimauftrag 937,
Rahel: nämlich sollte er einen lebenden Xenomorphen zur Erde zurückbringen und die
Rahel: Crew der Nostromo, also die menschliche Crew, ist entbehrlich.
Rahel: Ash wirkt erstmal ruhig und intelligent, deswegen kann er sich auch so gut als Mensch tarnen.
Rahel: Er entpuppt sich dann aber im Laufe der Zeit als erstens sehr gewaltbereit und
Rahel: eben als auch eiskalter Lügner.
Rahel: Und er bewundert das Alien sehr, daher kommt auch ein sehr berühmter Ausspruch
Rahel: eigentlich im ganzen Alien-Universum, nämlich dass der Xenomorph als perfekter
Rahel: Organismus beschrieben wird.
Rahel: Das ist so eine Bewunderung, die Ash erstmals dem Alien gegenüber ausspricht.
Rahel: Und ich bin mir auch ziemlich sicher, das ist dann später die Blaupause geworden
Rahel: dafür, warum David so komplett von der Rolle dreht als Androide.
Rahel: Weil eben auch David diese Bewunderung für Lebewesen im Allgemeinen,
Rahel: aber spezifisch auch für dieses Alien birgt.
Mháire: Wesen, die selber kein Leben erschaffen können, begegnen einer Kreatur,
Mháire: die aus allem Kopien von sich selbst erschaffen kann. Durch Parasidentum,
Mháire: durch Ovomorphing und durch absolute Gnadenlosigkeit. Man kann schon verstehen,
Mháire: dass da eine Faszination da ist.
Mháire: Und Ash ist natürlich der Double Bluff von Arian.
Mháire: Wir haben eine fremdartige Kreatur, die die Crew unterwandert,
Mháire: indem sie ihn kleine Visionen für sich selbst einpflanzt.
Mháire: Aber die ganze Crew ist schon unterwandert und der eigentliche Feind ist ein
Mháire: künstlicher Mensch, der darauf programmiert ist, zu sagen, dass menschliches
Mháire: Leben überflüssig ist und der diese Kreatur haben will. Das ist ein ziemlich
Mháire: brillanter Kniff, ganz ehrlich.
Rahel: Das ist auch ein Kniff, wie wir später erfahren werden, der nicht im ursprünglichen
Rahel: Drehbuch vorgesehen war.
Rahel: Aber bevor wir dahin kommen, müssen wir noch ein bisschen über das Leben im Weltraum selbst reden.
Rahel: Denn alles, was wir jetzt bisher beschrieben haben, ist ja nicht sonderlich menschenfreundlich.
Rahel: Ehrlich gesagt, das Leben der Menschen in Alien hört sich ziemlich scheiße an.
Rahel: Und das bleibt auch so. Das wird nicht schöner.
Rahel: Also die komplette Lebensrealität der Menschen ist durch Kapitalismus,
Rahel: Weltraumreisen und technologischen Fortschritt bestimmt.
Rahel: Wobei die Weltraumreisen und der technologische Fortschritt wieder an das Thema
Rahel: Kapitalismus zurückgebunden sind.
Rahel: Das heißt, davon hängt dann ab, was für Berufe gibt es überhaupt?
Rahel: Wie sieht die Lebensqualität der Leute aus? Was haben die für Freizeitaktivitäten?
Rahel: Das wird alles durch die Großkonzerne bestimmt.
Mháire: Generell die Technologie, wir haben ja schon mehrfach gesagt,
Mháire: es ist keine Magie, es ist keine Fernzukunftstechnologie.
Mháire: Es ist alles erkennbar als das, was es macht, wenn wir irgendwas gezeigt bekommen.
Mháire: Es hat echte Schalter und Dinge, die geschmiert werden müssen,
Mháire: Sachen, die kaputt gehen können.
Mháire: Alles kann kaputt gehen und wird kaputt gehen. Es ist mühselig,
Mháire: man braucht Ersatzteile und Ingenieure und nichts will einfach mal fünf Minuten
Mháire: funktionieren, ohne dass man dran rumschrauben muss.
Mháire: Und vor allen Dingen, wir sehen auch über die gesamte Zeit dieses Alien-Universums,
Mháire: dass wir es beobachten, quasi keinen Fortschritt.
Mháire: Dadurch, dass die Filme zu anderen Zeiten entstanden sind und damit auch eine
Mháire: andere Ausgangstechnologie haben, mit deren Hintergrund wir auf die Sachen draufschauen,
Mháire: sieht es sogar aus, als würde die Technologie einen Rückschritt machen.
Mháire: Der Computer an Bord der Nostromo-Mother kommuniziert über einen winzigen Röhrenbildschirm
Mháire: mit grünen Buchstaben drauf.
Mháire: Das war damals nicht rückständig, heute wirkt das schon so.
Mháire: Aber man hat sich auch mehr oder weniger dafür entschieden, diese Ästhetik beizubehalten.
Rahel: Was bei der Technologie vielleicht noch ganz wichtig ist, ist,
Rahel: dass sie immer suggeriert, schon allein wie sie visuell dargestellt wird,
Rahel: der Mensch passt sich der Technologie an und nicht die Technologie dem Menschen.
Rahel: Das heißt, es bleibt immer unbequem, sie zu nutzen. Also beispielsweise,
Rahel: wer aus dem Hyperschlaf aufwacht, hat Probleme mit Übelkeit.
Rahel: Ich bin mir sicher, das wäre theoretisch ein lösbares Problem,
Rahel: aber ist halt nicht wichtig genug.
Mháire: Warum soll man daran forschen? Braucht man nicht.
Mháire: Dadurch, dass wir uns weiterentwickelt haben von Ende der 70er,
Mháire: als der erste Film kam, ist das inzwischen ein Retrofuturismus.
Mháire: Ich möchte bei sowas aber immer auch sagen, das ist per se gar nicht so unrealistisch,
Mháire: denn auch die NASA hat gerne echte Schalter, die man umlegen kann und keine
Mháire: Touchscreens oder so etwas, weil irgendwann kommt der Punkt,
Mháire: wo Technologie zu fehleranfällig wird, wenn man sie komplexer macht.
Mháire: Die entscheidenden Technologien, die wir nicht haben, sehr, sehr viel wirkt
Mháire: vertraut, aber die entscheidenden haben wir ja schon genannt,
Mháire: überlichtschnelles Reisen, Hyperschlaf, der es einem erlaubt,
Mháire: lange zu leben, während man auf den Reisen einfach pennt.
Mháire: Aber das bedeutet, dass eben wie Ripley Leute lange im Weltall irgendwo eingefroren
Mháire: sind, während ihre Verwandten auf der Erde einfach davon altern.
Mháire: Und KI unter anderem in Form von Ruinen, aber eben auch als die Systeme,
Mháire: die ein Raumschiff oder eine Station leiten können, wie die ikonische Mother,
Mháire: aber auch Apollo haben wir schon erwähnt, das Seek-SIM-System und Terraforming.
Rahel: Dadurch, dass wir die Konzerne den Weltraum kolonisieren und Ressourcen zur
Rahel: Erde zurück transportieren wollen, ergeben sich auch sehr klassische Berufe.
Rahel: Also wir haben einmal ganz typische Blue-Collar-Berufe, also so Sachen wie Bergleute,
Rahel: Landwirte. Wir haben Prospektoren.
Rahel: Ellen Ripley ist am Anfang Space Truckerin, also die Nostromo ist ein Transportschiff,
Rahel: ein Frachter, der eben dieses wertvolle Material zur Erde bringen soll.
Rahel: Das macht eigentlich schon einen großen Anteil der Berufe aus.
Rahel: Dann haben wir aber auch klassische White-Collar-Berufe, meistens mit einer
Rahel: fragwürdigen Moral. Und was wir da am meisten sehen, in den Alien-Filmen zumindest,
Rahel: sind Forschung und Entwicklung.
Rahel: Also so Leute eben wie der Mensch, Bishop, der viel durch die Gegend reist,
Rahel: dem wird es wahrscheinlich auch immer gut gehen.
Rahel: Aber der ist in erster Linie da, um eben neue Projekte zu entwickeln,
Rahel: Forschung voranzutreiben und so weiter.
Rahel: Und dann haben wir so als drittes Standbein noch die militärischen Berufe.
Rahel: Wir haben also sehr viele Colonial Marines und vor allem aber auch Söldner.
Rahel: Aber egal, wo man sich da jetzt beruflich eingruppiert, was die alle teilen,
Rahel: ist, sie sind grundsätzlich entbehrlich.
Rahel: Weil Menschen gibt es genug, die können immer ersetzt werden.
Mháire: Und das Leben ist auch generell nicht so toll. Also wir sehen zum Beispiel in
Mháire: Alien Earth, dass es da unterschiedliche Abstufungen gibt. Wir sehen aber durchaus
Mháire: auch zum Anfang von Aliens, dass es da definitiv Leute gibt,
Mháire: die ein besseres Einkommen haben und ein besseres Leben.
Mháire: Mit der Station, die wir sehen und mit Leuten im höheren Rang bei Weyland-Yutani.
Mháire: Aber trotzdem, das, was wir wirklich aktiv erleben, ist größtenteils dreckig.
Mháire: Es gibt wenig Ablenkungen, die man irgendwie beobachten könnte,
Mháire: außer dass die Leute miteinander reden, was für ein absurdes Konzept.
Mháire: Oder trinken oder rauchen, was großartig ist. Leute, die an Bord eines Raumschiffs
Mháire: rauchen, sowas kann man nur in den 70ern machen.
Rahel: Ja, das ist eine Frage, die ich mir immer wieder gestellt habe.
Rahel: Warum lassen die Menschen das mit sich machen in Alien? Es gibt sehr wenig,
Rahel: was von dem Alien ablenkt, aber scheinbar haben sie keine Wahl.
Rahel: Das würde ja auch immer wieder suggeriert, der Mensch gehört dem Konzern.
Rahel: Das heißt, dadurch, dass Alan Ripley beispielsweise dafür verantwortlich gemacht
Rahel: wird, dass die Nostromo verschwindet, muss später dann ihr Nachfahre Alan Decker
Rahel: die Schulden abbezahlen.
Mháire: Ja, das ist die kallschnäuzige Kapitalismus-Variante, von der wir gar nicht
Mháire: mehr so weit entfernt sind. Wir holen das immer mehr ein, finde ich.
Rahel: Deswegen möchte ich kurz, aber subtil an dieser Stelle äußern,
Rahel: aber Revolution ist manchmal eine Option.
Mháire: Die UPP hat es versucht.
Rahel: Das stimmt.
Mháire: Also es gibt ja sogar tatsächlich die logische Reaktion darauf.
Mháire: Gut, lass uns ein bisschen darüber reden, wie es überhaupt dazu kam,
Mháire: dass sich dieses bemerkenswerte Universum aus einem einzelnen Film entwickelt hat.
Mháire: Denn das ist nicht so geradlinig, jemand hatte eine tolle Idee und hat dann
Mháire: die richtigen Leute gefunden und dann, bam, wurde es umgesetzt.
Mháire: Nein, es hat so ein paar Schlaufen und ein paar bizarre Gestalten, die beteiligt sind.
Mháire: Und im Kern des Ganzen steht Dan O'Bannon, der ein Autor ist.
Rahel: Genau. Der ist nämlich irgendwann mit einem sogenannten Specscript vorstellig geworden.
Rahel: Das heißt, Alien ist wirklich seine eigene Idee und kein Studioauftrag gewesen.
Rahel: Also Specscript heißt Speculative Script. Ich spekuliere mal darauf,
Rahel: dass ich dieses Drehbuch irgendwo an den Mann kriege oder die Frau.
Mháire: Ursprünglich hieß das Starbeast.
Rahel: Oh ja.
Mháire: Was ein weniger guter Titel ist.
Rahel: Passt allerdings auch zu der Ära, wo der Film gemacht wurde.
Rahel: Also schaut man in die Credits, dann geht die Story von Alien auf Dan O'Bannon
Rahel: und Ronald Schasse zurück. Für das Drehbuch war aber offiziell Dan O'Bannon
Rahel: allein nicht zuständig. Das stimmt aber auch nicht so ganz.
Rahel: Und 1975 sollte O'Ben eigentlich am Film Dune mitarbeiten von Alejandro Dodorowsky.
Rahel: Das ist ja so ein sehr berühmtes, nie verwirklichtes Filmprojekt,
Rahel: denn da waren allerhand berühmte Künstler dran beteiligt.
Rahel: Also O'Ben lernte am Set von Dune einmal Chris Forsken, aber auch den Künstler,
Rahel: also insbesondere kennt man ihn, glaube ich, aus der Comicwelt,
Rahel: Jean Giraud, auch bekannt als Möbius und Hans Rüdiger.
Rahel: Jetzt ist aber dieses Dune-Projekt schon im nächsten Jahr hinfällig.
Rahel: Also Dune ist gescheitert und O'Ban hatte alle Pferde darauf gesetzt.
Rahel: Das heißt, der kehrt zurück, ist verarmt und obdachlos.
Rahel: Er kommt dann erst mal bei seinem Freund Ronald Shustard unter und zusammen
Rahel: überarbeiten sie, um eben O'Ban irgendwie wieder auf die Füße zu kriegen,
Rahel: ein altes Skript von ihm, zusammen mit so ein paar verworfenen Filmideen.
Rahel: Und das wird dann eben dieses Spec-Skript Starbeast, was sie verschiedenen Studios anbieten.
Rahel: Das ist also die erste Fassung von Alien. Es besteht aus mehreren eigenen Versatzstücken,
Rahel: aber auch vor allem vielen, vielen fremden Inspirationen.
Rahel: Also so Sachen wie das Ding aus einer anderen Welt und viele Science-Fiction-A,
Rahel: aber auch vor allem B-Movies aus der Zeit stecken in diesem Skript.
Rahel: Deswegen hat Owen auch irgendwann mal so schön gesagt, ich habe Alien von niemandem
Rahel: gestohlen. Ich habe es von allen gestohlen.
Mháire: Er hat insofern Erfolg, als dass dieses Backscript tatsächlich gekauft wird
Mháire: von einer Tochterfirma von 20th Century Fox.
Mháire: Die haben aber dann Änderungswünsche daran. Und das ist der Punkt,
Mháire: wir hatten es ja schon gesagt, Ash war nicht von Anfang an Teil dieses Scripts.
Mháire: Das heißt, dieser brillante doppelte Kniff mit dem zweiten Verräter,
Mháire: nicht nur mit der Kreatur, sondern auch mit dem Mensch, der keiner ist,
Mháire: das ist nicht ursprünglich O'Banons Idee.
Mháire: Und dann hat dieses Studio dieses Script, das per se fertig ist,
Mháire: aber aussieht, als würde es eine Menge kosten. Und Science-Fiction ist eigentlich
Mháire: eher ein B-Movie-Genre.
Mháire: Wie viel Geld will man also überhaupt drauf werfen?
Mháire: Aber dann kommt Star Wars 1977 und macht so viel Geld, wie man noch nie gesehen hat.
Mháire: Und auf einmal besinnen sie sich darauf im Moment, wir haben da doch in der
Mháire: Schublade dieses Script liegen, das können wir doch umsetzen.
Mháire: Und wen nehmen wir denn dafür? Und dann steht O'Bannon da und zeigt auf und
Mháire: sagt, ich dachte, ich könnte das. Fox sieht das nicht so.
Rahel: Nein. Sie shoppen dieses Skript erstmal an Haufen Regisseure,
Rahel: unter anderem auf Steven Spielberg. Der war aber zeitlich verhindert.
Rahel: Der hatte durchaus Interesse.
Rahel: Und so ist dann letztlich Ridley Scott auf dem Regiestuhl gelandet.
Rahel: Der war noch neu in der Branche, der hatte hauptsächlich Werbefilme bis dato
Rahel: gemacht und einen Spielfilm, die Duelisten, der ist nie sonderlich bekannt geworden,
Rahel: aber in Kritiken kam er sehr gut an.
Rahel: Und das hat dann eben Brandywine bzw.
Rahel: 20th Century Fox gereicht, dass sie sagen, ja, mach mal.
Mháire: Genau, Brandywine ist der Name dieser Tochterfirma.
Rahel: Genau.
Mháire: Ridley Scott kommt da auch mit sehr klaren Vorstellungen rein,
Mháire: wie das aussehen soll, weicht da auch durchaus stark von dem ab,
Mháire: wie man sich Raumschiffe vorstellt.
Mháire: Also Ridley Scott ist es zu verdanken, dass die Nostromo so schlecht beleuchtet,
Mháire: so schmutzig, so windig verraucht und mit Räumen durchsetzt ist,
Mháire: die wenig Sinn ergeben, wie einer in dem Ketten von der Decke hängen und das
Mháire: Wasser regnet, ein großer Schacht oder so etwas.
Mháire: Aber bei dem geht Vibe und Look eben davor, dass es in der Welt sinnig ist.
Mháire: Aber dafür sieht dieser Film auch unglaublich gut aus und hat eine Welt,
Mháire: von der man glaubt, dass man sie schmecken kann, durch den Bildschirm hindurch.
Mháire: Und er bekommt von O'Bannon etwas gezeigt, wo er sagt, das ist unsere Kreatur.
Mháire: Es gibt nämlich schon Entwürfe eigentlich für das Monster in Starbeast slash Alien.
Mháire: Und die sehen, wenn man sie sich anschaut, ganz ehrlich, richtig doof aus.
Mháire: Aber O'Bannon zeigt ein Bildband, das Necronomicon, eines der Necronomicons,
Mháire: spezifisch ein namensgebendes Bild, davon von H.R. Giga Scott.
Mháire: Und der sagt, das muss es sein.
Mháire: O'Bannon ist natürlich davon durchaus begeistert, aber Fox nicht.
Mháire: Denn Giga malt gerne auch Bilder mit Penissen. Der ist zu anzüglich und zu europäisch
Mháire: und zu seltsam. Das heißt, sie müssen da wirklich lobbyieren und das durchsetzen
Mháire: und mehr oder weniger sagen, dieser Typ kommt jetzt am Set und macht das oder
Mháire: wir machen das nicht mehr, damit der Film zustande kommt.
Mháire: Und ich glaube, wir sind uns da einig und nicht nur wir, sondern allgemein alle
Mháire: Leute, die sich damit beschäftigt haben, dass ohne dieses Design der Film nicht funktioniert hätte.
Rahel: Nein. Definitiv, das Design war der Schlüssel,
Rahel: Und ist es ja bis heute, warum Alien sich von vielen, vielen anderen Science-Fiction-Filmen abhebt.
Mháire: Und das heißt, hier kommen mehrere Sachen zusammen, nämlich die starke Bildsprache
Mháire: von Ridley Scott, die teilweise durch durchgemachte Nächte,
Mháire: Drogen und den allgemeinen Wahnsinn rings um das Dune-Projekt von Jodorowsky
Mháire: befeuerte Drehbuch, das dann noch überarbeitet wurde, und die wunderbaren biomechanischen
Mháire: Designs, die Giga mit einbringt, der auch wirklich ganz intensiv in diesem Projekt mitarbeitet.
Mháire: Der hat sogar dann für Fortsetzungen noch weitere Entwürfe gemacht,
Mháire: die gar nicht angenommen wurden. Also der war sehr investiert.
Mháire: Und nur durch dieses Zusammenkommen davon und noch eben dann weiteren Dingen,
Mháire: wie dem Casting, für das Scott auch sehr stark verantwortlich ist,
Mháire: ist ein so guter Film entstanden. Das ist eines von diesen Phänomenen,
Mháire: dass man Lightning in a Bottle nennt.
Mháire: Man kann nicht damit rechnen, dass es funktioniert, aber auf wundersame Art
Mháire: und Weise tut es das aber nur einmal. Und durch das Zusammenkommen genau die
Mháire: richtigen Dinge, wie eben auch unserer Ellen Ripley.
Rahel: Genau, denn das ist eine Entscheidung, die auch erst im Casting gefällt wurde.
Rahel: O'Bannon's Script merkt eigentlich explizit an, dass jede Rolle im Film von
Rahel: jedem Geschlecht gespielt werden könnte.
Rahel: Aber wie das nun mal so ist und wie insbesondere Männer in der Filmbranche gerne
Rahel: so sind, Ridley Scott hatte zuerst daran gedacht, Ripley natürlich dann männlich
Rahel: zu besetzen, weil er ist ja der Protagonist vom Film.
Rahel: Und erst so beim Casting ist ihm bewusst geworden, nein, die gleiche Rolle würde
Rahel: auch mit einer Frau in der Hauptrolle funktionieren.
Rahel: Also hat er Sigourney Weaver für ihren allerersten Film dazugerohlt.
Rahel: Das heißt, das muss man sich auch mal wegstecken. Erstens, Alien hätte ein sehr
Rahel: anderer Film werden können, nämlich mit einem männlichen Ripley.
Rahel: Aber vor allem war Sigourney Weaver zu dem Zeitpunkt noch sehr,
Rahel: sehr jung mit einem wirklich illustren Cast. Also fast alle Leute,
Rahel: die an diesem Film mitgespielt haben, sind Absolventen der Juliet School.
Rahel: Das sind ausgebildete, renommierte Schauspieler zu dem Zeitpunkt. Und Sigourney Weaver.
Mháire: Ja, Juliet mit die exklusivste Schule für die Performing Arts in den USA,
Mháire: wo jedes Jahr wirklich nur eine Handvoll Leute angenommen wird.
Mháire: Damit kann man schon angeben.
Mháire: Also ich meine, da ist auch ein Ian Holm dabei, der generell ein unglaublich
Mháire: guter, klassisch ausgebildeter Schauspieler ist.
Mháire: Nur in Anführungsstrichen, um den Androiden, den Verräter zu spielen,
Mháire: aber das eben auf eine so unglaublich zurückhaltend, perfekt getimte,
Mháire: charmante Art und Weise macht. Einfach ein brillanter Cast.
Rahel: Dann noch so ein Funfact am Rande. Diese Doom-Zusammenarbeit,
Rahel: wo ja ein Haufen Künstler aufeinander getroffen ist, hat sich nicht nur insofern
Rahel: auf Alien ausgewirkt, als dass Giga mit ans Set geholt wurde für das Alien-Design.
Rahel: Also Giga hat das Alien-Design, die Oberfläche von LV-426 und natürlich der
Rahel: Juggernaut inklusive dem Space Jockey,
Rahel: sondern Chris Voss, den ich eben auch schon erwähnt habe, hat zusammen mit Ron
Rahel: Korb dann die Nostromo gestaltet und Möbius hat die Raumanzüge gestaltet.
Rahel: Das heißt, fast alle diese Künstler, die bei Dune hätten mitwirken sollen,
Rahel: sind dann in irgendeiner Weise, mal in größerer, mal in kleinerer Funktion,
Rahel: zum Alien-Set weitergewandert.
Mháire: Also, auch wenn der Film nichts geworden ist, er hat Leute zusammengebracht.
Mháire: Alien kommt dann also raus und ist ein bemerkenswerter Film,
Mháire: den man so noch nie gesehen hat und wird in den Kritiken zugegeben,
Mháire: erstmal sehr durchmischt gehandhabt.
Mháire: Einige Leute können sehen, was für einen Impact das haben wird,
Mháire: aber andere sagen, naja, es ist halt ein Horrorfilm, nur dass es im Weltall spielt.
Mháire: Was ja auch irgendwo stimmt, es sind die handwerklichen Qualitäten,
Mháire: die es über dieses Konzept hinausheben. Wird aber finanziell ziemlich erfolgreich, das Ding.
Rahel: Ja, das gibt allerdings Fox erstmal lange Zeit nicht zu. Daraus entsteht später noch ein Rechtsstreit.
Rahel: Aber bevor wir dazu kommen, im Laufe der Zeit hat das Alien-Franchise viele,
Rahel: viele berühmte Regisseure angezogen oder Regisseure berühmt gemacht.
Rahel: Also wenn man sich mal anguckt, wer war schon alles irgendwie in einem Alien-Film
Rahel: auf dem Regiestuhl, dann haben wir dann Namen wie James Cameron,
Rahel: David Fincher, also es ist David Finchers erster Film, der hat dann später so
Rahel: Filme wie Seven gemacht.
Rahel: Wir haben mal ein Skript, was von Joss Whedon verfasst wurde.
Rahel: Das sind heute alles Namen, ja, hat man schon mal gehört. Die haben aber teilweise
Rahel: erst dank Alien überhaupt ihren Ruf aufbauen können.
Rahel: Und seit 2019 liegen die Rechte von Alien dann bei Disney.
Mháire: Das heißt, Alan replaced eine Disney-Prinzessin.
Rahel: Ja, und die Alien-Königin auch.
Rahel: Aber allein das zeigt ja schon immer, wenn Disney sich so eine Franchise oder
Rahel: so eine IP kauft. Ja, da steckt offensichtlich Potenzial drin.
Mháire: Auch wenn Fox das lange Zeit nicht behauptet hat, um der eigenen Tochter-Falmer
Mháire: Brandywine eben nicht das Geld geben zu müssen dafür.
Mháire: Die mussten das einklagen und dann im Rahmen der Klage wusste dann auch,
Mháire: die Fortsetzungen finanziert werden. Also das hat das alles in die Länge gezogen,
Mháire: dass es überhaupt dazu kam.
Rahel: Das war aber damit auch die Zeit zwischen dem ersten und dem zweiten Film eigentlich
Rahel: die einzige Phase, wo es mal still wurde um Alien.
Rahel: Weil eben Fox das Sequel blockieren konnte, dadurch, dass sie gesagt haben,
Rahel: nee, nee, der Film, das war ein Verlustgeschäft.
Rahel: Und erst als das dann aufgelöst war und das Alien-Sequel kam,
Rahel: also sprich Aliens, ab da war irgendwo immer ein Alien-Film oder eben irgendwo
Rahel: eine transmediale Story in Arbeit.
Mháire: Es hätte auch zwischenzeitlich weit anders weitergehen sollen.
Mháire: Es gab unterschiedliche Skripte für Alien 3, bis man sich dann für eins entschieden
Mháire: hat. Da hat unter anderem William Gibson dafür geschrieben, der Vater des Cyberpunk.
Mháire: Und dieses verworfene Skript ist aber inzwischen wieder aufgearbeitet worden
Mháire: als Audiodrama zum Beispiel, als Roman.
Mháire: Das heißt, teilweise ist aus diesem verlorenen Material dann wieder was geworden,
Mháire: beziehungsweise Dinge, die in denen eingebracht wurden, in die Lore,
Mháire: in den Hintergrund der Welt, die sind dann anderweitig wieder aufgetaucht,
Mháire: wie Alien-Hybride und der Hintergrund der Xenomorphen.
Mháire: Und Ridley Scott, der den ersten Film gemacht hat, ist ja durchaus länger dabei
Mháire: geblieben, beziehungsweise er hat auch erstmal beobachtet, was machen andere
Mháire: Leute damit, um dann mit Prometheus zurückzukommen.
Mháire: Und jetzt ist es so, dass halt immer mal wieder jemand die Chance bekommt,
Mháire: etwas mit Alien zu machen. Und dann schaut mal, wie gut es wird im Endeffekt.
Mháire: Und da hatten wir zum letzten Romulus und eben Alien Earth, die beide,
Mháire: glaube ich, ganz gut angekommen sind, zumindest bei mir.
Mháire: Und was es natürlich auch gibt, sind Spiele. Dafür sind wir zwei aber gar nicht die Fachleute.
Rahel: Nein, denn die Geschichte der Alien-Spiele fängt wirklich schon in den 80er Jahren an.
Rahel: Da hat es sehr, sehr viele Lizenzspiele gegeben und irgendwann in der Zeit sind
Rahel: die Spiele dann aber auch selbstständiger geworden, bis wir dann schließlich
Rahel: sowas wie Alien Isolation haben, was eine ganz eigene Geschichte erzählt.
Rahel: Und weil das viel zu viel war und viel zu groß, dass wir uns da einen wirklich
Rahel: fundierten Überblick hätten verschaffen können.
Rahel: Haben wir mit einem Experten gesprochen. Und zwar mit Felix Rigg,
Rahel: der schon seit 2002 im Games-Journalismus ist. Der hat angefangen bei Giga Games,
Rahel: war dann bei Gamesfeld und ist inzwischen bei der GameStar.
Rahel: Und das Schöne ist, Felix ist selbst ein großer Alien-Fan, der sich auch mehrfach
Rahel: schon mit der Geschichte der Alien-Games befasst hat. Hallo Felix!
Felix: Hi, hallo, servus, grüß dich. Freut mich, dass ich hier dabei sein darf.
Rahel: Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Felix, du bist selbst großer Alien-Fan.
Felix: Ja, ich muss sagen, das ist so mittlerweile meine Lieblingsfilmserie,
Felix: also zumindest die ersten drei Filme, die finde ich alle durch die Bank fantastisch,
Felix: ist bei mir noch irgendwie vor Star Wars oder Indiana Jones oder der Pate,
Felix: ist wirklich die Alien-Trilogie, die ich einfach absolut feiere und bis zum
Felix: Umfallen schon gesehen habe.
Rahel: Du hast jetzt mit dem Begriff Alien-Trilogie ja schon ganz sneaky auch gleich
Rahel: einen Spieletitel untergebracht, nämlich von dem Spiel Alien-Trilogie.
Rahel: Damit hast du mir jetzt eine schöne Überleitung geschaffen, denn du interessierst
Rahel: dich auch für die Alien-Spiele, also sowohl die neueren als auch die älteren, richtig?
Felix: Ja, absolut. Ich mag halt dieses ganze Universum und was es da so gibt.
Felix: Und wenn man mal alle Filme wie blöd durchgeschaut hat, dann schaut man natürlich
Felix: weiter. Und Videospiele ist halt mein Beruf und Leidenschaft.
Felix: Und natürlich schaue ich mir da auch die ganzen Alien-Spiele an.
Rahel: Dann kannst du uns ja vielleicht auch so einen historischen Schnelldurchlauf geben.
Rahel: Seit wann gibt es denn überhaupt Alien-Spiele? Und wie wurde in deinen Augen
Rahel: über die Jahre hinweg mit dieser Lizenz umgegangen?
Felix: Ja, das Ganze fing ganz rudimentär an im Jahr 1982. Da erschien nämlich ein
Felix: Alien-Spiel für den Atari VCS oder Atari 2600.
Felix: Und es war dann im Endeffekt eigentlich nur so ein Klon von Pac-Man und Frogger,
Felix: wo es manche Level gab, die waren wie Pac-Man aufgebaut, man musste so Punkte
Felix: einsammeln und musste für den Aliens weglaufen und dann Frogger,
Felix: wo man über so eine Straße drüber gehen musste ...
Felix: Das war noch so ganz rudimentär. Es wurde dann aber schon 1984 ein bisschen
Felix: ausgeklügelter mit Alien für den C64, auch basierend auf dem Film.
Felix: Das war so ein bisschen Strategie und Abenteuer, wo man auf dem Schiff der Nostromo
Felix: unterwegs war. Und dann hatten auch die Crewmitglieder unterschiedliche Gemütszustände
Felix: und konnten auch sterben und so.
Felix: Das war ziemlich abgefahren. Und dann kam natürlich auch mit
Felix: Aliens, also mit James Camerons Film, Spiele dann raus etwas später,
Felix: die halt auch so ein bisschen actionlastiger waren von Aliens,
Felix: da gab es dann auch mehrere Spiele, einmal eine US-Version, die
Felix: ein bisschen actionlastiger war und dann gab es noch Aliens the Computer Game,
Felix: das war so eine Art Action-Adventure aus der Ego-Perspektive,
Felix: und so hat sich das dann immer weiterentwickelt, also diese Lizenz war immer
Felix: irgendwie da, wurde dann auch in der Spielhalle verwurstet mit Aliens,
Felix: das war so ein typisches Run-and-Gun-Spiel, wo man von links nach rechts gelaufen ist mit Ripley und Hicks
Felix: und alles niedergeballert hat, etliche Aliens, da wurden auch neue Aliens eingeführt,
Felix: die man noch gar nicht kannte.
Felix: Alien 3 hat natürlich auch Versoftungen bekommen für Super Nintendo und Mega Drive.
Felix: Und dann auf dem Atari Jaguar eines der wichtigsten Spiele, finde ich,
Felix: Alien vs. Predator von Rebellion, das erste Alien vs. Predator,
Felix: das richtig gut war auf dieser, ja, sehr exotischen weirden Konsole.
Felix: Alien Resurrection im Jahr 2000 für die Playstation von Argonaut Games,
Felix: das dann tatsächlich in dem Sinne Maßstäbe gesetzt hat, weil da die Twin-Stick-Steuerung,
Felix: die man heute bei jedem Ego-Shooter auf Konsole hat, zum Standard gemacht hat.
Felix: Wussten damals die Leute noch gar nicht so mit umzugehen.
Felix: Aber wie gesagt, ich könnte jetzt hier noch ewig weiterreden,
Felix: aber diese Lizenz, die wurde über die Jahre schon immer wieder ausgegraben,
Felix: also sie war eigentlich immer präsent.
Felix: Wenn man sich so anschaut, es waren nie viele Jahre dazwischen und es kam immer
Felix: wieder ein neues Alien-Spiel, was ich natürlich schön fand, weil viele davon
Felix: waren tatsächlich auch ganz gut, muss man auch sagen.
Felix: Also ich finde schon, dass das eine Serie ist, wo man sagen muss,
Felix: die Spiele, das hätte weitaus schlimmer werden können.
Rahel: Ja, man hat es ja ganz gerne bei so Versoffungen, dass das dann häufig,
Rahel: platt gesagt, Lizenzgurken sind.
Rahel: Das heißt aber, in deinen Augen ist das bei den Alien-Spielen gar nicht mal unbedingt der Fall?
Felix: Da gab es auch Spiele, die definitiv nicht gut waren.
Felix: Ich meine, wir alle erinnern uns an das Jahr 2013 und als Gearbox
Felix: Alien Colonial Marines rausgebracht hat, dass sie angeblich selber entwickelt
Felix: haben und wenn man dann rausbekommen hat, da war noch ein anderer Entwickler
Felix: im Hintergrund und sie haben das Geld eigentlich in eine andere Produktion gesteckt.
Felix: Das war eine riesige Gurke einfach. Das wirkte alles sehr unfertig.
Felix: Und natürlich gab es da auch schon ein paar Ausfälle. So ist das nicht.
Felix: Aber du hast es ja gerade eben schon angesprochen, diese Lizenzgurken,
Felix: die man in den 90ern hatte. Also wenn ich da an dieses Terminator 2-Spiel denke,
Felix: dass ich auf meinem Sega 500 gespielt habe, was für ein Schrott das war.
Felix: Und da muss ich sagen, ja, es gab schlechte Alien-Spiele, aber nie etwas,
Felix: wo ich sagen muss, das ist ja miseratis. Also wie gesagt, Alien Colonial Marines
Felix: ist da für mich so die große Ausnahme.
Rahel: Würdest du denn sagen, dass die Alien-Spiele in irgendeiner Art und Weise auch
Rahel: wirklich eine popkulturelle Breitenwirkung entfalten haben?
Rahel: Oder sind das wirklich nur Spiele, die die Filme begleitet haben und deswegen
Rahel: auch nur interessant waren für die Leute, die eben die Filme mochten?
Felix: Ich glaube anfänglich schon, dass es halt für die Leute war,
Felix: die die Filme mochten, weil ich meine, das Design von H.R. Giger und das Design
Felix: von Ridley Scott und James Cameron, was man in den Filmen hatte,
Felix: das ist schon sehr ikonisch und das wollte man natürlich dann auch in die Spiele rüberbringen.
Felix: Und die haben sich dann natürlich auch immer an den Filmen orientiert und waren
Felix: dann oftmals so Tie-ins zu den Filmen.
Felix: Aber ich finde dann schon, dass auch relativ schnell eigener Kram gemacht wurde.
Felix: Eben wie gesagt Alien vs. Predator.
Felix: Mag sein, dass es da schon eine Comic-Version von vorher gab.
Felix: Aber dann hat man eben auch versucht, so ein paar eigene Wege zu gehen.
Felix: Und das fand ich schon sehr, sehr cool. Und das ist dann meines Erachtens komplett
Felix: steil gegangen mit Alien Isolation.
Felix: Was ja dann eine Geschichte erzählt, die super eigen war.
Felix: Weil da geht es um die Tochter von Ripley. Und was sie für ein Abenteuer erlebt,
Felix: während sie auf der Suche nach ihrer Mutter ist, wo ich schon der Meinung bin,
Felix: die Filme sind natürlich die Basis von dem Ganzen, aber mittlerweile kann diese
Felix: Lizenz sehr gut auf eigenen Beinen stehen.
Rahel: Alien Isolation ist ein Spiel, das wir jetzt auch in der Hauptfolge immer wieder
Rahel: erwähnt haben, weil es eben die Erzählung von Alien erweitert,
Rahel: weil es eine Lücke in Ellen Ripleys Biografie auffüllt, dadurch,
Rahel: dass wir jetzt was von ihrer Tochter erfahren wollen.
Rahel: Und das ist ja generell was, was die Alien-Franchise inzwischen wirklich auszeichnet,
Rahel: dass es nicht nur die Filme gibt, sondern die Filme oder deren Story wird ergänzt
Rahel: durch die Spiele, durch Romane, durch Comics.
Rahel: Ab wann sind denn in deinen Augen diese Alien-Versoftungen keine reinen Adaptionen
Rahel: oder auch Kopien mehr, sondern gehen eben inhaltlich ihren eigenen Weg?
Rahel: Ist das erst seit Alien Isolation der Fall?
Felix: Nee, da würde ich schon sagen, das fing schon zum Beispiel bei Aliens Arcadern,
Felix: das ich vorhin genannt habe aus dem Jahr 1990, was ein Run and Gun war,
Felix: eigentlich vom Gameplay relativ simpel,
Felix: sowas wie Super Pro-Botector oder Contra 3, wie es in den USA hieß.
Felix: Und da wurden Aliens auf einmal eingeführt, die man so überhaupt nicht kannte,
Felix: die man nie in den Filmen gesehen hat.
Felix: In den Filmen ist es relativ simpel. Da gibt es dieses singuläre Alien aus Alien
Felix: 1 und dann gibt es halt diese ganzen Drohnen in Aliens und die Königin.
Felix: Und mit Alien 3 hat man noch versucht, hier dieses schnellere Alien einzuführen,
Felix: das aus dem Hund oder aus den Ochsen kommt, je nachdem, welche Version man da geguckt hat.
Felix: Und schon bei diesem Aliens Arcade war es halt so, dass da ganz abgefahrene
Felix: Aliens dabei waren, die man nicht kannte.
Felix: Und das fing dann auch popkulturell an. Das weiß ich nämlich noch,
Felix: als ich dann mal in den USA war, konnte man auch Actionfiguren kaufen von Aliens,
Felix: die in den Filmen überhaupt nicht aufgetreten sind. Und das war schon in den 90ern so.
Felix: Und da würde ich sagen, da fing das Ganze dann an. Dann hat man noch weiter
Felix: versucht, sich so ein bisschen zu entfernen mit Alien vs. Predator,
Felix: da kam es ja dann auch dazu.
Felix: Mit Alien Resurrection ging man wieder zurück zum vierten Teil.
Felix: Also es ging aber so ein bisschen hin und her.
Felix: Und dann hat man auch so was wie Alien Infestation auf Nintendo DS gehabt,
Felix: was so ein Metroidvania war, was ja auch recht eigen war.
Felix: Also das fing meines Erachtens schon relativ früh an, dass man da so versucht
Felix: hat, eigene Sachen zu machen.
Felix: Was ja auch so ein bisschen dem Gameplay geschuldet ist, wenn man bei einem
Felix: Run-and-Gun-Spiel nur gegen zwei, drei unterschiedliche Gegner spielt,
Felix: dann wird das halt irgendwie auch langweilig. Und da hat man sich halt da so
Felix: ein paar Freiheiten genommen, was dann spielerisch halt auch sehr viel besser war, meines Erachtens.
Rahel: Es ist natürlich auch einfach eine schöne Möglichkeit, um generell mehr Abwechslung
Rahel: in die Spiele reinzubringen. Vor allem, wenn es eben schon so viele Spiele gibt,
Rahel: die dieselbe Lizenz nutzen.
Felix: Absolut.
Rahel: Inwiefern hat in deinen Augen denn Alien Videospiele im Allgemeinen beeinflusst?
Rahel: Weil für mich ist so eine steile These, dass das Alien-Franchise vielleicht
Rahel: nicht die allergrößten Videospiele der Videospielgeschichte hervorgebracht hat,
Rahel: wobei ich da mit Alien Isolation schon sagen würde, das ist schon ein sehr wichtiger Titel,
Rahel: Aber dass Alien eben viele andere Videospiele beeinflusst hat.
Felix: Ja, würde ich definitiv sagen. Also sowas wie in den Metroid zum Beispiel auf
Felix: dem NES, das war ein Spiel, das beeinflusst wurde vom Alien-Film,
Felix: weil da gibt es auch dieses biomechanische Design.
Felix: Und wir haben Samus Aran als weibliche Protagonistin.
Felix: Da sind ein paar Parallelen da.
Felix: Dann eines der größten Videospiele aller Zeiten, Half-Life, also die Headcrabs.
Felix: Das ist definitiv etwas, was natürlich sehr an die Facehugger erinnert.
Felix: Also da kann man auch sagen, da sind Einflüsse da. Contra habe ich ja schon
Felix: erwähnt, auch da sieht man Ähnlichkeiten.
Felix: Die Dead Space Serie, da kann man natürlich auch sagen, das ist beeinflusst
Felix: auch von das Ding aus einer anderen Welt, das stimmt auch mit diesem Body Horror,
Felix: den man da sieht, aber dass man da auf diesem Raumschiff unterwegs ist und das
Felix: ist auch alles so industriell düster gehalten.
Felix: Ich finde, da gibt es viele, viele Spiele, wo man sehen kann,
Felix: dass es beeinflusst würde.
Felix: Ich weiß, viele Leute sagen auch hier, Echo the Dolphin wurde beeinflusst von
Felix: Alien. Und ja, das kann ich nachvollziehen aufgrund der Alien-Rasse,
Felix: die man da am Schluss so bekämpft. Da sieht man auch, dass eine gewisse Ähnlichkeit
Felix: auf jeden Fall zum Alien-Monster da.
Felix: Auch wenn ich das Spiel persönlich nicht so direkt heranziehen würde,
Felix: weil ich finde es dann doch ein bisschen zu anders.
Felix: Aber ich finde, man sieht sehr oft in Spielen Elemente, die ans Alien erinnern
Felix: oder Spiele, die inspiriert wurden
Felix: davon. Eines der ersten Survival-Horror-Spiele bei Project Firestart.
Felix: Das ist auch von Alien inspiriert worden. Da gibt es sogar ein Raumschiff, das heißt Prometheus.
Rahel: Sehr wegweisend, ja.
Felix: Ja, also ich finde, man kann es schon erkennen. Man könnte auch sagen,
Felix: bei der Halo-Serie, die Flood ist auch etwas, wo man sagen kann,
Felix: das könnte auch etwas sein, was von Alien inspiriert wurde.
Rahel: Das heißt, in deinen Augen sind das eigentlich mehrere Bausteine,
Rahel: die sich in anderen Spielen verselbstständigt haben.
Rahel: Einmal so, ich nenne es jetzt mal ästhetische Einflüsse, wie dann eben Echo
Rahel: the Dolphin, was vielleicht im Großen und Ganzen gar nichts mit dem Alien-Feeling
Rahel: zu tun hat, aber ästhetisch ist.
Rahel: Aber dann wiederum sowas wie Project Firestart, wo wir dann in Richtung Survival
Rahel: Horror gehen. Das würde ja heißen, dass Alien auch einfach etwas ist,
Rahel: was sich sehr gut in, ich nenne es jetzt mal, Einzelteile aufsplitten lässt.
Felix: Absolut. Es ist die Angst vor dem Fremden, die man eben hier sieht.
Felix: Und das ästhetische Design, das ist halt so prägnant und furchteinflößend.
Felix: Und dieser ganze Zyklus des Aliens, dass natürlich klar ist,
Felix: dass sowas dann eventuell auch inspiriert, andere Entwickler sowas ähnliches
Felix: in ihr Spiel einzubauen, dass man allein auf einem Raumschiff ist und gegen
Felix: eine Bedrohung ankämpfen muss.
Felix: Ich finde, da gibt es einfach viele Überschneidungspunkte. Es ist natürlich
Felix: immer schwierig zu sagen, zu sagen, das ist definitiv von Alien inspiriert.
Felix: Aber ich finde, man merkt das schon einfach, dass dieser Film in der popkulturellen
Felix: Geschichte enorm wichtig war und natürlich über das Medium Film hinaus auch ausgestrahlt hat.
Rahel: Was glaubst du, als Alien-Fan ist denn der Grund, dass dieses World-Feeling
Rahel: von Alien derart einflussreich überhaupt werden konnte?
Felix: Weil es normale Leute sind. Ich meine, bei Alien 1 wird immer gesagt,
Felix: es sind Trucker in Space, also Truckerfahrer, die halt auf dem Weg sind,
Felix: ihre Ladung abzuliefern.
Felix: Und ich finde nach wie vor, dass diese Dialoge von Alien 1, wo sie da am Tisch
Felix: sitzen und über dieses Alltägliche reden, sind mit die besten geschriebenen
Felix: Dialoge in einem Film, die ich je gesehen habe.
Felix: Weil ich finde, die wirken so normal und bodenständig und realistisch und eben
Felix: nicht, als würde ich einen Film gucken, sondern ich beobachte eine Gruppe an
Felix: normalen Menschen, die ihre Probleme haben und ihre Sorgen haben
Felix: und das eben auf einem Raumschiff, was nicht Hochglanz-Bling-Bling ist,
Felix: sondern einfach funktional gebaut ist.
Felix: Ich finde, das ist einfach so ein ansprechender Gedanke, weil es macht es so greifbar.
Felix: Es lässt das Ganze nicht wirken, wie Sci-Fi das komplett unrealistisch ist.
Felix: Dieser retrofuturistische Charakter, der da damals eingebaut wurde oder der
Felix: halt damals so das Konzept war, ohne das zu wissen, dass das so halt ist.
Felix: Das macht es halt alles so greifbar. Es ist ein Universum, das schmutzig ist,
Felix: und diesen realistischen Touch hat. Und das macht es halt so interessant,
Felix: weil es könnte die Zukunft unserer Welt sein.
Rahel: Dann lass uns doch zum Abschluss noch mal zu den Alien-Spielen zurückkommen,
Rahel: weil du hast ein paar schöne Highlights hervorgehoben, wo Spiele entweder technische
Rahel: Besonderheiten mit sich gebracht haben, wie eben die Twin-Stick-Steuerung oder
Rahel: die du wegen ihrer Story und Atmosphäre hervorgehoben hast.
Rahel: Was wären denn von dir für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer so die wichtigsten
Rahel: Alien-Spiele, bei denen es sich auch heute noch lohnt, die zu spielen?
Felix: Da würde ich sagen Alien vs. Predator. Nicht jeder wird diese Atari-Jagor-Version
Felix: bekommen. Die ist auch ein bisschen sperrig, heutzutage zu spielen.
Felix: Dann lieber den zweiten Teil, Alien vs. Predator 2, für einen PC zum Beispiel,
Felix: ist sehr, sehr gut, weil du kannst auch als Alien spielen.
Felix: Das ist einfach ein tolles Paket, das durchaus auch recht gruselig ist.
Felix: Alien Resurrection, trotz der Twin-Stick-Steuerung, oder wo das halt so ein
Felix: bisschen zum Standard wurde auf Konsolen, würde ich nicht so empfehlen.
Felix: Das Spiel ist so was von knüppel, knüppel schwer.
Felix: Das ist hart an der Grenze. finde ich.
Felix: Was ich besonders liebe, ist Alien Isolation. Das ist für mich nicht nur das
Felix: beste Alien-Spiel schlechthin, sondern wirklich eines der besten Videospiele grundsätzlich.
Felix: Ich finde, das ist so unglaublich gut gemacht. Das hat für mich auch nochmal
Felix: Filmumsetzung in Sachen Detailverliebtheit auf ein neues Level gehoben.
Felix: Deswegen bin ich auch so gespannt, wie da der zweite Teil wird,
Felix: weil ich kann mir schwer vorstellen, dass sie das nochmal wiederholen können,
Felix: diesen Impact, den dieses Spiel auf mich hatte.
Felix: Sowas wie Aliens Fireteam Elite geht auch. Das ist halt ein Left 4 Dead-ähnliches
Felix: Spiel. Das kam 2021 raus.
Felix: Das ist jetzt nicht Shakespeare, aber das macht Spaß.
Felix: Bei den anderen Sachen, die halt älter sind, da muss man ein Faible für haben, für Oldschool-Sachen.
Felix: Und ich finde das Alien-Spiel für den C64, wo man auf der Nostromo unterwegs
Felix: ist, finde ich so abgefahren.
Felix: Weil ich finde, es hat für damals schon ziemlich komplexe Spielmechaniken gehabt,
Felix: die einfach super interessant waren und dieses Spiel auch zu etwas Eigenem gemacht haben.
Rahel: Vielen Dank für die Empfehlung. Und ich muss sagen, bei Alien Isolation,
Rahel: ich stimme dir zu und ich bin genauso gespannt, ob Isolation 2 wirklich noch
Rahel: mal das toppen kann und vor allem auch Neues der Formel hinzufügen kann. Das bleibt spannend.
Rahel: Felix, danke, dass du dir die Zeit genommen hast und dass du als unser Alien-Experte
Rahel: hier die Folge bereichert hast.
Felix: Ja, vielen, vielen Dank, dass ich dabei sein durfte.
Mháire: Also, worum geht es am Ende bei Alien? Ist es ein Horrorfilm im Weltall?
Mháire: Oder gibt es noch Themen, die darüber hinausgehen? Ich glaube,
Mháire: das haben wir schon gesagt. Das ist kein großer Spoiler. Es hat eine überraschende Tiefe entwickelt.
Rahel: Ja, es ist ein Horrorfilm im Weltall, aber der eben auch Dinge tut,
Rahel: wie den Hyperkapitalismus kritisch zu beleuchten. Oder wie ich es immer gerne
Rahel: nenne, warum Betriebsräte und Gewerkschaften eine gute Sache sind.
Mháire: Jawohl. Und warum die bösen Corporations versuchen sie uns zu unterdrücken?
Mháire: Das ist nicht neu. Science Fiction ist fast von seiner Geburtsstunde an relativ
Mháire: schnell auch kapitalismuskritisch.
Mháire: Unter anderem eben bei Harry Harrisons Vorlage für Soylent Green,
Mháire: wo Menschen im wahrsten Sinne des Wortes gegessen werden, weil das günstiger ist.
Mháire: Das Einzige, was Alien neu macht, ist, das alles rein ins Weltall zu verlegen
Mháire: und als Hintergrund zu nehmen für eine Horrorgeschichte.
Mháire: Also es hat auch hier nichts neu erfunden, sondern nur Dinge rekombiniert,
Mháire: aber das sehr gut gemacht.
Mháire: Und ein Thema, das hier sehr stark drin ist, aber ich glaube,
Mháire: das ist fast aus Versehen geschehen, ist der Umgang mit Genderrollen und Mutterschaft
Mháire: oder Elternschaft von Gebären.
Mháire: Weil das Alien ist im Grunde der Horror, der Gebot, nur dass es jeden treffen
Mháire: kann und gänzlich geschlechtsunabhängig ist.
Mháire: Wir haben dadurch, dass das erste Screenplay genderneutral geschrieben wurde
Mháire: und dann jemand sagte, Moment, das könnte auch eine Frau sein.
Mháire: Starke und sehr fähige Frauenfiguren, weil sie ursprünglich nicht mit einer
Mháire: Schauspielerin im Kopf geschrieben wurden.
Mháire: Was mit Ellen Ripley zu einer absoluten und faszinierenden Identifikationsfigur
Mháire: geführt hat, die weiblich ist, aber keine klischeehafte Weiblichkeit erfüllen
Mháire: muss und gleichzeitig aber auch keine spezielle Härte zeigen muss.
Mháire: Einfach ein einzigartiger Charakter.
Rahel: Der bis heute noch in dieser Form eine Seltenheit ist.
Mháire: Ja, und deswegen sage ich auch, nicht nur Betriebsräte sind gut,
Mháire: sondern auch genderneutrale Drehbücher können wirklich zu tollen Ergebnissen führen.
Rahel: Absolut. Vielleicht noch so ein drittes Kernthema, was ich hinzufügen würde,
Rahel: ist immer dieser Kampf zwischen Technologie und Biologie.
Rahel: Also wir haben einmal sowas wie die künstlichen Intelligenzen,
Rahel: die Androiden auf der einen Seite, wir haben diese kalte, metallische Nostromo
Rahel: und dann haben wir dieses super organische Alien mit seinem Schleim, was allen Leuten
Rahel: überlegen ist und sie einfach auseinanderreißen kann, was eben sowas sehr Tierhaftes
Rahel: hat, aber trotzdem noch intelligent bleibt auf der anderen Seite.
Mháire: Beziehungsweise auch teilweise das ein bisschen verbindet mit den organischen, metallischen Teilen.
Mháire: Damit sind wir am Ende angekommen. Und am Ende machen wir immer noch kurz eine
Mháire: Empfehlung, was sind Dinge, mit denen man sich beschäftigen kann,
Mháire: um in dieses Universum tiefer einzutauchen.
Mháire: Und an der Stelle würde ich auf jeden Fall immer noch sagen,
Mháire: den ersten Film schauen.
Mháire: Das ist für mich immer noch der allerbeste Einstieg. Ich weiß nicht,
Mháire: wie es für dich da aussieht.
Rahel: Der erste Film ist auch generell einfach ein toller Film, wenn man mehr über
Rahel: Film an sich erfahren will, weil man gut sehen kann, wie ist der gemacht worden. Vielen Dank.
Rahel: Das heißt, er ist einfach auch schon wirklich ein Augenschmaus,
Rahel: aber er ist eben auch schon wirklich die Grundlage für dieses Worldbuilding an sich.
Rahel: Ich würde sagen, wenn man tiefer einsteigen möchte, und ich behaupte jetzt mal,
Rahel: dass das für uns beide wahrscheinlich die Hauptinformationsquelle war,
Rahel: dann ist das tatsächlich das Alien-Pen-Paper-Rollenspiel.
Mháire: Ja, gibt es in der zweiten Edition, wird von Free League, Fria Legan,
Mháire: einem schwedischen Verlag herausgebracht und ist ein sehr gutes Spiel.
Mháire: Und darüber hinaus haben die die ganze Arbeit gemacht, schon sämtliche Quellen
Mháire: durchzugehen und Informationen zusammenzutragen und zu einem großen Mythos zusammenzupuzzeln.
Mháire: Also einfach ein sehr gutes Nachschlagewerk. Zu dem Regelwerk,
Mháire: aber auch Zusatzbänden und Abenteuern haben wir bei OrkenspalterTV nicht nur Let's Plays,
Mháire: sondern natürlich auch Rezensionen und ich rede auch gern mal darüber,
Mháire: wie man solche Spiele, wie man Horror im Pen & Paper gut umsetzt.
Mháire: Das heißt, wenn euch das interessiert oder ihr euch generell für Pen & Paper
Mháire: interessiert, könnt ihr auch gerne
Mháire: mal bei OrkenspalterTV auf YouTube vorbeischauen und ein Abo dalassen.
Rahel: Und ansonsten würde ich grundsätzlich immer empfehlen, das Bonusmaterial auf
Rahel: DVDs und Blu-rays. Weil da sind gute Making-ofs drauf, wo auch wieder viel Wissen
Rahel: drin steckt. Und genau da werden auch so kleinere Details über irgendwelche
Rahel: Hintergründe fast schon beiläufig erläutert.
Mháire: Und es gibt Begleitbücher. Da kann man sich unter anderem auch so Sachen anschauen,
Mháire: wie sah der ursprüngliche Alien-Entwurf und noch Starbeast oder so etwas aus.
Mháire: Also Artbooks sind auch in diesem Fall eine sehr gute Quelle.
Mháire: Und man kann sich auch Giga-Snecronomicon anschauen.
Rahel: Wer jetzt ganz, ganz tief einsteigen möchte, kann natürlich zu Romanen und Comics
Rahel: oder auch Hörbüchern greifen.
Rahel: Vieles davon sind allerdings Auftragsarbeiten. Das heißt, die sind spannend
Rahel: für das Worldbuilding, sind jetzt aber nicht unbedingt aus literarischer Sicht
Rahel: die Kür. Um es mal so zu sagen.
Mháire: Vielen, vielen Dank, Rahel. Es war mir eine große Freude, eines meiner Lieblings-Horror-
Mháire: und Monsteruniversen mit dir zu besprechen.
Mháire: Und ich freue mich auf weitere solche Gespräche.
Rahel: Die Freude war ganz auf meiner Seite. Bis zum nächsten Mal.
Mháire: Bis dann. Tschüss.
Rahel: Tschüss.