Stay Forever - Retrogames & Technik

Transkript

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Boris: Ja, es hat wirklich ganz fantastisch, der Film. Diese ganzen Computergrafikeffekte, das ist total irre.

Boris: Aber Ocean macht das offizielle Spiel zu Terminator 2?

Heinrich: Ja, da ist die Spielbarkeitskatastrophe wohl vorprogrammiert.

Heinrich: Du, ob es in der Zukunft wohl jemals eine vernünftige Filmumsetzung geben wird?

Boris: Sapperlot, wer ist denn dieser unbekleidete Herr mittleren Alters?

Christian: Boris, Heinrich, ich bin aus der Zukunft gekommen, weil ich euch etwas Wichtiges mitteilen muss!

Heinrich: Welche Aktien wir kaufen sollen?

Christian: Nein.

Boris: Wo man das Benzin für die Kettensäge findet?

Christian: Nein.

Heinrich: Welcher MS-DOS-Speichermanager sich durchsetzen wird?

Christian: Ach Quatsch, jetzt hört mir doch mal zu! Ich will euch Hoffnung machen.

Christian: Im Jahr 2025 wird ein neues, offizielles Spiel zu Terminator 2 erscheinen.

Christian: Es wird die 16 Betugenden des Jahres 1991 ehren und sogar Spaß machen.

Christian: Ich wollte euch auch einen Datenträger mitbringen, aber...

Boris: So ein Sportalmanach, der wäre auch nicht schlecht gewesen.

Christian: Ja, ich muss leider jetzt auch schon wieder los. Und Heinrich,

Christian: du musst mit. In 5 Minuten fängt die Aufnahme für unsere neue Pixelkino-Folge an.

Heinrich: Pixel was?

Boris: Halt mal, ist es bei Zeitreisen nicht völlig egal, wann man losreist?

Christian: Ja, ja, die Debatte können wir dann in Zukunft führen. Wir müssen jetzt los. Hasta la vista, Boris.

Boris: Ja, hätte schlimmer kommen können. Wenigstens wollte er nicht meine Klamotten.

Christian: Hallo und herzlich willkommen im Pixelkino! Lieber Heinrich,

Christian: wir reden heute über einen Film aus dem Jahr 1991, in dem Blechbüchsen mit künstlicher

Christian: Intelligenz in die Vergangenheit reisen, um bei der Familientherapie zu helfen.

Heinrich: Und Christian, wir reden auch über ein Spiel von 2025, das in die 16-Bit-Vergangenheit

Heinrich: reist, um 2D-Action mit Pixel-Grafik zu huldigen.

Christian: Ja, das sind gleich mehrere Zeitreisen auf einmal, die wir da bewältigen.

Christian: Unter anderem zurück in die Zeit, als James Cameron zum allerersten Mal den

Christian: teuersten Film aller Zeiten inszeniert hat.

Heinrich: Es ist ja zu einer lieben Gewohnheit bei ihm geworden.

Heinrich: Aber es ist natürlich eine ganz besondere Sache diesmal, der wir uns annehmen.

Heinrich: Weil der Pixel-Kino-Podcast, der widmet sich ja Spielumsetzungen von Filmen.

Heinrich: Wir berichten über beide Medien und diskutieren dann, wie gut diese Umsetzung

Heinrich: in interaktiver Form gelungen ist.

Heinrich: Und das sind ja in der Regel ältere Sachen, also klassische Filme.

Heinrich: Und die Spiele wurden ja oft zeitnah entwickelt.

Heinrich: Was es aber selten gibt, ist, dass wir einen Film haben, bei dem Jahrzehnte

Heinrich: später eine neue Adaption programmiert wird.

Heinrich: Und die orientiert sich jeweils an den Spielen, die State of the Art waren, als der Film rauskam.

Heinrich: Mein Gehirn droht zu explodieren.

Christian: Ja, das ist ja auch der Aufhänger eigentlich von Terminator 2,

Christian: No Fate, dass es sozusagen das Spiel ist, was wir damals hätten spielen wollen,

Christian: wenn es denn dieses Spiel gegeben hätte

Christian: und nicht stattdessen Ocean einen Softwareunfall dazu produziert hätte.

Heinrich: Deswegen reden wir heute ausnahmsweise mal nicht über vielleicht das erste oder

Heinrich: älteste Spiel zu einem Film, sondern über das, naja, zum Zeitpunkt der Aufnahme neueste.

Heinrich: Und ich bin gespannt, ob die Pixelkino-Crew solchen modernen Erscheinungen gewachsen ist.

Heinrich: Und wir werden sicher auch ein, zwei Sätze über die alten Grausamkeiten verlieren.

Heinrich: Aber im Mittelpunkt der heutigen Sendung steht das Spiel Terminator 2D:

Heinrich: No Fate.

Christian: Ja, und wer uns bislang noch nicht kennt, wir handhaben das üblicherweise so.

Christian: Wir haben zuerst einen Filmblock, in dem wir uns damit beschäftigen,

Christian: was es mit dem Film auf sich hat, ein bisschen in die Entstehungsgeschichte,

Christian: in die Themen des Films hineingehen.

Christian: Dann folgt der Spieleblock, in dem wir darüber reden, wie das Spiel aussieht und das adaptiert.

Christian: Und zu guter Letzt haben wir dann eine Diskussion, in der es darum geht,

Christian: wie gut das eine das andere adaptiert, was aufgegriffen wird,

Christian: was ignoriert wird und wie viel Spaß das Ganze so macht.

Heinrich: Abgerundet wird die Folge wie immer von der Pixelkino-exklusiven Bewertung

Heinrich: im komplexen System The Good, The Bad and The Ugly.

Heinrich: Aber Christian, was hat das Schicksal für uns jetzt vorgesehen?

Christian: Wir reden über den Film Terminator 2: Tag der Abrechnung.

Christian: Ja, James Cameron's The Terminator aus dem Jahr 1984.

Christian: Ein großer, großer Science-Fiction-Erfolg, obwohl es eigentlich nur ein sehr

Christian: moderat budgetiertes B-Movie war.

Christian: Also aber ein sehr einflussreicher Film geworden. Ein Film, dem sehr viele Leute nachgeeifert haben.

Christian: Und deswegen hat es dann auch gar nicht mal so lange gedauert,

Christian: bis eine Fortsetzung kam. Wir erinnern uns, Terminator 2 spielt im Untergrund

Christian: von Venedig ein Spezialteam, rennt da durch irgendwelche Fabriksschächte,

Christian: ballert auf mutierte Monster.

Christian: Und dann kommt ein Cyborg mit dem Namen Samuel Fuller von der Tubular Corporation,

Christian: der dann als Android entpuppt wird und sich ab diesem Zeitpunkt nur noch sehr

Christian: mechanisch bewegt. Heinrich, du erinnerst dich, oder?

Heinrich: Ich glaube, ich habe bei den falschen Filmen angesehen, aber ...

Christian: Ja, du hast den anderen Terminator 2 gesehen, glaube ich.

Christian: Ich rede von Terminator II, dem italienischen Film aus dem Jahr 1989 von Bruno

Christian: Mattei unter seinem Pseudonym Vincent Dorn inszeniert.

Christian: Und es ist ein bisschen Etikettenschwindel, möchte man meinen.

Christian: Es ist nämlich eigentlich ein Aliens-Rip-Off.

Christian: Vielleicht waren sie einfach in einem James-Cameron-Double-Feature und haben

Christian: dann einfach beides zusammengeworfen. Wer weiß das schon so genau?

Christian: Es passt aber insofern, als dass Cameron im Jahr 1989, als dieser Film rauskam,

Christian: noch in einem Interview Folgendes gesagt hat, ich werde den Terminator 2 definitiv

Christian: nicht drehen und auch das Drehbuch dazu nicht schreiben.

Christian: Ich kann auch andere Filme als Science-Fiction-Filme machen,

Christian: mein nächster Film hat garantiert nichts mehr mit diesem Genre zu tun.

Christian: Das ist aus einem Interview mit dem Howl Underground Magazin.

Christian: Tolle Ausgabe, die reden da auch mit Umberto Lenzi, der sich beschwert,

Christian: dass alle immer nur über seine Kannibalenfilme reden wollen,

Christian: wo er doch auch so tolle Kriegsfilme gemacht hat.

Christian: Aber irgendwie hat sich Cameron das ja dann doch noch überlegt.

Christian: Und es folgte dann zwei Jahre später, 1991, Terminator 2, Judgment Day,

Christian: Tag der Abrechnung bei uns.

Christian: Der war ein Hauch teurer als der erste, ein Hauch aufwendiger und wurde so zu

Christian: einem der ganz großen Actionfilme der 90er und wieder ein sehr einflussreicher Film.

Christian: Aber vielleicht beschäftigen wir uns erst mal damit, worum es eigentlich geht,

Christian: wenn es denn nicht in Venedig spielt. Ich weiß ja nicht, was sonst passieren könnte.

Heinrich: Ja, wir erinnern uns, im ersten Film wurde aus der Zukunft des 21.

Heinrich: Jahrhunderts eine brutale Kampfmaschine in Menschengestalt, der Terminator,

Heinrich: in die Vergangenheit geschickt, um zu verhindern, dass der Anführer des menschlichen

Heinrich: Widerstands im Krieg gegen die Maschinen überhaupt geboren wird,

Heinrich: also dessen Mutter sollte terminiert werden.

Heinrich: Die Rebellen der Zukunft haben zum Glück aber einen der Iren auch in die Vergangenheit

Heinrich: geschickt, um zu verhindern, dass besagter Terminator erfolgreich ist.

Heinrich: Die Rolle des bösen Androiden hat ja Arnold Schwarzenegger damals gespielt.

Heinrich: Und das ist ein Thema, das uns ja auch schon im Pixelkino beschäftigt hatte.

Heinrich: In Episode 18 haben wir über den Vorgängerfilm geredet und dann auch über das

Heinrich: erste Terminator-Spiel von Bethesda.

Heinrich: Aber zurück zu Terminator 2.

Heinrich: Wie setzt man so eine Geschichte fort? Cameron mit seinem Drehbuchautorkollegen

Heinrich: William Wischer hat sich Folgendes ausgedacht.

Heinrich: Nach den Geschehnissen des ersten Films geben die Maschinen der Zukunft nicht auf.

Heinrich: Es wird jetzt wieder mal ein Terminator in die Vergangenheit geschickt.

Heinrich: Aber diesmal in das Jahr 1994.

Heinrich: Da ist der John Connor, der spätere Rebellenanführer, bereits geboren.

Heinrich: So, was ist das, so zehn Jahre alt, Pi mal Daumen.

Heinrich: Der neue Terminator ist auch ein verbessertes Modell, der T-1000.

Heinrich: Das ist nicht ganz so ein grober Klotz. der hat dafür andere nützliche Eigenschaften,

Heinrich: er kann sich verflüssigen,

Heinrich: er kann damit durch kleinste Öffnungen vorblubbern und er kann die Gestalt von

Heinrich: anderen Menschen annehmen, nachdem er sie mal berührt hat.

Heinrich: Also viel perfekter geht's nicht und alles, was die Rebellen jetzt tun können,

Heinrich: ist das alte Terminator-Modell zurückzuschicken, aber ein bisschen umprogrammiert,

Heinrich: denn diesmal sollen die Connors beschützt werden.

Heinrich: Also Arnold ist also wieder da als das alte T-800-Modell.

Heinrich: Er nimmt also den Kampf auf gegen den T-1000, die neuen Flüssigmetall-Terminator sozusagen.

Heinrich: Wir kriegen also mit, dass der böse Terminator vom ersten Film jetzt ein guter ist.

Heinrich: Der Film greift auch ganz gut auf, was denn nun geschehen ist seit dem ersten Streifen.

Heinrich: Die arme Sarah Connor, die ist in der Klapsmühle gelandet, weil natürlich keiner

Heinrich: die Geschichte geglaubt hat, die sie erzählt.

Heinrich: Und die böse Firma Cyberdyne, die ja dafür verantwortlich ist,

Heinrich: dass dann überhaupt im 21.

Heinrich: Jahrhundert die KI übernimmt und den Krieg gegen die Menschen beginnt,

Heinrich: Die hat das natürlich alles wunderbar vertuscht.

Heinrich: Und dann passiert eine ganze Menge. Also erstmal dieser Wettlauf.

Heinrich: Wer erreicht den jungen John Connor zuerst?

Heinrich: Terminator gegen Terminator.

Heinrich: Dann muss Mama Sarah natürlich aus der Irrenanstalt befreit werden.

Heinrich: Immer wieder taucht der T1000 auf, verblüfft durch seine vielen Talente und

Heinrich: seine Verwandlungsfähigkeit.

Heinrich: Und am Ende des Tages muss man natürlich nochmal zurück zu Cyberdyne,

Heinrich: um den Chip zu zerstören, der überhaupt die Skynet-Entwicklung ermöglicht hat.

Christian: Ja, in der Tat war James Cameron zunächst mal skeptisch, was eine Fortsetzung anging.

Christian: Die Tatsache, dass er also dementiert, dass er einen Terminator 2 machen will,

Christian: ist gar nicht so abwegig.

Christian: Er sagt, Arnold Schwarzenegger war immer sehr viel enthusiastischer, was das angeht.

Christian: Und er selber hatte das Gefühl, eigentlich schon alles erzählt zu haben.

Christian: Der erste Film hätte das erzählt, was er erzählen wollte. Nur hat Terminator

Christian: aber auch eine sehr komplizierte Rechte-Situation gehabt und die Rechte lagen

Christian: zum Teil bei der damaligen Produktionsfirma Hamdale und zum Teil bei Camerons

Christian: mittlerweile Ex-Frau Gail Ann Hurd.

Christian: Und die hatten beide nicht so wirklich Lust, auch mit James Cameron irgendwie

Christian: zusammenzuarbeiten, unter den Bedingungen, die James Cameron gestellt hätte.

Christian: Und nach sehr viel hin und her kam dann eine Produktionsfirma namens Carolco,

Christian: die die Rechte aufgekauft hat.

Christian: Und das für sehr teures Geld. Hamdale war mittlerweile schon angeschlagen.

Christian: Und Carolco sind dann zu Cameron gegangen und haben gesagt, wir haben jetzt

Christian: so viel Geld investiert, wir machen Terminator 2 mit dir oder ohne dich.

Christian: Da war es, auch wenn wir das nicht wortwörtlich verbrieft haben,

Christian: Cameron dann wahrscheinlich doch lieber, es wurde mit ihm gemacht.

Christian: Er hat sich also in kürzester Zeit eben mit seinem Freund William Whisher,

Christian: der auch schon am ersten Film mitgeschrieben hat, zusammengesetzt,

Christian: um diese Story auszuknobeln.

Christian: Die haben mit ein paar verschiedenen Konzepten herumgespielt.

Christian: Eine Idee war mal, dass man zwei Arnolds aufeinandertreffen lässt,

Christian: dass also ein guter und ein böser Terminator gegeneinander kämpfen.

Christian: Man hatte dann aber Angst, das wäre sehr verwirrend für den Zuschauer.

Christian: Die Idee, die ja dann kam, dass der Böse des ersten Teils zum Guten des zweiten

Christian: Teils wird, ist für uns heute, wo wir den Erfolg des Films kennen und gesehen

Christian: haben, wie das gelöst wurde, eigentlich sehr selbstverständlich,

Christian: war aber damals auch eine durchaus kontroverse Entscheidung.

Christian: Arnold Schwarzenegger, wie er in seiner Autobiografie Total Recall,

Christian: My Unbelievably True Life Story schreibt, erzählt, dass das ja bei Conan auch

Christian: schon passiert ist. Der erste Teil war sehr blutrünstig, sehr ernst und sehr gewalttätig.

Christian: Der zweite war dann schon sehr viel verwässerter und jugendfreundlicher und

Christian: der ist dann nicht mehr so gut angekommen. Er war also auch skeptisch.

Christian: Hat dann aber gesehen, dass der Terminator, also seine Figur,

Christian: dadurch viel, viel reichhaltiger und komplexer wird.

Christian: Das hat ihn dann wieder gereizt. Und Cameron hat ihm gesagt,

Christian: dass es an Action auch wirklich nicht mangeln wird.

Christian: Nur Arnold wird halt nicht mehr die ganzen Leute umbringen, sondern der böse T-1000.

Christian: Der T-1000 geht tatsächlich auf diese Idee zurück, die beim ersten Terminator mal im Raum stand.

Christian: Und zwar, dass der Terminator ja eine Infiltrationsmaschine ist.

Christian: Die Grundidee des Terminators war ja die, das ist eine Maschine in Menschengestalt

Christian: und die kann dann unerkannt sich unter die Rebellen mischen und dann dort natürlich Unheil stiften.

Christian: Und diese Idee ist dann sehr in den Hintergrund gerückt.

Christian: Wir erinnern uns im ersten Teil, da gibt es dann zwar noch Szenen,

Christian: wo zum Beispiel der Terminator am Telefon eine andere Stimme nachmachen kann.

Christian: Aber wenn natürlich so ein Schrank wie Arnold Schwarzenegger mit so einem Dialekt

Christian: hereinspaziert kommt, dann kannst du nicht behaupten, dass der Mann sich irgendwo

Christian: undercover anbieten könnte.

Christian: Der Terminator 1000 macht das wieder. Der kann verschiedene Gestalten annehmen,

Christian: der kann eben diese Stimmen nachmachen,

Christian: der kann sich wirklich perfekt infiltrieren und sogar Informationen durch diese

Christian: Berührung aufsaugen, also dass er diese Struktur und diese Bilder dann dadurch sozusagen einliest.

Christian: Die Grundidee von Terminator 1 wird natürlich dann fortgeführt,

Christian: dass es eine Geschichte ist von Schicksal versus freier Wille.

Christian: Können wir als Menschen über unsere Zukunft entscheiden oder ist das vorherprogrammiert?

Christian: Aber eigentlich ist der Kern ja dann eine familiäre Geschichte geworden.

Christian: Es ist ein Junge und sein Terminator. Der T-800 wird quasi zum engsten Verbündeten

Christian: von dem jungen John Connor, der ja noch Kind ist.

Christian: Er wird so eine Art Ersatzvater und zusammen mit Sarah Connor wird das dann

Christian: wie so eine kleine Familieneinheit letzten Endes und der Junge bringt ihm ja

Christian: dann auch bei, wie man freundlicher wird, wie man halt vielleicht mit lässigen

Christian: Sprüchen auf was reagiert,

Christian: wie man lächelt oder Daumen hoch zeigt oder so.

Christian: Da drin lag dann also auch ein sehr großer Reiz in dieser Geschichte,

Christian: den der Erste natürlich nicht hatte.

Christian: Das Drehbuch, was die zuerst geschrieben haben, war auch wirklich sehr,

Christian: sehr lang und verschiedene Szenen sind dann auch gleich rausgeflogen,

Christian: die wurden gar nicht gedreht.

Christian: Es gab zum Beispiel eine Sequenz, wo du den Erwachsenen John Connor in der Zukunft

Christian: gesehen hättest, der dann Kyle Reese in die Vergangenheit zurückschickt,

Christian: also das, was dann im Ersten passiert.

Christian: Im Buch, was es zum zweiten Film gibt von Randall Frakes, da ist diese Sequenz

Christian: tatsächlich sogar noch drin.

Christian: Es gibt auch diverse Szenen, die gedreht wurden, die dann nicht in der Kinofassung

Christian: gelandet sind, aber die man heute auf der Blu-ray dann mit anschauen kann.

Christian: Zum Beispiel auch da eine Sequenz mit Kyle Reese, so eine Traumsequenz,

Christian: wo Sarah in der Nervenheilanstalt ist und sie imaginiert dann Kyle Reese,

Christian: der ihr Mut zuspricht. Und er verschwindet dann.

Christian: Diese Sequenz flog dann raus, weil sie so ein bisschen...

Christian: Flow der Handlung aufgehalten hat. Wie Cameron gesagt hat, Linda Hamilton war

Christian: etwas angemieft, deswegen, weil sie sehr spät erst davon erfahren hatte und,

Christian: wie sie gesagt, zu dem Zeitpunkt auch schon eine Affäre mit James Cameron hatte

Christian: und leider nicht involviert wurde.

Christian: Aber nun ja, man muss machen, was für den Film am besten ist.

Heinrich: Es wurde ja auch eine Happy-End-Szene gedreht mit einer Großmutter Sarah Connor.

Heinrich: Der Sohn John ist Politiker geworden und sie ist an diesem Spielplatz,

Heinrich: den man ansonsten bei der nuklearen Zerstörung sieht, guckt sie dem Enkelkind

Heinrich: beim Spielen zu, was es ja auch nicht in den fertigen Filmen geschafft hat.

Christian: Nee, das kann man sich auch auf der Disc anschauen. Und es ist auch ganz gut,

Christian: dass sie die Sequenz nicht genommen haben. Es war so, Cameron wollte das eigentlich

Christian: haben und die Produktionsfirma hat sich dagegen ausgesprochen.

Christian: Und Cameron hat dann gepokert und gesagt, wir machen Testvorführungen und so

Christian: wie das Publikum entscheidet, so machen wir es dann.

Christian: Und er war fest davon überzeugt, dass das Publikum das ganz toll findet.

Christian: Dem war nicht so, deswegen wurde das dann entfernt. Es braucht die Sequenz natürlich nicht.

Christian: Und, was man auch sagen muss, und das gibt er dann auch am Audiokommentar zu,

Christian: es ist viel schwieriger, wenn du eine Figur in ihrem echten Alter den ganzen

Christian: Film über gesehen hast und plötzlich hat sie dann so ein Alters-Make-up,

Christian: dann siehst du immer das Make-up.

Christian: Während wenn du eine Figur von Anfang an erstmal alt siehst und dann wird sie

Christian: jünger, dann akzeptierst du das mehr.

Christian: Ja, es ist kein großer Verlust, diese Sequenz, aber man kann da natürlich noch

Christian: viel tiefer in den Film einsteigen.

Heinrich: Der andere Nachteil vom Happy End ist natürlich, das hätte es nicht ermöglicht,

Heinrich: dann noch weitere Terminator-Filme zu machen, was vielleicht ganz gut gewesen wäre.

Heinrich: Die waren ja dann nie mehr so richtig toll, aber das wollen wir auch nicht weiter vertiefen.

Christian: Ja, auch da war die Produktion deswegen sehr vehement, dass sie gesagt haben,

Christian: naja, vielleicht wollen wir noch mehr machen.

Christian: Kann ich auch verstehen. Ich mag den dritten Terminator sehr,

Christian: sehr gern, aber nein, das machen wir in einer anderen Folge.

Christian: Dazu gab es ja auch mal ein Spiel dann.

Christian: Die Produzenten wollten natürlich ihr Investment schützen. Und dieses Investment war massiv.

Christian: Wir haben ja schon gesagt, der teuerste Film aller Zeiten war das 1991.

Christian: Die Zahlen variieren so ein bisschen. Arnold schreibt in seinem Buch von 94 Millionen Dollar.

Christian: Meistens wird von 100 Millionen geredet.

Christian: Ich nehme an, auf so ein paar Millionen, mehr oder weniger, kommt es dann auch nicht an.

Christian: Aber nur zum Vergleich, damals hat so ein durchschnittlicher Film ungefähr 30

Christian: Millionen gekostet, ein Hollywood-Film.

Heinrich: Alleine, was dann die Renovierung von diesem vierstöckigen Cyberdyne-Gebäude

Heinrich: gekostet hat, was mal, Anführungszeichen, in die Luft gesprengt wird,

Heinrich: das war keine Computergrafik damals, liebe Kinder, das war kein Modell.

Heinrich: Die haben da am echten Gebäude gesprengt oder es so aussehen lassen,

Heinrich: mit geschickt platzierten Kanistern, das flammt also ganz vermoos.

Heinrich: Und was meinte Cameron? Sie haben dann aber noch wegen dem Wasserschaden durch

Heinrich: die Sprinkleranlage noch ein paar hunderttausend Dollar Schadensersatz leisten müssen.

Heinrich: Aber wie gesagt, auf eine Million mehr oder weniger kam es da auch nicht mehr an.

Christian: Ja, ursprünglich war das ja mal auf 60 Millionen budgetiert und ist dann auch

Christian: ein bisschen gewachsen.

Christian: Aber also alleine Schwarzeneggers Gage, er selber schreibt, dass er 14 Millionen

Christian: verdient hat an dem Film.

Christian: Also auch da jetzt mal zum Vergleich, der erste Terminator-Film hatte ein Budget

Christian: von 6,4 Millionen Dollar.

Christian: Das heißt, alleine für Schwarzeneggers Gage hättest du zweimal den Terminator

Christian: drehen können und dann noch etwas Kleingeld übergehabt, damit ich noch einen Film drehen kann.

Heinrich: Ich frage mich, was Schwarzenegger für den ersten Film bekommen hatte.

Heinrich: Wahrscheinlich so 20 Dollar und ein Schinkenbrot, so ungefähr.

Christian: Er hat immerhin die stattliche Summe von 750.000 gekriegt. Finde ich gar nicht schlecht.

Christian: Für Conan hatte er noch 250.000 gekriegt, dann 750.000 für den Terminator.

Christian: Bei Predator waren es dann schon drei Millionen.

Heinrich: Inflation, sage ich da nur.

Christian: Ja, Total Recall, 10 Millionen. Also, das darf man halt auch nicht vergessen.

Christian: Arnold Schwarzenegger ist in dieser ganzen Zeit zu einem der größten Filmstars der Welt geworden.

Christian: Er war ein gigantischer Actionstar, er war ein immens beliebter Darsteller,

Christian: seine Filme waren massive Hits.

Christian: Das heißt, der hat natürlich auch wahnsinnig viel Aufmerksamkeit mit sich gebracht

Christian: und aber auch natürlich die Überlegung, können wir Schwarzenegger nochmal als Bösen verkaufen?

Christian: Ist das jetzt nicht eh so erwartet, dass er der Held ist, weil wir ihn ja jetzt

Christian: immer in dieser Rolle sehen und ja auch mit den Sprüchen und so weiter sehen.

Christian: Der Dreh von Terminator 2 muss auch absoluter Wahnsinn gewesen sein.

Christian: Also die Storys von Camerons Drehs sind sowieso legendär.

Christian: Schon bei seinem Vorfilm The Abyss 1989, da gibt es also horrende Geschichten,

Christian: wo die Schauspieler fast ertrunken sind und Cameron ist fast ertrunken.

Christian: Und dann gibt es diese Geschichte, wo da ein Vizepräsident vom Studio wegen

Christian: der Budgetüberziehung mal am Set vorbeischaut und Cameron packt ihn dann gleich

Christian: in so einen Taucherkostüm,

Christian: dreht ihm die Luft ab und sagt ihm dann, ja, so ging's mir heute früh, also shut the fuck up.

Christian: Am Terminator 2-Set liefen Menschen mit einem T-Shirt rum, auf dem stand,

Christian: you can't scare me, I work for James Cameron.

Christian: Und James Cameron hat im Interview gesagt, every time I start a film,

Christian: I have a fantasy that it will be like a big family and we'll have a good time

Christian: and we'll have all of these wonderful creative moments together.

Christian: But that's not what filmmaking is. It's a battle.

Heinrich: Erstaunlich, dass er da Zeit hatte, während des Drehs schon mit der Linda Hamilton

Heinrich: rumzumachen, obwohl er von Catherine Bögerloh noch gar nicht geschieden war.

Heinrich: Ein echtes Multitalent, der Mann.

Christian: Ja, ja, ich glaube auch nicht, dass der Mann sehr viel Schlaf abgekriegt hat

Christian: in dieser Zeit, was der nicht alles gemacht hat.

Christian: Also die haben fünf Tage die Woche gedreht und dann am Wochenende hat er geschnitten,

Christian: weil das musste ja alles rechtzeitig fertig werden.

Christian: Die haben im Oktober 1990 angefangen.

Christian: Der Dreh ging dann bis, da geht es etwas auseinander, Ende März oder Anfang April 1991.

Christian: Die Premiere war aber schon am Independence Day-Wochenende 1991,

Christian: also 4. Juli. Am 3. startete der Film dann in Amerika.

Christian: Das heißt, die hatten drei Monate für diesen Schnitt und die haben also schon

Christian: während des Drehs gearbeitet. Es gab drei separate Schnittunits.

Christian: Und die Special Effects sind während des Drehs dann schon entstanden,

Christian: auch mit verschiedenen Firmen, die das gemacht haben.

Christian: Und das alles in Balance zu halten für diese immense Zeit, es muss Irrsinn gewesen sein.

Christian: Und Cameron hat dann nicht umsonst auch so einen diktatorischen Ruf gekriegt

Christian: eben, weil sowas kannst du nur wie eine Militäroperation durchziehen,

Christian: so einen wahnsinnigen Zeitplan.

Heinrich: Und die Effekte waren absolut sensationell. Es war einer der ersten ganz großen Computergrafikfilme.

Heinrich: Also es gab natürlich immer noch jede Menge analoge Action, unglaubliche Autostunts,

Heinrich: Hubschrauber, was nicht alles. Aber eben obendrauf hat man ILM dazu geholt.

Heinrich: Da hat ja Cameron schon Erfahrungen gesammelt mit The Abyss.

Heinrich: Ich erinnere mich an den Film, dass da der Aufreger war, dass es eben so eine

Heinrich: reine computergenerierte Kreatur gab.

Heinrich: Er meinte ja auch, sie haben teilweise ein bisschen Software für The Abyss noch

Heinrich: umgeschrieben, um eben diese Flüssigmetalleffekte zu rendern,

Heinrich: diese Verwandlungsszenen von dem T1000.

Heinrich: Das war alles ziemlich neu in der Form, hatte man noch nicht gesehen.

Heinrich: Und ich weiß noch, also dieser Vorfreude-Hype auf den Kinostart dann,

Heinrich: da war man auch natürlich sehr gespannt auf diese hochmodernen Computer-Grafik-Effekte,

Heinrich: die ja auch sich dafür, wie alter Film inzwischen ist, ganz gut gehalten haben.

Christian: Ja, der Film hat ganz verdientermaßen auch einen Oscar für die visuellen Effekte

Christian: gekriegt, er hat auch ein paar andere gekriegt,

Christian: aber das, was Dennis Muren von ILM dort geleistet hat, ist absolut unglaublich,

Christian: das ist Pionierarbeit und teilweise auch in Sequenzen, wo das nicht so sichtbar

Christian: ist, also in einer Verfolgungsjagd zum Beispiel, wo Schwarzenegger dann mit

Christian: dem Motorrad runterspringt in diesen Kanal,

Christian: das haben die mit Seilen gemacht, diese Wires, woran halt dann jemand so runtergleiten

Christian: kann und das war dann wirklich einer der ersten Shots in einem Hollywoodfilm,

Christian: wo diese Wires dann digital wieder entfernt wurden,

Christian: was ja später dann auch Gang und Gäbe wurde.

Christian: Das wurde halt Standard, wie man solche Sachen inszeniert.

Christian: Gerade dann natürlich in aufwändigen Action-Sequenzen mit Stunt-Leuten und so

Christian: was, die dann durch die Luft fliegen und alles.

Christian: Dennis Murren ist natürlich einer der ganz großen Effektleute.

Christian: Der hat damals bei dieser kleinen Science-Fiction-Sex-Parodie Flash Gordon angefangen,

Christian: ist dann zu der Star-Wars-Trilogie gekommen, hat mit George Lucas gearbeitet.

Christian: Er hat bei Indiana Jones und der Tempel des Todes gearbeitet. eben auch bei The Abyss.

Christian: Der Mann hat insgesamt neun Oscars gekriegt im Laufe seines Lebens.

Christian: Er hatte dann zum Beispiel auch bei Jurassic Park mitgearbeitet.

Christian: Und die andere Hälfte der Effekte war Stan Winston, der schon am ersten Terminator

Christian: gearbeitet hatte, der also dann die physischen Effekte, die Animatronics und

Christian: die Prosthetics und so weiter gemacht hat.

Christian: Auch das ein ganz berühmter Mensch, der andere Sachen gemacht hat,

Christian: wie Edward mit den Scherenhänden oder The Thing von John Carpenter.

Christian: Das ist wirklich beeindruckende und wahnsinnig kreative Arbeit.

Christian: Aber wenn man wissen will, was für eine Sensation dieser Film ist,

Christian: dann muss man natürlich eigentlich die führende Postille dieser Zeit aufmachen.

Christian: Und das habe ich gemacht.

Christian: Ich habe die Bravo aus dem Jahrgang 1991 geöffnet.

Christian: Die Ausgaben von Oktober, wo der Film bei uns rauskam, 24.

Christian: Oktober 1991, bis dann zum Dezember. Und es ist wirklich keine Ausgabe,

Christian: in der du keinen Terminator 2-Bericht hast.

Christian: Es fängt natürlich an mit dieser schönen Fotostory, die hatten ja dann immer

Christian: mit so Standbildern die Handlung nacherzählt von einem Film.

Christian: Und dann geht es gleich weiter in der nächsten Ausgabe, da hast du dann die

Christian: Geburt von Terminator, wo sie dir ein bisschen Hintergrundinfos zu den Effekten und zum Dreh geben.

Christian: Und da schreiben sie, spitzfindige amerikanische Filmstudenten sahen sich diesen

Christian: Streifen mehrmals an und kamen zu dem Ergebnis,

Christian: dass Arnold insgesamt nur 700

Christian: Worte spricht, was wiederum pro Wort 17.142 Dollar und 86 Cent bedeuten.

Christian: Und dann geht es gleich wieder weiter. Es kommen Autogrammkarten und es kommen

Christian: Steckbriefe. Und dann kommt hier die Hintergrundgeschichte von Arnold.

Christian: Früher ausgelacht, heute weltberühmt.

Christian: Früher, da nickt Arnold fast traurig,

Christian: wenn er daran denkt, da war der Name Schwarzenegger fast ein Schimpfwort.

Christian: Ein Synonym für aufgeblähte Muskelprotze mit nichts im Hirn und nichts in der Hose.

Christian: Und hier haben wir dann auch noch, das ist aus dem Dezember,

Christian: den Steckbrief von Edward Furlong. Das ist der Junge, der John Connor spielt.

Christian: Und da lernst du unter anderem, Edward, der kurz Eddie genannt wird,

Christian: bekommt 10 Dollar Taschengeld in der Woche und muss im Haushalt helfen.

Christian: Steht um 7 Uhr morgens auf, ist von 8.15 Uhr bis 15.15 Uhr in der Schule.

Christian: Sein Lieblingsfach ist Sport. Mathe hasst er am meisten.

Christian: In seinem Zimmer hängen Poster von Janet Jackson, Madonna und Marilyn Monroe.

Christian: So, Heinrich, hast du noch Fragen?

Heinrich: Der Eddie Furlong, das ist ja auch eine lustige Geschichte. Sie haben natürlich

Heinrich: rumgecastet wie blöde, Aber das war so ein völlig unbeleckter Bub,

Heinrich: den hat wohl mal die Casting-Direktorin per Zufall irgendwo auf der Straße gesehen,

Heinrich: mal ein Polaroid oder was gemacht.

Heinrich: Und am Ende des Tages hat er den Zuschlag bekommen, keine vorherige Erfahrung.

Heinrich: Aber der funktionierte wohl ganz gut, also gerade zusammen mit Linda Hamilton

Heinrich: und Arnold Schwarzenegger in den Szenen.

Heinrich: Und der Charakter von Eddie, der John

Heinrich: Connor, der hat natürlich die aus Retro-Spielersicht wichtigste Szene.

Heinrich: Im ganzen Film, es gibt Spielautomaten zu bewundern, denn als zum ersten Mal

Heinrich: der T1000 hinter dem jungen John Connor her ist,

Heinrich: da ist der Bub in der Galeria, das ist ein Einkaufszentrum, da ist eine Spielhalle.

Heinrich: Und welche Automaten bevorzugt er?

Heinrich: Sehr passend. Wir sehen schon Connor zunächst, wie er Missile Command spielt,

Heinrich: also ein früher 80er Automat, ein Oldie, wo es so um die Zerstörung von Städten

Heinrich: durch Atomraketen geht, sehr passend irgendwie.

Heinrich: Und auch sonst eine gewisse Retro-Liebe.

Heinrich: Wir sehen in einer Szene am Rande einen Space Invaders Automaten.

Heinrich: Außerdem verbringt schon Connor noch ein bisschen Zeit in einem damals sehr

Heinrich: angesagten modernen Automaten und zwar Afterburner von Sega,

Heinrich: so mit dem Kabinett, wo man sich so reinsetzen konnte und durchgerüttelt wurde.

Heinrich: Es sind nur wenige Sekunden, aber die wollten wir natürlich auch erwähnt haben.

Christian: Ja, und da sieht man mal wieder, mit einer gesunden Spielerausbildung kann man

Christian: es auch zum Retter der Menschheit schaffen.

Heinrich: Die anderen Hauptdarsteller, gut, wir haben natürlich schon Linda Hamilton auch

Heinrich: erwähnt, die Sarah Connor widerspielt,

Heinrich: übrigens eine unglaubliche Performance hinkriegt, weil sie ja wirklich da,

Heinrich: also Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs, also die da völlig verzweifelt

Heinrich: ist, die da eingesperrt ist,

Heinrich: die sich Sorgen nicht nur um die Menschheit im Allgemeinen macht,

Heinrich: sondern auch um das Kind und die da auch so ein bisschen tougher rüberkommt

Heinrich: als im ersten Film, auch durchaus überzeugend.

Heinrich: Und natürlich der Robert Patrick, das ist der T-1000, der Böse,

Heinrich: der war so wie der nette Schwiegersohn so ein bisschen aussieht,

Heinrich: wo so die Boshaftigkeit, die Gefährlichkeit so ein bisschen hintergründiger

Heinrich: ist, was du schon gesagt hast, eben so die relativ unauffällige Terminator-Variante,

Heinrich: die sich besser unters Volk mischen kann.

Christian: Ja, Robert Patrick war damals auch nicht wahnsinnig bekannt.

Christian: Er hatte schon ein paar Filme gemacht. Man sieht ihn unter anderem in Stirb

Christian: langsam 2 als einen der Terroristen.

Christian: Witzig ist auch, Robert Patrick hat ja einen Bruder, den Richard Patrick.

Christian: Und ich habe das erst lange, lange Jahre später geschnallt.

Christian: Richard Patrick, der Sänger von Filter, der war damals Tourgitarrist bei Nine

Christian: Inch Nails und hatte dann diese Industrial Band Filter gegründet.

Christian: Das sind die mit Hey Man, Nice Shot und Take a Picture. Die beiden sind Brüder.

Christian: Und Robert Patrick, der ist ja dann unter anderem auch noch bekannt geworden

Christian: in Akte X, in den Staffeln 8 und 9, als neuer Duchovny sozusagen.

Christian: Und hat auch ganz, ganz viele andere Filme gemacht. Aber der T1000,

Christian: das ist wirklich die Rolle seines Lebens, definitiv.

Heinrich: Also wenn du schon mit der Musik anfängst, nach Filter komme ich ja noch mit den Namen Guns N' Roses,

Heinrich: weil was damals auch so im Vorfeld besprochen worden ist, nicht nur in der Bravo,

Heinrich: die Menschheit wartete auf ein neues Werk von Guns N' Roses.

Heinrich: Das Album Appetite for Destruction war ein Megaseller weltweit und im Terminator

Heinrich: 2 Film hieß es, da debütiert die neue Single You Could Be Mine.

Heinrich: Ich weiß nicht, ob der Cameron nicht ganz so ein Fan war, das wird also extrem

Heinrich: unauffällig mal in den Hintergrund gemischt und auch beim Abspann kommt es erst am Ende.

Heinrich: Viel prägnanter ist dagegen ein anderes Lied, Bad to the Bone von George Forogood and the Destroyers.

Heinrich: Das wollten alle anderen Editors dem Cameron ausreden, weil dieses sehr eingängige,

Heinrich: blues-riffige Lied, das war recht beliebt zu der Zeit, auch in anderen Filmen,

Heinrich: nach dem Motto, können wir nicht auch noch machen.

Heinrich: Aber da hat sich Cameron durchgesetzt und das passt auch perfekt zu der Szene,

Heinrich: wo eben der T-800, also Arnold,

Heinrich: natürlich, wie man das kennt bei Zeitreisen, nackt in der Vergangenheit auftaucht

Heinrich: und die freundlichen Herren in der Bikerbar bittet, sie mögen ihm doch bitte

Heinrich: Kleidung, Schuhwerk und ein Motorrad spenden.

Heinrich: Und da Bad to the Bone im Hintergrund passt auch perfekt.

Christian: Ja, zum ganzen Roses Song sei gesagt, tatsächlich wollten die Produzenten etwas

Christian: haben, nämlich wie man das damals gemacht hat, so einen Song,

Christian: den man mit dem Film mit vermarktet und ganzen Roses boten sich dann an,

Christian: ob Cameron jetzt so begeistert war oder nicht, ist jetzt nicht verbrieft,

Christian: aber es gibt die lapidare Aussage,

Christian: nun ja, es gab ja Rosen im Film in einer Szene und Gans gab es auch,

Christian: also hätten sie schon durchaus gepasst.

Heinrich: Wenige Rosen, aber ganz viele Gans und andere Action-Zutaten erwarten uns in

Heinrich: dem relativ neuen offiziellen Spiel zum Filmen,

Heinrich: 1991 kam nicht nur Terminator 2 in die Kinos, sondern Skynet begann auch damit,

Heinrich: heimische Computer zu infiltrieren.

Heinrich: Zunächst erschien für DOS-PCs Bethesdas Spiel zum ersten Terminator,

Heinrich: das sollte auch nicht das letzte bleiben.

Heinrich: Spire 90 hat Virgin was für gängige Konsolen gemacht zum ersten Film und natürlich

Heinrich: das allererste offizielle Terminator 2-Spiel.

Heinrich: Das kam von unseren lieben Freunden von Ocean, bekannt zum Beispiel aus der Highlander-Folge.

Heinrich: Die haben da ein Team namens Dementia damit beauftragt und es war durchwachsen,

Heinrich: wenn man der damaligen Fachpresse glauben will.

Heinrich: Zum Beispiel gab es die Powerplay in Ausgabe 1.92, so um die 40 Prozent je nach Version.

Heinrich: Und der Richard Eisenmenger, der Tester, schrieb damals, die Levels sind wahllos

Heinrich: aus dem Film gegriffen und laufen meist auf eine langweilige Geschicklichkeitsprobe hinaus.

Heinrich: Und die Geschicklichkeitsproben waren vor allen Dingen auch frustrierend.

Heinrich: Es wechselten sich so Prügellevels und Fahrzeugverfolgungslevels ab.

Heinrich: Alles relativ schlicht und vor allen Dingen also kaum zu schaffen.

Heinrich: Du musst quasi die Strecken auswendig lernen, um da nicht vom Verfolger gerammt zu werden.

Heinrich: Und zwischendurch gab es so Schiebepuzzle-Bonusrunden. Also im Vergleich zu

Heinrich: Highlander war es eigentlich gar nicht so schlecht.

Heinrich: Aber also richtig begeistert hatte dieses erste Terminator 2 Spiel keinen.

Heinrich: Das war natürlich nicht das Einzige. Es gab einen Spielautomaten von Midway.

Heinrich: Das war so ein Lichtpistolen-Shooter, der dann in den Folgejahren auch eher

Heinrich: schlecht als recht für Heimsysteme umgesetzt worden ist.

Heinrich: Und erwähnt werden sollte auch eines der vielleicht schlechtesten Filmspiele aller Zeiten.

Heinrich: Es kam 1993 so ein Battle-Chess-Klon heraus, also ein Schach mit aufwendigen

Heinrich: Animationen, wenn sich die Figuren geschlagen haben. Das war Terminator 2 Judgment

Heinrich: Day, Chess Wars von Capstone.

Heinrich: Ein potthässliches Deppenschach, nicht sonderlich spielstark,

Heinrich: nicht sonderlich schön anzuschauen.

Heinrich: Aber Terminator war auch für Innovationen zuständig.

Heinrich: Basierend auf dem ersten Film hat, wieder mal Bethesda,

Heinrich: einen Shooter namens Future Shock 1995 veröffentlicht und der ist deswegen bemerkenswert,

Heinrich: was war eines der ersten großen Spiele, die die sogenannte Maus-Look-Steuerung

Heinrich: bei Ego-Shootern eingeführt haben.

Heinrich: Dass man also direkt mit der Maus den Blickwinkel der Spielfigur steuert und

Heinrich: das war dann zum Beispiel bei Quake in letzter Sekunde noch so eine Änderung,

Heinrich: dass es diese Option auch gab.

Heinrich: Also Terminator hat im Guten wie im Schlechten so einiges in der Spielegeschichte

Heinrich: bewirkt und es ist ein Thema,

Heinrich: das auch Jahrzehnte später die Spielentwickler noch beschäftigt und so haben

Heinrich: wir eben Ende 2025 nochmal eine Neuveröffentlichung auf Basis des 1991 Films gehabt.

Heinrich: Und das Besondere ist ja schon im Titel drin, also 2D kann man sich schon denken,

Heinrich: in welche Retro-Richtung das geht und No Fate als Untertitel ist ja auch ein

Heinrich: direktes Zitat aus dem Film.

Christian: Ja, das bezieht sich auf eine Szene in der Mitte des Films ungefähr,

Christian: wo Sarah Connor diese Worte auch schön sichtbar und ikonisch in den Tisch ritzt.

Christian: Sie hat ja diesen Satz, there's no fate but what we make, also es gibt kein

Christian: Schicksal außer dem, dass wir gestalten.

Christian: Sie hat gerade erfahren, wer der Hauptverantwortliche bei Cyberdyne Systems

Christian: ist, nämlich Miles Dyson, der Mann, der dann wichtig für die Entstehung von

Christian: Skynet sein wird, also dem Computer, der uns Menschheit auslöschen will.

Christian: Und sie entscheidet sich in

Christian: dem Moment ja dann, dass sie rausfahren will und Miles Dyson töten will.

Christian: Und deswegen ist dieser Satz eben No Fate. Also es gibt kein Schicksal,

Christian: wir können das selber bestimmen.

Heinrich: Veröffentlicht hat dieses neue Spiel eine Firma namens Reef Entertainment.

Heinrich: Die hat jetzt vielleicht nicht den besten Ruf. Die hat 2014 das allseits gehasste

Heinrich: Rambo The Video Game rausgebracht und hat 2019 zum Beispiel ein Terminator-Spiel

Heinrich: namens Resistance in Auftrag gegeben.

Heinrich: Also die haben jedenfalls die Connections, die wissen, wo die Lizenzen sind

Heinrich: und haben diesmal eine interessante Wahl getroffen.

Heinrich: Die haben nämlich ein auf moderne Retrospiele spezialisiertes Studio mit Terminator 2D beauftragt.

Heinrich: Bitmap Bureau aus dem englischen Southampton, das Team gibt es seit 2016.

Heinrich: Die sind spezialisiert auf altmodische 2D-Videospiele, aber für moderne Systeme.

Heinrich: Sie machen aber auch dann manchmal gerne noch auch wieder Umsetzungen für Retro-Hardware.

Heinrich: Die haben dafür eine Abstraction genannte Spielengine.

Heinrich: Und zu ihren Veröffentlichungen gehören Titel wie Xeno Crisis.

Heinrich: Vielleicht gibt es auch Versionen für Dreamcast oder Super Nintendo,

Heinrich: Neo Geo und Final Vendetta.

Heinrich: Und damit haben sie die Aufmerksamkeit wohl erregt vom Publisher Reef Entertainment

Heinrich: und sind gefragt worden, hey, wollt ihr nicht sowas in der Art mit Terminator 2 machen?

Heinrich: Und da hat man das Team nicht lange bitten müssen.

Heinrich: Der Projektleiter, der Design Director ist Mike Tucker. und der hat sehr schön

Heinrich: zusammengefasst, was ihr Ziel bei diesem Spiel war.

Heinrich: Ja, wir gucken uns gleich im Detail an, wie sie das dann geschafft haben,

Heinrich: das Terminator 2-Spiel zu machen, das sie sich schon in ihrer Jugend gewünscht

Heinrich: hätten, wie der Mike Tucker sagt.

Heinrich: Andere bemerkenswerte Mitglieder des Teams sind noch der Matthew Cope,

Heinrich: der Technical Director, und Hank Niebork, der Art Director, der Pixel-Grafik-Magier vom Dienst.

Heinrich: Und der geht also auf die Amiga-Szene zurück. Der hat zum Beispiel bei den Talion-Spielen

Heinrich: Leinhard und Embermoon schon gepixelt.

Christian: Ja, und gepixelt haben sie sehr ausführlich. Verschiedene Levels,

Christian: zwölf Levels hat das Grundspiel.

Christian: Es gibt dann noch alternative Pfade, mit denen man bis zu 15 Levels letzten Endes kriegt.

Christian: Und das Ganze ist, wie du schon gesagt hast, ja orientiert an Games,

Christian: wie man sie damals gespielt hat.

Christian: Das heißt, das ist so ein Plattformer, ein Run and Gun.

Christian: Man sieht das Ganze also seitlich, läuft da von links nach rechts.

Christian: Es gibt auch Levels, wo man mal in die andere Richtung laufen muss oder nach

Christian: oben oder unten, hüpft über Plattformen und schießt eben auf verschiedene Sachen, die sich bewegen.

Christian: Es sind meistens Terminator, aber da kommen auch mal Wachposten und Hunde daher

Christian: und natürlich irgendwelche Verteidigungsmechanismen. Die Handlung orientiert

Christian: sich dabei sehr stark an Terminator 2, aber es wird etwas erweitert.

Christian: Also wir befinden uns sozusagen in der Mitte des Spiels dann in Terminator 2,

Christian: weil wir fangen erst einmal an mit Sarah Connor, die ihrem Jungen beibringt,

Christian: wie man überhaupt eine Waffe bedient und dann wird der Junge leider entführt,

Christian: also muss Sarah Connor durch so eine Westernstadt und erstmal böse Buben zum Training erledigen.

Christian: Und dann erfahren wir, wie sie bei Cyberdyne eingebrochen ist.

Christian: Das ist etwas, was im Film erwähnt wird, aber was wir nicht sehen.

Christian: Hier spielen wir das sozusagen. Sie will also bei Cyberdyne schon rein vor der

Christian: Handlung von Terminator 2, um die Firma zu sabotieren.

Christian: Und das klappt leider nicht. Sie wird gefangen genommen.

Christian: Und dann kommen diese Sequenzen, die wir aus dem Film kennen.

Christian: Zum Beispiel, dass sie aus dem Hospital ausbrechen muss.

Christian: Oder dass wir dann mit dem Terminator bei Cyberdyne einbrechen,

Christian: um diese Hand zu zerstören und so weiter und so fort.

Christian: Es gibt verschiedene Figuren, die man dabei spielt, also man spielt Sarah Connor,

Christian: man spielt dann aber auch in manchen Level John Connor, es gibt sogar Sequenzen,

Christian: wo man den T-800 spielt und es gibt Sequenzen, die in der Zukunft angelegt sind.

Christian: Man spielt nämlich auch den Erwachsenen John Connor, wie er dann im Zukunftskrieg

Christian: gegen die Maschinen vorgeht und das ist alles sehr nett gemacht,

Christian: dass das dann eine eigene Runde Handlung ergibt, die auch über den Film hinausgreift.

Christian: Es gibt ein paar Levels, die nicht in dieses Plattform-Run-and-Gun-Prinzip reinpassen.

Christian: Und du hast bei Ocean die Fahrsequenzen erwähnt. Es gibt auch hier Fahrsequenzen.

Christian: Die sehen aber auch anders aus. Es sind seitliche Sequenzen,

Christian: wo man dann auf die verschiedenen Spuren ausweichen muss, weil halt da irgendwelcher

Christian: Schrott herumliegt, Autos und Gitter und so weiter, über die man stolpern könnte.

Heinrich: Und du kriegst Hinweise. Das macht das um einiges leichter und spielbarer.

Christian: Ja, die helfen sehr und die gibt es sogar auf den höchsten Schwierigkeitsgradstufen.

Christian: Aber ja, es gibt auch so eine Sequenz, die ist so ein bisschen Operation Wolf,

Christian: wo dann der Terminator 1000 mit dem Helikopter kommt und versucht,

Christian: unser Fahrzeug zu rammen.

Christian: Und wir müssen dann auf bestimmte Stellen am Helikopter schießen,

Christian: während wir in Deckung gehen und so weiter.

Christian: Es greift also dieses Prinzip durchaus auf, was die Ocean Games ja oft hatten,

Christian: dass man so verschiedene Sequenzen zusammenstellt aus dem Film.

Christian: Aber es ist dann hier doch sehr viel schlüssiger gemacht.

Christian: Und der Großteil des Spiels konzentriert sich eben auf diese 2D-Plattform-Action.

Heinrich: Ja, die Entwickler haben selbst so ein paar Vorbilder genannt,

Heinrich: an denen sie sich so ein bisschen spielerisch orientiert haben.

Heinrich: Da sind Namen gefallen wie Rolling Thunder, eines der frühen Run-and-Gun-Spiele

Heinrich: von 86, es war ein Automat.

Heinrich: Und sie erwähnen auch Elevator Action Returns, das ist nicht so ganz bekannt.

Heinrich: Das war ein Automat von 95, der dann auch für die Sega Saturn Konsole umgesetzt wurde.

Heinrich: Und das basiert wiederum auf Elevator Action von 83.

Heinrich: Da ging das so los mit Türen, wo auf einmal Bösewichte auftauchten und wo man

Heinrich: eben nicht nur zwischen verschiedenen Ebenen wechselt, sondern auch ständig

Heinrich: gucken muss, kommt da einer, auf den ich schießen muss.

Heinrich: Und natürlich die Contra-Serie.

Heinrich: Und da zitiert Terminator 2D No Fate ja zum Beispiel Contra Alien Wars.

Heinrich: Das war der erste 16-Bit-Titel der Reihe, erschienen in den frühen 90ern für

Heinrich: das Super Nintendo. und in einigen Levels hat man sogar Waffen,

Heinrich: die das sehr grüßen lassen.

Heinrich: Der berühmte Kontrastreuschuss lässt sich als extra einsetzen.

Heinrich: Oder es kommt einmal ein Boss an, der so fast wie 1 zu 1 aus Alien Wars ist,

Heinrich: wo es erst mal vom Boden weg muss, weil da so Bomben geworfen werden und den

Heinrich: dann so mit zahlreichen Schüssen außer Gefecht setzt.

Heinrich: Also liebevolle Hommage an allen Ecken und Enden.

Heinrich: Auch die Inszenierung der Story-Sequenzen orientiert sich wirklich an dem,

Heinrich: was in den frühen 90ern üblich und möglich war.

Heinrich: Da hast du eben digitalisierte Standbilder und ein bisschen Text dazu,

Heinrich: um Gottes Willen keine Videoclips.

Heinrich: Bitmap Bureau hat ja auch immer gesagt, sie dachten so an frühe 90er-Jahre-Spielhallen.

Heinrich: Welche Automaten stehen da?

Heinrich: Dazu gehört es auch, dass es so eine Attract-Sequenz gibt.

Heinrich: Also wenn man nicht spielt, dass da aufregende Animationen mit Spielszenen auch dann erscheinen.

Heinrich: Und so ein kleines Intro, was dich halt animiert.

Heinrich: Naja, in dem Fall nicht ein Marktstück einzuwerfen, sondern einen weiteren Versuch zu starten.

Heinrich: Ja, diese Seitenansicht, Ballerei, diese Run- und Gun-Variationen,

Heinrich: das ist ja eigentlich auch diesen frühen,

Heinrich: vielleicht nicht ganz so tollen Terminator-Spielen erstaunlich ähnlich.

Heinrich: Also ich fühlte mich schon an das sehr kurze 92er Virgin Terminator erinnert.

Heinrich: Und da hast du ja auch teilweise Szenen in der Zukunft von links nach rechts

Heinrich: und du schmeißt mal eine Granate.

Heinrich: Oder genau, also die Verfolgungsszenen, die Idee hatten damals auch schon die

Heinrich: Ocean-Designer, aber sie hatten vielleicht nicht unbedingt die Zeit oder die

Heinrich: technischen Möglichkeiten,

Heinrich: das ein bisschen spielbarer, ein bisschen fairer hinzukriegen.

Christian: Ja, der Unterschied, den man

Christian: halt so damals hat, ist, dass es verschiedene Schwierigkeitsgrade gibt.

Christian: Du hast das schon mit den Hinweisen angesprochen. Es gibt einen Grad,

Christian: der wirklich so für die Casual-Gamer gedacht ist, dass die noch nicht so viel

Christian: mit dieser Art von Spiel in Berührung gekommen sind.

Christian: Da ist das Spiel relativ schnell durchzuspielen. Es gibt dann höhere Schwierigkeitsgrade.

Christian: Und wenn man dann eigentlich diese Erfahrung von damals haben will,

Christian: wir wissen ja, Spiele damals waren oft sehr unerbittlich, dann muss man halt

Christian: einen von den härtesten Schwierigkeitsgraden hernehmen.

Christian: Geht das dann natürlich auch wirklich ans Eingemachte, was dann an Gegnern kommt.

Christian: Die Hinweise sind spärlicher, die Gegner halten mehr aus. Es gibt mehr davon

Christian: oder andere Gegner dann an gewissen Stellen.

Christian: Es gibt auch weniger Continues. Auch das ist ja so ein Prinzip,

Christian: was man noch von Automaten kennt.

Christian: Wobei das Continue hier mehr ein Leben ist. Man hat so einen Energiebalken und

Christian: wenn der herunter ist, ist eigentlich das Game over.

Christian: Aber hier hat man dann eben ein Continue, um noch mal weitermachen zu können.

Christian: Und auch die werden dann natürlich spärlicher. Es gibt so ein paar Extras,

Christian: die man dann aufsammeln kann, die muss man erst finden teilweise,

Christian: also sich irgendwie freischießen und die versteckten Gegenstände finden.

Christian: Es regt also dann damit auch an dazu, dass man es mehr spielt und vielleicht

Christian: öfter spielt und gewisse Sachen dann freischaltet.

Christian: Dazu gehören eben auch die alternativen Level. Wenn man diese Hauptmission einmal

Christian: durchgespielt hat, gibt es zwei Stellen in der Handlung, wo es ein Branching

Christian: gibt, wo man also eine andere Entscheidung fällen kann und dann kommen andere Levels hinzu.

Christian: Das sind teilweise Levels, die sind dann so ähnlich wie die,

Christian: die wir kennen und man spielt dann zum Beispiel einmal mit Sarah Connor anstatt

Christian: mit John Connor, einen der Zukunftslevels.

Christian: Der ist dann aber härter und geht auch noch weiter, also er ist länger geworden.

Christian: Es gibt aber auch tatsächlich dann einen neuen Level zum Beispiel,

Christian: wo man mit Sarah Connor dann durch die Polizeistation gehen muss und nun ja

Christian: recht zynisch dann hunderte von Polizisten erledigen muss, damit sie entkommen kann.

Christian: Da hat man dann also noch ein bisschen Anreiz, dass man das Spiel sich noch

Christian: mehrmals zur Brust nimmt.

Heinrich: Ja, man muss auf jeden Fall ein bisschen warnen vor dem einfachen Schwierigkeitsgrad Easy Money,

Heinrich: weil ich war einer von denen, die sich gedacht haben, Moment mal,

Heinrich: es gibt auf dem mittleren Level nur begrenzt Continuous und dann gibt es ja

Heinrich: viele Bosskämpfe und da versage ich ja gerne, ich mache erst mal Easy Money.

Heinrich: Und da ist man dann nach so einer guten Dreiviertelstunde eigentlich durch mit

Heinrich: dem ersten Durchgang mit den zwölf Levels.

Heinrich: Also schön, dass da auch jeder mit limitierten Talenten die Möglichkeit hat,

Heinrich: das ganze Spiel mal zu sehen.

Heinrich: Aber ich würde auf jeden Fall empfehlen, erst mal auf No Problemo zu spielen.

Heinrich: Das ist so der mittlere zu Beginn.

Heinrich: Der ist nicht völlig ohne Problemo, aber da wird man schon ein bisschen mehr gefordert.

Heinrich: Aber ja, ich fand das auch ganz witzig mit dem mehrmaligen Durchspielen und

Heinrich: dann erst kriegst du die Optionen für diese alternative Handlung,

Heinrich: also dass die Entwickler das auch machen durften.

Heinrich: Das ist ja auch nicht selbstverständlich. So alternative Versionen der Filmhandlung.

Heinrich: Und so kann man auch wirklich dann genau so die längste Version des Spiels erleben, so 15 Levels.

Heinrich: Aber auch das ist nicht wirklich episch. Also wenn man es einigermaßen kann,

Heinrich: ist das so ein Level in ein paar Minuten durchgespielt,

Heinrich: Und man schaltet auch noch ein paar Spielmodi mehr frei.

Heinrich: Das sind aber auch so Varianten des Bekannten, aber es ist auch immer wieder

Heinrich: nett, mal was Neues zu haben.

Heinrich: Zum Beispiel in dem Story-Modus gibt es auch den Arcade-Modus.

Heinrich: Da gibt es also auch weniger von diesen kleinen Handlungssequenzen.

Heinrich: Ich glaube, zu Beginn sind auch die Levels ein bisschen anders arrangiert und

Heinrich: da hast du auch das eine Leben und mehr nicht. Das ist also auch ganz reizvoll,

Heinrich: da so auf Highscore zu spielen.

Heinrich: Dann gibt es noch Sachen wie den Boss-Rash-Modus, den man freischalten kann.

Heinrich: Nur Bosse, genau das, was ich nicht brauche.

Heinrich: Und die Mutter der Zukunft, nicht die Mutter der Nation, das ist dann fokussiert

Heinrich: auf Sarah Connor-Levels.

Heinrich: Das sind so nette kleine Gimmicks, sag ich mal, die man jetzt nicht unbedingt

Heinrich: braucht, aber wo schon die Entwickler sich ein bisschen Mühe gegeben haben,

Heinrich: um mehrmaliges Durchspielen irgendwie interessant zu machen.

Heinrich: Ja, und wie ist das Spiel bei den zeitgenössischen Testern angekommen?

Heinrich: GameStar.de vergab zum Beispiel im Dezember 2025 81%. Der Paul Kautz schrieb,

Heinrich: ein Oldschool-Action-Kracher, der 16-Bit-Fans sehr glücklich machen dürfte.

Heinrich: Und im Stay-Forever-Newsletter Januar 2026 schrieb Fabian Käufer,

Heinrich: eine gewisse Liebe für die Vorlage hilft.

Heinrich: Denn so bahnbrechend wie einst der Film ist dieses Spiel sicher nicht.

Heinrich: Wie groß unsere Liebe zu Film und Spiel ist, das wollen wir jetzt mal in der

Heinrich: Diskussion besprechen.

Christian: Ja, für mich war Terminator 2 ja damals 1991 eine ganz, ganz große Enttäuschung. Leider.

Christian: Ich stand nämlich in einem Kino in Garmisch-Partenkirchen und ich hatte beide Eltern mitgenommen.

Christian: Meine Mutter war mit und mein Vater war mit.

Christian: Und ich durfte nicht rein in diesen Film, weil er war ab 16 und ich war leider erst 13.

Christian: Ich war schon gestählt durch den ersten Terminator und ich wusste natürlich,

Christian: was für ein sensationelles Action-Spektakel da auf mich wartet hinter dieser

Christian: Tür an der Popcorn-Maschine vorbei. Und sie haben mich nicht reingelassen.

Christian: Also meine Eltern haben probiert, die volle Verantwortung zu übernehmen für

Christian: sämtliche Schäden, die bei dem Jungen ausgelöst werden könnten.

Christian: Aber nein, das Kino war da unbarmherzig.

Christian: Wir mussten also in Saal B und dort lief Wolfsblut mit Ethan Hawke.

Christian: Ein durchaus netter Film, aber natürlich nicht, wenn man Terminator 2 sehen will.

Christian: Etwas später hat mir dann meine Schwester, nachdem der Film in der Videothek

Christian: dann war, eine Kopie der Kassette geschenkt mit liebevoll schwarz-weiß fotokopiertem

Christian: Cover, hat sie das arrangiert.

Christian: Ich habe dieses Tape heute noch und so habe ich diesen Film dann sehr oft gesehen.

Christian: Ich glaube, Heinrich, du warst ja damals schon 16.

Heinrich: Mindestens.

Christian: Du hast ihn im Kino gesehen, oder?

Heinrich: Während du in Wolfsblut warst, das sind natürlich die Großen schon in Terminator 2 gewesen.

Heinrich: Ja, also das war natürlich das Filmereignis. Cameron natürlich nicht nur durch den Vorgänger.

Heinrich: Aliens, das war der Regisseur. Wenn der einen großen neuen Actionfilm macht,

Heinrich: den muss man sehen. Und inzwischen kannten ja alle auch Terminator.

Heinrich: Der lief ja dann auch im Fernsehen und überhaupt. Und der ist ja zu diesem Kultfilm

Heinrich: allmählich erst geworden.

Heinrich: Das ist ja schon gesagt, Schwarzenegger, so Gipfel seines Ruhms.

Heinrich: Den musste man sehen und der Hype war gewaltig.

Heinrich: Ich war auch sehr zufrieden damals. Also ich weiß noch, wo ich wirklich dann

Heinrich: mir gedacht habe, wow, also das war es jetzt wirklich gewesen, das war es.

Heinrich: Wir brauchen eigentlich keine weiteren Actionfilme mehr versuchen.

Heinrich: Das ist eigentlich unmöglich zu steigern, weil er hatte eben natürlich nicht

Heinrich: nur die Action auf höchstem Niveau, alle möglichen Arten von Spezialeffekten.

Heinrich: Der war auch irgendwie ganz witzig. Also die Charaktere, die haben sich ja auch

Heinrich: doch weiterentwickelt.

Heinrich: Diese kleinen Humorszenen, wo der John Connor, der Bub dem T-800,

Heinrich: dem Arnold, also beibringt, dass es böse ist, Menschen zu töten,

Heinrich: was für den ja was völlig Neues ist.

Heinrich: Und dann schießt man ihnen halt nur noch ins Knie. Mein Gott,

Heinrich: Hauptsache unschädlich gemacht.

Heinrich: Also es sind so einige drollige Situationen,

Heinrich: die jetzt vielleicht der erste Film nicht ganz so hatte, solche Nuancen und

Heinrich: natürlich wie sich die Rolle von der Sarah Connor gewandelt hat und also sehr

Heinrich: aufregend von vorne bis hinten ein toller Film.

Christian: Also ich war auch begeistert, als ich ihn gesehen habe. Ich fand die Action

Christian: natürlich absolut ein Wahnsinn und war ja auch schon Schwarzenegger-Fan.

Christian: Ich hatte dann die ganzen Poster, die die Bravo da eben jede Woche verteilt

Christian: hat. Da habe ich mir auch brav hingehängt.

Christian: Irgendwo zwischen den Ultima-Karten hing also dann Arnold-Poster.

Christian: Ich muss allerdings sagen, was ich damals schade fand, es hat nicht den Film

Christian: für mich ruiniert in irgendeiner Form.

Christian: Ich habe ihn sehr oft gesehen, aber trotzdem fand ich es sehr schade,

Christian: eben dass er so nett ist im Vergleich zum ersten. Ich fand das Düstere des Ersten

Christian: wirklich sehr, sehr packend.

Christian: Ich fand die Härte des Ersten wirklich sehr, sehr stark.

Christian: Dass der Zweite dann so ein bisschen handsamer daherkommt und eben mit diesen

Christian: witzigen Elementen, also diese von dir angesprochene Szene mit Bad to the Bone,

Christian: wo das draufkommt, wo der Film ja auch ein bisschen ausstellt,

Christian: das ist jetzt cool und das ist witzig und so, da habe ich schon ein bisschen

Christian: mit den Augen gerollt, muss ich sagen.

Christian: Wie gesagt, der Film war trotzdem toll. Ich weiß auch, dass die Themen bei mir funktioniert haben.

Christian: Ich habe tatsächlich auch, wo ich ihn dann mit einem Freund gesehen habe,

Christian: wir haben dann hinterher darüber geredet, ob wir an Schicksal glauben.

Christian: Also genau das Thema, was der Film dir ja sagt, ist das vorherbestimmt oder

Christian: können wir das selber ändern?

Christian: Darüber haben wir diskutiert. Also der Film hat auch was ausgelöst.

Heinrich: Also der Jugendschutz hat sich Sorgen gemacht, dass ihr Kinder verruht werdet,

Heinrich: aber mitnichten. Der Film hat philosophische Diskussionen ausgelöst.

Christian: Ja, ganz richtig. Also das hat mich damals schon natürlich sehr,

Christian: sehr interessiert und auch dann sehr beschäftigt, denn das führt der Film wirklich

Christian: sehr gekonnt weiter, finde ich. Das ist hochspannend.

Christian: Und wenn ich ihn heute sehe, dann finde ich noch viel faszinierender,

Christian: wie Cameron dann eigentlich dieses Konzept vom Ersten so ein bisschen auf den

Christian: Kopf stellt und trotzdem etwas macht, was sich anfühlt, als würde es dazugehören.

Christian: Also eben die Tatsache, dass der Böse plötzlich der Gute ist und die Tatsache,

Christian: dass er diese Handlung so weit ausbaut, dass er von einem Killerroboter kommt,

Christian: um die Frau zu töten, zu einem, der Killerroboter wird zum Ersatzvater macht,

Christian: ohne dass das albern ist.

Christian: Du denkst dir ja dann nicht, ja, um Himmels Willen, was machen sie mit dem Terminator?

Christian: Sondern sie finden diese Balance, dass die Themen funktionieren und gleichzeitig

Christian: die Geschichte fortgeführt wird.

Heinrich: Ja, Cameron meint ja auch sinngemäß, dass im zweiten Film eigentlich die Sarah

Heinrich: Connor so ein bisschen zum neuen Terminator wird, weil sie ja sehr entschlossen

Heinrich: und einsam und allein eigentlich versucht,

Heinrich: da den Dyson auszuschalten, eiskalt, was sie natürlich nicht übers Herz bringt.

Heinrich: Naja, im Spiel kann man es ja machen, aber im Film halt nicht.

Heinrich: Die eine Szene aber, wo ich aber auch sagen muss, damals wie heute,

Heinrich: wo es mir ein bisschen komisch vorkam, das ist natürlich der Minigun-Shootout,

Heinrich: wie Arnold da mit diesem,

Heinrich: ja, das ist eigentlich so ein Hubschrauber-Geschütz, in der Hand dasteht.

Heinrich: Vorne vom Gebäude sind ganz viele Polizeiautos und er ballert da alles,

Heinrich: kurz und klein, jede Menge Explosionen, die Polizisten springen um ihr Leben

Heinrich: und am Ende 0,0 Todesopfer.

Heinrich: Er hat sich also an die Vorgabe vom kleinen John gehalten.

Heinrich: Das war vielleicht die eine Szene, wo dieses Konzept nicht ganz so gut funktioniert

Heinrich: hat und es ein bisschen albern wirkte.

Christian: Das finde ich dann heute, wenn ich es schaue, finde ich es eigentlich total

Christian: lustig, weil sich der Zynismus des ersten Films da drin immer noch so ein bisschen versteckt hält.

Christian: Also du hast schon erwähnt, das mit dem ja ins Knie schießen.

Christian: Ich meine, wenn du jemanden ins Knie schießt, ist der für den Rest seines Lebens

Christian: ein Invalide oder ein Halbinvalide.

Christian: Und die Tatsache, dass die Verluste vom Terminator in Kommastellen gerechnet werden.

Christian: Also es könnte auch ein halbes Todesopfer geben oder so.

Christian: Da ist diese Härte noch irgendwie so ein bisschen zu spüren oder so ein bösartiger

Christian: Witz, der ja da noch weitergetragen wird.

Christian: Was ich heute total spannend auch finde, ich habe mir damals nicht wahnsinnig

Christian: viel Gedanken drüber gemacht, ist die Tatsache, dass der Film ja auf einer so

Christian: viel größeren Skala operiert und mir fallen nicht viele Filme ein,

Christian: bei denen der Sprung so gigantisch ist.

Christian: Ich habe es vorher gesagt, Terminator 1 war ja eigentlich ein kleines B-Movie,

Christian: was dann halt zu so einem großen, sensationellen Film wurde.

Christian: Aber die Fortsetzung, die über 14 Mal so teuer ist wie der erste Teil,

Christian: wie viele Fortsetzungen kennst du, die so gigantisch groß werden?

Christian: Das gibt es sonst nicht. Und auch da, dass das schlüssig gemacht wird und sich

Christian: kohärent anfühlt, das finde ich ganz, ganz spannend.

Christian: Und trotzdem versucht der Film was zu wagen.

Christian: Also er versucht etwas zu machen, was der vorige noch nicht gemacht hat.

Christian: Er versucht irgendwie neue Pfade zu beschreiten. Und das kann Cameron ja relativ gut.

Christian: Er hat das bei Aliens ja schon gemacht. Er hat das dann, finde ich,

Christian: auch mit dem zweiten Avatar ganz gut gemacht, dass er neue Aspekte herausfindet

Christian: in einer Story, die ja eigentlich schon erzählt ist. und die meisten Fortsetzungen

Christian: servieren die halt einfach mehr vom Selben.

Heinrich: Die Spielmacher haben auf jeden Fall dieses Drehbuch, besser gesagt den fertigen

Heinrich: Film, sehr intensiv studiert.

Heinrich: Die Liebe zum Pixeldetail, die ist gigantisch.

Heinrich: Also das Beispiel von der Szene, wo eben der T-800 Arnold auftaucht,

Heinrich: unbekleidet in die Bikerbar reingeht, ist auch so schön im Spiel umgesetzt, bis hin zu Details.

Heinrich: Dass wenn er ja so in dieser Energiekugel quasi aus der Zukunft erscheint,

Heinrich: dann wird ja auch so alles im Hintergrund so weggeschnitten.

Heinrich: Und es ist ja auch dann in der Spielgrafik, da ist ja dieser eine riesige Lastwagen, der da geparkt ist.

Heinrich: Und dass auch da, wie im Film, so ein Halbkreis, so ein Scheibchen abgeschnitten ist.

Heinrich: Solche Sachen. Bei der Gelegenheit stößt man aber auch an gewisse Grenzen,

Heinrich: denn wo sie beim Spieljahr aufpassen mussten, das ist die Ähnlichkeit zu den

Heinrich: Schauspielern und also Linda Hamilton, Robert Patrick, der Eddie Forlong,

Heinrich: da hat wohl das Budget gereicht, das lizenstechnisch zu regeln.

Heinrich: Arnold Schwarzenegger kostet wohl ein bisschen mehr, dessen Konterfei sieht

Heinrich: man nicht, man merkt es aber kaum.

Heinrich: Also vielleicht mal so bei 1-2 Story-Sequenzen, wo mal eine Nahaufnahme vom

Heinrich: Gesicht käme, aber so groß wie die Sprites in dem Spiel sind,

Heinrich: mein Gott, also dieser nackte Kleiderschrank in diesem einen Level,

Heinrich: ob das jetzt da der Original-Arnold-Kopf ist oder nicht, also da würde man keinen

Heinrich: großen Unterschied bemerken.

Heinrich: Bisschen schade ist es trotzdem. Ich frage mich, ob man dem Arnold mal das fertige

Heinrich: Spiel zeigen sollte, wie toll das geworden ist.

Heinrich: Ob er dann nicht sagt, na ja, gut, dann könntest du mich auch kostenlos einbauen.

Heinrich: Es ist wahrscheinlich aber eher unwahrscheinlich, dass sein Agent und sein Manager da mitspielen.

Christian: Ja, ich gehe davon aus, ohne jetzt die Details dieses Deals zu kennen,

Christian: dass für Leute wie Edward Furlong diese Ähnlichkeiten einfach schon in der Lizenz inbegriffen sind.

Christian: Und normalerweise sichert sich das Studio ja alle Rechte, was nur in irgendeiner Form geht.

Christian: Und das beinhaltet ja auch, dass du die Schauspieler oder das Aussehen der Schauspieler

Christian: verwenden darfst fürs Marketing und dann auch für Merchandising.

Christian: Und das Merchandising, was dann natürlich sehr wertvoll sein kann,

Christian: das muss sich ein Schauspieler dann, glaube ich, schon selber aushandeln,

Christian: um da in irgendeiner Form ein Mitspracherecht zu haben.

Christian: Das hatte Arnold Schwarzenegger zu dem Zeitpunkt sicherlich.

Christian: Ich nehme an, Edward Furlong hatte das nicht.

Christian: Und das heißt, du musst dich dann gar nicht darum bemühen, ob du Edward Furlongs

Christian: Gesicht verwenden darfst oder nicht. Das ist in der Lizenz drin.

Christian: Und bei Arnold müsstest du einen eigenen Deal mit ihm machen.

Christian: Und wie gesagt, ich kenne den Deal nicht, den die gemacht haben.

Christian: Ich habe da jetzt keine Infos darüber, aber das ist halt, wie ich das Lizenzgeschäft kenne.

Christian: Und das heißt, vielleicht haben sie gar nicht erst bei Arnold angefragt,

Christian: weil das gar nicht im Raum stand, dass sie diese Bilder verwenden müssten oder nicht.

Christian: Mich persönlich hat es auch nicht gestört, dass du Arnold nicht siehst.

Christian: In dieser Pixelgrafik ist ja eh alles so ein bisschen Fantasie.

Christian: Ich weiß, er ist der T800.

Christian: Und ob da jetzt in den drei kleinen Bildern dann jemand exakt aussieht wie Arnold

Christian: oder nicht, das ist dann für mich auch nicht so wichtig, was den Rest des Spiels

Christian: angeht. Zumal der Rest des Spiels ja wirklich, wie du sagst,

Christian: so nah am Film oft dran ist.

Christian: Manche Dialoge sind ja so nah übernommen, die sind wortwörtlich drin.

Christian: In den Cutscenes hast du dann manchmal wirklich auch die Einstellungen aus dem

Christian: Film, die wiedergegeben werden.

Christian: Und in Animationen sind gewisse Details aus dem Film, die dann übernommen werden.

Christian: Zum Beispiel im Hospital, wo der T-1000 dann einen von den Wachmännern klont.

Heinrich: Ah, am Kaffeeautomaten, genau.

Christian: Genau, ja. Eine wundervolle Szene im Originalfilm, die ja auch so dieses Makabre

Christian: und ein bisschen Unheimliche des T1000 toll einfängt,

Christian: dass da plötzlich der Doppelgänger vor dem steht und er hält den Kopf so schief

Christian: und verlängert dann seinen Finger in diese Klinge, die dem anderen durchs Gehirn geht.

Christian: Zittert dann noch so und lässt den Kaffeebecher fallen. Und exakt diese Animation

Christian: hast du im Spiel drin, inklusive dieses Kaffeebechers.

Christian: Daran merkst du, wie sehr sie sich mit dem Film auseinander gesetzt haben und

Christian: wie sehr sie das aufgegriffen haben.

Christian: Das waren ja übrigens Zwillinge in der Szene mit den zwei Wachmännern.

Christian: Und es gibt noch eine andere Sequenz, wo Zwillinge zum Einsatz kamen,

Christian: nämlich die Zwillingsschwester von Linda Hamilton ist ja auch im Film drin.

Christian: Einmal klont der T-1000 Sarah Connor und das ist dann Leslie Hamilton,

Christian: die Zwillingsschwester von Linda Hamilton.

Christian: Das ist kein Effekt, sondern es ist tatsächlich eine zweite Person,

Christian: die da die andere Sarah Connor spielt.

Heinrich: Ha, das ist genau und man denkt, es ist ein Spiegel, aber ist es gar nicht und

Heinrich: genau deswegen es lohnt sich, ich hab die, wie heißt sie, die Skynet Edition,

Heinrich: also auf Blu-ray diesen Extended Cut sich anzugucken,

Heinrich: weil diese eben von dir angesprochene Szene mit den beiden Schwestern,

Heinrich: die finde ich auch so allgemein gut, nicht nur so wegen den Effekten.

Christian: Also Genau, also es gibt zwei Szenen mit den beiden Schwestern.

Christian: Die eine ist die von dir erwähnte Cutscene, die nur in der Extended Version drin ist.

Christian: Aber es gibt später beim Showdown auch nochmal eine Sequenz und da macht der

Christian: T1000 eben Sarah Connor nach.

Christian: Und da kommt die Zwillingsschwester nochmal zum Einsatz. Das ist eine Sequenz,

Christian: die auch in der Kinofassung drin ist.

Heinrich: Das ist ja praktisch. Zumindest da hat man ein paar Dollar gespart,

Heinrich: statt da irgendwie mit aufwendigen Effekten.

Heinrich: Und ich meine, digital ging es ja noch nicht so gut damals mit der Computergrafik.

Heinrich: Das war schon relativ kreativ.

Heinrich: Was ich jetzt beim Wiederbetrachten des Films ja ganz amüsant fand,

Heinrich: ist die Erinnerung damals, wie sehr man 1991 sich auf die Computergrafik vor allem gefreut hat.

Heinrich: Ja, da gibt es Autoverfolgung und der Simi, da kracht die Brücke runter.

Heinrich: Aber jetzt, wo ich mir frisch angesehen habe, bin ich vor allen Dingen über

Heinrich: die Analogeffekte erstaunt. Also was da die Maskenbildner geleistet haben, die Stuntleute.

Heinrich: Also da ist so eigentlich alles drin, was man so noch machen kann.

Heinrich: Es sehen auch einige Szenen unglaublich gefährlich aus.

Heinrich: Sehr schön finde ich auch die Anekdote mit dem Hubschrauber-Stunt,

Heinrich: wo bei einer Verfolgung der Helikopter, also bei so einer Überführung, unten durchfliegt.

Heinrich: Und das war echt, da ist nix getrickst worden.

Heinrich: Und als der Kameramann das so richtig realisiert hat, hat er gesagt, nein, danke.

Heinrich: Und James Cameron hat da gesagt, okay, dann gib mir die Kamera.

Heinrich: Ich habe damit keine Probleme.

Heinrich: Ich vertraue dem Piloten, der macht das schon. Und so haben sie das auch dann

Heinrich: gedreht und alle haben es überlebt.

Heinrich: Da sind so einige Sachen drin, die sind also wirklich echt irre.

Heinrich: So macht man halt Kino nicht mehr.

Heinrich: Und so würde ja auch Cameron heute Kino nicht mehr machen. Wie wir alle wissen,

Heinrich: der weiß es natürlich zu schätzen, was digital alles geht.

Heinrich: Aber das ist ja wirklich einer der Meilensteinfilme, der so beide Welten,

Heinrich: finde ich, nochmal kombiniert, was so das Effektkino betrifft.

Christian: Ja, absolut. Da hat sich natürlich unsere Wahrnehmung auch sehr verschoben,

Christian: weil ja heutzutage wissen wir, dass alles mit Computergrafik möglich ist,

Christian: solange du halt das nötige Budget dafür hast und damit natürlich auch die nötige Zeit.

Christian: Und deswegen ist der Stauneffekt bei so Digitalsachen einfach nicht mehr so

Christian: groß, obwohl sich die Filme noch sehr stark drum bemühen. Der hat dann bei Terminator

Christian: 2 natürlich auch ein bisschen nachgelassen.

Christian: Das war damals natürlich sensationell, wenn der T-1000 da in eine andere Form

Christian: sich verwandelt oder wenn er durch die Gitterstäbe sich durchschmelzt oder so.

Christian: Und das ist auch immer noch alles toll gemacht. Aber der Stauneffekt ist eben

Christian: das, wo du dir denkst, Moment mal, das konnten die nicht mit Computer machen.

Christian: Wie du sagst, die sind da echt drunter durchgeflogen. Die haben da echt irgendwas in die Luft gejagt.

Christian: Die kämpfen da tatsächlich auf einem Set.

Christian: Die bauen etwas, die jagen etwas in die Luft. Und das versetzt uns heute eigentlich

Christian: mehr in Staunen. Das ist bei anderen Actionfilmen aus der Zeit auch stark, dieser Effekt.

Christian: Und hier merkt man es ganz besonders, weil die natürlich alle auf der Höhe ihrer

Christian: Schaffenskraft arbeiten.

Christian: Also Cameron war immer ein wahnsinnig guter Actionregisseur und das kann er hier alles ausspielen.

Christian: Und die Effektleute von ILM waren großartige Könner, aber auch natürlich die

Christian: von den handfesten Effekten, also Stan Winston zum Beispiel, den ich erwähnt habe.

Christian: Das spielt hier alles ganz grandios zusammen.

Heinrich: Und was ist das jetzt für ein Gefühl, wenn man auf der einen Seite einen für

Heinrich: seine Zeit so hypermodernen Film hat und jetzt ein neues Spiel hat,

Heinrich: das sich also wirklich redlich bemüht, nicht hypermodern zu sein,

Heinrich: sondern die Technik der damaligen Zeit und auch so die Spieleabläufe als Inspirationsquellen nimmt?

Heinrich: Ist das irgendwie komisch oder passt das?

Heinrich: Also ich muss ja sagen, ich war also von der ersten Ankündigung an auf dieses

Heinrich: Spiel sehr neugierig und bin.

Heinrich: Auch wenn so ein, zwei Sachen man im Detail kritisieren kann,

Heinrich: bin doch bezaubert, wie gut sie so diesen Stil eingefangen haben,

Heinrich: wie Spiele halt damals waren, wie die aussahen, wie die Animation waren.

Heinrich: Ich glaube, damals war es vielleicht nicht ganz so gut, waren natürlich heute

Heinrich: bessere Tools und mehr Speicher und wir müssen auch mal gucken,

Heinrich: ob und wann da noch Umsetzungen für Retrosysteme erscheinen,

Heinrich: aber es fühlt sich so an, auch die Musik und das Ganze aber mit einer guten

Heinrich: Grundspielbarkeit und das war ja immer die Krux,

Heinrich: wenn Ocean damals was gemacht hat oder häufig war es so der Fall.

Heinrich: So kurz die Levels auch sein mögen, du bewegst dich gerne in ihnen.

Heinrich: Es ist alles sehr straff, es ist sehr griffig, es hat diese Grundvergnüglichkeit,

Heinrich: wegen der es auch durchaus okay ist, wenn man mal ein Level zum x-ten Mal von vorne spielt.

Christian: Ich finde das absolut stimmig, dieses Zusammenspiel von, wie du sagst,

Christian: modernem Film und Retro-Game.

Christian: Aber natürlich ist der Film ja für uns auch retro. Also der Film ist 34 Jahre

Christian: alt und wie du gesagt hast, solche Filme machen wir ja heute nicht mehr.

Christian: Das heißt, von daher fühlt es sich natürlich stimmig an, dass da ein Spiel erscheint,

Christian: das auch auf diese Zeit zurückverweist, in der der Film erschienen ist.

Christian: Wenn das jetzt ein moderner Film wäre, also wenn du jetzt mir zu Avatar 3 ein

Christian: solches Spiel gemacht hättest, finde ich, würde das wesentlich weniger passen.

Christian: Es könnte auch ein sehr charmantes Spiel sein und ein sehr witziges Spiel,

Christian: aber ich glaube, der Bruch wäre sehr viel stärker, weil du dich fragst,

Christian: warum geht das so auseinander?

Christian: Hier ist dieses Warum ja in der Zeit der Erscheinung schon verankert.

Christian: Ich finde es sehr charmant und sie haben es wundervoll gelöst.

Christian: Es gibt auch bei mir jetzt so Sachen, die ich kritisieren mag.

Christian: Ich finde, die Musik pumpt halt schon gleich von Anfang an sehr, sehr groß.

Christian: Da hätte man ein bisschen sanfter in das Spiel erstmal reinkommen können.

Christian: Später ist es dann cool, wenn das Ding schweißtreibend wird und dramatisch wird und so.

Christian: Aber von der ersten Spielminute an, naja, ich glaube, da will ich erstmal in

Christian: die Spielwelt reinkommen.

Christian: Was ich sehr faszinierend finde an dem Spiel und was ja die größten Diskussionen

Christian: im Netz auch verursacht, ist der Schwierigkeitsgrad oder der Mangel an Schwierigkeitsgrad,

Christian: je nachdem, wie du es sehen willst.

Christian: Dass ja, wenn sich Leute beschweren über das Spiel, oft der Punkt einfach der

Christian: ist, dass du es viel zu schnell durchhast.

Christian: Und das ist natürlich die Tatsache, dass es diesen Easy-Mode gibt und auch der

Christian: No-Problemo-Mode ist jetzt für jemanden, der Arcade-Spiele wirklich gewohnt

Christian: ist, keine extrem große Herausforderung.

Christian: Ich selber bin mittelmäßiger Action-Spieler, das heißt, ich hab bei No Problemo

Christian: auch diverse Anläufe gebraucht und hatte dann schon so meine vier,

Christian: fünf Stunden da reinversenkt,

Christian: bis ich mal das Ende gesehen habe und dann hab ich halt noch die alternativen

Christian: Story-Modes mir anschauen wollen und so.

Christian: Also, da ist schon ein bisschen was an Zeit reingeflossen und das macht Spaß.

Christian: Du hättest natürlich damals 1991 ein Spiel veröffentlicht, was knüppelhart gewesen wäre.

Christian: Also der dritte oder vielleicht sogar gleich der vierte Schwierigkeitsgrad.

Christian: Das Gnadenlose, wo dir nichts geschenkt wird und wo du gleich von Anfang an

Christian: eigentlich tausend Todes stirbst.

Christian: Und dann brauchst du natürlich sehr, sehr lange, um zum Ende zu kommen und das zu sehen.

Christian: Und heute macht man halt keine Spiele mehr so, sondern du kommst den Spielern

Christian: entgegen und gibst ihnen den Easy-Mode und dann beschweren sie sich,

Christian: dass das Spiel so kurz ist.

Christian: Obwohl Contra, wenn du weißt, was du tust, ja auch nur 15 Minuten dauert oder 20.

Heinrich: Ich finde, die haben das eigentlich ganz gut gelöst, weil, was willst du denn

Heinrich: heute hier ankommen mit einem nur beinharten Spiel wie seinerzeit?

Heinrich: Wie gesagt, ich empfehle da wirklich mal das Ocean-Ding, die Fahrsequenzen damals.

Heinrich: Macht keine große Freude.

Heinrich: Also man hätte vielleicht bei dem Easy-Money-Modus noch eine extra Warnung vorschalten

Heinrich: sollen, dass er wirklich easy ist, damit sich dann keiner beschwert.

Heinrich: Es ist okay, es gibt ein paar Anreize zum Mehrfachspielen.

Heinrich: Und sie haben sich auch Mühe gegeben, das Gameplay zu variieren,

Heinrich: ohne das zu sehr zu strecken.

Heinrich: Also ich frage mich eher ein, zwei Mal, oh, hätte man da nicht noch ein Level

Heinrich: mehr sogar machen können?

Heinrich: Also die Arnold-Inter-Biker-Bar-Szene, da wird das mal kurz zu einem...

Heinrich: Naja, Beat'em Up ganz light, also so Streets of Rage für Anfänger,

Heinrich: wo das dann rein um so Nahkampfgeprügel geht und auch so kleine Gags drin sind,

Heinrich: dass du also auch Teile der Einrichtung zertrümmern kannst.

Heinrich: Kann man sich jetzt überlegen, hätte man hier und da noch ein Level mehr machen

Heinrich: können, aber so wirkt das Spiel eigentlich schön straff und kompakt.

Heinrich: Auch in den anderen Levels gibt es immer wieder mal so Varianten,

Heinrich: zum Beispiel, dass du dich mal kurz versteckst, so bei so einem Türeingang und

Heinrich: dann nicht gesehen oder getroffen werden kannst.

Heinrich: Also es ist immer dieses Actionspiel. Es gibt da keine radikalen Änderungen,

Heinrich: aber so immer wieder Varianten des Gameplays und die auch dann abhängig von

Heinrich: der Spielfigur, die du in dem Level gerade steuerst.

Heinrich: Und ich finde, das hat eigentlich einen sehr guten Rhythmus.

Christian: Ja, das auf jeden Fall. Es trägt dich sehr, sehr schön durch.

Christian: Und ich stimme dir zu, dass die Lösung eigentlich gut ist.

Christian: Denn du kannst heute nicht nur Hardcore-Gamer ansprechen.

Christian: Vielleicht ja, wären mehr Infos dann ganz hilfreich gewesen für manche Leute.

Christian: Man muss sich, glaube ich, selber auch von Anfang an fragen,

Christian: was will ich denn aus so einem Spiel?

Christian: Und wenn das ist, dass man möglichst lang dran sitzt, bis man das Ende sieht,

Christian: dann ist es vielleicht nicht das richtige Spiel. Oder man muss halt wirklich

Christian: konsequent hart anfangen.

Christian: Und ansonsten, wenn man so wie ich jetzt ein Gelegenheitsspieler ist,

Christian: der jetzt auch nicht der Reflexstärkste ist, dann macht das wahnsinnig viel

Christian: Spaß, dass man da einfach ein paar Mal durchspielt und trotzdem schnell seine

Christian: Erfolgserlebnisse hat.

Christian: Und dann kann man immer noch drangehen und sagen, oh, ich gucke jetzt aber mal,

Christian: dass ich zum Beispiel alle Continues finde. Jeder Level hat ein verstecktes Continue.

Christian: Manche findet man relativ schnell. Und bei anderen habe ich dann ein bisschen

Christian: gesucht bei den mehrmaligen Durchspielen. Also ...

Christian: Ich finde, das hat sehr, sehr gut aufgefangen. Eine Sache, die ich schade finde

Christian: an diesen Mehrfach-Durchgängen, also wenn es da noch verschiedene Modi gibt

Christian: und alternative Storylines und so.

Christian: Die alternativen Storylines sind natürlich nett, weil du mehr Levels kriegst,

Christian: aber sie sind auch wahnsinnig deprimierend.

Christian: Also die Story verändert sich dann dahingehend, dass du die Entstehung von Skynet nicht aufhältst.

Christian: Und deswegen passiert dann halt die schreckliche Zukunft trotzdem.

Christian: Und deswegen rennst du dann mit Sarah Connor da durch.

Christian: Okay. In der anderen Variante stirbt dann sogar John Connor in der Zukunft,

Christian: der wird dann erschossen und da ist dann das Spiel aus.

Christian: Also da ist das zwar nett, dass ich zusätzlichen Content sehe,

Christian: aber ich frage mich dann schon, ist das jetzt meine Belohnung,

Christian: dass ich so ein richtiges Downer-Ende gekriegt habe?

Christian: Ich bin mir ja da nicht ganz sicher.

Heinrich: Ja, im Großen und Ganzen, finde

Heinrich: ich, haben die Entwickler von Anfang an gesagt, was sie machen wollen.

Heinrich: Da haben sie geliefert und vor allen Dingen eben die Liebe zur Vorlage.

Heinrich: Das ist ja bei vielen alten Filmumsetzungen ja oft ein Problem,

Heinrich: wo man das Gefühl hat, naja, die haben da jetzt so ihr 0815-Spiel gemacht und

Heinrich: haben irgendwie feigenblattmäßig zwei, drei Spielreferenzen drin,

Heinrich: aber irgendwie wirkt das doch sehr aufgeklatscht.

Heinrich: Aber das ist hier vom ersten bis zum letzten Pixel Terminator 2,

Heinrich: Terminator-Rigger geht's eigentlich nicht.

Christian: Ja, das ist auch eine ganz, ganz große Bank, die dieses Spiel hat,

Christian: denn wir haben jetzt schon so viele von diesen Games besprochen und wir hatten auch Spiele,

Christian: wo du merkst, dass sie einfach nur einen Titel als Lizenz hatten und sie hatten

Christian: halt noch ein Spiel rumliegen und dann hat man das halt irgendwie hingebogen.

Christian: Aber selbst die, die ein bisschen näher dran waren, wenn du jetzt an das Robocop-Game

Christian: zum Beispiel denkst, abgesehen davon, dass das verbuggt war und du es nicht lösen konntest,

Christian: wenn du dir jetzt vorstellen würdest, diese Jungs würden ein Robocop-Game machen,

Christian: ich glaube, da wären wir alle glücklich mit diesem Robocop-Spiel.

Heinrich: Das ist ja auch spielerisch gar nicht so unähnlich. Also deswegen,

Heinrich: das war diese Art von Spiel.

Heinrich: Also ich weiß ja nicht, wer gerade die Rechte hat. Es gibt ja auch wieder aktuelle Robocop-Spiele.

Heinrich: Aber das wäre mein nächster Anruf nach dem Motto, wie schaut's aus?

Heinrich: Guck mal, was wir gerade gemacht haben. Gib uns mal die Lizenz,

Heinrich: da wär ich auch sofort dabei, ja.

Christian: Ja, und ein Predator-Game kannst du dir von den Jungs vorstellen.

Christian: Und also richtig so diese 80er durch.

Christian: Als nächstes machen sie ja Masters of the Universe, hab ich gelesen.

Christian: Diese Liebe zum Detail, die funktioniert. Und diese Liebe auch zu den alten

Christian: Spielen von damals funktioniert.

Christian: Und wie lang man dann dran sitzt, kann man dann auch ein bisschen selber steuern, finde ich.

Christian: Wenn man natürlich der Hardcore-Gamer ist, der dann 60 Stunden lang in eine

Christian: sich entfaltende Story stecken will.

Christian: Ich glaube, da ist so ein Run and Gun sowieso nicht das richtige Spiel.

Christian: Also da muss man sich dann eher anderweitig umschauen.

Heinrich: Man darf auch nicht vergessen, es ist ein 30-Euro-Spiel. Ich finde,

Heinrich: das ist moderat, das ist angemessen, auch wenn es vielleicht ein bisschen kurz ist.

Heinrich: Wird auch sicher mal irgendwann im Angebot erhältlich sein.

Heinrich: Also wer den Film irgendwie mochte, ich kann mir nicht vorstellen,

Heinrich: dass der mit dem Spiel richtig unglücklich wird.

Christian: Ja, ich meine, wenn du ins Kino gehst, koste ich das für die zwei Stunden schon 15 Euro.

Christian: Das heißt, zwei Kinofilme sich anschauen, das ist dasselbe. Und ich habe hier

Christian: fünf oder sechs Stunden mit sehr viel Vergnügen gespielt.

Christian: Ich kann mich also nicht beschweren, dass das schlecht ausgegebenes Geld wäre.

Heinrich: Ja, für Beschwerden ist im Pixelkino ja eine eigene Abteilung zuständig.

Heinrich: Die würde ich sich gleich geduldig anhören.

Heinrich: Wir kommen zur Bewertung.

Christian: The Good, The Bad and The Ugly. Das Bewertungssystem im Pixelkino allseits beliebt.

Christian: Wir sagen, was ist gut, was ist nicht gut und was liegt irgendwo dazwischen.

Christian: Ugly, etwas, was Schönheiten hat, aber auch nicht so Schönes.

Christian: Wir finden dafür immer Elemente aus dem Film und dem Spiel.

Christian: Und zuständig dafür ist meistens der Kollege Lehnhardt, der in Kanada den Tag

Christian: damit beginnt, dass er darüber nachdenkt, was denn das Naheliegendste ist,

Christian: mit dem man Good, Bad und Ugly repräsentieren kann. Heinrich,

Christian: was hast du dir da ausgedacht?

Heinrich: Ja, mir ist natürlich bei der Wiederbegutachtung des Films ein reizendes Detailgleich

Heinrich: aufgefallen, nämlich die Hundennamen.

Heinrich: Denn eine der Fangfragen, mit der rausgefunden wird, dass die Stimme am Telefon

Heinrich: nicht die echte Mama ist, sondern in Wirklichkeit der T-1000,

Heinrich: das ist die Frage nach dem Namen des Familienhundes bei der Pflegefamilie von John Connor.

Heinrich: Max ist der echte Name und Wolfie ist falsch.

Heinrich: Und da bräuchte man aber noch was für Ugli, da wird es schwierig.

Heinrich: Und zu Wolfie wusstest du noch was?

Christian: Ja, James Cameron hatte mal einen Hund, der hieß Wolfie.

Heinrich: Ja.

Heinrich: Dann dachte ich noch, naja, es gibt ja im Spiel diese bissigen Hunde und da

Heinrich: wird der Zukunfts-Cyberköter als K9HK bezeichnet.

Heinrich: Aber ich dachte mir, dass es selbst für Pixel-Kino-Verhältnisse vielleicht ein

Heinrich: bisschen weit hergeholt. Deswegen orientieren wir uns heute doch ganz einfach

Heinrich: am Cyberdyne-Modellkatalog.

Heinrich: Also wir stellen uns vor, Christian, du gehst zum Gebrauch-Terminator-Händler

Heinrich: und willst ein Modell kaufen und hast natürlich verschiedene Kriterien,

Heinrich: was ist vielleicht gut, was ist nicht so gut.

Heinrich: Und so ordnen wir jetzt verschiedene Terminator-Modelle unseren Kategorien zu.

Heinrich: Und wer kann denn da nur der gute Terminator sein?

Christian: Der gute Terminator muss natürlich Arnold sein, der T-800, das klassische Modell,

Christian: einfach das, was sich bewährt hat,

Christian: was zwar immer kaputt geht am Ende des Films, aber dafür dann trotzdem immer

Christian: wieder im nächsten Film auftaucht und den Daumen nach oben streckt und dann

Christian: sagt, alles ist stabil und wir werden die Zukunft in unsere eigene Hand nehmen.

Heinrich: Ja, der ist vielseitig einsetzbar, ist solide verarbeitet und wie wir in dieser

Heinrich: einen Extended-Cut-Szene auch sehen,

Heinrich: man kann ihn leicht reparieren, also sein Hauptchip ist leicht zugänglich,

Heinrich: wenn man einfach mal kurz im Schädel mal so die Klappe und so, wunderbar.

Heinrich: Ja und da fällt uns auch die Wahl des Bösewichts nicht allzu schwer,

Heinrich: Bad ist ja dann wohl der T-1000.

Christian: Ja, den kann man auch so schlecht entsorgen. Also abgesehen davon,

Christian: dass man ihn nie kaputt kriegt, wenn mal was nicht passt, den bringt man ja

Christian: auch nicht einfach zum Wertstoffhof.

Christian: Im Buch wird übrigens erklärt zu Terminator 2, dass der T-1000 ein Einzelstück

Christian: ist und selbst Skynet ihn nicht völlig unter Kontrolle hat.

Christian: Das heißt, das war so eine verzweifelte letzte Handlung von Skynet,

Christian: den dann in die Vergangenheit zu schicken,

Christian: ganz kurz bevor die Rebellen im Skynet-Hauptquartier eingedrungen sind.

Christian: Das war noch das Letzte, was Skynet machen konnte, um vielleicht die Zukunft

Christian: doch noch für sich zu entscheiden, wie wir ja gesehen haben.

Christian: Es hat auch nicht funktioniert.

Christian: Der T-1000 ist trotzdem einfach kein guter Terminator und deswegen kann er nur noch bad sein.

Heinrich: Und in der Mitte, im wahrsten Sinne des Wortes ugly, ist das Modell T600.

Heinrich: Dazu muss man sagen, dass der im ersten Film mal kurz erwähnt wird,

Heinrich: aber man sieht ihn nicht wirklich.

Heinrich: Einige Bethesda-Spiele haben den aufgegriffen.

Heinrich: Das ist so ein frühes Modell, Vorläufer vom T-800, der so ein bisschen verlacht worden ist.

Heinrich: Also die Rebellen in der Zukunft, die haben den wohl Rubbers genannt,

Heinrich: also der Gummi-Terminator, weil sein Äußeres, das menschenähnlich sein soll,

Heinrich: dermaßen fake aussieht.

Heinrich: Also alle haben sich in der Übrigen Lustig gemacht und er war auch sicher der

Heinrich: ungefährlichste von allen.

Heinrich: Also du hast nicht ganz die Entsorgungsprobleme wie beim T-1000 und er hat vielleicht

Heinrich: einen gewissen unbeholfenen Charme.

Heinrich: Aber deswegen denke ich mir, so als Ugly in der Mitte, da ist der T-600 gut aufgehoben.

Christian: Ja, ich habe ja ein Herz für Underdogs und irgendwie habe ich jetzt das Gefühl,

Christian: der T-600 tut mir ja fast leid, wenn den jeder da als Gummimodell bezeichnet.

Christian: Und ja, T-600, der hat schon sicherlich auch seine guten Seiten.

Heinrich: Und wir fangen mit dem Film an. Heute hält sich die Spannung doch mal wieder in Grenzen.

Heinrich: Wir haben uns da wirklich einen großen Klassiker des Action-Kinos ausgesucht,

Heinrich: der so sehr wenig gealtert ist, wenn überhaupt. Das ganze Tempo ist immer noch prima.

Heinrich: Ich finde so vielleicht die zweite Hälfte nicht ganz so genial wie die erste,

Heinrich: aber da passt aber auch wirklich alles.

Heinrich: Immer noch ein großer Spaß, sich den anzugucken.

Heinrich: Also für mich ist der Film Terminator 2 immer noch ein T-800, also gut.

Christian: Ja, ich muss mich da anschließen. Keine Überraschung natürlich,

Christian: T-800. Wir kommen zu dem Konzept wieder zurück, wo es zwei T-800 gibt,

Christian: die gegeneinander kämpfen.

Christian: Was Cameron da abfackelt, ist natürlich absoluter Wahnsinn. Sehr erstaunlich

Christian: und kreativ inszeniert.

Christian: Wie ich vorher gesagt habe, einfach was er schafft mit der Fortsetzung,

Christian: also mit dem Konzept der Fortsetzung zu machen, dass er das irgendwie auf den

Christian: Kopf stellt und gleichzeitig fühlt es sich an, als wäre es ein organischer Teil dieses Universums.

Christian: Du hast nicht das Gefühl, dass er jetzt da weggeht von Konzepten,

Christian: die den ersten stark gemacht haben.

Christian: Er bringt emotionale Themen rein.

Christian: Diese Familiengeschichte ist, finde ich, manchmal sehr berührend sogar.

Christian: Gleichzeitig hat er diese Härte und dieses Vorantreibende, die Düsternis und so.

Christian: Nicht ganz wie der erste, aber trotzdem immer noch wahnsinnig effektiv.

Christian: Es ist einfach einer der besten Actionfilme, die je gedreht wurden.

Christian: Und auch wenn ich persönlich, wenn ich wählen müsste zwischen dem ersten und

Christian: dem zweiten immer den ersten nehmen würde, würde ich den zweiten auf keinen

Christian: Fall missen wollen. Ein T-800.

Heinrich: Und beim Spiel muss ich auch nicht lange zögern, da gibt es vielleicht ein,

Heinrich: zwei kleine Kritikpunkte, aber das ist wirklich ein Spiel für Leute,

Heinrich: die Retro-Spiele mögen.

Heinrich: Also darüber muss man sich im Klaren sein.

Heinrich: Viel mehr Retro-Charme kann man bei einer relativ modernen Produktion nicht erwarten, finde ich.

Heinrich: Pixel-Kino-Bonuspunkt alleine eben für die ganzen Filmdetails,

Heinrich: wie die aufgegriffen worden sind und das Ganze mit diesen wunderbaren Pixel-Grafiken.

Heinrich: Also auch das Spiel Terminator 2D No Fade ist für mich gut.

Heinrich: Da haben wir jetzt dann den dritten T-800. Jetzt wird es langsam eng.

Christian: Ja, ich sag's dir, es wird ein Gesangsquartett draus, weil ich zücke auch den T-800.

Christian: Es muss natürlich so sein. Es ist wahnsinnig liebevoll gemacht.

Christian: Es spielt sich sehr, sehr flott. Also, man kommt da rein und spielt gleich los.

Christian: Und das ist, wie du gesagt hast, auch so für den Feierabend immer was,

Christian: was man schnell noch mal so ein Stündchen spielen kann und was Spaß macht,

Christian: auch was beim mehrmaligen Durchspielen durchaus Spaß macht, weil man halt eben

Christian: noch ein paar extra Sachen sehen kann oder sich dann vielleicht doch die größere

Christian: Herausforderung gönnen will.

Christian: Dieser Pixelkino-Bonus, dass sie so schön das Ganze an den Film angekoppelt

Christian: haben, finde ich, der geht sogar noch darüber hinaus, nämlich,

Christian: dass sie nicht nur sklavisch den Film wiedergeben, sondern auch Dinge drin haben,

Christian: die eben nicht im Film drin sind.

Christian: Also, dass du dieses Setup hast am Anfang noch, wo der junge John Connor entführt

Christian: wird in der Westernstadt oder dass du diese Zukunftsszenen hast,

Christian: von denen ja im Film ganz wenig sind, im Buch sind es dann ein paar mehr,

Christian: aber dass du das ein bisschen ausweitest, diese ganze Cyberdyne-Sequenz,

Christian: von der eigentlich nur erzählt wird.

Christian: Also sie bauen das Ganze sogar noch ein bisschen aus und das aber auch stimmig

Christian: mit dem, was die Vorlage hergibt.

Christian: Das fühlt sich also wirklich so an wie ein zusätzliches Medium,

Christian: in dem diese Geschichte nochmal neu beleuchtet wird.

Christian: Das finde ich stark, das macht Spaß. Das ist für jeden Terminator-Fan auch ein

Christian: Fest und natürlich für jeden, der da die Konsolenspiele gespielt hat.

Christian: Und wer diese Games mochte, der wird bei Terminator auch seinen Spaß haben.

Christian: Und ich sag's noch mal, wenn man das Gefühl hat, dass man vielleicht zu schnell

Christian: fertig werden könnte, dann fängt man halt bitte einfach gleich auf einem schwierigeren

Christian: Grad an und hat dann trotzdem sein Vergnügen dran.

Christian: Ein T-800, definitiv. Haben wir jetzt noch mehr in der Garage stehen? Ich weiß nicht.

Heinrich: Ja, das Fließband, das läuft und läuft. Kein Problem.

Christian: Naja, der T-1000 war ja auch das Einzelstück. Also vielleicht,

Christian: der eine ist jetzt kaputt, den können wir gar nicht zücken. Was wollen wir da machen?

Heinrich: Ein alternatives Ende ist bei dieser Episode des Pixel-Kino-Podcasts nicht zu erwarten.

Heinrich: Aber weitere Folgen sind bereits in Vorbereitung. Es gibt natürlich auch ein Archiv.

Heinrich: Und wer uns öfters hören will, der kann das tun. Im Unterstützer-Feed von Stay

Heinrich: Forever erscheinen immer die neuen Folgen.

Christian: Ja, da kann man uns in Zukunft auch hören, ganz ohne Zeitmaschine. Wie toll ist das?

Heinrich: Wir hoffen, euch hat diese Betrachtung von Terminator 2 und dem dazugehörigen

Heinrich: neuen Spiel Spaß gemacht.

Heinrich: Für mich war es wieder ein Vergnügen, Christian, mit dir über dieses Thema zu plaudern.

Heinrich: Und ja, dann schnappen wir uns unsere Klamotten, unsere Stiefel und Motorräder

Heinrich: und kommen langsam zum Ende.

Christian: Ja, Heinrich, ich darf das Kompliment zurückgeben. Es war mir ein Fest.

Christian: Und ich würde sagen, das Schicksal sagt voraus. Wir sehen uns in der nächsten

Christian: Pixel-Kino-Folge wieder. Bis dahin. Tschüss.

Heinrich: Ciao.

Heinrich: Boris, ich sag's dir, die Zukunft wird echt verrückt.

Heinrich: Spielepackungen sind vom Aussterben bedroht. Und alle schwärmen von KI,

Heinrich: als hätte man aus Sky-Net überhaupt nichts gelernt.

Boris: Ja, natürlich. Und die Autos fahren mit Strom und nicht mit Benzin.

Boris: Arnold Schwarzenegger wird Politiker und Microsoft baut eine Spielekonsole,

Boris: oder? Nee, jetzt mal langsam. Wie entwickeln sich denn eigentlich die Spiele-Magazine?

Heinrich: Da erfreuen sich Sprachaufnahmen enormer Beliebtheit, so wie Radio,

Heinrich: aber halt über Spiele. Erstaunlich oft sind das alte Spiele.

Heinrich: Und da reden und reden und reden die. Und da gibt es so kleine Empfangsgeräte.

Boris: Das ist so wie ein Walkman. Dann erzählt er uns sicher gleich noch,

Boris: dass die Leute irgendwann lustige Videos mit den Redakteuren sehen wollen.

Boris: Was sollen wir da noch machen, Dr. Freutze?

Christian: Das ist eine sehr was Geschichte. Das ist ja total überreizt, der Kollege.

Christian: Na, ich könnte da vielleicht eine entkoffeinierte Sorte ans Herz legen.

Heinrich: Aber das ist ja gar nichts. Das war gleich zur Weltpolitik. Aber ich weiß nicht.

Heinrich: Das war Pixelkino-Podcast: Episode 29 zu Terminator 2.

Heinrich: Hasta la vista, Baby.

Heinrich: Tja, jetzt haben wir doch noch ein ordentliches Terminator-2-Spiel gekriegt.

Heinrich: Ein bisschen spät, aber ohne ein Zeitparadoxon auszulösen.

Heinrich: Besonderer Dank gebührt heute unserem Special Guest Boris Schneider-Johne,

Heinrich: der aus dem Jahr 1991 zugeschaltet war. Der Pixelkino-Podcast ist eine Co-Produktion

Heinrich: von Christian Genzel und Heinrich Lehnhardt.

Heinrich: Die Musik stammt von Chris Hülsbeck.

Heinrich: Wir hören uns bald wieder bei unserer Begegnungsstätte für Film und Spiel.